{"id":2730,"date":"2016-10-29T16:43:59","date_gmt":"2016-10-29T14:43:59","guid":{"rendered":"http:\/\/mapeadventures.luckyweb.ch\/?p=2730"},"modified":"2017-01-05T08:27:33","modified_gmt":"2017-01-05T06:27:33","slug":"ecuador-rundreise-2014-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mapeadventures.ch\/?p=2730","title":{"rendered":"Ecuador-Rundreise 2014"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: justify;\"><strong><strong>1. Tag: Mittwoch, 30.07.14<br \/>\n<\/strong><\/strong><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;ngg_shortcode_0_placeholder<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Schon um 5 Uhr m\u00fcssen wir in Z\u00fcrich am Flughafen sein. Unsere Tochter f\u00e4hrt uns hin. Die beiden Enkelinnen m\u00fcssen nat\u00fcrlich auch mit. Gep\u00e4ckaufgabe, eingecheckt haben wir gestern, gemeinsamer Kaffee mit Gipfeli, Verabschiedung, Start ins Abenteuer! KLM fliegt nach Amsterdam, Wechsel in eine gr\u00f6ssere Maschine und dann fliegen wir ruhig, aber laaaang nach Quito. Dort landen wir bereits kurz vor 15 Uhr, dank sieben Stunden Zeitverschiebung, werden von Ren\u00e9 in Empfang genommen und lernen die drei weiteren Reisegruppenmitglieder kennen: Laura, Annemarie, Nadia. Nach anderthalbst\u00fcndiger Fahrt mit einem einheimischen Chauffeur treffen wir mitten in der Altstadt bei unserem Hotel ein. Nach dem Zimmerbezug machen wir noch einen kurzen Trip auf den Hauptplatz, knipsen die erste Fotos, geniessen das bunte und chaotische Treiben auf Strassen und Pl\u00e4tzen, besorgen uns Wasser im Lebensmittelladen und g\u00f6nnen uns anschliessend den Begr\u00fcssungsdrink im Hotel und einige Tapas, bevor wir schlafen gehen. Allerdings machen sich da noch der lange Flug und die ungewohnte H\u00f6henlage der Stadt bemerkbar. Aber uns steht eine lange Nacht bevor.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Tag: Donnerstag, 31. 07.14<\/strong><br \/>\nngg_shortcode_1_placeholder<br \/>\nDie Nacht dauert wirklich lang. Wir beide k\u00e4mpfen mit dem Jetlag, mit der H\u00f6henkrankheit, mit den Folgen des langen Flugs. All diese Gr\u00fcnde und dazu das Zimmer ohne Fenster und die st\u00e4ndig einsetzenden Klimager\u00e4te lassen uns immer wieder aufwachen und den Schlaf danach schwer wieder finden. Trotz allem f\u00fchlen wir uns um ca. sechs Uhr fit genug, aufzustehen, zu duschen und uns f\u00fcr den heutigen Tag vorzubereiten.<br \/>\nNach einem reichhaltigen Morgenessen zusammen mit unseren \u201eReisegschp\u00e4nlis\u201c machen wir uns mit unserem F\u00fchrer Luis auf, die ecuadorianische Hauptstadt zu erkunden. Die Plaza de la Independencia und die Plaza Grande, verschiedene nach f\u00fcr Ecuador wichtigen Personen benannte Strassen sowie die beiden wichtigen Kirchen, die Iglesia San Francisco und die Jesuitenkirche Compa\u00f1ia de Jes\u00fas, stehen auf unserem Programm. Luis erkl\u00e4rt uns dazu die historischen Hintergr\u00fcnde. Anschliessend fahren wir mit unserem B\u00fcsli zur riesigen Statue der gefl\u00fcgelten Madonna auf dem Panecillo-H\u00fcgel und geniessen die pr\u00e4chtige Sicht auf die Altstadt Quitos, eine h\u00fcgelige, ja sogar gebirgige Gegend!<br \/>\nVon da an geht\u2019s zur Mitte der Welt, zur Mitad del Mundo. Das alte Denkmal mit der riesigen Kugel auf einem Steinquader lassen wir beiseite und besuchen das Museum \u201eSitio Inti \u00d1an\u201c, das sich am Standort der nach genaueren Methoden vermessenen \u00c4quatorlinie befindet. Hier k\u00f6nnen wir nun zwischen n\u00f6rdlicher und s\u00fcdlicher Erdh\u00e4lfte hin und her h\u00fcpfen und uns dabei fotografieren und filmen lassen. Viel spektakul\u00e4rer finde ich aber ein paar Experimente, die uns da vorgef\u00fchrt werden. Beispielsweise bildet aus einer Wanne abfliessendes Wasser exakt \u00fcber der \u00c4quatorlinie keinen Wirbel, auf der n\u00f6rdlichen H\u00e4lfte bildet es einen links drehenden, auf der s\u00fcdlichen einen rechts drehenden Wirbel. Faszinierend!<br \/>\nAnschliessend f\u00e4hrt uns unser Chauffeur zum Pululahua-Park, wo wir in einen beeindruckenden Blick in einen rund 4000-j\u00e4hrigen Krater werfen k\u00f6nnen. Auf dem Grunde dieses Kraters soll ein g\u00fcnstiges Mikroklima herrschen, das eine artenreiche Landwirtschaft erm\u00f6glicht. In der N\u00e4he unseres Aussichtspunkts erkenne ich am oberen Kraterrand einen modernen Geb\u00e4udekomplex. Ren\u00e9 er\u00f6ffnet mir, nachdem ich ihn deswegen angesprochen habe, dass wir dort oben das Mittagessen einnehmen. Und das geschieht dann auch so. Uns wird ein feines Mahl serviert, so dass wir gest\u00e4rkt und erholt in die Stadt zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen. Hier besichtigen wir noch die weniger sehenswerte Basilica del Voto Bacional. Was sich aber absolut lohnt und auch spektakul\u00e4r ist, ist die Besteigung des Turms und der Weg \u00fcber das Dachgew\u00f6lbe zu einer kleineren Turmplattform im vorderen Bereich der Kirche. Die Aussicht ist fantastisch.<br \/>\nNach der R\u00fcckkehr zum Hotel und einer Erholungspause machen wir uns alle zusammen auf den Weg zu einem Drink. Ren\u00e9 und Nadia haben ein Restaurant auf einem der D\u00e4cher Quitos ausfindig gemacht. Mit einem Lift aus dem Jahre 1948 erreichen wir die Dachterrasse und finden zwei Tische f\u00fcr uns, wo wir den Tag bei pr\u00e4chtiger Rundsicht mit Cuacamole und einem Getr\u00e4nk ausklingen lassen. Ren\u00e9 hat den Fotoapparat dabei und macht ein paar stimmungsvolle Bilder. Vor dem nach Hause gehen besuchen wir nochmals die Plaza de La Independencia, um Ren\u00e9s Fotosammlung zu erg\u00e4nzen.<br \/>\nEin Fruchtsaft in der Hotelbar vor dem zu Bette gehen rundet den spannenden Tag ab.<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Tag: Freitag, 01.08.14<\/strong><br \/>\nngg_shortcode_2_placeholder<br \/>\nWieder sind wir beide schon fr\u00fch wach und vertreiben uns die Zeit bis zum Morgenessen mit Reisebericht schreiben, Reiseprogramm studieren und lesen.<br \/>\nUm 08.30 Uhr geht unser neuer Tag richtig los. Wir besteigen unser \u201eB\u00fcsli\u201c, und dann geht\u2019s durch den dichten Morgenverkehr Quitos Richtung Norden, unserem heutigen Ziel Otavalo entgegen. Allerdings sind noch einige Stopps geplant.<br \/>\nDer erste findet auf dem Pannenstreifen der Panamericana statt, und zwar einfach um die pr\u00e4chtige Aussicht auf verschiedene Vulkangipfel, auf den neuen Flughafen von Quito und auf die gestern er\u00f6ffnete Strasse vom Flughafen nach Quito zu fotografieren.<br \/>\nEin weiteres Mal halten wir bei der Mitte der Welt an. Ja halt, war das nicht schon gestern? Es gibt offensichtlich noch eine zweite Mitte der Welt. Der Geograf, der uns hier erkl\u00e4rt, was mit der Mitte der Welt gemeint ist, beansprucht diese Bezeichnung allein f\u00fcr diesen Ort. Das was uns am Vortag \u00fcber die Mitte der Welt erkl\u00e4rt und mit Experimenten bewiesen wurde, nennt er Fake und Joke. Was sollen wir nun glauben? Er bietet uns eine Dokumentation an, wo alle Beweise schriftlich und in Illustrationen aufgef\u00fchrt sind. Ich werde sie zu Hause genauer studieren.<br \/>\nDie n\u00e4chste Station ist eine Rosenplantage in Cayambe. Hier erleben wir ein St\u00fcck weit, unter welchen Bedingungen wundersch\u00f6ne Rosen in allen Farben gezogen, geerntet, weiter verarbeitet und f\u00fcr den Export in alle Welt vorbereitet werden. In riesigen Gew\u00e4chsh\u00e4usern wachsen die St\u00f6cke heran. Zum richtigen Zeitpunkt wird jede Rose von Hand gepfl\u00fcckt und dann auf verschiedene Arten behandelt, bis sie zusammen mit anderen Rosen in einem Karton verpackt im K\u00fchlraum mit der richtigen Etikette versehen auf ihren Abtransport wartet. Der Ankunftsort kann sowohl in einem europ\u00e4ischen oder vorderasiatischen Land liegen, wie auch in einem fern\u00f6stlichen Land oder in einem amerikanischen Staat liegen. Die Russen sollen \u00fcbrigens am meisten daf\u00fcr bezahlen.<br \/>\nAnschliessend an diese Betriebsbesichtigung fahren wir zur M\u00fchle San Juan, wo wir in einen Raum mit Kaminfeuer gewiesen werden. Bei einem speziellen Getr\u00e4nk werden wir mit der Geschichte der M\u00fchle bekannt gemacht. Zum Mittagessen gibt es H\u00fchnerbrust auf eine ganz leckere Art zubereitet.<br \/>\nIm Bus geht es dann weiter zum Peguche-Wasserfall in Otavalo. Da machen wir einen Verdauungsspaziergang und geniessen den naturnahen Wald und das beruhigende Rauschen des Wassers.<br \/>\nDer \u00dcbernachtunsort in Otavalo ist nat\u00fcrlich wieder ein Hit, ist die Unterkunft doch eine riesige Hacienda mit einem gewaltig sch\u00f6nen Park und liebevoll unterhaltenen Geb\u00e4uden aus fr\u00fcheren Zeiten, \u00fcbernachtete dort drin doch auch einmal der s\u00fcdamerikanische Freiheitsk\u00e4mpfer Simon Bolivar mit seinem Gefolge Tag.<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><strong>4. Tag: Samstag, 02.08.14<\/strong><br \/>\nngg_shortcode_3_placeholder<br \/>\nBereits um 4.15 Uhr weckt uns Margrits Handy. Heute geht\u2019s um sechs auf den Viehmarkt von Otavalo. Das ist nun wirklich ein ganz spezielles Erlebnis. Hier werden auf einem grossen Platz neben dem Dorf alle Arten von Haustieren feilgeboten. Schon beim Hinfahren f\u00e4llt uns auf, dass Junge und Alte mit K\u00fchen, Rindern, K\u00e4lbern, Schafen, Ziegen, Schweinen&#8230; unterwegs sind und sich zum Marktplatz begeben. Als wir dort eintreffen, ist schon sehr viel los. Beim Rindvieh geht es chaotisch zu und her. Einige Tiere stehen apathisch da. Aber der Grossteil der Rinder ist gestresst und nerv\u00f6s. Sie bocken, versuchen zu fliehen, sind aggressiv gegeneinander. Und als erst ein Mann mit einem Zebustier am Strick auftaucht, ist der Teufel los. Dem Stier gelingt es trotz heftigster Gegenwehr des Hirten zu entkommen. Wir suchen jedenfalls schnellstens das Weite. Der Stier besch\u00e4digt in seiner Aufregung Autos und andere Materialien. Scheinbar wurden auch Menschen verletzt, tauchte doch kurz darauf das Sanit\u00e4tsauto auf. Jedenfalls ist es gelungen, den Zebustier wieder einzufangen. An einem Baum angebunden, mit Stacheldraht an den Vorderf\u00fcssen gesichert, mit verklebtem Blut unter den H\u00f6rnern steht er einige Zeit sp\u00e4ter still nebenan. Da geht es auf dem Kleintiermarkt weniger wild zu, obwohl die Schweine auch nicht immer leicht an der Leine zu f\u00fchren sind. Da kauft sich ein j\u00fcngerer Mann mit langen, blonden Haaren und wasserblauen Augen von einer Frau drei h\u00fcbsche j\u00fcngere Alpakas. Beide best\u00e4tigen den Kauf per Handschlag. Gl\u00fccklich zieht der K\u00e4ufer mit seinen Tieren ab, und auch die Verk\u00e4uferin ist \u00fcber den gelungenen Verkauf erfreut. Niedlich sind die Meerschweinchen und die jungen Hunde. Wenig zart geht man mit den H\u00fchnern um. Die werden an den Beinen zusammengebunden und mit dem Kopf nach unten mitgenommen. H\u00e4ufig werden sie auch mit dem Kopf nach unten in Stoffs\u00e4cke gesteckt.<br \/>\nAnschliessend fahren wir zur Lagune Cuicocha. Dort wandern wir ein St\u00fcck weit hoch und geniessen den herrlichen Ausblick auf den Kratersee und die Umgebung. Die vielf\u00e4ltige Pflanzenwelt und die pr\u00e4chtigen Bl\u00fcten beeindrucken uns sehr.<br \/>\nDarauf steht der Poncho-Markt von Otavalo auf unserem Reiseprogramm. Das ist zwar ein Anlass f\u00fcr die Touristen, der allerdings mehreren Leuten ein Einkommen sichert. Neben Ponchos werden noch viele andere Wollsachen angeboten, die durch die bunten Farben und die andinen Muster eine richtige Farb- und Formenorgie ergeben. Erg\u00e4nzt werden diese Angebote durch St\u00e4nde, die ein reiches Fr\u00fcchte- und Gem\u00fcsesortiment aufweisen, und durch Strassenk\u00fcchen, wo auf Grill und in Pfannen die verschiedensten Speisen schmoren.<br \/>\nDann geht die Reise weiter. Wir sitzen ganz gem\u00fctlich in unsern Autosesseln auf der Fahrt von Otavalo Richtung Quito, um unser Nachtquartier in Papallacta zu erreichen. Pl\u00f6tzlich ruft Margrit auf der steil abfallenden Strasse zur Br\u00fccke \u00fcber den Guayaquila-Fluss vor einer Linkskurve: &#8222;Stau!&#8220; Und wirklich, vor uns stehen die Autos auf beiden Spuren. Unser Fahrer ist recht rassig unterwegs, reagiert aber an und f\u00fcr sich goldrichtig und bremst stossweise. Aber irgendwie greifen die Bremsen nicht richtig und die stehenden Kolonnen kommen immer n\u00e4her. Zum Gl\u00fcck lenkt unser Fahrer den Wagen auf die rechte Spur, wo ein Car vor uns steht. &#8222;Langsam&#8220; n\u00e4hert sich unser Auto der linken Heckseite&#8230; Und dann macht&#8217;s RUMMS! Gl\u00fccklicherweise ist niemand aus unserer Reisegruppe verletzt. In der Frontscheibe zeigt sich ein Riss. Hinter uns stellt sich ein nachfolgender PW nach einem heftigen Bremsman\u00f6ver quer, touchiert unser Auto aber nicht. Jetzt beginnt das Warten. Die Sch\u00e4den werden begutachtet, es wird herumtelefoniert. Nachdem sich endlich die Kolonnen in Bewegung setzen, fahren der Bus und unser Auto auf den Pannenstreifen. Noch etwas sp\u00e4ter kommt der Inhaber der Touristikfirma, die den Wagen betreibt, und kriecht pers\u00f6nlich unter den besch\u00e4digten Wagen, um den Schaden zu inspizieren. Ein Polizist droht mit Busse, wenn die Autos da stehen bleiben. Ein Ersatzbus ist angesagt, aber der kommt einfach nicht. Nun heisst es einsteigen in den besch\u00e4digten Wagen. Der Chef f\u00e4hrt pers\u00f6nlich, und zwar so rassig, dass einige von uns einen n\u00e4chsten Unfall bef\u00fcrchten.&nbsp; Bei der n\u00e4chsten Tankstelle hat diese \u201eHorrorfahrt\u201c ein Ende. Hier warten wir auf den Ersatzbus mit Fahrer, und der trifft nach mehr als einst\u00fcndiger Wartezeit ein und bringt uns sicher nach Papallacta, wo wir bei Dunkelheit eintreffen. Trotzdem genehmigen wir uns nach dem Abendessen noch ein ausgiebiges Bad in den Thermalwasserbecken, die sich neben den Hotelbungalows befinden.<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><strong>5. Tag: Sonntag, 03.08.14<\/strong><br \/>\nngg_shortcode_4_placeholder<br \/>\nNach einem ausgezeichneten Fr\u00fchst\u00fcck mit einem reichhaltigen Buffet treffen wir uns um halb neun in der R\u00e9ception. Das neue Auto steht bereits vor dem Eingang, ein grosser Hyundai-Bus, in dem wir alle einen Fensterplatz beanspruchen k\u00f6nnen: Luxus pur. Mit dem neuen Chauffeur Carlos sind wir sehr zufrieden, f\u00e4hrt er doch sehr sicher und bedachtsam. Unser heutiges Ziel ist Tena am Rio Napo, einem Nebenfluss des Amazonas.<br \/>\nDer erste Halt erfolgt schon nach wenigen Kilometern in einem Kolibri-Reservat. Da k\u00f6nnen wir diese teils winzig kleinen V\u00f6gelchen bei der Nahrungsaufnahme an aufgeh\u00e4ngten Zuckerwasserbeh\u00e4ltern und beim Flug rund um die umliegenden B\u00e4ume und Str\u00e4ucher ganz aus der N\u00e4he beobachten und fotografieren. Trotz des einsetzenden Regens sind alle voll und ganz bei der Sache.<br \/>\nIn Baeza machen wir einen kurzen Halt, um uns mit M\u00fcckenmittel, Wasser und Zwischenverpflegung einzudecken.<br \/>\nAuf dem folgenden rund 4100 m hohen Pass werfen wir einen ersten Blick Richtung Osten auf das Amazonas-Becken. Die Weiterfahrt erfolgt ab jetzt in einer ganz anderen Landschaft. Die Pflanzenwelt wird reichhaltiger. Alles ist gr\u00fcn. Bromelien und Orchideen wachsen auf den B\u00e4umen. Bunte und speziell geformte Bl\u00fcten erheischen unsere Aufmerksamkeit. Wir n\u00e4hern uns Tena am Rio Napo. Nach einigen Kilometern flussabw\u00e4rts erreichen wir unser Tagesziel, die Cotococha-Lodge, wo uns ein einfaches, aber sehr gutes Mittagsmahl erwartet.<br \/>\nSchon kurz nach dem Bezug unserer Unterk\u00fcnfte, einfache H\u00fctten mit M\u00fcckengittern, starten wir zum ersten Ausflug in den Regenwald. Zuerst werden die dazu notwendigen Stiefel anprobiert. Dann geht es auf Erkundungstour. Mit einem einheimischen Guide dringen wir \u00fcber feuchten und teilweise glitschigen Boden tiefer in den sekund\u00e4ren Regenwald hinein. Schon bald k\u00f6nnen wir zur Freude aller kleinere Affen beobachten, die sich von Ast zu Ast schwingen, dann und wann mal tief herunterkommen und wieder einem Stamm entlang hinaufklettern. Dabei kreischen sie aus vollen Kehlen. Ihnen scheint es jedenfalls Spass zu machen. Unser Guide erkl\u00e4rt uns bei verschiedenen Pflanzen, wie sie von den Indigenas genutzt werden. Dabei f\u00e4llt auf, wie gross die Bedeutung solcher Pflanzen bez\u00fcglich medizinischer Anwendungen ist.<br \/>\nNach dieser schweisstreibenden, feucht warmen Exkursion in der Umgebung der Lodge tut eine Abk\u00fchlung im Pool ganz gut und die anschliessende Dusche l\u00e4sst die Anstrengung vergessen. Ein feines Nachtessen im \u201eSpeisesaal\u201c rundet den Tag wunderbar ab.<br \/>\nWir schlafen sehr gut, trotz der vielf\u00e4ltigen Ger\u00e4usche und T\u00f6ne in der Umgebung.<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><strong>6. Tag: Montag, 04.08.14<\/strong><br \/>\nngg_shortcode_5_placeholder<br \/>\nKurz nach sechs, als es zu tagen beginnt, gehen Margrit und ich zum Ufer des Rio Napo hinunter, um den Sonnenaufgang zu verfolgen und V\u00f6gel zu beobachten. Er wird durch eine im Weg stehende Wolke behindert, und ausser Weberv\u00f6geln, ein paar Schwalben und dunkelfarbenen V\u00f6geln k\u00f6nnen wir keine weiteren Arten beobachten. Aber die Stimmung gef\u00e4llt uns beiden.<br \/>\nNach dem Morgenessen fahren wir zusammen mit einer deutschen Gruppe in zwei Motorbooten zu einer Tierhilfestation flussabw\u00e4rts, in der verletzte, verstossene und unerlaubt gehaltene, einheimische Wildtiere \u201eresozialisiert\u201c und gesund gepflegt werden. Eine Schweizerin gr\u00fcndete diese Institution. Eine Praktikantin, die sehr gut Deutsch spricht, zeigt uns in verschiedenen K\u00e4figanlagen einige Exemplare und beschreibt uns deren Schicksal und Zukunft. Da sind zum Beispiel der Kapuzineraffe mit einem schweren Sch\u00e4del-Hirntrauma, ein Tapir, verschiedene Aras, ein Ozelot und vieles Anderes zu sehen. Bei diesem Rundgang begleitet uns irgendein Huhn, das sich offenbar gerne den Besuchern der Station anschliesst. Nicht nur die in Gehegen gehaltenen Tiere interessieren uns. Mehrere Totenkopf\u00e4ffchen und ein grosser Kapuzineraffe turnen auf den B\u00e4umen und auf den Gittern ausserhalb der Gehege herum, weil sie hier offenbar mit weniger Aufwand als draussen im Wald zu Futter kommen.<br \/>\nAnschliessend gehen wir mit einem Guide auf eine rund anderthalbst\u00fcndige Wanderung durch den Dschungel und erfahren dabei noch mehr \u00fcber die Bedeutung von einheimischen Pflanzen und Tieren f\u00fcr die indigene Bev\u00f6lkerung.<br \/>\nAm Zielort unseres Spaziergangs erwarten uns die beiden Boote. Das n\u00e4chste Ziel ist eine Kitchwafamilie, die ein paar traditionelle T\u00e4tigkeiten vorf\u00fchrt. Eine Frau zeigt uns, wie auf einfachste Art mit einer Holzschale Gold gewaschen wird. Darauf wird uns gezeigt, wie aus Maniok Chicha, eine Art Bier, hergestellt wird. Nat\u00fcrlich d\u00fcrfen wir auch probieren, mir schmeckt es nicht sonderlich, es ist s\u00e4uerlich und riecht stark nach Hefe. Die einheimische Jugend aber scheint darauf zu schw\u00f6ren. Jedenfalls lassen sich die jungen Leute rechte Mengen davon geben.<br \/>\nNach dem Nachtessen, bei Dunkelheit, gehen wir nochmals mit Taschenlampen unterwegs, um nachtaktive Tiere zu beobachten. Wir treffen schon im Aufenthaltsraum der Lodge auf eine Gottesanbeterin uns auf eine langbeinige Spinne. Draussen, am Zugang zur Lodge, finden wir Blattschneiderameisen, riesige Heuschrecken, kleinere und gr\u00f6ssere Spinnen, Schaben und Riesenameisen, die uns laut Guide schmerzhafte Bisse zuf\u00fcgen k\u00f6nnen. Beim Pool treffen wir auf kleine Fr\u00f6schchen, die gleich ins Wasser h\u00fcpfen. Zwischen zwei einen spitzen Winkel bildenden Balken ist in einem dichten Spinnenfadengewebe bei entsprechender Beleuchtung eine Tarantel erkennbar.<br \/>\nNun ist Nachtruhe angesagt.<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><strong>7. Tag: Dienstag, 05.08.14<br \/>\n<\/strong>ngg_shortcode_6_placeholder<br \/>\nSchon fr\u00fch werden wir vom Regen geweckt. Im Badezimmer sitzt eine Riesenheuschrecke neben dem Wasserhahn. Aber der Regen l\u00e4sst schnell nach, und die Heuschrecke l\u00e4sst uns ohne sich zu regen unsere Morgentoilette verrichten und ist nach dem Morgenessen spurlos verschwunden.<br \/>\nKurz nach neun fahren wir weg, Richtung Puyo. Dort angekommen, suchen Ren\u00e9 und Carlos, der Fahrer, nach der Casa de la Balsa. Nach einigem Nachfragen landen wir an der richtigen Adresse. Allerdings werden wir beim Aussteigen gerade mit Zuckerrohrst\u00fccken zum Aussaugen gek\u00f6dert, denn die Dame, vor deren Gesch\u00e4ft wir aussteigen, m\u00f6chte ebenfalls von uns Touristen profitieren. Ich kaufe ihr ein P\u00e4cklein t\u00fcrkischen Honig ab. \u00dcbrigens schmeckt der ausgezeichnet. In der Casa de la Balsa befindet sich ein Laden, in dem lauter n\u00fctzliche und weniger n\u00fctzliche Dinge, aus dem sehr leichten Balsaholz gefertigt, ausgestellt und verkauft werden. Wir kaufen einen Brief\u00f6ffner mit Tukan, Postkarten und Holzfarbstifte.<br \/>\nIn Puyo gibt es einen Aussichtsturm, den wir besteigen, um von dort aus ein paar Fotos zu machen. Es regnet zwar ein bisschen, aber dennoch besichtigen wir den botanischen Garten und finden dort einige Pflanzen, die vorz\u00fcglich in unsere Kameras passen. Da der Regen nach dem Verlassen des Parks st\u00e4rker wird, suchen wir eilig unseren Bus auf, denn dort drin ist es trocken.<br \/>\nDie Fahrt f\u00fchrt nun weiter zur Cascada Pail\u00f3n del Diablo im Pastazatal bei Rio Verde. Da es immer noch regnet, beschliessen wir, in einem Restaurant abzuwarten und noch etwas zu Mittag zu essen. Der Regen l\u00e4sst wirklich nach. Wir fahren zur Boleteria, Ren\u00e9 besorgt uns die Eintrittskarten und dann steigen wir zum Fluss hinunter. Er f\u00fchrt viel Wasser, das verspricht spektakul\u00e4re Aufnahmen. \u00dcber eine H\u00e4ngebr\u00fccke, die recht bedenklich schaukelt, und \u00fcber Treppenstufen gelangen wir tiefer in den Schlund, in den sich das braungelbe, hochgehende Wasser des Rio Verde ergiesst. Man kann sich auf den hinunterf\u00fchrenden Treppenstufen soweit dem Wasserfall n\u00e4hern, dass man nass wird. Dabei st\u00fcrzt das Wasser mit ohrenbet\u00e4ubendem Brausen in die Tiefe und erzeugt wild drehende Wirbel in der Tiefe. Gischt spr\u00fcht durch die Luft und n\u00e4sst die Kleider. Das gibt wirklich beeindruckende Fotos. Aber noch viel eindr\u00fccklicher ist es, wenn man dieses Naturschauspiel vor Ort erlebt.<br \/>\nDanach f\u00fchrt unsere heutige Fahrt noch etwas weiter in die H\u00f6he, hinauf nach Runtun, ca. 400 H\u00f6henmeter oberhalb Ba\u00f1os. Im Hotel Luna Runtun kommen wir unter, und da ist es einfach sch\u00f6n und luxuri\u00f6s, ein riesiger Kontrast zu den \u00dcbernachtungen in der Dschungel-Lodge.<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><strong>8. Tag: Mittwoch, 06.08.14:<\/strong><br \/>\nngg_shortcode_7_placeholder<br \/>\nDer heutige Tag ist frei. Leider spielt das Wetter absolut nicht mit. Tr\u00fcbe, verhangen und grau sehen der Himmel und die benachbarten H\u00e4nge aus. Wir begraben unsere Wanderpl\u00e4ne und lassen uns von Carlos nach Ba\u00f1os hinunter fahren. Aber ein Stadtbummel macht bei ziemlich heftigem Regen auch keinen Spass. Also fahren wir wieder hoch und gehen zuerst zu einem Fruchtsaft ins Caf\u00e9 del Cielo, darauf ins prachtvoll gelegene Bad mit Thermalbecken. Und dann klart es wirklich etwas auf. Margrit und ich beschliessen, am sp\u00e4teren Nachmittag doch noch einen Spaziergang zu machen und steigen entlang eines Fussweges Richtung Runtun auf. Der Weg f\u00fchrt ein rechtes St\u00fcck oberhalb des Hotelkomplexes in zu einer Reihe nahe beieinander stehender Gew\u00e4chsh\u00e4user mit Baumtomaten. Da pl\u00f6tzlich kl\u00e4fft und knurrt es gef\u00e4hrlich vor uns. Ein Hund kommt Z\u00e4hne fletschend angerannt. Wir weichen zur\u00fcck. Ich erkl\u00e4re dem \u201eUntier\u201c in reinstem Schweizerdeutsch, dass es zum Teufel gehen soll. Aber so schnell l\u00e4sst es sich nicht \u00fcberzeugen. Jedes Mal, wenn ich ihm den R\u00fccken zukehre, kommt es wieder mit aufgeworfenen Lippen, kl\u00e4ffend und knurrend n\u00e4her. So entferne ich mich r\u00fcckw\u00e4rtsgehend bzw. stolpernd von den Gew\u00e4chsh\u00e4usern und kann den Kl\u00e4ffer schimpfend und ihn im Auge behaltend davon abhalten zuzubeissen. Margrit ist schon etwas vorausgegangen. Endlich gibt sich der Hund zufrieden und bleibt zur\u00fcck. Wir sind ihm, ohne Schaden zu nehmen, entkommen.<br \/>\nNachtessen, Tagebuch schreiben und dann schlafen gehen sind nun noch angesagt.<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><strong>9. Tag: Donnerstag, 07.08.14<\/strong><br \/>\nngg_shortcode_8_placeholder<br \/>\nDa es heute ein strenger Tag werden soll und der vorgesehene Markt ab elf Uhr abger\u00e4umt wird, wird die Abfahrt auf 6.30 Uhr angesetzt. Mit einem Morgenessens\u00e4cklein versehen treten wir die Fahrt an.<br \/>\nUnser erster Halt ist in Saquisili, wo uns der lokale Guide Rico in Empfang nimmt. Er f\u00fchrt uns auf den Viehmarkt, wo alles viel geordneter zugeht als in Otavalo. Da sind die Tiere separiert nach Alter und Geschlecht und an festen Gel\u00e4ndern angebunden. Da gibt es keine Ausreisser zu beobachten, die Menschen und Tiere verletzen und Sachen besch\u00e4digen. Dennoch ist der Umgang vieler Marktteilnehmer mit den Tieren sehr grob. Vor allem Schweine und H\u00fchner sind die Leidtragenden.<br \/>\nAuf dem Warenmarkt, der zu grossen Teilen f\u00fcr Einheimische stattfindet, ist das Angebot&nbsp; riesig und sehr g\u00fcnstig. Die angebotenen Artikel scheinen zu einem grossen Teil aus dem letzten Jahrhundert zu stammen. Dazwischen gibt es Anbieter von Speisen, die diese vor Ort zubereiten, und das sieht meist sehr appetitlich aus, zum Teil aber werden Mahlzeiten angeboten, die auf uns abstossend wirken, z.B. gegrillte Raupen.<br \/>\nNach dem Marktbesuch steht der Cotopaxi-Nationalpark auf unserem Reiseprogramm. Wir besuchen zuerst das Parkmuseum, das uns einen \u00dcberblick gibt \u00fcber den Aufbau und die Entstehung der Vulkane, \u00fcber die Vegetation und den Einfluss der menschlichen Nutzung, \u00fcber die Tierwelt und \u00fcber die Probleme die sich aus den verschiedenen Anspr\u00fcchen ergeben. Mit der Schaffung des Nationalparks in den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts sollte vielerorts der nat\u00fcrlichen Vegetation und Fauna wieder mehr Raum gegeben werden. Danach wandern wir um die Lagune Limpiopungo und beobachten dort neben Pflanzen vor allem die vorkommenden V\u00f6gel.<br \/>\nDie Weiterfahrt&nbsp;f\u00fchrt uns&nbsp;auf einen Parkplatz&nbsp;rund 4600 m \u00fc.M. Von hier aus unternehmen wir eine Wanderung&nbsp;zum Refugio Jos\u00e9 Ribas, unmittelbar unterhalb des Vulkangipfels des Cotopaxi auf 4864 m. Es ist eine anstrengende Bergwanderung und wir geraten recht massiv ins Schnaufen. Aber mit einigen Pausen schaffen wir diesen Aufstieg und haben dabei erst noch das Gl\u00fcck, dass der Gipfel sich vom Nebel befreit und uns die Sicht auf ihn erm\u00f6glicht. Schnee- und eisbedeckt erhebt er sich unmittelbar vor uns. Das Refugio ist noch im Umbau. Laura findet&nbsp;das Erreichen dieses Ziels sei ihr pers\u00f6nlicher H\u00f6hepunkt dieser Reise.<br \/>\nDie anschliessende Fahrt zur Hacienda El Porvenir, wo wir&nbsp;unser Nachtessen einnehmen und \u00fcbernachten, dauert wegen miserabler Strassenverh\u00e4ltnisse etwas l\u00e4nger.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><br \/>\n10. Tag: Freitag, 08.08.14<\/strong><\/p>\nngg_shortcode_9_placeholder\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einer guten und erholsamen Nacht stehen wir kurz vor sechs auf, duschen, packen unsere Sachen und gehen auf Fototour. Zwar bl\u00e4st uns ein eiskalter Wind um die Ohren, aber die Landschaft pr\u00e4sentiert sich kurz nach Sonnenaufgang in herrlichen Kontrasten. In der Ferne ist sogar der Gipfel des Cotopaxi zu erkennen.<br \/>\nNach einem schnellen Morgenessen f\u00e4hrt uns Carlos \u00fcber eine holprige Strasse, zum Teil sieht sie aus wie ein Bachbett, auf die Transamericana und dann weiter zur Hacienda La Ci\u00e9nega bei Lasso. Dieser Ort ist bekannt daf\u00fcr, dass hier Alexander von Humboldt w\u00e4hrend seiner Lateinamerikareise von 1799&nbsp; \u2013 1804 l\u00e4ngere Zeit verbrachte. Wir k\u00f6nnen die Anlage besichtigen, und wir bestaunen die reichhaltige, antike Ausstattung. Heute wird die Hacienda u.a. als Hotelbetrieb genutzt.<br \/>\nDie Weiterfahrt f\u00fchrt uns an die Laguna Quilotoa in der westlichen Kordillere. Das ist ein riesiger Kratersee auf rund 3600 m \u00fc.M., w\u00e4hrend der Kraterrand auf \u00fcber 4000 m liegt. Der Blick in den Krater hinunter ist atemberaubend. Weit, weit unten f\u00fcllt das Wasser den Krater, weist sch\u00e4umende Stellen auf und verf\u00e4rbt sich je nach Sonnenlichteinfall und Schattenwurf der am Himmel vom stark blasenden Wind voran getriebenen Wolken. Auf der Westseite ist am See unten ein kleiner Strand sichtbar, worauf sich Menschen bewegen. Den steilen Kraterw\u00e4nden entlang schl\u00e4ngelt sich ein Serpentinenweg nach unten. Margrit und ich steigen ein St\u00fcck weit hinunter und geniessen die Aussicht. Mulis mit Leuten auf dem R\u00fccken, die den Aufstieg nicht aus eigener Kraft schaffen, begegnen uns immer wieder und st\u00e4uben uns ein. Um halb zwei m\u00fcssen wir wieder beim Bus sein. Die Fahrt geht weiter nach Riobamba, wo wir bei einbrechender D\u00e4mmerung eintreffen.<br \/>\nAperitif, Nachtessen, Tagebuch schreiben, ins Bett gehen sind die n\u00e4chsten T\u00e4tigkeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>11. Tag: Samstag, 09.08.14<\/strong><\/p>\nngg_shortcode_10_placeholder\n<p style=\"text-align: justify;\">Wieder fahren wir rechtzeitig weg. Unser n\u00e4chstes Ziel ist die Ortschaft Alaus\u00ed, die wir nach rund 2 3\/4 Stunden heftig durchgesch\u00fcttelt erreichen, da wir vor allem zu Beginn unserer Fahrt \u00e4usserst schlechte Strassenverh\u00e4ltnisse antrafen. Hier f\u00e4hrt um elf Uhr der Zug um die Teufelsnase (La Nariz del Diablo) nach Sibambe. In eindr\u00fccklichen Kehren, davon zwei Spitzkehren, \u00fcberwindet die Eisenbahnlinie eine betr\u00e4chtliche H\u00f6hendifferenz. Man f\u00e4hrt dabei durch eine einmalige Landschaft, gepr\u00e4gt von steilen Felsw\u00e4nden, karger Vegetation und einmaligen Aussichten in tiefe Schluchten. In Sibambe erwarten den Mitreisenden ein kleines Museum und zwei Caf\u00e9s. Hier besteht die M\u00f6glichkeit, sich die Beine etwas zu vertreten und die \u00fcberwundenen Steilh\u00e4nge zu fotografieren. Nach einem st\u00fcndigen Aufenthalt f\u00e4hrt der Zug nach Alaus\u00ed zur\u00fcck. Das Spektakel wiederholt sich.<br \/>\nUnsere Fahrt f\u00fchrt weiter zu den Inkaruinen von Ingapirca. Hier sind nur noch minimale \u00dcberreste der Vorinkazeit und der Inkas vorhanden, da sie erst in den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts unter Schutz gestellt wurden.<br \/>\nDer letzte Abschnitt unsere Fahrt muss nun noch abgesessen werden. Erst kurz vor sieben Uhr treffen wir an unserem Tagesziel in Cuenca ein.<br \/>\nErfreulich ist heute, dass uns die Reiseagentur als Wiedergutmachung f\u00fcr die gl\u00fccklich ausgegangene Kollision am vierten Reisetag zum Nachtessen einl\u00e4dt. Und dieses geniessen wir, wird es uns doch in einem guten Restaurant serviert. Herzlichen Dank!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>12. Tag: Sonntag, 10.08.14<\/strong><\/p>\nngg_shortcode_11_placeholder\n<p style=\"text-align: justify;\">Der heutige Tag soll etwas gem\u00fctlicher und erholsamer verlaufen. Wir bleiben den ganzen Tag in Cuenca. Nach dem Morgenessen steht eine Stadtbesichtigung mit einem einheimischen Guide auf unserem Programm. Mit einer jungen Frau besuchen wir die wichtigsten Sehensw\u00fcrdigkeiten wie z.B. die Neue Kathedrale, den Blumenmarkt vor der Iglesia del Carmen de La Asuncion sowie die Kirche selbst. Wir bekommen den Unterschied mit zwischen kolonialem und republikanischem Baustil und betrachten verschiedene H\u00e4user genauer. Unsere Expertin f\u00fchrt uns an den Rio Tomebamba und erz\u00e4hlt etwas von den weiteren drei Fl\u00fcssen, die durch Cuenca fliessen. Wir besuchen eine Folklorevorf\u00fchrung mit rassigen T\u00e4nzen aus der Region. Nach einem Caf\u00e9besuch erreichen wir als H\u00f6hepunkt den Mirador Turi, einen Aussichtspunkt \u00fcber Cuenca im S\u00fcden der Stadt. Von hier aus geniessen wir einen herrlichen Ausblick auf die viertgr\u00f6sste Stadt Ecuadors mit rund einer halben Million Einwohnern.<br \/>\nNun f\u00e4hrt uns Carlos zum Hotel zur\u00fcck. Wir gehen zu viert etwas Kleines essen. Margrit und ich spazieren nochmals zum Hauptplatz, dem Parque Calderon. Da ist wenig bis nichts los. In den Gassen herrscht ebenfalls Tote Hose. Es ist heute Sonntag! Da bleibt uns nichts anderes als ein Besuch in der Hotelbar und den vorliegenden Bericht fertig schreiben.<br \/>\nZum Nachtessen kehren wir zur\u00fcck zum Parque Calderon.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>13. Tag: Montag, 11.08.14<\/strong><\/p>\nngg_shortcode_12_placeholder\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute steht als Erstes eine Wanderung im Parque National El Cajas auf unserem Programm. Das Wetter sieht gar nicht vielversprechend aus. Der Himmel ist bedeckt. Kurz nach acht, als der Guide ankommt, fahren wir Richtung Nationalpark los. Etwa 40 Minuten soll die Fahrt dauern. Je h\u00f6her wir kommen, desto trister sieht es draussen aus. Der Nebel schleicht den H\u00e4ngen entlang, es beginnt aus dem Nebel zu nieseln. Beim Kontrollzentrum angelangt, m\u00fcssen wir uns mit Angabe der Passnummer und mit Unterschrift anmelden. Es ist recht k\u00fchl und feucht. Jedenfalls nehme ich zus\u00e4tzlich noch die Regenjacke aus dem Koffer. Zu f\u00fcnft marschieren wir los, um die Lagune Toreadora zu umrunden. Wir bewegen uns in einer fantastischen Landschaft mit Felsen, farbenpr\u00e4chtigen Bl\u00fctenpflanzen in ganz verschiedenen Gr\u00f6ssen, abgestorbenen und neu aufkeimenden Bromelien, dem ruhig daliegenden Seelein, den am Himmel ziehenden Wolken, die pl\u00f6tzlich wieder Sonnenstrahlen freigeben, den dadurch entstehenden Lichteffekten: mir kommt es vor, als ob wir in uralte Zeiten zur\u00fcckversetzt w\u00fcrden. Fast zwei Stunden sind wir unterwegs auf \u00fcber 4000 m H\u00f6he, bis wir wieder beim Bus sind. Der freie Speicherplatz in meiner Videokamera ist geschrumpft.<br \/>\nUnsere Reise geht nach der Verabschiedung von unserem Guide weiter Richtung Guayaquil. \u00dcber 4000 H\u00f6henmeter f\u00fchrt die Strasse aus dem k\u00fchlen Bergklima hinunter in die tropische Schw\u00fcle am Pazifik. Die Pflanzenwelt entlang der Strasse wandelt sich innert rund zwei Stunden ganz gewaltig. Zuerst noch begleiten uns Viehweiden und Brachland, dann tauchen \u00c4cker und G\u00e4rten auf und zuletzt fahren wir durch Bananen-, Kakao-und Palm\u00f6lplantagen.<br \/>\nIn Jesus Maria machen wir Mittagshalt an der Strasse. Ren\u00e9 kl\u00e4rt im \u201cRestaurant\u201c neben dem Anhalteplatz ab, was es zu essen gibt. Seine R\u00fcckmeldung an uns: \u201eSuppe mit Huhn, Suppe mit einem St\u00fcck Schweinefleisch, Fisch mit Reis.\u201c Also schieben wir zwei Tische zusammen und bestellen unser Mittagessen. Ich entscheide mich f\u00fcr Fisch mit Reis, was ganz gut schmeckt. Bananen gibt\u2018s als Nachspeise. Nebenan h\u00e4lt ein H\u00e4ndler seine Ananas feil. Ren\u00e9 l\u00e4sst f\u00fcr uns eine ganze Ananas aufschneiden. Sie schmeckt so frisch vorz\u00fcglich.<br \/>\nDarauf fahren wir weiter. Vor 16 Uhr treffen wir vor unserem Hotel in Guayaquil ein und&nbsp; k\u00f6nnen gleich unsere Zimmer beziehen. Ein anschliessender Spaziergang f\u00fchrt uns an das Ufer des Rio Guayas, genauer an den Malec\u00f3n. Spektakul\u00e4res gibt es hier nicht zu sehen. Aber die Atmosph\u00e4re ist gut. Beim Eindunkeln kehren wir zum Hotel zur\u00fcck und gehen etwas sp\u00e4ter noch etwas essen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>14. Tag: Dienstag, 12.08.14<\/strong><\/p>\nngg_shortcode_13_placeholder\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon fr\u00fch sind wir beide wach. Ist es das un\u00fcberh\u00f6rbare Rauschen der Klimager\u00e4te rundum oder die Anspannung vor unserem Galapagos-Abenteuer, was uns nicht mehr schlafen l\u00e4sst? Um halb acht gehen wir zum Morgenessen. Anschliessend m\u00f6chte ich unbedingt noch zum Cerro Santa Ana. Das ist der eine Stadth\u00fcgel Guayaquils, auf dem der Leuchtturm steht. Wir geben uns eine Stunde, denn auf halb zehn ist der Transfer zum Flughafen angesagt, und ich muss noch fertig packen. Wir gelange \u00fcber den Malec\u00f3n (Uferpromenade) Richtung Norden zum besagten Viertel. Margrit wird schon etwas nerv\u00f6s. Ich schaffe es aber noch, die Treppe hoch zum Mirador (Aussichtspunkt) zu spurten, kurz eine Aufnahme zu machen und in aller Eile die Treppe hinunter zur\u00fcck auf den Malec\u00f3n zu gelangen. Margrit ist noch da, so dass wir zusammen rechtzeitig im Hotel zur\u00fcck sind.<br \/>\nCarlos f\u00e4hrt uns heute zum letzten Mal, n\u00e4mlich zum Flughafen von Guayaquil. Nach zwei Extrarunden kommen wir dort rechtzeitig an und verabschieden uns von unserem Fahrer. Er hat seine Sache gut gemacht.<br \/>\nDer Flug nach San Cristobal ist kurzweilig, sitzt doch neben mir eine junge Deutsche, die auf Galapagos ein Praktikum absolviert und heute zum zweiten Teil ihres Aufenthalts, zur Arbeit in einer Schildkr\u00f6tenstation, anreist. Wir haben gen\u00fcgend Gespr\u00e4chsstoff.<br \/>\nAm Flughafen werden wir von unserem Guide Roberto in Empfang genommen und zum Bus gewiesen, der uns zum Hafen bringt. Dort haben wir noch eine halbe Stunde Zeit, uns mit f\u00fcr eine Minikreuzfahrt notwendigen Dingen zu versorgen. Wir m\u00fcssten Dollars haben! Zwei Bancomaten gibt es da, aber erstens sind sie schon besetzt und zweitens lassen sie sich, nachdem sie endlich frei sind, mit drei verschiedenen Karten nicht dazu bewegen, uns die dringend n\u00f6tigen Banknoten auszuspucken. Also bleibt uns nichts anderes \u00fcbrig, als in die Bank hinein zu gehen und dort anzustehen. Am einen Schalter wird ein junger Mitarbeiter von einer versierten Fachfrau in die Arbeit mit dem PC eingef\u00fchrt, und das dauert. Aber endlich sind auch wir an der Reihe. Nun geht es f\u00fcr s\u00fcdamerikanische Verh\u00e4ltnisse schnell, und es klappt. Mit einem B\u00fcndel Dollarnoten verlassen wir die Bank. Nun kann das Abenteuer Minikreuzfahrt starten.<br \/>\nWir werden mit Gummimotorbooten (Dinghies) zu unserer Kreuzfahrtyacht \u201eGalaxy\u201c gebracht. Dort m\u00fcssen wir die Schuhe ausziehen, dann gibt\u2019s Mittagessen, um 14.30 Uhr. Nachher erleben wir den ersten \u201eErnsteinsatz\u201c. Das Schiff f\u00e4hrt zur Isla Lobos, wo wir in die Dinghies umsteigen, um auf diesem kleinen, unber\u00fchrten Inselchen einen ca. anderthalbst\u00fcndigen Spaziergang zu machen. Wir begegnen dabei Seel\u00f6wen, Landleguanen, Blaufusst\u00f6lpeln und Fregattv\u00f6geln. Zudem zeigen sich auch zwei Goldwalds\u00e4nger. Erstaunlich ist, dass die Tiere nicht scheu sind und sich zum Teil von ganz nah betrachten und fotografieren lassen. Allerdings sagt uns Roberto, dass wir zwei Meter Distanz einhalten sollen. Anschliessend steigen wir wieder in die Dinghies und beobachten eine Kolonie Bindenfregattv\u00f6gel auf der Hauptinsel, wobei einige H\u00e4hne unter ihnen ihren roten Kehlsack pr\u00e4sentieren, um den H\u00fchnern die Auswahl zu erleichtern.<br \/>\nNach&nbsp; der R\u00fcckfahrt in den Hafen von San Cristobal gibt es eine Theorie-Lektion zum Thema Leben und Verhalten auf dem Schiff, und das morgige Programm wird bekannt gegeben. Um halb acht ist Nachtessen, und nachher kehrt schon bald Ruhe ein.<\/p>\n<p><strong>15. Tag: Mittwoch, 13.08.14<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>ngg_shortcode_14_placeholder<br \/>\nUm Mitternacht ist die Galaxy abgefahren und bei recht hohem Wellengang nach S\u00fcden zur Isla Espa\u00f1ola, in die Gardner Bay, gefahren. Wir haben beide beim zu Bett Gehen eine Reisetablette geschluckt, und so vertragen wir das st\u00e4ndige Schaukeln des Schiffs sehr gut.<br \/>\nUm halb sieben werden wir geweckt, Margrit hat mich allerdings schon eine Stunde fr\u00fcher gemahnt, es sei 6.30 Uhr. So bin ich jetzt geduscht und schreibe gerade an diesem Bericht.<br \/>\nUm acht fahren wir mit dem Dinghy an den weissen, feinen Sandstrand und spazieren barfuss dem Vegetationsg\u00fcrtel entlang. Vom Meer her kommen die Seel\u00f6wen an Land und lassen sich von den sich \u00fcberschlagenden Wellen umsp\u00fclen, oder sie legen sich an die Sonne und r\u00e4keln sich. Vom Land her fliegen die Galapagos-Spottdrosseln auf den Sand und beschimpfen uns Eindringlinge. Im Bereich, wo Pflanzen\u00fcberreste herumliegen, suchen sich die mittleren Grundfinken ihr Futter. Rechts dr\u00fcben, auf den Felsen, liegt der angesp\u00fclte Kadaver eines Buckelwals. Fliegen in grosser Zahl bel\u00e4stigen sowohl die Seel\u00f6wen wie uns. Nachdem alle gen\u00fcgend fotografiert und gefilmt haben, fahren wir zur Galaxy zur\u00fcck.<br \/>\nAls n\u00e4chstes ist Schnorcheln angesagt. Ich fasse eine Tauchbrille mit Schnorchel, Flossen und einen Neoprenanzug und ziehe mich entsprechend an. Mit dem Dinghy fahren wir Schnorchler auf die Gegenseite der Bucht zu einer Steilk\u00fcste. Das Schnorcheln an diesem Ort ist eine Erleuchtung. Bisher schnorchelte ich erst einige Male im Mittelmeer. Aber was ich hier zu sehen bekomme, \u00fcbertrifft dass alles bei Weitem. Die sagenhafte Farben- und Formenvielfalt beeindruckt mich ausserordentlich. Das P\u00fcnktlein auf dem I ist die Anwesenheit der Seel\u00f6wen. Vorher haben wir sie am Strand beobachtet, wie sie schwerf\u00e4llig an ihr Sonnenpl\u00e4tzchen robben. Jetzt bewegen sie sich im Wasser mit \u00e4usserster Eleganz, pfeilen zu mir hin, weichen kurz vor mir elegant aus, wenden sich auf den R\u00fccken und inspizieren mich von unten, einfach fantastisch. Und pl\u00f6tzlich sehe ich auf dem Grunde, in eine grosse Felsspalte eingezw\u00e4ngt einen riesigen Rochen. Weitere H\u00f6hepunkte sind die recht grossen Fische und ein einzelner grosser \u201eNemo\u201c &#8230; Schon bald ist es Zeit zur R\u00fcckkehr aufs Mutterschiff, wo ich dusche. Dann gibt\u2019s Mittagessen. \u00dcbrigens macht das unser Koch ausgezeichnet.<br \/>\nAm Nachmittag fahren wir ans Westende der Insel zur Punta Su\u00e1rez. Wir machen alle zusammen einen rund dreist\u00fcndigen Rundgang der K\u00fcste entlang und durch das niedrige Geh\u00f6lz. Unser Guide will uns vor allem die Gal\u00e1pagos-Albatroskolonie zeigen. Wir k\u00f6nnen diese Riesenv\u00f6gel wirklich in verschiedenen Stadien ihres Daseins beobachten. Wir sehen ein Paar beim Balzen, Albatroseier in Bodennestern, br\u00fctende V\u00f6gel, Jungv\u00f6gel, k\u00f6nnen ein Elternpaar beim F\u00fcttern ihres Jungen beobachten, sehen sie fliegen und landen. Aber da gibt es nat\u00fcrlich sonst noch vieles zu sehen. Wir schauen den mit roten Flecken versehenen Meerechsen zu, die sich hier \u00fcberall auf und neben dem Gehweg breit machen und die Sonnenstrahlen nutzen, um die notwendige Betriebstemperatur zu erreichen. L\u00e4ngere Zeit verharren wir \u00fcber einem Steilk\u00fcstenabschnitt und beobachten verschiedene V\u00f6gel im Flug. Da sind u.a. Nazcat\u00f6lpel, Blaufusst\u00f6pel und Rotschnabel-Tropikv\u00f6gel. Beim n\u00e4chsten Halt schauen wir zu, wie ein Blasloch im Boden Meerwasser bei entsprechendem Wellengang zischend hoch in die Luft spritzen l\u00e4sst. \u00dcberall sonnen sich zudem Lavaechsen, deren Weibchen einen roten Kopf und Hals aufweisen.<br \/>\nBei der R\u00fcckkehr aufs Schiff werden wir mit Ananassaft und Fr\u00fcchten versorgt.<br \/>\nNach der Vorstellung des morgigen Programms und dem Nachtessen, das wieder wunderbar schmeckt, gehen wir fr\u00fch zu Bett. An Schlaf ist vorerst nicht zu denken, da um neun der Schiffsmotor zu arbeiten beginnt, um uns ans morgige Ziel, die Insel Floreana zu bringen. Nicht die Motorenger\u00e4usche hindern uns am Schlafen, sondern der hohe Wellengang. Aber irgendwann schlummern wir trotzdem ein.<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><strong>16. Tag: Donnerstag, 14.08.14<\/strong><\/p>\n<p>ngg_shortcode_15_placeholder<br \/>\nKurz vor sechs schaue ich mal aus der Kabine: Hell, Himmel grau, die h\u00f6chste Berge der Insel vor uns verhangen, Vegetation nur gerade an der K\u00fcste gr\u00fcn, dahinter graubraun.<br \/>\nNach dem Morgenessen um sieben ist die Abfahrt mit dem Dinghy auf acht angesagt, mit nasser Landung, Ausflug zu einer Lavah\u00f6hle und Schnorcheln in der Post Office Bay. Zuerst aber fahren wir etwas weiter nach Westen, wo die Gal\u00e0pagos-Pinguine in den Lavafelsen daheim sind. Nach einigem Suchen mit dem Feldstecher findet Roberto auf einem Felsen wirklich einen jungen Pinguin, den wir genauer anschauen k\u00f6nnen. Bei der R\u00fcckfahrt sehen wir noch&nbsp; zwei Pinguine beim Fischen. Darauf steigen wir am Sandstrand aus dem Boot und gehen zur Post Box. Roberto klaubt drei Plastikt\u00fcten aus dem Kasten und verteilt deren Inhalt, das meiste Postkarten, unter uns, um herauszufinden, ob Post an Leute in der N\u00e4he unseres Wohnorts dabei ist. Wir finden jedenfalls zwei Karten, die ins Urnerland gelangen sollen und nehmen diese mal mit in der Absicht, uns bei den beiden Adressaten zu melden. Mal schauen, was dabei herauskommt. Wir selber lassen zwei Karten zur\u00fcck. Vielleicht meldet sich jemand.<br \/>\nAls n\u00e4chstes wartet auf uns eine Lavah\u00f6hle, in die man hinuntersteigen kann. Gem\u00e4ss Roberto ist&nbsp; die H\u00f6hle mit dem Meer verbunden, aber die \u00d6ffnung ist eng, zu eng, um ins Meer hinaus zu gelangen.<br \/>\nAls Abrundung des heutigen Vormittags ist Schnorcheln in der Bucht angesagt. Leider ist das Wasser sehr tr\u00fcbe. Erst weiter draussen wird es klarer, aber dazu muss man viele unsichtbare Steine am Strand \u00fcberschwimmen, wenn m\u00f6glich ohne die Zehen anzuschlagen. Dann sollte man Schildkr\u00f6ten und Rochen beobachten k\u00f6nnen. Ich sehe zwar verschiedene Fische und zwei Seel\u00f6wen, aber keinen Rochen und keine Schildkr\u00f6ten. schon bald gebe ich auf und schwimme an den Strand zur\u00fcck.<br \/>\nUm zw\u00f6lf ist Mittagessen. Gleichzeitig \u00e4ndert die Galaxy ihre Position und f\u00e4hrt zur Punta Cormor\u00e1n.<br \/>\nUm 14 Uhr fahren wir in Schnorchelausr\u00fcstung mit dem Dinghy zur Corona del Diablo, um dort im Wasser Umschau zu halten. Das ist nun der absolute Hit. Wir steigen alle n\u00f6rdlich der Teufelskrone aus dem Dinghy, \u201ebewaffnet\u201c mit Schnorchel, Brille und Flossen. Roberto erkl\u00e4rt uns, wir m\u00fcssten links herum um die paar Lavafelsen tauchen, ja nicht durch die Mitte. Er macht uns auf eine starke Str\u00f6mung aufmerksam, die um diese Lavafelsen herrscht. Ich versuche m\u00f6glichst nah den Felsen entlang zu schwimmen. Da tut sich eine noch nie gesehene Welt auf. H\u00f6hepunkte sind die Sichtung dreier riesiger Rochen, ich sch\u00e4tze zwischen 1.5 und 2 m Spannweite, und zweier Meeresschildkr\u00f6ten. Aber auch andere Fische lassen sich nicht lumpen und erscheinen in noch nie gesehenen Farben und Gr\u00f6ssen. Dazu kommen unterschiedliche Seesterne, Seeigel und Seeanemonen und eine Unterwasserlandschaft mit riesigen Tr\u00fcmmerteilen aus Lavabrocken und weissen, feinen Kiesfl\u00e4chen. Fast unbeschreiblich! Leider fehlt mir die Unterwasserkamera.<br \/>\nSchon wieder ist ein Tag verflogen. Was wird der morgige Tag bringen? Schon bald wird das Programm verk\u00fcndet.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><strong>17. Tag: Freitag, 15.08.14<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>ngg_shortcode_16_placeholder<br \/>\nHeute werden wir schon um sechs Uhr geweckt. Scheinbar geh\u00f6rt es hier dazu, dass es am Morgen bedeckt und grau ist. Nachts\u00fcber ist unser Schiff zur Insel Santa F\u00e9 gefahren. Es war eine ziemlich unruhige Fahrt. Vor unserer Kabinent\u00fcre ist der Boden nass, und es haben sich Pf\u00fctzen gebildet.<br \/>\nNach dem Morgenessen findet ein Landausgang mit Nasslandung statt. Also packe ich Feldstecher und Kamera in den Plastiksack, stecke die Socken in die Schuhe und binde diese zusammen. Dann steigen wir alle in die beiden Dinghies und fahren zum Sandstrand, der bereits von den Seel\u00f6wen besetzt ist. H\u00f6hepunkte dieser Insel sind die Feigenkakteen mit einem verholzten Stamm (Baumopuntien) und die Santa-F\u00e9-Landleguane, urt\u00fcmliche Echsen von betr\u00e4chtlicher Gr\u00f6sse. Vor unserer R\u00fcckkehr auf die Galaxy, beim Einsteigen in die Boote, k\u00f6nnen wir noch Haie, die an den Sandstrand geschwommen sind, im untiefen Wasser sehen.<br \/>\nNun wird gerudert. In Kunststoffkajaks fahren wir zu zweit in der Bucht herum. Vom Kajak aus lassen sich die Meeresschildkr\u00f6ten sehr sch\u00f6n beobachten.<br \/>\nAls letztes steht heute Vormittag noch Schnorcheln auf dem Programm. Das ist wiederum ein fantastisches Ding. Der H\u00f6hepunkt ist diesmal Schwimmen mit den Schildkr\u00f6ten. Diese riesigen Dinger tauchen ganz gem\u00fctlich durch die Bucht und strecken hie und da den Kopf aus dem Wasser, um Luft zu holen. Ich kann l\u00e4ngere Zeit \u00fcber einem dieser Urtiere schwimmen und genau beobachten, wie es mit seinen Vorderflossen im Gleichtakt und gem\u00e4chlich rudert, w\u00e4hrend es Hinterflossen und Schwanz einfach im Wasser h\u00e4ngen l\u00e4sst.<br \/>\nNach dem Mittagessen werden die Motoren angeworfen, und die Galaxy nimmt Kurs auf Plaza Sur. Die Fahrt verbringen wir auf dem Sonnendeck. Bindenfregattv\u00f6gel verfolgen unser Schiff, f\u00fchren ihre Flugk\u00fcnste vor und landen u.a. auf dem Deckgel\u00e4nder. Da&nbsp; zeigt sich, dass auch sie wenig Scheu vor Menschen zeigen, denn sie lassen uns ganz nah kommen und posieren pr\u00e4chtig f\u00fcr unsere Fotos. Sie setzen sich aber auch auf den Rand des Sonnendachs. Daran haben aber nicht alle Sonnenbadenden Freude, denn diese V\u00f6gel k\u00f6nnten ja auch etwas fahren lassen. Diese Aussicht l\u00e4sst die Sonnenanbeterinnen aufjucken und ihre Liegest\u00fchle verschieben, was wiederum die V\u00f6gel zu verscheuchen vermag.<br \/>\nDie Ausschau nach blasenden Walen und Kapriolen machenden Delphine bleibt leider erfolglos.<br \/>\nKurz nach Ankunft vor Plaza Sur legen wir mit den Dinghies ab Richtung Insel. Wir machen einen ca. anderthalbst\u00fcndigen Rundgang, auf dem wir nochmals verschiedene Echsen und viele Seel\u00f6wen sehen. Das Besondere an dieser Insel ist, dass die Feigenkakteen hier anders aussehen, dass hier der Boden mit einer Pflanze bedeckt ist, die zu dieser Jahreszeit rot gef\u00e4rbt ist und weite Fl\u00e4chen der Insel bedeckt, und dass hier an der s\u00fcdlichen Steilk\u00fcste eine Rotschnabeltropikvogelkolonie angesiedelt ist, deren Mitglieder immer wieder schrille T\u00f6ne von sich gebend \u00fcber uns hinweg fliegen. Zudem k\u00f6nnen wir mehrmals in die Kinderstube von Gabelschwanzm\u00f6wen gucken, da diese ihre Eier in unmittelbarer Umgebung des markierten Fusspfads ablegen, da br\u00fcten und die Jungen aufziehen. Alle beobachteten Paare mit Nachwuchs haben nur ein Junges. Wir k\u00f6nnen zudem beobachten, wie ein Fregattvogel einen Rotschnabeltropikvogel angreift und mit den Krallen packen will, aber der Tropikv\u00f6gel wehrt sich gegen diese Attacke erfolgreich und kann fliehen. Leider ist das unsere letzte Exkursion von der Galaxy aus. Heute ist noch Wellfare-Apero und Nachtessen. Dann f\u00e4hrt unser Schiff nach Santa Cruz in den Hafen von Ayora, wo wir noch in unserer Kabine schlafen werden.<\/p>\n<\/div>\n<div><strong>18. Tag: Samstag, 16.08.14<br \/>\n<\/strong>ngg_shortcode_17_placeholder<br \/>\nNach einer wellenreichen Nacht mit mehreren Schlafunterbr\u00fcchen werden wir morgens um halb sieben geweckt. Nach dem Morgenessen packen wir unsere Koffer fertig, geben R\u00fcckmeldung und Trinkgelder ab, stellen unsere Koffer hinaus auf Deck, fassen unsere Schwimmwesten, verabschieden uns von der Schiffsbesatzung und werden mit den beiden Dinghies an Land gebracht, und zwar zur Aufzuchtstation von Riesenschildkr\u00f6ten. Diese urt\u00fcmlichen Viecher waren vor Jahrhunderten auf den Inseln in grosser Zahl heimisch, wurden dann aber nach und nach sehr stark dezimiert, da sie den Seefahrern, die hier anlegten, als lebende Fleischkonserven dienten. In dieser Station werden die Schildkr\u00f6ten erfolgreich gehalten und gez\u00fcchtet, um sie sp\u00e4ter wieder auf den Inseln, auf denen sie heimisch sind, auszusetzen. In Freiheit haben wir bisher nur Meeresschildkr\u00f6ten gesehen, hier k\u00f6nnen wir ausgewachsene Riesenschildkr\u00f6ten in Gehegen bestaunen. Es ist beeindruckend, mit welcher Langsamkeit sie sich bewegen. Wir sehen auch Jungtiere verschiedenen Alters. Was ich speziell interessant finde, ist die Methode, wie das Geschlecht der Tiere festgelegt wird. Ausschlaggebend ist die Bruttemperatur f\u00fcr die Eier. Liegt diese bei 28\u00b0 Celsius, so schl\u00fcpfen weibliche Tiere, betr\u00e4gt sie 29.5\u00b0, so schl\u00fcpfen M\u00e4nnchen aus dem Ei. Schildkr\u00f6ten von verschiedenen Inseln lassen sich nicht erfolgreich miteinander kreuzen.<br \/>\nDer Rest des Tages ist f\u00fcr den Transfer nach Puerto Villamil auf der Isla Isabela reserviert. Puerto Ayora ist ein typischer Touristenort mit Souvenir- und Schmuckl\u00e4den, Reiseagenturen, Restaurants und Hotels. Im Hafen herrscht gesch\u00e4ftiges Treiben. Von hier aus werden einerseits die Kreuzfahrtyachten mit Lebensmitten versorgt, andrerseits ist hier offenbar ein wichtiger Zu- und Umsteigeort.<br \/>\nUm halb zwei m\u00fcssen wir am Hafen sein. Ren\u00e9 hat organisiert, dass unser Gep\u00e4ck bereits dahin transportiert worden ist. Er hat f\u00fcr uns das Ticket f\u00fcr die \u00dcberfahrt nach Isabela besorgt, ein handgeschriebener Zettel. Nun suchen die Schnellbootfahrer oder ihre Gehilfen mit handgeschriebenen Passagierlisten in der Hand krampfhaft ihre Kunden. Irgendwann findet uns der beauftragte Gehilfe. Unser Gep\u00e4ck wird nun einen Holzsteg hinunter zu einer Anlegestelle gebracht und dort zusammen mit uns auf ein Taxiboot verladen, das uns f\u00fcr einen halben Dollar pro Person zum Schnellboot GABI bringt. Nun k\u00f6nnen wir umsteigen, und das Gep\u00e4ck wird umgeladen. Das Schnellboot ist nicht gerade das, was wir uns als Schweizer Touristen unter einem solchen Gef\u00e4hrt vorstellen. Margrit und ich sitzen nebeneinander zuvorderst auf der linken L\u00e4ngsbank unter Dach, via-\u00e1-vis des Fahrers, der auf einem Hochsitz thront. Hinter uns sitzen die \u00fcbrigen rund 20 Passagiere dicht an dicht. Ren\u00e9, Annemarie und Laura haben das Gl\u00fcck, dass sie zuhinterst auf der Querbank, also in Fahrtrichtung, und zudem im Freien sitzen k\u00f6nnen mit gen\u00fcgend Frischluftzufuhr. Die Fahrt geht los, noch mit gedrosselten Motoren im Hafenbereich, dann aber volle Pulle Richtung S\u00fcdwesten. Die Meeresoberfl\u00e4che ist unruhig, die Wellen hoch. Vorsichtshalber haben wir beide eine Reisetablette geschluckt, was sich bew\u00e4hrt, denn wir \u00fcberstehen die gut zweieinhalbst\u00fcndige Fahrt gut. Es wird sehr heiss in der Kabine, und ich ziehe die Schwimmweste mit dem stillen Einverst\u00e4ndnis unseres Fahrers aus. Nun heisst es einfach, die Enge durchzuhalten. Kurz vor f\u00fcnf gelangen wir in den Hafen von Puerto Villamil, wo uns nach einigem Warten ein Taxi abholt und zum Landungssteg bringt, allerdings mit dem Unterschied, dass hier der Taxidienst doppelt so teuer ist. Wir werden von einem Pickup abgeholt. Hintendrauf werden die Koffer geladen plus Nadja und ich. Der Rest der Reiseteilnehmenden setzt sich in die Kabine. Gl\u00fccklich gelangen wir so zu unserem Hotel, wo uns eine herrliche Dusche erwartet.<br \/>\nDas Nachtessen geniessen wir nach einem Rundgang im Dorf in einem Gartenrestaurant im Zentrum.<\/div>\n<p><strong>19. Tag: Sonntag, 17.08.14<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>ngg_shortcode_18_placeholder<br \/>\nUm ca. sechs Uhr sind wir wach. Was erwartet uns heute?<br \/>\nNach dem Morgenessen spazieren wir alle gemeinsam zur Schildkr\u00f6ten-Aufzuchtstation von Isabela, die etwas westlich von Puerto Villamil liegt. Dorthin gelangt man \u00fcber einen speziell angelegten Fussweg mit langen Holzstegen \u00fcber verschiedene Lagunen. In diesen k\u00f6nnen wir einerseits schwimmende Leguane entdecken, andererseits sind hier auch verschiedene Wasserv\u00f6gel zuhause. Wir k\u00f6nnen die Bahamaente, den Stelzenl\u00e4ufer, den amerikanischen Sandregenpfeifer, den Regenbrachvogel, das Teichhuhn und den Krabbenreiher bestimmen. Nachdem wir uns l\u00e4ngere Zeit in der attraktiv gestalteten Schildkr\u00f6tenstation aufgehalten und hier heimische Riesenschildkr\u00f6ten in allen Lebensaltern gesehen haben, gehen wir noch zu einer n\u00e4chsten Lagune. Darin stolzieren rund ein Dutzend Rosaflamingos herum und sieben sich mit ihrem darauf spezialisierten Schnabel ihre Nahrung aus dem seichten Brackwasser. Dazu trampeln sie mit ihren F\u00fcssen in schneller Folge auf den Untergrund, ich denke, um diesen und damit Organismen aufzuwirbeln. Dabei erzeugen sie schmatzende Ger\u00e4usche. Auf unserem Spaziergang begegnen wir noch weiteren V\u00f6geln, u.a. dem bisher nie beobachteten Glattschnabel-Ani. Danach ist ein Mittagessen f\u00e4llig in einem wundersch\u00f6n am Strand gelegenen \u201e Beizli\u201c unter einem Sonnenschirm. Wir werden freundlich bedient und mit vorz\u00fcglichen Spezialit\u00e4ten versorgt, z.B. Ceviche, Tintenfisch mit Knoblauchsauce, frischen Shrimps, Kochbananen&#8230;<br \/>\nDen Nachmittag gestalten alle individuell. Ich widme mich der Bestimmung der beobachteten V\u00f6gel und gehe anschliessend noch etwas im Meer schwimmen. Dann mache ich mit Margrit einen Spaziergang im Dorf. Zum Nachtessen gehen wir wieder zusammen in ein Restaurant und beschliessen, am n\u00e4chsten Tag zu Fuss zur Mauer der Tr\u00e4nen zu gehen.&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<div>\n<p><strong>20. Tag: Montag, 18.08.14<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>ngg_shortcode_19_placeholder<br \/>\nSchon um f\u00fcnf sind wir wach. Ein Hahn kr\u00e4ht unerm\u00fcdlich. Um sechs h\u00f6ren wir Kinder plaudern, schreien und lachen. Dazu poltert es immer wieder, so als ob sie auf einem Holzboden herumtrampelten. Ich gehe hinaus und umrunde das Hotel. Da scheint wirklich eine Schulklasse mit ihrem Lehrer Turnunterricht zu haben. Auf dem neben dem Hotel liegenden Basket- und Volleyballfeld sitzen jetzt Jugendliche geordnet im Kreis und f\u00fchren die Dehnungs- und Steck\u00fcbungen durch, die der Lehrer ihnen vormacht. Fr\u00fchstunde auf ecuadorianisch!<br \/>\nNach dem Morgenessen machen wir uns f\u00fcr die Wanderung zur Muro de las L\u00e1grimas auf. Rund 8 km soll ein Weg messen. Diese Mauer wurde in den Jahren zwischen 1946 und 1959 von Str\u00e4flingen, die auf der Insel in einem Gefangenenlager eingesperrt waren, mit grossen Lavabrocken erstellt. Ihr Bau diente offenbar ausschliesslich der Besch\u00e4ftigung dieser Str\u00e4flinge. Die Mauer erf\u00fcllte sonst keinen Zweck. Die H\u00e4ftlinge litten unter den grausamen Haftbedingungen und starben fr\u00fchzeitig. Kurz vor dem Bauwerk ist ihnen eine Gedenktafel gewidmet. Die Mauer besteht aus lauter behauenen Lavasteinen und weist am Fuss eine&nbsp;&nbsp; Dicke von gegen zehn m auf. Die Mauerl\u00e4nge sch\u00e4tze ich auf gegen hundert Meter.<br \/>\nAuf unserer Wanderung kommen wir wieder an Lagunen vorbei, worin dieselben Wasserv\u00f6gel heimisch sind, die wir schon gestern beobachten konnten. Am Strand, der teilweise parallel zum Weg verl\u00e4uft, sind vor allem Regenbrachv\u00f6gel in grosser Zahl auf Nahrungssuche. Der Hit sind die insgesamt drei oder vier Riesenschildkr\u00f6ten, die wir frei lebend am Strassenrand vorfinden. Sie sehen schon urt\u00fcmlich aus, diese Viehcher. Und sie posieren wunderbar f\u00fcr unsere Fotos.<br \/>\nEin weiterer H\u00f6hepunkt ist ein Mirador. Ein steiler Weg f\u00fchrt uns zu Metalltreppen, die auf einem H\u00fcgel, auf einer Plattform, enden. Von da aus haben wir eine pr\u00e4chtige Sicht aufs Meer hinaus und ins Hinterland. Leider hangen die Wolken tief, so dass wir den Vulkan Sierra Negra nicht sehen. Nur der Fuss des Kegels ist sichtbar.<br \/>\nMit einem Taxi, das Nadia bestellen liess, fahren wir zur\u00fcck und geniessen anschliessend ein frisch zubereitetes Mittagessen in \u201eunserem Beizli\u201c, zur Freude des Wirts.<br \/>\nAm Abend stellt sich aber heraus, dass uns nicht der bestellte Taxifahrer mitnahm, sondern ein anderer, der, als er gefragt wurde, ob er Edoardo sei, diese Frage bejahte. Der bestellte Fahrer meldet sich im Hotel und verlangt den ihm entgangenen Fahrpreis. Nadia bezahlt ihm zehn Dollar, womit er dann zufrieden ist.<br \/>\nIch genehmige mir noch ein erfrischendes Bad im Pazifik und eine letzte Dusche auf Isabela. Das letzte Abendessen in Ecuador und auf den Galapagos steht noch an. Ich liebe hier die Fischtranchen vom Holzkohlengrill, das wird wohl die letzte sein f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit. Auch sie schmeckt wunderbar. Wir verabschieden uns von Laura und Annemarie, die noch zwei weitere N\u00e4chte auf der Insel Isabela verbringen werden.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div><strong>21. Tag: Dienstag, 19.08.14<\/strong><br \/>\nWir fahren heim. Um 5.20 Uhr werden wir vom Taxi im Hotel abgeholt und mit allem Gep\u00e4ck zum Hafen gebracht. Dort besteigen wir unser Schnellboot, diesmal etwas moderner und mit mehr Platz. Da das Meer relativ ruhig ist, dauert die Fahrt nach Puerto Ayora keine zwei Stunden. Hier erwartet uns wieder ein Taxi, das uns \u00fcber die Insel Santa Cruz zur F\u00e4hre hin\u00fcber nach Baltra bringt. In Baltra m\u00fcssen wir nun warten, bis das Flugzeug nach Guayaquil landet. Und nun geht es Schlag auf Schlag: Ruhiger Flug nach Guayaquil, Abschied von Ren\u00e9, der nach Quito fliegt, Warten, sehr ruhiger Flug nach Amsterdam!<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div><strong>22. Tag: Mittwoch, 20.08.14<\/strong><br \/>\nAm fr\u00fchen Nachmittag landen wir in Amsterdam bei Regen und m\u00fcssen auf den Flieger nach Z\u00fcrich umsteigen. Bei der Sicherheitskontrolle wird mir die tropische Konfit\u00fcre (Maracuja und andere Fr\u00fcchte), die Margrit f\u00fcr mich auf der Isla Isabela in einer Kooperative erstanden hat, leider, leider abgenommen, mit der Begr\u00fcndung, das sei eine Fl\u00fcssigkeit. Der Flug nach Z\u00fcrich ist kurz und angenehm zu ertragen. Da werden wir bereits von Tochter und Grosskindern erwartet und nach Hause gefahren. Es war eine tolle Reise! Und trotzdem ist es sch\u00f6n, wieder zuhause zu sein.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. 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