{"id":1498,"date":"2015-01-19T15:21:30","date_gmt":"2015-01-19T13:21:30","guid":{"rendered":"http:\/\/mapeadventures.luckyweb.ch\/?p=1498"},"modified":"2020-06-19T15:06:09","modified_gmt":"2020-06-19T13:06:09","slug":"der-loire-entlang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mapeadventures.ch\/?p=1498","title":{"rendered":"Der Loire entlang im Sommer 2010"},"content":{"rendered":"<p>ngg_shortcode_0_placeholder<strong><br \/>\n12. Juli: Sempach Station &#8211; Nevers<br \/>\n<\/strong>Um 08.01 Uhr besteigen wir mit unsern vollbepackten Velos den Zug in Sempach Neuenkirch. Bereits in Sursee heisst es, in den Schnellzug nach Genf umsteigen. Die erste \u00dcberraschung erleben wir in Fribourg. Da steht doch unsere Nachbarin Mimi mit einer Freundin und sehr viel Gep\u00e4ck auf dem Perron. Peter spricht sie an um beim Einlad zu helfen. Zuerst erkennt Mimi ihn gar nicht. Gemeinsam wird das schwere Gep\u00e4ck im Abteil verstaut. Die beiden Frauen sind auf dem Weg in den Kongo, nach Kinshasa. Sie werden dort w\u00e4hrend dreier Wochen Primarlehrern Weiterbildung in Franz\u00f6sisch, Methodik und Didaktik geben.<br \/>\nWir steigen in Genf aus. Unser erster Gang geht zum franz\u00f6sischen Bahnhof, um die Fahrkarten nach Nevers zu kaufen und nachzusehen, ob wir nicht eine fr\u00fchere und schnellere Verbindung h\u00e4tten. Wir stellen fest, dass wir unsere Fahrkarten am SBB Schalter l\u00f6sen m\u00fcssen, und dass ein schnellerer Zug keine Velos mitnimmt. Also heisst es warten. Wir fahren mit den Velos an den See, um zu picknicken. Anschliessend fahren wir an den Bahnhof. Da hat es ein schattiges Cafe. Fr\u00fchzeitig gehen wir \u00fcber den Zoll und warten auf den Zug.<br \/>\nUm 13.58 Uhr, also nach 3 Stunden Wartezeit, f\u00e4hrt unser Zug nach Lyon ab. W\u00e4hrend der Fahrt wird es draussen immer dunkler und dunkler. In Lyon treffen wir um 15.50 Uhr ein. Es weht ein starker Wind. Aber es ist immer noch sehr warm. Unser n\u00e4chster Zug f\u00e4hrt um 16.22 Uhr weiter. Er ist nicht mehr so modern, aber auch komfortabel. Etwa 30 Minuten nach der Abfahrt stellen wir fest, dass es regnet. Es ist immer noch sehr grau und dunkel. Wir treffen um 18.04 Uhr in Beaune ein. Da m\u00fcssen wir abermals umsteigen. Der Bahnhof ist sehr veraltet, daf\u00fcr ist unser Zug nach Nevers sehr modern. Jetzt fahren wir mit einer Diesellok. Unterwegs sehen wir einen wunderbaren Regenbogen. Auf einem Feld steht ein Fuchs und beobachtet den Zug.<br \/>\nDie Landschaft zwischen Genf und Nevers ist zuerst sehr offen und weit mit riesigen Getreide- und Sonnenblumenfeldern. Sp\u00e4ter wird sie kleinr\u00e4umiger, mit Weiden, auf denen fast weisse K\u00fche mit ihren K\u00e4lbern grasen.<br \/>\nUm 20.32 Uhr treffen wir in Nevers ein. Unser vorreserviertes Comfort-Hotel ist gleich beim Bahnhof. Das Zimmer ist zwar klein, aber gut und sauber. Nach dem Duschen geht\u2019s zum Essen. Beim T\u00fcrken isst Peter einen Kebab mit Pommes. Dazu gibt\u2019s Wein. Nachher machen wir noch einen Rundgang durch das Zentrum und gehen zu einem Schlummertrunk.<\/p>\n<p><strong>13.&nbsp;Juli 2010: Nevers \u2013 La Charit\u00e9-sur-Loire \u2013 Sancerre \u2013 Bonny-sur-Loire<br \/>\n<\/strong>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck und dem Packen geht\u2019s aufs Velo. Der Himmel ist blau mit weissen und grauen Schleierwolken. Zuerst fahren wir in Richtung Flugplatz und daran vorbei. Schon bald geht es \u00fcber die Loire. Einige Male m\u00fcssen wir uns auf der Karte orientieren. Aber wir finden den Einstieg in den Veloweg sehr gut. Der ist hier ganz neu erstellt. Es hat nur wenige Streckenteile mit Schlagl\u00f6chern. Wir kommen sehr gut voran. Meistens ist uns Petrus gut gesinnt, und der Wind kommt von hinten oder wenigstens seitlich. Unser Highlight des Tages ist ein Goldfasanm\u00e4nnchen, das fliegend unsern Weg kreuzt. Wir sehen auch Eichh\u00f6rnchen und h\u00f6ren verschiedene V\u00f6gel, die wir zum Teil bestimmen k\u00f6nnen.<br \/>\nBei Charit\u00e9-sur-Loire treffen wir ein Ehepaar aus Avignon. Da k\u00f6nnen wir Franz\u00f6sisch \u00fcben. Bei der Schleuse in Bannay unterh\u00e4lt sich Peter mit dem Schleusenwart und l\u00e4sst sich alles genau erkl\u00e4ren. Die Schleuse ist ganz von Hand betrieben. Wir fahren nun einen Kanal entlang, der &#8222;beschifft&#8220; ist. Auf einem Rastplatz essen wir unsere Fr\u00fcchteresten. Es ist heiss und das Trinkwasser wird etwas knapp. Wir fahren weiter in der Hoffnung, ein Bistro oder etwas dergleichen im n\u00e4chsten Dorf zu finden. Die D\u00f6rfer sind aber wie ausgestorben. Beim Atomkraftwerk geht Peter in ein Naturschutzcenter. Hier k\u00f6nnen&nbsp;wir unsere Flaschen mit kaltem Wasser f\u00fcllen. Nachher geht es noch 15 Kilometer weiter. Wir finden unterwegs noch eine Bar und trinken einen Kaffee und eisgek\u00fchltes Wasser. Vor Bonny-sur-Loire \u00fcberqueren wir die Loire und fahren ins St\u00e4dtli. Wir finden im Hotel des Voyageurs ein Zimmer f\u00fcr 40 Euro.<br \/>\nNach dem Duschen gehen wir zum Einkaufen f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag und zu einem Ap\u00e9ro auf den Hauptplatz. Das Nachtessen nehmen wir in unserem Hotel ein. Es ist das zweite Highlight dieses Tages: Zuerst ein Amuse Bouche, dann als Vorspeise einen Linsensalat mit ganz fein geschnittenen Karotten, Tomaten an einer scharfen Senfsauce mit Rohschinken, Tom\u00e4tli, Frischk\u00e4se und getrocknetem Ziegenfleisch garniert. Zum Hauptgang gibt es ein Schweinsfilet geschnitten, an reduzierter Rotweinsauce auf gestampften Kartoffeln mit Karotten in Kreuzk\u00fcmmel gegart. Dazu gibt es noch ein Dessert. Peter w\u00e4hlt einen Pfefferminzpudding. Das ganze wird sehr sch\u00f6n und vornehm serviert und kostet ganze 19 Euro.<br \/>\nWir sind heute rund 90 Kilometer gefahren und 5 Stunden auf dem Velo gesessen.<\/p>\n<p><strong>14. Juli: Bonny-sur-Loire \u2013 Briare \u2013 Gien \u2013 St-Gondon \u2013 Sully-sur-Loire \u2013 St-P\u00e8re-sur-Loire<br \/>\n<\/strong>Wir haben beide gut geschlafen. Nach einem feinen Zmorge und Plaudern mit einer belgischen M\u00e4nnerradgruppe, die mit einem Begleitbus nach Lourdes unterwegs ist, machen auch wir uns bereit und fahren los. Wir fahren auf sehr sch\u00f6nen, romantischen Radwegen der Loire entlang. In Briare fahren wir \u00fcber eine Kanalbr\u00fccke. Leider f\u00e4hrt gerade kein Boot dar\u00fcber. Die Br\u00fccke wurde 1890 -1894 gebaut.<br \/>\nWir \u00fcberqueren mit dem Kanal die Loire. Am andern Ufer finden wir den Radweg nicht. Also fahren wir den Kanal entlang, \u00fcber den Kanal und dann auf den H\u00f6henzug. Oben angekommen finden wir auch keinen Radwegwegweiser. Also einfach nordw\u00e4rts. Wir kommen wieder ins Tal und sehr bald nach Gien. Hier k\u00f6nnen wir zuschauen, wie das Feuerwerk f\u00fcr den Abend (14. Juli, Franz\u00f6sischer Nationalfeiertag) vorbereitet wird. Wir fahren weiter auf einer Landstrasse, die unterschiedlich Verkehr hat und immer rauf und runter geht. Aber der Wind ist uns hold. Er kommt meistens von hinten. So k\u00f6nnen wir zwischen 20 und 24 km\/h fahren. In St-Gondon lesen wir, dass die Festivit\u00e4t zum 14. Juli nicht im Freien stattfindet, sondern in den Gemeindesaal verlegt wird. Der Grund&nbsp;sind&nbsp;schwere Unwetter, die angesagt sind. Kurz nach 12 Uhr fahren wir in Sully-sur-Loire ein. Im Angesicht des Schlosses nehmen wir unser Mittagessen ein. Nachher schauen wir das Schloss noch n\u00e4her an. Bereits jetzt beginnt es zu st\u00fcrmen, und der Himmel wird immer dunkler. Wir treffen auf eine \u00f6sterreichische Radfahrergruppe, die mit einem Car mit Veloanh\u00e4nger unterwegs ist.<br \/>\nWir fahren \u00fcber die Loirebr\u00fccke nach St-P\u00e8re-sur-Loire. In der Zwischenzeit ist der Himmel ganz schwarz und der Wind hat sich noch verst\u00e4rkt. Wir beschliessen, in St.-P\u00e8re-sur-Loire ein Zimmer zu suchen. Wir finden es im Schlosshotel f\u00fcr 48 Euro. Das Zimmer ist etwa gleich gross wie die letzten zwei. Kaum haben wir die Velos in der Garage und unser Gep\u00e4ck im Zimmer, beginnt es zu regnen. Dieser Regen mit Sturm dauert etwa zwei Stunden. Wir sind froh, dass wir richtig und schnell entschieden haben. Bis zum n\u00e4chsten Dorf w\u00e4ren es etwa sieben km gewesen. Das w\u00e4re nicht ohne N\u00e4sse abgegangen.<br \/>\nNach dem Regen machen wir eine kleine Wanderung durch den Schlosspark von Sully, schauen uns Sully etwas an und gehen sp\u00e4ter essen. Peter isst eine traditionelle Wurst, die ihm aber nicht besonders schmeckt. Wir sind etwas entt\u00e4uscht, dass es zum Nationalfeiertag kein Feuerwerk gibt.<br \/>\nWir sind heute rund 55 km gefahren und dreieinviertel Stunden auf dem Velo gesessen.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_1_placeholder<strong><br \/>\n15. Juli: St-P\u00e8re-sur-Loire \u2013 Orl\u00e9ans \u2013 Beaugency<br \/>\n<\/strong>Wir haben sehr gut geschlafen und bekommen unser Fr\u00fchst\u00fcck fr\u00fcher als die letzten zwei Tage. Der Himmel ist wieder blau mit Wolken. Ich glaube, heute erwartet uns Gegenwind.<br \/>\nGrosse \u00dcberraschung!!! bei den Velos: Mein Vorderrad hat einen Platten. Also, Peter, das heisst flicken. Wir finden drei kleine Scherben im Pneu. Das Flicken geht sehr gut und schnell. Nachher geht\u2019s ab aufs Velo. Zuerst kommen wir ganz z\u00fcgig voran, denn der Wind bl\u00e4st seitlich von hinten. Nach einiger Zeit \u00e4ndert es sich aber. Der Wind kommt meistens von vorne. Wir begegnen diesen Morgen einem Hasen und k\u00f6nnen Schafstelzen beobachten.<br \/>\nDer Gegenwind begleitet uns nun den ganzen Tag. Wenn wir so richtig im Wind fahren, zeigt der Kilometerz\u00e4hler gerade so etwa 14 an. Am Mittag sind wir aber trotzdem in Orl\u00e9ans (56 km) angekommen. Hier besichtigen wir die Kathedrale. Der Platz rund herum wird umgebaut, und es herrscht ein Durcheinander und Platznot. Am Ufer der Loire nehmen wir unser Mittagessen ein. Im Gegenwind geht\u2019s weiter. \u00dcber St-Hilaire und Meung-sur-Loire erreichen wir Beaugency. Hier finden wir schnell ein Zimmer f\u00fcr 58 Euro im Hotel de la Sologne.<br \/>\nFrisch geduscht gehen wir ins St\u00e4dtli, um unseren Durst zu stillen. Wir suchen uns ein Restaurant zum Nachtessen. Zuerst machen wir aber noch einen Spaziergang auf die Br\u00fccke und der Loire entlang. Heute isst auch Peter Salat. Nachher gibt\u2019s noch ein Bier und Wein, bevor wir schlafen gehen.<br \/>\nWir sind heute 86.5 km gefahren und f\u00fcnfeinhalb Stunden auf dem Velo gesessen.<\/p>\n<p><strong>16.&nbsp;Juli: Beaugency \u2013 St-Dy\u00e9-sur-Loire \u2013 Ch\u00e2teau de Chambord \u2013 Blois \u2013 Monteaux<br \/>\n<\/strong>Nach einer ruhigen Nacht und einem feinen Fr\u00fchst\u00fcck fahren wir los. Nach etwa zwei Kilometern merkt Peter, dass er sein Velot\u00e4schli vor dem Hotel hat liegen lassen. Er f\u00e4hrt zur\u00fcck und ich warte. Er hat Gl\u00fcck. Ein Angestellter des Hotels hat es gefunden. Also k\u00f6nnen wir weiter fahren. Wir haben zum Teil bereits wieder Gegenwind, kommen aber trotzdem recht gut voran. In St-Dy\u00e9 m\u00f6chten wir die Kathedrale anschauen. Sie wird aber renoviert und ist darum geschlossen. Also geht\u2019s weiter nach Chambord. Aber wir verpassen die richtige Abzweigung und landen in Montlivault. Mit Hilfe der Karte finden wir mit zehn km Umweg das Ch\u00e2teau trotzdem noch. Das Ch\u00e2teau de Chambord ist grossartig. Es ist das gr\u00f6sste Loireschloss, in Staatsbesitz und steht dem Pr\u00e4sidenten zum Ferienmachen und Jagen zur Verf\u00fcgung. Wir schauen uns die Anlage von aussen an und fahren dann weiter in Richtung Blois. Die Stadt betrachten wir nun vom andern Loireufer aus und essen dazu unser Zmittag, das wir bei unserem Umweg an einem Bauernstand eingekauft haben. Die flachen Pfirsiche und die Aprikosen schmecken ausgezeichnet.<br \/>\nEs soll noch jemand sagen, den Fl\u00fcssen entlang sei alles flach. Auch heute geht es immer wieder auf und ab, und das bei Gegenwind. In Cand\u00e9-sur-Beuvron gehen wir in einer kleinen, etwas verlotterten Bar einen Kaffee und kaltes Wasser trinken. Nachher geht\u2019s durch den Bois Br\u00fbl\u00e9. Unser Ziel ist Chaumont-sur-Loire, ein n\u00e4chstes Schloss. Wir fahren von der Anh\u00f6he steil ins Dorf hinunter. Zuerst suchen wir ein Hotel. Wir finden zwar eines, das ist aber wegen Renovation geschlossen. Wir beraten miteinander und lassen uns noch von zwei Einheimischen beraten, bekommen aber von ihnen unterschiedliche Ratschl\u00e4ge. Also beschliessen wir, \u00fcber die Br\u00fccke nach Onzain zu fahren. Hier finden wir zwei Hotels. Auf jeder Seite der Bahnlinie eines. Beide sind geschlossen ohne Information, und es ist niemand zu finden. Wir beraten und beschliessen, auf dieser Seite der Loire weiter zu fahren. In Monteaux sehen wir ein gr\u00fcnes Schild mit der Bezeichnung <strong>G\u00eetes <\/strong>&#8211; <strong>Chambres d\u2019h\u00f4tes<\/strong>. Peter geht nachfragen. Gleichzeitig beginnt es zu regnen. Das Zimmer ist eigentlich vergeben, aber wir bekommen ein Zimmer ohne Dusche, nur mit einem WC auf dem Gang. Wenn wir schnell machen, k\u00f6nnen wir im andern Zimmer duschen. Wir steigen darauf ein und gehen uns schnell duschen, damit Jacqueline, die Frau des Besitzers, die Dusche f\u00fcr die andern G\u00e4ste wieder herrichten kann. Unser \u201eHotel\u201c f\u00fcr diese Nacht heisst \u201eLa Colombe\u201c. Peter kann da essen und f\u00fcr mich gehen wir im D\u00f6rfli eine Melone kaufen. In einer kleinen Bar gehen wir noch zu unserem ersten Ap\u00e9ro an diesem Tag. Es regnet bereits nicht mehr. Mal sehen, was es zum Znacht gibt. Wir besichtigen mit dem Chef des Hauses seine Taubenzucht. Er hat 250 Tauben und eine sch\u00f6nen Garten, den er mit Elektrozaun vor den Rehen sch\u00fctzen muss. Mit den Tauben geht er an Ausstellungen, er selber ist auch Preisrichter. Bevor die andern G\u00e4ste kommen, telefonieren sie. Monsieur muss feststellen, dass sie nicht zu zweit, sondern zu viert kommen. Jetzt hat er ein Problem, denn das zweite Zimmer haben ja wir. Aber er meistert es sehr gut und legt einfach in das andere Zimmer noch zwei Matratzen auf den Boden. Die G\u00e4ste treffen ein. Es sind Grosseltern mit zwei Nichten, die etwa 25 und 16 Jahre alt sind. Die Grossmutter \u00e4rgert sich zuerst sehr stark, beruhigt sich dann aber, und alles ist in Butter. Der Grossvater spricht nur ganz leise und fast nichts. Er ist auch gehbehindert. Ich glaube, dass er einen Schlaganfall hatte. Die Grossmutter betreut ihn jede Sekunde.<br \/>\nZum Essen gibt es Br\u00f6tli mit Entenleberpaste, Mac\u00e9doine de L\u00e9gumes in Schinken gerollt (russischer Salat), Tauben auf Gem\u00fcse (Karotten und Erbsen aus dem Garten plus eine B\u00fcchse Erbsen), Ziegenk\u00e4se und Rhabarberkuchen. Dazu gibt es zu jedem Gang einen besonderen Wein. Wir trinken weissen, ros\u00e9 und roten Wein.<br \/>\nWir sind heute 89 km gefahren und rund 6 Stunden auf dem Velo gesessen.<\/p>\n<p><strong>17.&nbsp;Juli: Monteaux \u2013 Amboise \u2013 Tours \u2013 Villandry \u2013 Langeais<br \/>\n<\/strong>Nach dem spannenden Abend mit dem feinen Nachtessen schlafen wir sehr gut. Um 07.30 Uhr gibt es f\u00fcr alle Fr\u00fchst\u00fcck. Das ist auch wieder speziell und vielf\u00e4ltig. Neben verschiedenen Broten gibt es Butter, Akazienhonig, Melonen-, Rhabarber-, Himbeer-, Kirschen-, Zwetschgenkonfi und K\u00e4se, dazu Milch, Kaffee und frische gelbrote Kirschen. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck bezahlen wir unsere Rechnung: 40 Euro f\u00fcr das Zimmer mit Fr\u00fchst\u00fcck und 22 Euro f\u00fcr das Nachtessen mit allem Wein. Wir verabschieden uns und fahren los. Bis Amboise fahren wir auf der Autostrasse. Dabei kommen wir am G\u00e4nsemast-Betrieb vorbei, wo die G\u00e4nseleber produziert wird, die Peter gestern gegessen hat.<br \/>\nAmboise, auf der andern Seite der Loire, ist sehr touristisch und hat nat\u00fcrlich auch ein Schloss. Wir machen einen kurzen Film- und Fotohalt. Nachher suchen wir den Ausgang aus der Stadt. Wieder mal geht es steil den H\u00fcgel hoch. Da gesellt sich ein kanadisches Paar zu uns, das ebenfalls den Weg sucht. Gemeinsam finden wir die Ausfahrt. Es geht weiter auf und ab durch ein Weingebiet. In Montlouis kommen wir wieder an die Loire hinunter. Hier sind viele H\u00e4user und Weinkeller in die Felswand hinein gebaut. Am Flussufer beobachten wir Seidenreiher und Sternes (Flussseeschwalben). In Tours besichtigen wir die Kathedrale und essen vor dieser Kathedrale unser Mittagessen. Die Ausfahrt aus Tours finden wir sehr gut. Nach einigen Kurven geht es gerade aus auf eine Allee. Bei den Freizeitanlagen geht es rechts weg. Beim Golfplatz gehen wir einen Kaffee trinken. Nachher geht\u2019s unter der Autobahn durch an den Fluss Cher. Da fahren wir auf dem Damm bis zum Ch\u00e2teau de Villandry. Beim Ch\u00e2teau stellen wir unsere Velos ab und machen eine Schlossparkbesichtigung f\u00fcr 6 Euro die Person. Diese Gartenanlage ist sensationell, siehe Fotos! Nachher fahren wir im flotten Tempo nach Langeais, unserem Tagesziel. Heute hatten wir nicht viel Gegenwind. Das Wetter war am Morgen sehr grau und k\u00fchl, wurde aber im Laufe des Tages immer besser. In Langeais finden wir sehr schnell ein Zimmer im Hotel Errard f\u00fcr 68 Euro. Das Hotel sieht sehr alt aus. Das Treppenhaus hat viele Ecken und Abzweigungen. Wie immer machen wir nach dem Duschen einen Rundgang durch die Stadt und genehmigen uns den ersten Ap\u00e9ro. In der Cr\u00eaperie beim Schloss nehmen wir unser Nachtessen ein. Peter isst eine Galette und zum Dessert eine Cr\u00eape Suzette. Nach dem Kaffee geht ins Hotel zum Schlafen.<br \/>\nWir sind heute 78 km gefahren und viereinviertel Stunden auf dem Velo gesessen.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_2_placeholder<strong><br \/>\n18. Juli: Langeais \u2013 Ch\u00e2teau d\u2019Uss\u00e9 \u2013 Candes-St-Martin \u2013 Turquant \u2013 Saumur<br \/>\n<\/strong>Nach einem Tag Velo fahren schl\u00e4ft es sich einfach gut. Das Fr\u00fchst\u00fcck ist hier ganz besonders. Es gibt: ein Gipfeli, vier kleine dunkle Br\u00f6tli, ein Brioche, drei verschiedene Konfis, Butter, drei Erdbeeren, zwei Meringues, Vanillecreme, frisch gepressten Orangensaft, Milch und Kaffee. F\u00fcr das Hotel bezahlen wir 69 Euro und f\u00fcr das grosse Fr\u00fchst\u00fcck von Peter 12 Euro und f\u00fcr meine Getr\u00e4nke 5 Euro.<br \/>\nHeute Morgen ist der Himmel ganz blau. Auf dem Platz vor unserem Zimmer wird ein Markt aufgebaut. Wie ich\u2018s aber sehe, werden nur Kleider verkauft. Wir packen unsere Velos und gehen auf den Markt einen Fr\u00fcchtestand suchen, den wir dann auch finden. Also k\u00f6nnen wir unser Mittagessen bei den Bauern g\u00fcnstig einkaufen. Wir fahren los. Unser erstes Ziel ist das Dornr\u00f6schenschloss in Uss\u00e9. Wir erreichen es nach 16 km Fahrt. F\u00fcr 13 Euros pro Person d\u00fcrfen wir zur Besichtigung. Zuerst gehen wir in die Kapelle, dann in den Keller. Hier ist beschrieben, wie der Wein hergestellt wurde. Der Keller ist in der Felswand hinter dem Schloss. Die Steine, die ausgebrochen wurden, verwendete man f\u00fcr den Bau des Schlosses. Darauf besichtigen wir den Turm. Hier ist das M\u00e4rchen Dornr\u00f6schen mit lebensgrossen Figuren hinter Glasscheiben dargestellt. Nachher k\u00f6nnen wir auch noch durch den Estrich laufen, hier hat es allerlei Ger\u00fcmpel aus alter Zeit. Zudem k\u00f6nnen wir verschieden Zimmer des Schlosses besichtigen. Wieder draussen, stellen wir fest, dass es heute sicher ziemlich heiss werden wird. Zum Gl\u00fcck f\u00fchrt unser Weg durch den Wald weiter. Es ist ein richtiger M\u00e4rchenwald, der zum Schloss passt. Unser Mittagessen nehmen wir auf dem Kirchenplatz von Savigny zu uns. Die Melone, die Aprikosen und die Kirschen schmecken ausgezeichnet. Wir fahren weiter zwischen Sonnenblumenfeldern durch und sehen eines der&nbsp;Atomkraftwerke Frankreichs. Unser n\u00e4chstes Ziel ist die Kirche von Candes-St-Martin. Hier besuchen wir die Kirche des heiligen Martin. Nachher steigen wir zu Fuss auf den angepriesenen Aussichtspunkt hinauf. Da sind wir etwa 80 Meter \u00fcber der Loire. Wir geniessen eine wunderbare Aussicht. Nach dem Hinuntersteigen geht\u2019s weiter. Kurz nach einem Aufstieg im n\u00e4chsten Dorf, in Montsoreau, machen wir einen Halt. Es ist sehr heiss und wir haben kaltes Wasser n\u00f6tig und Peter nat\u00fcrlich ein Eis. Wir geniessen in diesem Restaurant einen sch\u00f6nen Blick auf die Loire und das Ch\u00e2teau. Nachher geht es wieder hinunter und weiter der Loire entlang. Bei Turqant schieben wir unsere vollgepackten Velos eine 18%-Steigung wieder auf die 80 Meter hoch. Am Weg hat es H\u00e4user, die ganz in den Felsen gebaut sind. Oben angekommen, stehen wir auf einer neuen Aussichtsplattform neben einer Kapelle, die renoviert wird. Kurz nachher haben wir die Wahl, weiter hoch in die Rebberge zu steigen, oder wieder runter an die Loire. Wir beschliessen, in den Rebbergen zu bleiben und nochmals etwas hoch zu trampen oder zu schieben. Es geht immer wieder runter in eine Stoppstrasse und dann sofort wieder steil hoch. Das ist nat\u00fcrlich m\u00fchsam. Die Sonne brennt unbarmherzig vom Himmel, und Schatten ist weit und breit nicht in Sicht. Unsere Erl\u00f6sung ist das Stadtschild von Saumur. Wir kommen am Spital vorbei. Da steigt es ein letztes Mal, dann geht es nur noch runter. Beim Schloss machen wir einen kurzen Halt. Nachher geht\u2019s weiter rasant in die Stadt hinunter. Beim ersten Zwei-Sterne-Hotel, das uns begegnet, bekommen wir ein Zimmer f\u00fcr 48 Euro und das Fr\u00fchst\u00fcck f\u00fcr 7 Euro. Nach dem Duschen geht\u2019s ins Zentrum zu einem Ap\u00e9ro. Wir suchen uns ein Restaurant f\u00fcr das Nachtessen aus. Saumur ist eine recht grosse Stadt mit vielen Touristen. F\u00fcr Peter gibt es heute einen Salat mit Ziegenk\u00e4se in Paniermehl gebacken. Ich bekomme einen Salatteller mit Tomaten, gr\u00fcnem Salat, Peperoni, Weinbeeren und Tr\u00fcbeli, auch sehr gut. Dazu trinken wir Ros\u00e9wein und Wasser, nachher einen Kaffee. Zum Abschluss des Tages geht\u2019s noch auf die Place St. Pierre zu einem weiteren Glas Ros\u00e9.<br \/>\nWir sind 59 km gefahren und dreieinhalb Stunden auf dem Velo gesessen.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_3_placeholder<strong><br \/>\n19. Juli: Saumur \u2013 Gennes \u2013 Le Thoureil \u2013 St-Mathurin-sur-Loire \u2013 Chalonnes-sur-Loire<br \/>\n<\/strong>Das Fr\u00fchst\u00fcck schmeckt. Nach dem Beladen der Velos geht\u2018s noch auf die Post, zum Briefmarken kaufen, damit wir mit dem Karten schreiben beginnen k\u00f6nnen. Nachher fahren wir aus der Stadt hinaus. Wir kommen sehr gut voran. Es geht aber, wie die letzten Tage, nicht einfach gerade aus, sondern in die Rebberge hoch und wieder an die Loire hinunter. In Gennes verpassen wir den richtigen Weg, kommen wieder auf die Ebene \u00fcber der Loire und fahren in die falsche Richtung. Wir fahren von der Loire weg. Mit Sonnenstand und Phantasie finden wir wieder an die Loire, auf die wir in Le Thoureil treffen. Wir sind sicher so sechs bis acht km zu weit gefahren, aber es h\u00e4tte auch schlimmer sein k\u00f6nnen. Ab da geht\u2019s weiter, alles der Loire entlang, \u00fcber die Loire, den Nebenfl\u00fcssen entlang. Wir fahren an Gem\u00fcse- und Blumenfeldern vorbei, (Spargeln, Zwiebeln, Lauch, S\u00fcssmais, Astern, Dahlien\u2026) bis nach La Dagueni\u00e8re. Hier gehen wir in einer Bar einen Kaffee und kaltes Wasser trinken. Nachher suchen wir uns einen schattigen Platz zum Mittagessen, denn in der Zwischenzeit ist es recht heiss geworden. Gest\u00e4rkt geht es weiter, alles dem Wasser entlang, zum Teil im Schatten, aber auch an der Sonne, bis nach Bouchemaine. Hier w\u00e4re die Abzweigung nach Angers. Aber wir lassen diese Stadt rechts liegen und fahren weiter. Zuerst geht es der Loire entlang, dann unter der Bahn durch und recht steil in die Rebberge hinauf. Das heisst f\u00fcr mich wieder einmal etwas schieben. Ich bin aber nicht die einzige. Ein Ehepaar mit je einem alten Anh\u00e4nger am Velo ist auch am Schieben. Ich \u00fcberhole die Frau noch beim Fahren. Mit dem Mann komme ich fast gleichzeitig schiebend oben an. Er stellt sein Velo ab und l\u00e4uft zu seiner Frau zur\u00fcck, um ihr das Velo abzunehmen. Vorher stellt er aber fest, dass Peter weiter f\u00e4hrt&nbsp;und mir nicht helfen kommt. Er findet das nicht sehr galant. Mein Kommentar ist: \u201eSelbst ist die Frau!\u201c Von nun an geht\u2019s rauf und runter, bei Savenni\u00e8res wieder steil hoch. Weil die Steigung aber nicht sehr lang ist, muss ich nicht schieben. Bei der Kirche gehen wir einen Kaffee und das obligate kalte Wasser trinken. Die beiden mit dem Veloanh\u00e4nger aus dem letzten Jahrhundert sind wieder am Schieben. Wieder geht der Mann und nimmt seiner Frau das Velo ab und schiebt es hoch. Als sie an uns vorbei fahren, r\u00fchmt Peter ihn als Gentleman. Gest\u00e4rkt und wieder etwas herunter gek\u00fchlt geht es weiter auf und ab und dann endg\u00fcltig an die Loire hinunter. Wir beschliessen, in Chalonnes-sur-Loire zu \u00fcbernachten. Da das nicht am Veloweg liegt, fahren wir nach der ersten Br\u00fccke weiter \u00fcber die zweite und die dritte. Wir suchen ein Hotel, finden aber kein angeschriebenes Haus. Eine \u00e4ltere Frau macht uns auf ein G\u00eetes aufmerksam. So landen wir bei Madame Chantal Besnard. Wir bekommen ein tolles Zimmer auf dem Dachboden des Unterstandes f\u00fcr 54 Euro mit dem Fr\u00fchst\u00fcck. Beim Ap\u00e9ro im St\u00e4dtchen stellen wir fest, dass der Lastwagenverkehr hier ausserordentlich gross ist. Hier muss eine wichtige Kreuzung sein. Wir laufen noch etwas herum, finden aber nichts besonders Sehenswertes. Das einzige, was es hat, ist viel Verkehr mit Stau auf der Br\u00fccke. Am Loire-Ufer ist es aber sch\u00f6n. Wir besuchen das&nbsp;einzige offene Restaurant. Es ist eine Pizzeria. Nachher gehen wir fr\u00fch schlafen.<br \/>\nWir sind 81 km gefahren und fast 5 Stunden auf dem Velo gesessen.<\/p>\n<p><strong>20.&nbsp;Juli: Chalonnes-sur-Loire \u2013 St-Florent-le-Vieil \u2013 Ancenis \u2013 Champtoceaux \u2013 Nantes<br \/>\n<\/strong>Wir bekommen ein tolles Zmorge, das aus Milchkaffe, drei Konfis, Butter, selbstgemachtem Joghurt, Jus, Milchreis, K\u00fcechli, ged\u00f6rrten Apfelringen, Kirschen, Aprikosen und zwei verschiedenen Broten besteht. Nach dem Packen und der Verabschiedung vom Ehepaar Besnard gehen wir auf den Markt, der gerade vor der Haust\u00fcre unserer Unterkunft stattfindet. Wir kaufen unser Mittagessen ein und Peter sein Zn\u00fcni, das nat\u00fcrlich aus Crevetten, frisch vom Fischer, besteht. Nachher geht\u2019s los: \u00dcber die Br\u00fccke, dann die zweite Abzweigung links. Wir fahren einige Kilometer auf einer Insel. Wunderbar! Nach etwas mehr als 12 Kilometern treffen wir auf ein Schweizer Ehepaar aus dem Toggenburg. Sie stammt aus dem Seetal, aus Ballwil. Nat\u00fcrlich wird geschwatzt und Erfahrungen ausgetauscht. Kurz nach St-Florent-le-Vieil setzen wir uns an der Loire auf eine Bank. Peter muss seine 17 Crevetten, die er f\u00fcr zwei Euro gekauft hat, essen. Nachher geht\u2019s weiter, durch die sch\u00f6ne Landschaft mit Mohn, Kamille, Viehweiden und Kiebitzen. Wir m\u00fcssen einige Male einfach vom Velo steigen und staunen. Zudem machen wir an einer Befragung \u00fcber den Loire-Radweg mit und bekommen Leuchtwesten geschenkt. Bei Ancenis fahren wir \u00fcber die Br\u00fccke, die Anjou und die Bretagne trennt. Im Park am Loireufer essen wir Melone, Kirschen und Aprikosen. Nachher geht\u2019s auf dem rechten Ufer weiter, teilweise dem Bahngeleise entlang. Wir sehen mehrmals einen TGV vorbeisausen und fragen uns, ob er vielleicht ab La Baule f\u00e4hrt. Bei Oudon \u00fcberqueren wir die Loire abermals. Jetzt geht\u2019s hoch nach Champtoceaux, um die Aussicht 70 Meter \u00fcber der Loire zu geniessen. Ich schaffe es fast, bis nach oben zu fahren. Nur ganz am Schluss muss ich noch schieben. Peter hilft mir dabei. Der Aufstieg hat sich wirklich gelohnt. Die Aussicht auf das Val de Loire ist sensationell. Wir suchen einen Weg, um den Aufstieg nicht zweimal zu machen. Wir finden einen. Nach la Varenne m\u00fcssen wir den Radweg suchen. Wir finden eine Strasse der Loire entlang. Peter geht auskundschaften, und ich fahre sp\u00e4ter nach. Mit sehr viel Gegenwind kommen wir zur Br\u00fccke bei Mauves-sur-Loire. Da gehen wir einen Kaffee und ein Cola trinken. Nachher geht\u2019s wieder auf den Radweg. In Thouar\u00e9-sur-Loire wollen wir \u00fcbernachten. Wir finden aber keine Unterkunft. Also wieder auf den Radweg und los in Richtung Nantes und in die Stadt hinein. Beim dritten Anlauf finden wir im B+B Hotel ein Dreierzimmer f\u00fcr 62 Euros. Mit Fr\u00fchst\u00fcck, Kurtaxe und Veloparkplatz kommt es aber auf 73 Euros. Nach dem Duschen geht\u2019s ab in die Stadt. Hier ist wirklich viel los. Die kleinen Restaurants in den Gassen sind gut besetzt. Wir geniessen den Ap\u00e9ro und suchen uns ein Restaurant f\u00fcr das Nachtessen. Es hat eine sehr grosse Auswahl. Das Wetter ist angenehm warm und wir k\u00f6nnen draussen auf der Gasse essen. Peter isst ein Entrec\u00f4te mit Pommes und Salat und ich einen Salat. Nachher laufen wir zum Hotel zur\u00fcck und trinken unterwegs noch einen Schlummertrunk. Wir m\u00fcssen feststellen, dass ich mein Tagebuch beim Nachtessen liegen gelassen habe. Also geht\u2019s nochmals runter in die Altstadt. Dort liegt es f\u00fcr uns bereit, und der Kellner kommt uns mit dem Buch entgegen. Nun geht\u2019s endg\u00fcltig zum Schlafen.<br \/>\nWir sind 89 km gefahren und 5 Stunden 35 Minuten auf dem Velo gesessen.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_4_placeholder<strong><br \/>\n21.&nbsp;Juli: Nantes \u2013&nbsp;Port Launay \u2013&nbsp;Le Pellerin \u2013 Paimboeuf \u2013 Corsept \u2013 Manoir de l`Esp\u00e9rance<br \/>\n<\/strong>Wir erwachen und m\u00fcssen feststellen, dass es draussen sehr grau ist. Wir gehen zum Fr\u00fchst\u00fcck. Zur\u00fcck auf dem Zimmer stellen wir fest, dass es wie aus K\u00fcbeln regnet. Wir beschliessen, noch etwas zu warten, uns auf das Bett zu legen und fern zu schauen. Um 09.30 Uhr beschliessen wir, trotz Regen zu fahren. Wir packen unsere Velos in der Garage. Es regnet nicht mehr so stark, und im Westen hellt es auf. Zuerst fahren wir zur Kathedrale, da beginnt es wieder st\u00e4rker zu regnen. Also ziehen wir unsere Regensch\u00fctze an. Wir besichtigen die Kathedrale und bekommen vom Sigrist die Erkl\u00e4rung, dass das hier die sauberste Kathedrale Frankreichs sei, weil sie 1972 abbrannte und dann wieder aufgebaut und renoviert wurde. Wieder draussen, regnet es bereits nicht mehr so stark. Wir fahren zum Schloss und besichtigen es, aber nur von aussen. In der Zwischenzeit hat es aufgeh\u00f6rt zu regnen, und wir k\u00f6nnen unsere Regensch\u00fctze wieder einpacken. Nun suchen wir den Weg aus der Stadt, um auf den Veloweg zu gelangen. Wir finden ihn sehr schnell und fahren etwa 12 Kilometer durch Industriegebiet. In Port Launay nehmen wir die F\u00e4hre (gratis) nach Le&nbsp;Pellerin. Wir lernen zwei Bernerinnen kennen, die das gleiche Ziel haben wie wir. Sie sind ebenfalls mit dem Velo unterwegs. In St. Pellerin gehen wir zuerst einen Kaffee trinken. Von hier aus telefoniert Peter mit einem chambre d\u2018h\u00f4tes. Scheinbar gibt es vor la Baule nur noch eine M\u00f6glichkeit zu \u00fcbernachten. Weil es bis La Baule noch fast 100 Kilometer sind, wollen wir nicht die ganze Strecke machen. Das Zimmer ist reserviert, also k\u00f6nnen wir in aller Ruhe losfahren. Nach einiger Zeit kommen wir an einen Kanal, dem &nbsp;wir entlang&nbsp;fahren. Am Ufer hat es viele Fischer. Auf einer Bank nehmen wir unser Mittagessen zu uns und schauen dem Fischer auf der andern Seite zu. Unterwegs hat es auch zwei Schleusen, die aber nicht mehr in Betrieb sind. Wir fahren mehr oder weniger immer dem Kanal entlang bis nach Paimboeuf. Hier versuchen wir in einem Handwerkermarkt einen Pneu f\u00fcr mein Velo zu kaufen. Aber erfolglos. Auf der andern Seite der Strasse hat es einen Super U. Aber auch hier sind wir bez\u00fcglich Velopneu erfolglos. Wir kaufen aber Studentenfutter, N\u00fcsse, Brot und Strassburger Salat f\u00fcr Peter, er hat Hunger.<br \/>\nWir fahren ins Zentrum von Paimboeuf. Es ist eine Industriestadt. Wir setzen uns an die Loire auf die \u201eBsetzisteine\u201c, da es nichts anderes zum Sitzen gibt. Peter isst mit Genuss seinen Salat und ich esse N\u00fcsse. Auf der Hauptstrasse mit sehr viel Verkehr geht\u2018s weiter nach Corsept. Wir fahren in die Ortschaft hinein, finden aber keinen Hinweis auf das Zimmer. Also zur\u00fcck auf die Hauptstrasse und aus Corsept hinaus. Und richtig, etwa drei Kilometer ausserhalb des Dorfes finden wir unsere Unterkunft. Sie heisst Manoir de l\u2018Esp\u00e9rance. Das Haus mit grossem Garten liegt an der Strasse und ist weit und breit allein. Es ist sicher ein altes Landhaus, das umfunktioniert wurde. Es wird von einer Frau gef\u00fchrt, die auf Schritt und Tritt von ihrem Hund begleitet wird. Wir bekommen ein Zimmer, das richtig sch\u00f6n altmodisch ist. Es hat eine freistehende Badewanne mit Blumengem\u00e4lde, ein Lavabo mit braunen Blumen, W\u00e4nden mit Blumentapeten, Falt-WC-T\u00fcre\u2026\u2026.<br \/>\nWir f\u00fchlen uns gut aufgehoben. Nach dem Duschen und etwas Ausruhen setzen wir uns in den Garten zu einem Glas Wein und zu einem Bier. Auf einer kleinen Wanderung erkunden wir die Umgebung und suchen dabei einen Weg an die Loire, aber ohne Ergebnis.<br \/>\nDas Nachtessen ist fertig und wir setzen uns mit den andern G\u00e4sten an den Tisch. Wir treffen da wieder auf die zwei Bernerinnen und eine franz\u00f6sische Familie, bestehend aus drei Generationen. Zum Essen gibt es: Melone mit Rohschinken, Brot mit gesalzener Butter, Ente auf gebratenen Kartoffeln, Erbsen, Karotten und als Dessert einen Fr\u00fcchtekuchen. F\u00fcr mich gibt es einen Salatteller, auf den Gurken hat es Pfefferminze, was sehr gut schmeckt.<br \/>\nWir sind 52 km gefahren und dreieinhalb Stunden auf dem Velo gesessen.<\/p>\n<p><strong>22. Juli: Corsept \u2013 Pont de St-Nazaire \u2013 St-Marc \u2013 Pornichet \u2013 La Baule<br \/>\n<\/strong>Wir schlafen ausgezeichnet, obwohl das Bett sehr weich ist. In der Nacht h\u00f6ren wir zweimal, wie es regnet. Als wir um sechs Uhr aufwachen, merken wir aber, dass der Himmel schon blaue Flecken hat. Der Verkehr auf der Strasse Richtung Pont de St-Nazaire ist bereits sehr stark. Um acht Uhr gehen wir zum Fr\u00fchst\u00fcck. Neben dem Normalen gibt es selbstgemachte Konfi, z.B. Melone mit Pfefferminze und Aprikose mit Rosmarin und eine aufgeschnittene grosse Brioche. Anschliessend gehen wir aufs Zimmer und bepacken anschliessend die Velos, bezahlen die Rechnung und ab geht\u2019s. Wir sind gespannt auf den Pont. Der Radweg f\u00fchrt uns kreuz und quer durch Kuh- und Rinderweiden. Auf einmal sehen wir die Br\u00fccke. Wir sind bereits sehr nah. Seitlich fahren wir an die Br\u00fccke heran und m\u00fcssen feststellen, wie schmal der Velostreifen ist. Also, allen Mut zusammen\u00adnehmen und starten. Ich will zuerst schieben. Peter r\u00e4t mir aber zu fahren. Ich nehme allen Mut zusammen und steige aufs Velo. Ich merke, dass es wirklich besser ist zu fahren. Das \u201eHinaufsteissen\u201c geht eigentlich sehr gut, wenn die Autos und die Lastwagen nicht zu nah heran fahren. Wenn sie zu nah kommen, wirkt sich das wie ein Sog aus. Ich schaffe es fast bis nach oben. Dann schiebe ich noch den Rest. Das Herunterfahren erweist sich als weit gef\u00e4hrlicher. Es hat nur noch eine Spur. Darum kommen die Lastwagen und die Wohnwagen sehr nahe, und sie ziehen mich an. Wenn ich einen Lastwagen h\u00f6re, steige ich ab und warte, bis er vorbei ist. Das Ziel vor Augen trete ich ganz kr\u00e4ftig in die Pedalen. Der Lastwagen hinter mir merkt das und \u00fcberholt mich nicht. Uff, geschafft!! So komme ich zwar mit Herzklopfen, aber wohlbehalten unten an, wo Peter auf mich wartet. Diese Br\u00fccke w\u00fcrde ich nie mehr machen. Gegen Anmeldung k\u00f6nnte man \u00fcbrigens das Velo auf den Bus verladen und mit dem Bus \u00fcber die Br\u00fccke fahren. Wir erholen uns etwas und fahren dann weiter. Richtig markiert ist der Weg nun nicht mehr. Wir finden aber einen Weg durch das Hafengel\u00e4nde und die Gartenanlagen von St-Nazaire. In St-Marc treffen wir auf einen Markt. G\u00fcnstig decken wir uns mit einem Kilo Aprikosen f\u00fcr einen Euro und zwei Melonen f\u00fcr 1.50 Euro ein. Zudem kaufen wir noch Nature Joghurt. Am Strand von Monsieur Hulot essen wir unser Zmittag. Wir sind am Atlantik! Nachher fahren wir weiter, immer unserem Gef\u00fchl nach. So kommen wir nach Pornichet. Da erkennen wir den Strand von La Baule aus unseren Erinnerungen wieder. Bei der richtigen Strasse zweigen wir ab und finden das vorreservierte Hotel du Bois sofort. Wir werden erwartet und sehr herzlich von Madame begr\u00fcsst. Zuerst erhalten wir einige Infos. Nachher werden wir aufs Zimmer gef\u00fchrt. Es ist recht gross und ger\u00e4umig und gef\u00e4llt uns sehr gut. Endlich k\u00f6nnen wir mal unsere Kleider auspacken, da wir ja sechs N\u00e4chte hier bleiben. Wir ziehen uns um und gehen an den Strand. Die Sonne scheint. Eigentlich w\u00e4re es sehr warm, wenn nicht ein so starker Wind wehen w\u00fcrde. Es hat nicht sehr viele Menschen am Strand. Die Wellen sind recht hoch. Peter, der vom Meer zur\u00fcckkommt, sagt, das Wasser sei kalt. Neu gibt es nun tolle Duschen. Wir legen uns in den Sand und geniessen das Meeresger\u00e4usch, die W\u00e4rme und den Meeresduft. Sp\u00e4ter schlendern wir durch La Baule zur\u00fcck ins Hotel, nat\u00fcrlich mit einem Ap\u00e9ro unterwegs.<br \/>\nIm Hotel wird geduscht und sich etwas erholt. Nachher ziehen wir uns f\u00fcr den Ausgang an. Wir gehen zur\u00fcck an die Promenade und ins Zentrum. Auf einem kleinen Platz trinken wir nochmal ein Glas Wein. Nachher geht\u2019s auf die Suche nach einem Restaurant zum Essen. Peter sieht auf einem Plakat ein tolles Angebot: Moules a la marini\u00e8re mit frites f\u00fcr 9 Euro. Also hinein. Im Garten bekommen wir einen Tisch. F\u00fcr mich gibt\u2019s Salat. Dazu trinken wir cidre brut. Es schmeckt ausgezeichnet. Gem\u00fctlich spazieren wir am Bahnhof vorbei ins Hotel zur\u00fcck und gehen schlafen.<br \/>\nWir sind 43 km gefahren und knapp 3 Stunden auf dem Velo gesessen.<\/p>\n<p><strong>23. Juli: La Baule<br \/>\n<\/strong>Wir haben beide gut geschlafen, nur die H\u00fcftknochen tun etwas weh. Ich muss mich wohl noch etwas an das Bett gew\u00f6hnen. Nach einem feinen \u201enormalen\u201c Fr\u00fchst\u00fcck machen wir uns bereit. Wir gehen am Morgen durch verschiedene Bradreries (Marktst\u00e4nde mit stark heruntergesetzten Markenartikeln), vor allem mit Kleidern. Ausser einem Pilzmesser kaufen wir aber nichts. Wir begeben uns zum Bahnhof. Da kaufen wir ohne grosse M\u00fche eine Fahrkarte f\u00fcr uns und die Velos f\u00fcr den TGV um 10.05 Uhr nach Paris. Wir haben in Paris sogar mehr Zeit zum Umsteigen, als wenn wir den Zug um 06.00 Uhr nehmen w\u00fcrden.<br \/>\nUnser Mittagessen besteht aus einer Melone und Aprikosen, die wir auf einer Bank an der Promenade einnehmen. Wir trinken in einem Strand-Restaurant einen cidre. Peter geht noch eine Runde schwimmen, was nat\u00fcrlich nie ausgelassen werden darf. Ich setze mich in den Sand und geniesse das Meer. Am Nachmittag marschieren wir dem Strand entlang nach le Pouliguen, das durch einen Fluss von La Baule getrennt ist. Bei 24 Grad und recht viel Wind setzen wir uns an die Sonne. Peter isst eine Glace. Mit der Motorf\u00e4hre fahren wir f\u00fcr 0.65 Euro \u00fcber den Fluss zur\u00fcck nach La Baule. Nachher geht\u2019s wieder zu Fuss dem Meer entlang. Nach dem Casino schwenken wir in die Einkaufsstrasse ab. Hier wir auf einer B\u00fchne Jazz-Musik gespielt. Wir h\u00f6ren etwas zu und gehen dann weiter quer durch die Stadt zum Hotel zur\u00fcck zum Duschen und frisch machen f\u00fcr den Abend.<br \/>\nWir beschliessen, im Quartier zu essen, da wir ja heute schon viel gelaufen sind. Also, auf die Suche nach einem feinem Restaurant. Die Frage ist ja: Wonach hat Peter Lust? In einer Seitengasse finden wir eine Cr\u00eaperie. Peter isst eine Cr\u00eape mit Roquefort und ich einen Salat. Dazu trinken wir nat\u00fcrlich cidre. Nach dem Essen und dem Bezahlen stellen wir fest, dass die beiden jungen Bernerinnen im selben Restaurant gegessen haben. Wir trinken mit ihnen noch ein Glas Wein und tauschen unsere Erfahrungen aus. Sie fahren morgen nach Hause und m\u00fcssen ihre ausgeliehenen R\u00e4der in St-Nazaire abgeben, aber nicht aus dieser Seite der Br\u00fccke, sie m\u00fcssen also nochmals dar\u00fcber!! Wir w\u00fcnschen ihnen viel Gl\u00fcck dabei und verabschieden uns nach 23 Uhr von ihnen. Wir gehen schlafen. So sp\u00e4t war es auf der ganzen Veloreise noch nie.<br \/>\nWir waren heute etwa 3 Stunden zu Fuss unterwegs.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_5_placeholder<strong><br \/>\n24.&nbsp;Juli: La Baule \u2013 Le Pouliguen \u2013 Batz-sur-Mer \u2013 Le Croisic \u2013 Marais salants \u2013 La Baule<br \/>\n<\/strong>Wir haben gut geschlafen. Nach dem \u00fcblichen Morgenritual und der Veloweg-Beratung durch den Chef des Hauses machen wir uns bereit zum Velofahren. Wir fahren dem Strand entlang bis zu den vier Sterne Hotels, dann geht\u2019s hinten durch nach le Pouliguen. Da gehen wir zuerst auf den Markt, um unser Mittagessen einzukaufen. Nachher geht&#8217;s weiter, alles er K\u00fcste entlang nach Batz-sur-Meer. Wir machen bei einer felsigen Bucht Halt und steigen hinunter. Da finden wir in den Felsen und T\u00fcmpeln einiges Getier, das die Flut zur\u00fcck gelassen hat, z.B. Seesterne, Krabben\u2026. Die Muscheln und Napfschnecken geben ein Ger\u00e4usch von sich, das wie ein immerw\u00e4hrendes Summen t\u00f6nt. Wir steigen wieder hoch, und es geht weiter in Richtung la Pointe du Croisic. Auch hier klettern wir in den Felsen herum, setzen uns auf die grossen Felsen und essen unser Mittagessen. Nachher geht\u2019s weiter bis zum Oc\u00e9arium. Dem statten wir einen Besuch ab. Es ist faszinierend. Man kann auch unter den Haien durchlaufen. Nachher geht\u2018s weiter nach Le Croisic zum Hafen, wo viele ihr Gl\u00fcck beim Fischen versuchen. Die Weiterfahrt f\u00fchrt uns an den Rand der marais salants. Wir fahren etwas hinein und dann in Richtung le Pouliguen wieder hinaus. So kommen wir wieder zur\u00fcck nach la Baule. Peter geniesst noch einen \u201eSchwumm\u201c in Meer. Ich setze mich auf eine Bank und geniesse es einfach. Nachher geht\u2019s zur\u00fcck in unser Hotel zum Duschen. F\u00fcr den Abend laufen wir die f\u00fcnf km nach le Pouliguen. Dort findet ein bretonisches Fest statt. Wir essen und trinken sehr gut. Peter isst Moules \u00e0 la cr\u00e8me mit frites und ich einen Salat. Dazu gibt\u2019s wie immer in der Bretagne einen cidre. Nachher flanieren wir noch ein wenig, h\u00f6ren der Musik zu, schauen, wie im Kreis getanzt wird und laufen die f\u00fcnf km zur\u00fcck nach la Baule zum Schlafen.<br \/>\nWir sind heute 39 km Velo gefahren, rund zweieinhalb auf dem Sattel gesessen und zweieinhalb Stunden zu Fuss unterwegs gewesen.<\/p>\n<p><strong>25.&nbsp;<\/strong><strong>Juli: La Baule \u2013 Sainte-Marguerite \u2013 Pointe de Ch\u00e9moulin \u2013 La Baule<\/strong><\/p>\n<p>Wir erwachen erst um 8 Uhr! Entsetzt stellen wir fest, dass es in der Nacht geregnet hat und es immer noch leicht regnet. Das Wetter bessert sich aber, und nach dem Fr\u00fchst\u00fcck h\u00f6rt es auf. Wir gehen ins Zentrum, auf den Flohmarkt. Spannend, was da alles verkauft wird: M\u00f6bel, die bei uns kein Brockenhaus nehmen w\u00fcrde, defekte Puppen, viel Silberbesteck, das nicht sehr billig ist, gewisses Porzellan, das bis 100 Euro kostet. Wir gehen zur\u00fcck und kaufen auf dem R\u00fcckweg als Mittagessen, eine Melone und Birnen. Auf unserem Zimmer ziehen wir uns f\u00fcrs Velofahren um. Wir fahren zum Hafen von Pornichet. Dort essen wir unsere Fr\u00fcchte und lassen die Flut auf uns wirken. Nachher geht\u2019s weiter bis an das Stadtende von Pornichet. Jetzt beginnt gleich die Stadt St. Nazaire. Bei einem Park stellen wir unsere Velos ab. Wir gehen zu Fuss weiter. Wir wollen eine C\u00f4te-Wanderung machen. Nach kurzer Zeit landen wir auf der Plage Sainte-Marguerite. Wir \u201edurchsanden\u201c sie und steigen wieder hoch. Es geht nun auf und ab, zum Teil m\u00fcssen wir auf der Autostrasse wandern. Beim n\u00e4chsten Strand nimmt Peter ein Bad. Das Meer ist sehr wild, die Flut kommt. Peter wird von einer Welle auf einen Felsen gedr\u00fcckt und holt sich dabei einen rechten \u201eKr\u00e4bel\u201c am R\u00fccken. Das Wetter wird immer besser, sogar heiss, darum kann er sich an der Sonne trocknen lassen. Nachher geht\u2018s hoch zu einer Radarstation und vorbei an einem FKK-Strand: die armen weissen &#8222;F\u00fcdli&#8220; und Busen!! Wir wandern bis zu dem Punkt, von dem wir auf die Plage de Monsieur Hulot sehen k\u00f6nnen. Da kehren wir um. An der Plage de Sainte-Marguerite gehen wir einen Ap\u00e9ro trinken. Mit den Velos fahren wir zum Hotel nach La Baule zur\u00fcck.<br \/>\nWir machen uns bereit f\u00fcr das Abendessen. Peter m\u00f6chte heute einen Fisch essen. Zuerst gehen wir nochmals einen Ap\u00e8ro trinken. Dann machen wir uns auf die Suche nach einen Restaurant in unserem Quartier. Wir finden nur eines, dass Fisch anbietet. Das Essen ist recht, aber nichts Besonderes. Der Service l\u00e4sst sehr zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Nach einem Kaffee gehen wir in unser Hotel zur\u00fcck. Hier trinken wir noch ein Bier und ein Glas Wein und gehen dann schlafen.<br \/>\nWir sind 15 km gefahren, eine dreiviertel Stunde im Sattel gesessen und 2 Stunden gewandert.<\/p>\n<p><strong>26. Juli: La Baule \u2013 Gu\u00e9rande \u2013 Piriac-sur-Mer \u2013 Gu\u00e9rande \u2013 La Baule<br \/>\n<\/strong>Am Morgen ist der Himmel wieder bedeckt, die Wetterprognose ist aber gut. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck machen wir uns aufs Velo. Schon bald muss ich den Pulli abziehen. Der Weg f\u00fchrt am Bahnhof (zwei km) vorbei, dann \u00fcber die TGV-Geleise auf einen tollen Radweg. Im Nu sind wir in Gu\u00e9rande. Wir stellen unsere Velos bei der Kirche innerhalb der Mauern ab. Zu Fuss machen wir uns auf zu einer Stadtbesichtigung. Dabei kaufen wir die restlichen Geschenke ein. Weil es noch fr\u00fch ist, hat es noch nicht so viele Touristen. Wir besuchen auch die Kirche. Ich stelle fest, dass heute die Patronin der Bretagne, Anna, die Mutter Marias gefeiert wird. In der Kirche ist auch das Grab der Anne de Bretagne, der K\u00f6nigin, die uns schon oft auch in Strassennamen begegnet ist. Ich z\u00fcnde eine Kerze an.<br \/>\nNachher geht\u2019s weiternach Piriac-sur-Mer, diesmal aber mit Gegenwind. Es geht immer ein wenig auf und ab. Wir fahren auf Nebenstrassen oder auf separaten Velowegen. Die Landschaft ist sehr b\u00e4uerlich gepr\u00e4gt. Es hat Viehzucht, Getreide, Sonnenblumen und Gem\u00fcseanbau. Wir bew\u00e4ltigen die 16 km sehr schnell. In Piriac ist grosser Markt. Die Velos stellen wir auf einem Parkplatz ab. Zuerst schlendern wir durch den Markt. Es ist nicht ein Markt f\u00fcr die Touristen, sondern f\u00fcr die Einheimischen. So kommen wir bis zum Hafen, kehren wieder um und besichtigen die andere Seite. Wir kaufen Wassermelone, Aprikosen, Kirschen und was wohl Peter? Graue Crevetten!!<br \/>\nWir haben Hunger. Wir gehen an den Strand, klettern auf die Felsen und essen. Es setzt gerade die Flut ein. Das Wasser ist weit draussen und auf den Felsen stinkt es nicht schlecht. Das Wasser steigt und steigt, Steininseln um Steininseln versinken in der Flut. W\u00e4hrend des Essens besucht uns eine Krabbe. Nach dem Essen gehen wir ins Dorf zur\u00fcck. Der Markt ist wegger\u00e4umt. Alle sind in den Restaurants am Essen. Ich glaube, hier ist heute Feiertag. Wir suchen eine Bar, um einen Kaffee zu trinken. Peter isst eine Glace dazu.<br \/>\nNachher geht\u2019s in Windeseile&nbsp;mit R\u00fcckenwind an Gu\u00e9rande vorbei nach La Baule zur\u00fcck. Ginge es, aber Peter ist der Meinung, wenn wir \u00fcber Pornichet fahren, w\u00e4re der Weg k\u00fcrzer und besser! Aber, wie sich dann herausstellt, m\u00fcssen wir auf den h\u00f6chsten H\u00fcgel weit und breit hoch steissen. Der Weg f\u00fchrt dann auch zeitweise ganz in die falsche Richtung. Kreuz und quer geht es durch den Wald. Wir kommen dann auf der Strasse bei unserem Hotel vom H\u00fcgel herunter. Peter will noch schwimmen gehen. Ich habe genug f\u00fcr heute und bleibe in Hotel, um zu duschen und mich ein wenig zu entspannen. Schon bald kommt Peter wieder zur\u00fcck. Er ist noch nicht geschwommen, weil er all seine Wertsachen bei sich hatte. Also nimmt er einen zweiten Anlauf, um schwimmen zu gehen. Diesmal geht er aber ohne Velo. Nachdem er zur\u00fcck ist und auch geduscht hat, geht\u2019s in den Ausgang. Wir marschieren die zwei km dem Meer entlang bis zur Fussg\u00e4ngerzone. Dort genehmigen wir uns zuerst einen Ap\u00e9ro. Peter nimmt einen Americano f\u00fcr 8 Euro. Nachher geht es zum Essen. Heute Gallette und Cr\u00eape f\u00fcr Peter und einen Salat f\u00fcr mich. Um ins Hotel zu gehen, nehmen wir wieder den Strandweg. Heute ist Vollmond angesagt. Zuerst versteckt er sich noch hinter den Wolken. Dann zeigt er sich aber in seiner ganzen Gr\u00f6sse.<br \/>\nWir sind 51 km gefahren und 2 Stunden 50 Minuten im Sattel gesessen.<\/p>\n<p><strong>27.&nbsp;<\/strong><strong>Juli: La Baule \u2013 Br\u00e8ca \u2013 Marais de grande Bri\u00e8re \u2013 Br\u00e9ca \u2013 La Baule<br \/>\n<\/strong>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck fahren wir los. Es hat Nebel wie bei uns im Herbst. Teilweise regnet es leicht aus dem Nebel. Es ist nicht kalt, aber einen Pulli muss ich trotzdem tragen. Nach nur 11.85 km haben wir auf sehr guten Strassen Br\u00e9ca erreicht. Der Weg wurde uns im Hotel vom Chef wie immer sehr kompetent erkl\u00e4rt. Wir stellen unsere Velos ab und mieten f\u00fcr 20 Euro ein Boot. Also ab in die Marais de grande Bri\u00e8re bevor die andern Touris kommen. Wir fahren auf den vorgeschriebenen Kan\u00e4len, bewundern die Pflanzen, beobachten V\u00f6gel und geniessen die Ruhe. Wir sehen Sterne, M\u00f6wen, Raubv\u00f6gel, Grau- und Silberreiher, einen L\u00f6ffler und kleine Tauchenten. Leider kommen wir den Tieren nicht sehr nahe, sie sind sehr scheu. Auf dem Wasser hat es sehr viele Wasserl\u00e4ufer. Als wir in La Baule los fuhren, hatte es ja Nebel. Nun \u00f6ffnet sich der Himmel und er wird immer blauer. Es k\u00f6nnte heute ein heisser Tag werden. Als wir nach zwei Stunden das Boot abgeben, brennt die Sonne heiss vom Himmel. Wir erkunden noch etwas die Umgebung, essen unser Zmittag unter einem Baum und gehen einen Kaffee trinken. Auf dem gleichen Weg fahren wir wieder zur\u00fcck nach La Baule.<br \/>\nIm Hotel ziehen wir unsere Badesachen an und gehen an den Strand. Diese Woche hat es viel mehr Menschen am Strand als die letzte Woche. Weil die Flut einsetzt, verschieben sich die Badenden immer weiter zur Mauer, und der Strand wird immer schm\u00e4ler. Ich gehe auch etwas ins Wasser, so dass niemand sagen kann, meine Haut h\u00e4tte den Ozean nie gesp\u00fcrt. So um 16.30 Uhr gehen wir ins Hotel zur\u00fcck zum Duschen und etwas Ausruhen. Es ist ja unser letzter Abend in La Baule. Mit dem Velo fahren wir nach le Pouliguen zum Nachtessen. Peter m\u00f6chte nochmals Moules a la cr\u00e8me essen. Zuerst genehmigen wir uns aber einen Cidre zum Ap\u00e9ro. Nachher gehen wir nochmals ins selbe Restaurant wie letztes Mal. Die Bedienung erkennt uns und freut sich. Wir geniessen den letzten Abend am Meer. Wir fahren zur\u00fcck nach La Baule und trinken mit Blick aufs Meer nochmals ein Glas Wein. Der Abschied f\u00e4llt uns schwer. Nachher geht\u2019s ins Hotel f\u00fcr die letzte Nacht.<br \/>\nWir sind rund 36 km gefahren und zweieinviertel Stunden im Sattel gesessen.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_6_placeholder<br \/>\n<strong>28. Juli: La Baule \u2013 Paris Montparnasse \u2013 Paris Gare de L`Est \u2013 Strassbourg \u2013 Basel \u2013 Sempach Neuenkirch<\/strong><\/p>\n<p>Auch die letzte Nacht schlafen wir sehr gut. Vor dem Fr\u00fchst\u00fcck packen wir unsere sieben Sachen. Siehe da, alles findet einen Platz. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck und dem Bezahlen holen wir unser Gep\u00e4ck und schnallen alles aufs Velo und an den R\u00fccken. Dann verabschieden wir uns vom Hotelier-Ehepaar, das uns die sechs Tage sehr toll beraten und betreut hat. Los geht\u2019s noch einmal dem Meer entlang und dann in die Flanierstrasse. Sie ist eine Einbahnstrasse und wir befahren sie von der falschen Seite. Man muss sich einfach nicht erwischen lassen! Bei der Touristeninformation bewache ich die Velos und Peter macht den Verpflegungseinkauf. Nachher fahren wir zum Bahnhof. Schon bald f\u00e4hrt der TGV ein, und wir verstauen unsere Velos, binden sie fest und nehmen Platz. \u00dcber Nantes fahren wir nach Paris Montparnasse. Jetzt heisst es aussteigen, die Velos bepacken und durch Paris fahren. Wir haben uns den Weg auf dem Stadtplan angeschaut und die wichtigsten Punkte aufgeschrieben. So finden wir den Weg ausgezeichnet, nur einmal fahren wir etwas zu weit, merken es aber sofort. Der Vorteil beim Velofahren in Paris ist, dass man die Busspur ben\u00fctzen darf. Die Busse nehmen ganz toll R\u00fccksicht, nur auf die Taxis muss man aufpassen. Die zweigen oft ohne Blinker ein und ab. \u00dcber Kreuzungen und die Ile de la Cit\u00e9 erreichen wir den Gare de l`Est. Wir sind viel zu fr\u00fch da und sehen den TGV nach Z\u00fcrich. Leider nimmt der keine Velos mit. So m\u00fcssen wir eine Stunde warten. Nachher einsteigen, Velos verstauen, festbinden und Platz nehmen bis Strassburg. Hier m\u00fcssen wir bei einem starken Gewitter umsteigen. Leider ist unser Abteil ganz hinten, so werden wir auch noch nass. Auf dem andern Geleise steht ein Zug nach Basel. Wir erkundigen uns, aber er nimmt auch keine Velos mit. M\u00fcssen wir wirklich wieder eine Stunde warten. Der n\u00e4chste Zug kommt aus Belgien und f\u00e4hrt nach Basel. Siehe da, die belgischen Wagons haben Velost\u00e4nder. So kommen wir etwas fr\u00fcher in Basel an. Mit dem Schnellzug fahren wir bis nach Sursee. Im Zug trifft Peter noch einen Semikollegen, Toni Meyer, der diesen Sommer pensioniert wurde. In Sursee steigen wir in die S 18 um. So kommen wir zwar m\u00fcde, doch wohlbehalten um 21.27 Uhr in Sempach-Station an. Wir verstauen unsere Velos. Ausgepackt wird heute nicht mehr.<br \/>\nWir sind rund 10 km mit dem Velo gefahren und 50 Minuten auf dem Sattel gesessen (Kreuzungen und Rotlichter in Paris)!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>12. Juli: Sempach Station &#8211; Nevers Um 08.01 Uhr besteigen wir mit unsern vollbepackten Velos den Zug in Sempach Neuenkirch. Bereits in Sursee heisst es, in den Schnellzug nach Genf umsteigen. Die erste \u00dcberraschung erleben wir in Fribourg. Da steht doch unsere Nachbarin Mimi mit einer Freundin und sehr viel Gep\u00e4ck auf dem Perron. Peter<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[2],"tags":[94,88,93,91,95,89,92,90],"class_list":["post-1498","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-rad-reisen","tag-la-baule","tag-loire","tag-loireschloesser","tag-nantes","tag-orleans","tag-radreise","tag-tours","tag-velotour-frankreich"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1498","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1498"}],"version-history":[{"count":20,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1498\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4581,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1498\/revisions\/4581"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1498"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1498"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1498"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}