{"id":2957,"date":"2017-10-15T17:30:58","date_gmt":"2017-10-15T15:30:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mapeadventures.ch\/?p=2957"},"modified":"2017-12-08T13:09:02","modified_gmt":"2017-12-08T11:09:02","slug":"rundreise-durch-sw-afrika-namibia-simbabwe-botswana","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mapeadventures.ch\/?p=2957","title":{"rendered":"Rundreise durch SW-Afrika (Namibia, Simbabwe, Botswana)"},"content":{"rendered":"<p>17. Oktober &#8211; 13. November 2017<\/p>\n<h6><strong>Dienstag, 17. Oktober 2017: Flug nach Johannesburg<br \/>\n<\/strong><\/h6>\n<p>Um 22.45 geht unser Flug ab Z\u00fcrich Richtung Johannesburg. Mit uns reisen Beat und Doris, Margrits Bruder und seine Frau. Wir treffen uns um viertel vor neun beim Checkin 1. Doris hat uns per Internet eingecheckt. So heisst es nur noch das Gep\u00e4ck abgeben, alle Kontrollen \u00fcber sich ergehen zu lassen und das richtige Gate aufzusuchen. Ziemlich p\u00fcnktlich startet unsere Maschine.<\/p>\n<p><b>Mittwoch, 18. Oktober 2017: Ankunft in Windhoek<br \/>\n<\/b>Unterdessen sind wir nach einem ruhigen Nachtflug in Johannesburg gelandet und warten auf den Anschlussflug nach Windhoek. Ausser den Souvenirl\u00e4den im Transferbereich erinnert wenig an Afrika. Die Zeit vergeht schnell und unser Flieger startet termingerecht. So landen wir um ca. 14 Uhr in Windhoek. Die Einreiseformalit\u00e4ten nehmen recht Zeit in Anspruch, da sich vor den Einreisedesks lange Schlangen bilden. Wir w\u00e4hlen nach l\u00e4ngerem Warten das Desk f\u00fcr Diplomaten, da dort die Schlange am k\u00fcrzesten ist.&nbsp;<\/p>\n<p>Draussen werden wir von einem Taxichauffeur erwartet, der uns zum &nbsp;Tamboti Guesthouse f\u00fchrt, das wir weit im Voraus schon gebucht haben. Wir beziehen unsere Zimmer und erholen uns etwas von den Strapazen. Anschliessend lassen wir uns per Taxi nach Kleiwindhoek fahren, essen dort etwas und kehren schon bald in unser Guesthaus zur\u00fcck, wo wir schon bald einmal das Bett aufsuchen. Reisen macht m\u00fcde!&nbsp;<\/p>\n<p><b>Donnerstag, 19. Oktober 2017: <strong>Ein Tag in Windhoek<\/strong><\/b><\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>Der heutige Tag dient dazu, uns mit Windhoek bekannt zu machen. So machen wir uns nach einem \u00fcppigen Fr\u00fchst\u00fcck auf den Weg. Nachdem Margrit von unserem Gastgeber ausdr\u00fccklich vor Taschendieben gewarnt wurde, verzichten wir auf die Mitnahme von Kameras, Rucks\u00e4cken und Handtaschen.<br \/>\nUnser erster Besuch gilt dem Office des Autovermieters, wo wir noch ein paar Details zur morgigen \u00dcbernahme unseres Mietwagens kl\u00e4ren. Darauf begeben wir uns zu Fuss zum Indpendence-Monument. Da die Sonne heiss auf uns niederbrennt, beschliessen wie, als erstes mit dem Lift zum vierten Stock zu fahren und im dortigen Restaurant etwas zu trinken. Wundersch\u00f6ne Terrassen laden zur Bewunderung der Aussicht ein. Wir geniessen den Blick auf die Stadt und ihre Umgebung: eindr\u00fccklich, wie hier Alt und Neu, Arm und Reich aufeinandertreffen. Moderne Hochh\u00e4user und \u00e4ltere, nledrige Geb\u00e4ude stehen nah beieinander.<br \/>\nDas Museum zeigt mit eindr\u00fccklichen Bildern die qualvolle Geschichte des Staates Namibia, auf unglaubliche und unmenschliche Weise entstand aus einem recht unwirtlichen Gebiet eine moderne Demokratie nach europ\u00e4ischen Vostellungen, allerdings mit vielen, vielen Fragezeichen.<br \/>\nDie n\u00e4chste Sehensw\u00fcrdigkeit ist die Christuskirche. Eine L\u00e4ngswand enth\u00e4lt die Namen der in der Kolonialzeit gefallenen Deutschen, und zudem werden die Besucher gefragt, ob es richtig sei, dass diese Namen dort stehen &#8211; eine heikle Frage.<br \/>\nWir besuchen noch das Parlamentsgeb\u00e4ude, den sogenannten Tintenpalast, den Parlamentspark mit wundersch\u00f6nen Pflanzen und zahlreichen farbenpr\u00e4chtigen, aber sehr scheuen Geckos und Echsen, und ein Einkaufszentrum, wo wir uns mit wichtigen Utensilien f\u00fcr die morgen beginnende Safari (K\u00fchlbox, K\u00fchlelemente, Haushaltpapier u.a.) eindecken.<br \/>\nBevor wir die R\u00fcckkehr zu unserem Guesthouse antreten, ist noch der Besuch des Bahnhofs angesagt. Es ist sozusagen ein historisches Geb\u00e4ude mit allem, was zu einem Bahnhof geh\u00f6rt, aber Der n\u00e4chste Zug f\u00e4hrt nach Angabe des dortigen Ausehers erst morgen wieder, und der n\u00e4chste Desert-Express erst am Dienstag.<\/p>\n<p><strong>Freitag, 20. Oktober 2017: Fahrt von Windhoek nach Waterberg<\/strong><\/p>\nngg_shortcode_1_placeholder\n<p><strong><br \/>\n<\/strong>Heute geht\u2019s erst richtig los. Nach der \u00dcbernahme unseres Mietwagens, ein Ford Ranger, und nach dem Packen fahren wir los. Beat f\u00e4hrt, nat\u00fcrlich links, und da passiert es immer wieder, dass anstelle des Blinkers die Scheibenwischer den Betrieb aufnehmen. Aber sonst geht alles wie am Schn\u00fcrchen, und so erreichen wir rassig den Stadtrand.<br \/>\nAuf der B2 fahren wir nun Richtung Norden. Der Verkehr ist m\u00e4ssig, so dass so wir schnell vorankommen. In Oahandja machen wir einen Zwischenhalt, denn es ist heiss und der Durst gross. Im gegen\u00fcberliegenden Holzschnitzermakt wollen wir uns etwas umsehen, aber die Verk\u00e4ufer sind so aufdringlich, dass die Lust uns schnell vergeht. Die ausgestellten St\u00fccke sind zum Teil sehr sch\u00f6n, aber wir haben zurzeit anderes vor. In einem nahegelegenen Selbstbedienungsgesch\u00e4ft kaufen wir Wasser, grosse Platiks\u00e4cke und ein paar Fr\u00fcchte f\u00fcr die Weiterreise ein.<br \/>\nBei einer weiteren Pause auf einem Rastplatz begegnen uns die ersten \u00abWildtiere\u00bb, ein paar Rotschnabeltokos, denen wir unsere Beachtung schenken.<br \/>\nEinige Kilometer vor Otjiwarongo biegen wir rechts ab und gelangen nach mehreren weiteren Wildbeobachtungen zu unserer Lodge am Waterberg. Der Empfang ist nicht gerade motivierend, wir sind aber nach dem Bezug unserer Unterkunft und erst recht nach unserem anstrengenden Aufstieg zum Felsrand der Waterberghochebene begeistert. Wir werden mit einer spektakul\u00e4ren Aussicht auf die rund 200 Meter tiefer liegende Ebene belohnt. Beim Abstieg begegnen wir noch einigen Kleinantilopen, Papageien, einem Specht und anderen V\u00f6geln.<br \/>\nDas Nachtessen, u.a. Oryxantilopensteaks, nehmen wir im Restaurant der Lodge ein.<\/p>\n<p><strong>Samstag, 21. 0ktober 2017: Erster Safari-Ausflug auf den Waterberg<\/strong><\/p>\nngg_shortcode_2_placeholder\n<p><strong><br \/>\n<\/strong>Heute stehen wir fr\u00fch auf. Um zehn vor sechs m\u00fcssen wir vor der Rezeption sein f\u00fcr eine Gruppensafari auf die Hochebene des Waterbergs. Zusammen mit sechs anderen Leuten besteigen wir ein typisches Safarifahrzeug mit nach hinten h\u00f6her gelegten Sitzen, offener Ladefl\u00e4che und einem Dach. Wir besteigen die Sitze, nachdem unser Driver uns ein paar Anweisungen gegeben hat, und los geht die Fahrt. Z\u00fcgig gelangen wir an die Eingangspforte des Naturparks, wobei wir bereits vor der Ankunft ein paar Impalas, verschiedene H\u00fchner und Paviane beobachten konnten.<br \/>\nNach Erledigung der administrativen Pflichten k\u00f6nnen wir weiterfahren. Eine recht steile Betonpiste f\u00fchrt hinauf aufs Hochplateau. Hier steigen wir aus und geniessen wie schon gestern den Ausblick. Ab nun f\u00fchrt unsere Rundfahrt \u00fcber lauter Sandpisten. Gekonnt f\u00e4hrt der Driver durch den instabilen Untergrund, achtet bei Felspartien darauf, dass wir nicht allzu stark durchgesch\u00fcttelt werden und h\u00e4lt an, sobald er sehensw\u00fcrdige Tiere erkennt. So w\u00e4chst unser Palmares langsam an: Kudu, Pferdeantilope, Giraffe, Warzenschein u.a. tauchen auf, links und rechts der Strasse auf. Zudem f\u00fchrt er uns zu einem grossz\u00fcgig angelegten Hide bei einer Wasserstelle, wo zuerst eine Herde Kaffernb\u00fcffel ihre Bed\u00fcrfnisse befriedigen, dann kommen drei Pferdeantilopen dazu, was die B\u00fcffel zum Verlassen der Wasserstelle bewegt. Nachdem diese ihren Wasserbedarf gedeckt haben, kommen wieder andere B\u00fcffel daher getrottet. Da gibt es zwischendurch auch mal ein Gerangel, und einige ganz wenige B\u00fcffel legen sich sogar ins Wasser, um sich abzuk\u00fchlen, obschon die Lufttemperatur vor allem wegen des Windes f\u00fcr uns nicht besonders angenehm ist. Wir kriegen unterdessen unser Morgenessen, das der Driver im Fahrzeug mitgef\u00fchrt hat.<br \/>\nDanach geht die Fahrt weiter. Die Vegetation ist hier recht dicht, da offenbar gen\u00fcgend Wasser vorhanden ist.<br \/>\nIn einem zweiten Hide k\u00f6nnen wir nochmals B\u00fcffel, Kudus, eine Giraffe, ein Warzenschwein und verschiedene V\u00f6gel und H\u00fchner beobachten.<br \/>\nDanach bringt uns der Fahrer zur\u00fcck, wo wir auf eigene Faust den deutschen Gefallenenfriedhof von 1904 besuchen. Beim Aufstieg zu unserem Bungalow begegnen wir nochmal einigen V\u00f6geln und wieder einer ganz kleinen Gazellenart.<br \/>\nUnterdessen ist es recht heiss geworden. So beschliessen wir, bei unserem \u201eHeim\u201c zu bleiben, uns hier im Schatten zu erholen, und dabei die Tiere in unserer Umgebung zu beobachten. Und so kommen die Paviane zu Besuch, eine Kleingazelle, der Rotschulterglanzstar, der Graul\u00e4rmvogel, eine Kleiberart, ein Grauschnabeltoko u.a. Langweilig wird es uns nicht. Und dieser Bericht wird auch in dieser Zeit geschrieben. Da aber das WLAN fehlt, kann er nicht auf die Website hinaufgeladen werden.<br \/>\nDas Nachtessen geniessen wir im Camp, wo ein Restaurant gute Speisen serviert.<\/p>\n<p><strong>Sonntag, 22. Oktober 2017: Fahrt nach Khorixas<br \/>\n<\/strong>Heute ist Reisetag. Unser Ziel ist die Aabadi Mountain Lodge in der N\u00e4he von Twyfefontein.<br \/>\nWir packen unsere Sachen vor dem Morgenessen, packen unsere Koffer wegen des zu erwartenden Staubes in grosse Plastiks\u00e4cke, die wir gestern gekauft haben, und beladen unser Auto. So k\u00f6nnen wir direkt nach dem Fr\u00fchst\u00fcck losfahren. Beat f\u00e4hrt zur\u00fcck auf die B1 und von dort weiter Richtung Norden. Ohne Zwischenhalt ausser wenn sich Wildtiere am Strassenrand zeigen, erreichen wir Otjiwarango und schon bald etwas weiter nordwestlich Outjo. Ab nun ist Staubstrecke angesagt. Wir fahren auf der C39 Richtung Khorixas.<br \/>\nDa wir gut vorw\u00e4rtskommen, beschliessen wir, der Fingerklippe, auch etwa der Finger Gottes genannt, einen Besuch abzustatten. Wir zweigen dazu nach links auf die D2743 ein und sehen schon bald einmal dieses Naturdenkmal von weitem. Am Eingangstor bezahlen wir den Eintrittspreis und fahren zum n\u00e4chsten Parkplatz. Der Aufstieg zum Fuss des Felsens ist wegen der grossen Hitze recht anstrengend, aber die Sicht von dort aus unwiederbringlich. So geniessen wir sowohl Ansicht wie Aussicht ganz intensiv, bestaunen die trockene und dennoch sehr abwechslungsreiche Gegend.<br \/>\nNach dem Naturerlebnis statten wir der gleichnamigen Lodge noch einen Besuch ab, geniessen dort ein k\u00fchles Getr\u00e4nk. Da hier free WiFi angeboten wird, werden noch entsprechende Grussbotschaften und Fotos empfangen und abgeschickt.<br \/>\nNachher fahren wir weiter auf der D2743, die gem\u00e4ss Karte im grossen Bogen kurz vor Khorixas wieder in die C39 m\u00fcndet. Aber wir verpassen die richtige Abzweigung und landen im Ghetto. Allerdings ist das eine sehr spannende Angelegenheit, da wir riesigen Kotballen an und auf der Strasse begegnen, die wir Elefanten oder Nash\u00f6rnern zuschreiben. Damit ist Beats Jagdinstinkt geweckt. Allerdings will er nur Fotos schiessen und keine Kugeln. Jedenfalls gehen wir der Sache nach, leider ohne Erfolg. Als dann endlich eine Strassenabzweigung kommt, die eine Bezeichnung tr\u00e4gt, die weit entfernt von der ist, die wir erreichen m\u00fcssten, kehren wir um, intensivieren aber unsere Suche nach Grosswild nochmals, ohne Erfolg.<br \/>\nSo kommen wir dann doch noch nach Khorixas, wo wir tanken k\u00f6nnen, aber kein Bargeld kriegen, da der einzige Bancomat ausser Betrieb ist. Auch sonst sind wir alle von diesem St\u00e4dtchen entt\u00e4uscht, weil alles so trostlos aussieht.<br \/>\nWir fahren weiter. Obschon eigentlich unser Ziel, die Aabadi Lodge nahe sein sollte, zieht sich unsere Fahrt in die L\u00e4nge.<br \/>\nAls wir sie dann endlich erreichen, ist der erste Eindruck sehr zwiesp\u00e4ltig. Die zugewiesenen Zelte weisen verschiedene M\u00e4ngel auf. Nach einer Intervention beim Chef der Lodge bekommen wir dann bessere Zelte.<br \/>\nNun richten wir uns ein, erkunden noch etwas die Gegend, \u00fcbrigens traumhaft, geniessen einen Amarula als Aperitif und anschliessend ein einfaches, aber schmackhaftes Nachtessen.<br \/>\nDen Amarulagenuss wiederholen wir nach dem Essen, dann sind wir reif f\u00fcrs Bett.<br \/>\nAllerdings werde ich um zehn wieder geweckt. Margrit h\u00f6rt immer wieder ein Rascheln und Trippeln im Zelt. So z\u00fcnde ich die Taschenlampe an: Da macht sich doch ein kleines, herziges M\u00e4uslein an unserer Schokolade, die f\u00fcr unsere Gastgeber gedacht ist, zu schaffen. Es muss mehrmals vertrieben werden, obschon ich die Schokoladen bereits unerreichbar versorgt habe.<br \/>\nAber danach finden wir beide den Schlaf. Es ist so ruhig hier, so ungewohnt.<\/p>\n<p><strong>Montag, 23. Oktober 2017: Twyfelfontein, Orgelpfeifen, Verbrannter Berg und Versteinerter Wald<\/strong><\/p>\nngg_shortcode_3_placeholder\n<p><strong><br \/>\n<\/strong>Heute besuchen wir verschiedene Sehensw\u00fcrdigkeiten in der Umgebung unserer Lodge.<br \/>\nIn Twyfelfontein lassen wir uns von einer charmanten Damara-Dame durch den Park f\u00fchren, der ins Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen wurde. Sie erkl\u00e4rt uns in sehr gepflegtem Englisch die einzelnen Gravuren, die zwischen 2000 und 6000 Jahre alt sind und von den Buschm\u00e4nnern stammen. Es ist erstaunlich, was diese Leute damals fertigbrachten. Speziell waren dann noch die Erkl\u00e4rungen zur Damara-Sprache, die vier verschiedene Arten von Klicklauten hat, die jeweils die Bedeutung eines Wortes bestimmen.<br \/>\nDie n\u00e4chsten beiden Sehensw\u00fcrdigkeiten sind die Orgelpfeifen und der verbrannte Berg. Beides sind Spielereien der Natur. Dass sich Gestein in fast exakt geometrischen Prismen anordnet und bricht, ist ja wirklich speziell, und dass ein ganzer Berg aussieht, als sei er eine gewaltige Brandruine, macht ebenfalls Eindruck.<br \/>\nAnschliessend fahren wir noch zum versteinerten Wald. Hier liegen Steine herum, die wie Holzst\u00fccke aussehen. Barnabas, unser Guide, f\u00fchrt uns zu ganzen Baumst\u00e4mmen aus Stein. Aus sieben verschiedenen Mineralien bestehen diese \u00dcberbleibsel eines vor 280 Millionen Jahren \u00fcberfluteten Waldst\u00fccks. Ausdr\u00fccklich macht er uns darauf aufmerksam, dass hier nichts ausgegraben wurde und wird, sondern dass diese Zeugen fr\u00fcherer Zeiten durch die Erosion frei gesp\u00fclt wurden und immer noch werden.<br \/>\nAls wir dann beim Eingang noch ein k\u00fchles Getr\u00e4nk geniessen, werden wir Zeuge eines heftigen Wortstreits zwischen den Angestellten und konzentrieren uns speziell darauf, die Klicklaute der Damarasprache mitzuh\u00f6ren. Und wirklich, sie werden nahtlos in den Ablauf der Rede eingef\u00fcgt.<br \/>\nEine warme Dusche in unserem Freiluftbadezimmer und das anschliessende Nachtessen schliessen diesen Tag ab.<\/p>\n<p><strong>Dienstag, 24. Oktober 2017: Fahrt nach Omuthiya durch den Etosha-Park<\/strong><\/p>\nngg_shortcode_4_placeholder\n<p><strong><br \/>\n<\/strong>Wir stehen fr\u00fch auf, um heute unsere l\u00e4ngste Etappe in Angriff zu nehmen. Der Tag beginnt mit weniger angenehmen \u00dcberraschungen. Es gibt kein Wasser. Nach dem Packen und Morgenessen m\u00fcssen wir erfahren, dass hier nicht mit Karte bezahlt werden kann. Wir kratzen alle unsere Reserven zusammen und bezahlen rund die H\u00e4lfte der anstehenden Kosten in bar, den Rest m\u00fcssen wir dann per Bank \u00fcberweisen.<br \/>\nDer Start unserer Fahrt verl\u00e4uft dann problemlos und wir erreichen sogar etwas fr\u00fcher als geplant Outjo. Dort suchen wir die Standard Bank auf, um zuerst unsere Schulden zu begleichen. Wir m\u00fcssen aber zuerst Bargeld vom Bancomaten beziehen, was zweimal gelingt, beim dritten Versuch ist offenbar der Notenvorrat aufgebraucht. Aber mit dem herausgelassenen Geld k\u00f6nnen wir unsere Schulden begleichen, was dann problemlos funktioniert. Um unsere Bargeldreserven etwas aufzustocken, m\u00fcssen wir noch eine andere Bank suchen und finden sie nach einigem Nachfragen. Anschliessend kaufen wir noch ein paar Esswaren und nat\u00fcrlich Wasser, ein wichtiges Gut f\u00fcrs Reisen in Namibia.<br \/>\nMit einiger Versp\u00e4tung auf unser Programm fahren wir weg und erreichen ca. um ein Uhr das Anderson Gate, den Eingang zum Etosha- Park. Hier beginnt nun ein Highlight unserer Reise. Schon bald begegnen wir n\u00e4mlich den ersten Elefanten. Majest\u00e4tisch n\u00e4hern sich uns zwei Prachtsexemplare, die Fotoapparate und Handys laufen heiss. Zebras, Springb\u00f6cke, Gnus, Impalas, Giraffen, Strausse folgen in grosser Zahl. Weitere H\u00f6hepunkte sind dann das Nashorn und eine L\u00f6wenfamilie, die sich gerade zum Wasserloch begeben, um sich dort zu laben. Zwei Schakale queren unsern Weg. Zudem tauchen immer wieder V\u00f6gel auf, die wir teilweise bestimmen k\u00f6nnen, so z.B. Nilg\u00e4nse, Sekret\u00e4r, Riesentrappe, Helmperlhuhn, Rotschopftrappe, Schildrabe, Rotschnabeltoko usw.<br \/>\nWir m\u00fcssen Beat immer wieder darauf aufmerksam machen, dass wir um sechs den Park verlassen m\u00fcssen und dass wir eigentlich bei Tageslicht noch in Omuthiya eintreffen m\u00f6chten.<br \/>\nWir schaffen das und langen beim Eindunkeln bei unserem Hotel in Omuthiya an. Unser Gep\u00e4ck ist staubig geworden auf der heutigen Fahrt, aber wir sind mit dem Ergebnis unseres ersten Aufenthalts im Etoshapark sehr zufrieden. Gespannt erwarten wir die morgigen Erlebnisse.<\/p>\n<p><strong>Mittwoch, 25. Oktober 2017: Etosha-Park<br \/>\n<\/strong>Heute fahren wir von Norden durch das King Nehale-Gate in den Etosha-Park. Die Bilder sprechen f\u00fcr sich:<\/p>\nngg_shortcode_5_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Donnerstag, 26. Oktober 2017: <strong>Fahrt von Omuthiya nach Rundu<\/strong><\/b><\/p>\nngg_shortcode_6_placeholder\n<p><b><br \/>\n<\/b>Heute fahren wir nach Rundu, ganz im Norden, an der namibisch-angolanischen Grenze, am Ufer des Okawango.<br \/>\nDie Fahrt f\u00fchrt zuerst ein St\u00fcck retour entlang der B1. Kurz nach Oshivelo zweigen wir auf die D3100 nach Osten ab. Rund 100 km folgen wir dieser Naturstrasse, bis sie auf die B 8 nach Rundu trifft. Von da an geht es Richtung Nordosten auf Asphalt weiter.<br \/>\nHier f\u00e4llt auf, wie viele Kinder in Namibia leben. Wir fahren gerade zu der Zeit durch, nachdem die Schulen aus haben. Gruppen von Kindern in verschiedenfarbeigen Schuluniformen, immer sehr sauber gekleidet, str\u00f6men nach Hause. Die Schulen sind eingefriedet, bestehen aus langgezogenen, gleichartigen, niedrigen Geb\u00e4uden mit Sportpl\u00e4tzen davor. Und wir machen uns Gedanken, was f\u00fcr Chancen diese Massen von Kindern f\u00fcr ihre Zukunft haben. Wie werden sie mal durchs Leben gehen, wenn heutzutage in Namibia gem\u00e4ss Reisef\u00fchrer eine 80%-ige Arbeitslosigkeit herrscht. Und dazu stellen wir fest, wieviel Abfall, Flaschen, Scherben, Aludosen, Plastiks\u00e4cke und anderes am Strassenrand herumliegen und zum Teil vom Wind vertragen werden.<br \/>\nIch lasse Beat an einer Stelle, wo meiner Meinung nach Orangen zum Verkauf angeboten werden, anhalten und begebe mich zum Gef\u00e4ss an der Strasse mit den vermeintlichen Orangen. Etwas weiter hinten steht ein junger Mann auf und kommt mir entgegen, ebenso ein M\u00e4dchen. Ich frage ihn, ob es sich wirklich um Orangen handle, weil mir die Fr\u00fcchte doch irgendwie fremd vorkommen. Er bejaht es, und ich nehme eine in die Hand. Die Schale ist aber sehr hart. Ich erkundige mich, wie die Frucht denn gesch\u00e4lt werde. Er deutet dem M\u00e4dchen, dass es mir zeigen solle, wie ich zum Fruchtfleisch komme. Es packt die von mir gew\u00e4hlte Frucht und schl\u00e4gt sie mehrmals auf den Strassenrand, worauf sie spaltet. Nun hebt es den kleineren Bruchteil der Schale weg. Im Innern zeigt sich ein graubrauner Inhalt von knolligem Aussehen. Dann zeigt es mir, wie der Inhalt zu geniessen ist. Ich nehme eine der Knollen heraus und schiebe sie in meinen Mund. Der Geschmack sagt mir sehr zu, aber es l\u00e4sst sich nicht viel Fruchtfleisch abl\u00f6sen, da der Knollen sehr hart ist. So spucke ich ihn halt wieder aus und versuche den n\u00e4chsten Knollen. Ich kaufe f\u00fcr drei namibische Dollar drei dieser Fr\u00fcchte, Agumis genannt, gebe dann noch einen drauf und kehre zum Auto zur\u00fcck. Nat\u00fcrlich m\u00f6chten meine Begleiterinnen auch probieren, nachdem sie zuerst wegen des etwa abstossenden Aussehens des Fruchtinhalts nichts davon wissen wollen.<br \/>\nWir finden problemlos unsere gebuchte Lodge, richten uns ein und unternehmen noch einen Spaziergang am Ufer des Okovangos. Da wird W\u00e4sche gewaschen, der Gem\u00fcsegarten getr\u00e4nkt und gefischt. Und nat\u00fcrlich k\u00f6nnen wir auch ein paar V\u00f6gel beobachten.<br \/>\nNach einem ausgezeichneten Nachtessen auf der Terrasse mit allerlei Ger\u00e4uschen und T\u00f6nen von V\u00f6geln, Fr\u00f6schen und anderen Lebewesen geniessen wir unsere Betten.<\/p>\n<p><strong>Freitag, 27. Oktober 2017: Fahrt von Rundu nach Divundu<br \/>\n<\/strong>Nach dem Morgenessen gehen wir in Rundu tanken, frischen unsere Wasser- und Fr\u00fcchtevorr\u00e4te auf, kaufen f\u00fcr Beat noch ein G\u00fcetzi. Mein Puls wird dadurch noch um einiges erh\u00f6ht, da Margrit das gemeinsame Portemonnaie vermisst und mich daf\u00fcr verantwortlich macht. Doch als wir dann alle zum Auto zur\u00fcckkehren findet sie es gl\u00fccklicherweise unversehrt in unserem Reiseordner drin. Mir ist wieder wohler!<br \/>\nDie Fahrt geht nun Richtung Osten dem Okovango entlang dem Caprivistreifen entgegen. Die erste H\u00e4lfte unserer Tagesetappe fahren wir auf der ungepfl\u00e4sterten Strasse durch viele Einheimischend\u00f6rfer. Wir begegnen nur gerade zwei oder drei Autos auf diesem rund 100 km langen Abschnitt. Dann wechseln wir auf die Asphaltstrasse, wo es schneller weitergeht. In Divundu verfahren wir uns kurz, da uns die Wegweiser verwirren und ein Polzist noch eine falsche Auskunft gibt. Bei den Popafalls machen wir einen Zwischenhalt und gehen an den Fluss. Da ist nichts Spektakul\u00e4res zu sehen.<br \/>\nNach einem k\u00fchlen Drink fahren wir weiter, verfahren uns nochmals und gelangen an die botswanische Grenze. Beat wendet das Auto, und nun finden wir die Lodge problemlos. Thorsten, der Receptionist, empf\u00e4ngt und mit einem Begr\u00fcssungsdrink, erkl\u00e4rt uns kurz, was uns dieser Ort zu bieten hat und zeigt uns unsere Unterk\u00fcnfte, zwei sehr komfortabel ausger\u00fcstete Zelte, das eine sogar mit Terrasse hinaus auf den Fluss, von wo aus wir das Gegenufer beobachten k\u00f6nnen, und da l\u00e4uft einiges:<br \/>\nFlusspferde r\u00e4keln sich im Wasser und fressen an Land.<br \/>\nEin Krokodil sonnt sich am Gegenstrand.<br \/>\nEin Wasserbock und andere Antilopen tauchen auf und gehen wieder.<br \/>\nEine kleine B\u00fcffelherde mit Kalb erscheint und verschwindet wieder.<br \/>\nSeeschwalben landen auf dem Sand und fliegen weiter.<br \/>\nWarzenschweine kommen ans Wasser.<br \/>\nEine grosse Anzahl V\u00f6gel, u.a. Waffenkiebitze, Seidenreiher, Silberreiher, Bienenfresser, ein Storch, fliegen vorbei. Wir haben zu beobachten bis es dunkel wird.<br \/>\nUnd nun freuen wir uns aufs Nachtessen.<\/p>\n<p><strong>Samstag, 28. Oktober 2017: In der Mahangu Safari Lodge<\/strong><\/p>\nngg_shortcode_7_placeholder\n<p><strong><br \/>\n<\/strong>Der heutige Tag beginnt mit einem Super-Hit. Das Fr\u00fchst\u00fcck wird auf dem River-Boat Letaba 1 serviert. Wir begeben uns um halb acht aufs Schiff. Auf Tischen und Tischchen sind Geschirr und Besteck, Servietten, Butter, Konfit\u00fcre, Gew\u00fcrze u.a. vorbereitet. Hinten ist das Buffet bereitgestellt. Wir ergattern uns die beiden Tischchen im Vorderteil des Schiffs. Eine Viertelstunde sp\u00e4ter legt es ab. Nun wird gespiesen, getrunken, aber die Hauptsache ist das Beobachten von Tieren. Ein Renner sind die Flusspferde im Wasser. Sie r\u00e4keln sich, tauchen auf und ab, schnauben hie und da. Auf einem Baum lauert ein Schreiseeadler auf Beute. Am Strand sonnen sich zwei Krokodile. Am Ufer \u00e4ugen ein paar Kaffernb\u00fcffel misstrauisch hinter den Schilfrohren hervor. Nil- und Sporng\u00e4nse stehen am Wasser. Auf einem schr\u00e4g stehenden Schilfrohr sitzt ein Kingfisher. Die Zeit vergeht wie im Flug. Um halb zehn legt das Schiff wieder bei der Lodge an.<br \/>\nWir beschliessen, unsere Zeit f\u00fcr weiteres Beobachten vom Land aus zu nutzen. Um halb drei haben wir eine Safari auf der Gegenseite des Okavango im Bwabwata Nationalpark gebucht.<br \/>\nDer Himmel hat sich unterdessen sehr stark \u00fcberzogen. Uns scheint, Regen steht bevor. Entsprechend r\u00fcsten wir uns mit Regensch\u00e4tzen aus und sind gewappnet. Um 14:30 Uhr besteigen wir das Boot, um die andere Seite des Okavango zu erreichen. Da begegnen wir einerseits Nilpferden, die nur gerade ihre Augen, Ohren und Nasen aus dem Wasser strecken, andererseits einer Gruppe von Frauen und Kindern, die am Ufer W\u00e4sche waschen und trocknen. Es weht ein heftiger Wind. Auf der anderen Seite warten zwei Gef\u00e4hrte auf uns. Wir kriegen zu viert eines dieser Safarifahrzeuge mit Fahrer zugeteilt, w\u00e4hrend sich die \u00fcbrigen sechs Teilnehmer auf das andere begeben.<br \/>\nNun geht die Fahrt los. Der Wind wird st\u00e4rker, die Wolken grauer, die Luft k\u00fchler und ferner Donner k\u00fcndigt ein Gewitter an. Unser Fahrer l\u00e4sst sich nicht beeindrucken und kurvt mit dem Gel\u00e4ndefahrzeug zwischen B\u00e4umen und Str\u00e4uchern durch, h\u00e4lt an, wo etwas Sehenswertes ist, und erkl\u00e4rt unerm\u00fcdlich Zusammenh\u00e4nge. Wir stossen auf Rotgesicht-Impalas, Kudus, B\u00fcffel, Rappenantilope, Geier, Marabus, Sporng\u00e4nse und vieles mehr. Unterdessen beginnt es auch zu regnen, und wir ziehen unsere Regensch\u00fctze an. Der Regen wird heftiger, ebenso die Windb\u00f6en, der Dunst vermindert die Sicht dramatisch, helle Blitze zucken \u00fcber die Wolken und drohendes Donnergrollen folgt. Unser Fahrer zeigt sich wenig beeindruckt und f\u00e4hrt weiter. Fotografieren und Beobachten wird fast unm\u00f6glich. Endlich sieht das auch unser Fahrer und wendet nach R\u00fccksprache mit uns das Fahrzeug. So kehren wir bei abnehmendem Regen und besser werdenden Sichtverh\u00e4ltnissen Richtung Flussufer. Wir kommen durch eine Ruinenstadt, ein ehemaliges Milit\u00e4rlager der S\u00fcdafrikaner mit zivilen Bauten, aus der Zeit, als die SWAPO (South West Africa People\u2019s Organsation). Und pl\u00f6tzlich steht da mitten auf der Fahrbahn eine Leopardenschildkr\u00f6te, die wir nat\u00fcrlich auch noch n\u00e4her betrachten und fotografieren m\u00fcssen. Recht durchn\u00e4sst und frierend erreichen wir den Bootsanlegeplatz und fahren zur\u00fcck zur Lodge, wo wir schon bald zum Essen erwartet werden, diesmal unter Dach und nicht wie gewohnt draussen auf der Flussterrasse.<\/p>\n<p><strong>Sonntag, 29. Oktober 2017: Fahrt von Divundu nach Sangwali<br \/>\n<\/strong>Uns steht heute wieder eine l\u00e4ngere Fahrt bevor, etwas \u00fcber 300 km. Es ist bedeutend k\u00fchler als noch gestern, ein wahrer Temperatursturz, wir denken, dass er mehr als 20\u00b0C ausmacht. Nach kurzer Fahrt auf der C48 erreichen wir Divundu und den Trans-Caprivi Highway. Auf asphaltierter Strasse mit immer wieder auftauchenden Hinweisschildern auf Elefanten, die auf der Strasse auftauchen k\u00f6nnten, geht es Richtung Osten. Aber ausser ein paar V\u00f6geln, einigen Ziegen und Schafen und immer wieder Einheimischen ist nichts Sehenswertes zu erkennen. Rund drei Autos begegnen wir auf der \u00fcber 200 km langen Strecke.<br \/>\nIn Kongola tanken wir und besuchen einen Einheimischen-Laden. Der ist nicht zu vergleichen mit den Selbstbedienungsgesch\u00e4ften in den St\u00e4dten. Das Sortiment ist sehr rudiment\u00e4r, einige Gestelle sind leer, eine gek\u00fchlte Auslage f\u00fcr Fleisch und K\u00e4se ist ausser Betrieb. Das Leben hier ist viel einfacher. Ist es deswegen weniger gl\u00fccklich?<br \/>\nNun f\u00fchrt unser Weg Richtung S\u00fcden. Kurz vor Sangwali zweigen wir von der Hauptstrasse ab. Nun geht es auf einem abenteuerlichen Weg Richtung Nkasa Lupala Tented Lodge, unser Quartier f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei N\u00e4chte. In dieselbe Richtung weist auch ein Wegweiser f\u00fcr ein Livingstone-Museum. Wir beschliessen, diesem Museum einen Besuch abzustatten. So zweigen wir dann ab und gelangen zu einem kleinen, unscheinbaren Geb\u00e4ude mit sauber gerechtem Sandplatz rundherum. Wir sind sicher die ersten Besucher heute, denn der Platz weist noch keine anderen menschlichen Spuren auf.<br \/>\nEine einheimische Frau kommt schon bald gelaufen und begr\u00fcsst uns freudig, da wir Interesse am Museum zeigen. Sie f\u00fchrt uns ins Innere und erkl\u00e4rt und die darin befindlichen, handgezeichneten Karten, die Fotos und die verschiedenen Gegenst\u00e4nde. Sie zeigt auf, wie \u00fcberhaupt dieses Museum, \u00fcbrigens das kleinste ganz Afrikas, zustande kam. Wir h\u00f6ren interessiert zu, verstehen zwar nicht ganz alles, aber sind beeindruckt. So hinterlassen wir einen Obolus zugunsten der Gemeinde Sangwali, die offenbar dieses Museum betreibt und einen zugunsten der Frau, die gerade zum Fischen von blosser Hand im Bach stand, als wir ankamen. Sie ist sehr ger\u00fchrt dar\u00fcber und bedankt sich mit Verbeugungen.<br \/>\nUnsere abenteuerliche Fahrt geht weiter auf dieser 4&#215;4-Route. In der Lodge werden wir mit Erfrischungst\u00fcchlein empfangen, dann gibt\u2019s einen Begr\u00fcssungsdrink und Laura, die Empfangsdame, erkl\u00e4rt uns die Regeln. Da wir zeitig eintreffen, nehmen wir an der Nachmittagssafari teil und melden uns gleich noch f\u00fcr die morgige Fr\u00fchsafari an.<br \/>\nDie Safari verl\u00e4uft nicht ganz so erfolgreich, wie sich das unser Driver wohl w\u00fcnscht. Elefant, L\u00f6we, Leopard und weitere attraktive Vertreter im Nkasa Rupara Park halten sich fern. Aber er kann uns doch einige Leckerbissen zeigen. Neben einem gr\u00f6sseren Teich mit Nilpferden gibt es einen Ap\u00e9ro.<br \/>\nNach wenigen km R\u00fcckfahrt stellt Beat fest, dass sein Handy fehlt. Alles Suchen im Safariauto bringt nichts. So kehrt der Fahrer mit uns allen zum Ap\u00e9roplatz zur\u00fcck, in der Hoffnung, das Verlustobjekt zu finden. Es dunkelt ein, aber das Handy ist nicht auffindbar. &nbsp;Die R\u00fcckfahrt zur Lodge findet zum grossen Teil im Dunkel statt.<br \/>\n\u201eZuhause\u201c erwartet uns ein gutes Nachtessen, serviert auf der Terrasse. Wolldecken liegen auf, und ich brauche sie, denn es ist immer noch ungewohnt k\u00fchl.<br \/>\nDer Schlaf stellt sich nach diesem Tag schnell ein, die Nacht verl\u00e4uft ruhig.<\/p>\n<p><strong>Montag, 30. Oktober 2017: Nkasa Rupara Nationalpark<\/strong><\/p>\nngg_shortcode_8_placeholder\n<p><strong><br \/>\n<\/strong>Schon sehr fr\u00fch stehen wir auf. Wir haben f\u00fcr heute die Combo-Tour gebucht. Dabei geht es zuerst \u00fcber Land im Nkasa Rupara Park. Anschliessend folgt eine Schifffahrt auf dem Linyanti River und dann fahren wir zur\u00fcck zur Lodge. F\u00fcnf Stunden soll der Ausflug dauern.<br \/>\nP\u00fcnktlich um sieben Uhr steht unser Fahrer bereit, es ist derselbe wie gestern. Zuerst erkl\u00e4rt er uns, wie der Vormittag ablaufen soll. Dann fahren wir los. Zuerst treffen wir wieder alle Tiere an, die wir schon gestern sahen. Wir starten nochmals eine Suchaktion, um Beats Handy zu finden, aber ergebnislos.<br \/>\nNach \u00fcber zwei Stunden Fahrt auf verschlungenen Wegen n\u00e4hern wir uns allm\u00e4hlich dem Fluss. Und damit beginnt das grosse Event. In der Ferne sehen wir sehr viele Elefanten, die in gem\u00fctlichem Trott s\u00fcdw\u00e4rts ziehen. Unser Fahrer bedeutet uns, dass er sich den Elefanten n\u00e4hern wolle und dass wir bei der Begegnung mit diesen uns unbedingt ruhig verhalten sollen. Und wirklich, f\u00fcr uns unglaublich, zotteln die Elefanten rechts und links an uns vorbei. Dabei macht schon der eine oder andere Drohgeb\u00e4rden gegen uns, aber unser Guide bleibt ruhig und kann die Reaktionen der Elefanten offensichtlich bestens absch\u00e4tzen. Und wir staunen einfach, schiessen Fotos und filmen, m\u00fcssen unsere bewundernden Worte unterdr\u00fccken und\u2026 Als eine grosse L\u00fccke in der sich vorw\u00e4rtsbewegenden Herde ist und ein m\u00e4chtiger Bulle noch etwa hintennach getrottet ist, fahren wir weiter zum Fluss.<br \/>\nHier erfolgt der zweite H\u00f6hepunkt. Wir fahren mit dem Boot zur Furt, wo die Elefanten den Fluss Richtung Botswana \u00fcberqueren. Und da sind wir noch n\u00e4her dabei. Die Jumbos beachten uns nicht und stapfen ungebremst durch das fliessende Wasser, wobei der kleinste nur noch gerade seinen R\u00fcssel \u00fcber dem Wasser halten kann. Ein einmaliges Schauspiel. Die anderen Begegnungen verblassen daneben, z.B. das unter dem Boot durchtauchende Nilpferd, das auf der anderen Seite schnaubend wieder auftaucht oder die vielen Hippos, die sich im Wasser im Kreis einander zuwenden und einen Schwatz zu halten scheinen, wobei das eine oder andere auch mal sein riesiges Maul aufreisst und seine Z\u00e4hne zeigt.<br \/>\nDie Fahrt zur\u00fcck dient der Verarbeitung dieses einmaligen Erlebnisses. Mit rund einer Stunde Versp\u00e4tung kehren wir in die Lodge zur\u00fcck, sehr zufrieden, so ein Ereignis beobachten zu k\u00f6nnen.<br \/>\nDer Nachmittag verl\u00e4uft ruhig mir Bericht schreiben, Beobachten von der Lodgeterrasse aus, mit Ausruhen und Diskussionen mit anderen G\u00e4sten.<\/p>\n<p><strong>Dienstag, 31. Oktober 2017: Fahrt von Sangwali nach Katima Mulilo<br \/>\n<\/strong>Unsere Reise geht heute weiter. Katima Mulilo ist das Ziel. Zuerst geht die Fahrt wieder \u00fcber abenteuerlich anmutenden Wegen durch Sand, Feuchtstellen und um B\u00e4ume und Str\u00e4ucher zur\u00fcck auf die Hauptstrasse C48. Sie ist wider Erwarten asphaltiert. So kommen wir schnell vorw\u00e4rts. Links und rechts der Strasse ist ein gewisser Wohlstand festzustellen. Die Siedlungen bestehen hier zum Teil aus gemauerten H\u00e4usern und da und dort steht auch ein Auto vor dem mit Holz oder Binsenz\u00e4unen eigefriedeten Areal. Zudem ist vielfach sauber aufger\u00e4umt.<br \/>\nIn Katima Mulilo langen wir kurz nach Mittag an und finden unser Hotel Protea problemlos. Nach einem Drink in der Bar k\u00f6nnen wir unsere Zimmer beziehen.<br \/>\nNun steht uns ein Fussmarsch ins Zentrum des St\u00e4dtchens bevor. Dort durchstreifen wir den offenen Markt und unsere Frauen kaufen nach intensiver Pr\u00fcfung der Qualit\u00e4t und der angebotenen Muster je ein St\u00fcck Stoff afrikanischen Ursprungs.&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_9_placeholder\n<p>Darauf besuchen wir noch das moderne Shopping-Center, das sich vor allem durch die Hautfarbe der Besucher und durch lange Schlangen vor den Kassen von gleichartigen europ\u00e4ischen Centern unterscheidet. Zwei Dinge fallen auf: Gewisse Leute werden an den Kolonnen vorbei zur Kasse geschleust, damit sie nicht so lange anstehen m\u00fcssen, und ein P\u00e4rchen mit Kind musste unter den wachsamen Augen zweier Aufsichtspersonen gewisse Artikel an der Kasse wieder auspacken, weil das Geld zum Zahlen nicht reichte.<br \/>\nNach der R\u00fcckkehr ins Hotel, \u00fcbrigens alles zu Fuss und bei rund 35\u00b0C, besch\u00e4ftigen wir uns mit dem morgigen Grenz\u00fcbergang nach Zimbabwe, was eine Tortur werden k\u00f6nnte, wenn nicht alles genauestens stimmt. Wir nehmen dazu mit einem Agenten Kontakt auf, den uns unser Hotelier in Victoria Falls angegeben hat und geben ihm per Whatsup und E-Mail die ben\u00f6tigten Daten durch, was sich auch noch etwas schwierig gestaltet, da wir eine fehlerhafte E-Mail-Adresse zugeschickt bekommen haben. Aber nach einigen Anl\u00e4ufen klappt es doch noch. Ich habe sein Foto auf meinem Handy und er meines. Wollen mal schauen, ob es klappt. Das sehen wir dann morgen. Heute haben wir den Schlaf verdient.<\/p>\n<p><strong>Mittwoch, 1. November 2017: Fahrt von Katima Mulilo nach Victoria Falls <\/strong><br \/>\nHeute Morgen gehen wir sehr gespannt auf die Reise. Wie wird es heute sein, wenn wir an die botswanisch-sambesische Grenze kommen? Wir haben f\u00fcr unsere Fahrt gen\u00fcgend Zeit eingeplant, da wir nicht wissen, wie es klappt mit dem Grenz\u00fcbertritt nach Botswana.<br \/>\nSo fahren wir auf der B8 Richtung Ngoma. Wir erreichen schon bald den namibischen Zoll. Da m\u00fcssen wir wieder dasselbe Papier ausf\u00fcllen, wie wir das bei der Einreise am Flughafen von Windhoek ausf\u00fcllen mussten. Wir geben das Formular ab und bekommen einen Stempel in den Pass.<br \/>\nNun d\u00fcrfen wir \u00fcber die Linyanti-Br\u00fccke zum botswanischen Zollposten fahren. Der ist viel einfacher ausgestattet. Da m\u00fcssen wir nicht mehr alle ein Formular ausf\u00fcllen, eines gen\u00fcgt hier f\u00fcr alle, daf\u00fcr m\u00fcssen wir unsere Schuhsohlen in eine Desinfektionsl\u00f6sung tauchen und unser mitgef\u00fchrtes Obst entsorgen, d.h. auf der Zollstation essen oder in den K\u00fcbel werfen.<br \/>\nDann geht die Fahrt weiter. Aber schon bald kommt wieder ein Posten an der Strasse, wo Beat nochmals auf eine Liste eintragen muss, mit wie vielen Personen und mit was f\u00fcr einem Auto wir in den Chobe Nationalpark hineinfahren. Zudem m\u00fcssen wir etwas \u00fcber 200 Pula Strassen- und Fahrzeuggeb\u00fchren entrichten, erhalten aber eine Quittung, damit wir bei der erneuten Einreise aus Simbabwe nicht wieder zur Kasse gebeten werden.<br \/>\nSchon bald erreichen wir Kasane. Dort decken wir uns mit botswanischem Geld, Pula, ein, trinken etwas K\u00fchles, erg\u00e4nzen unsere Vorr\u00e4te mit frischen Fr\u00fcchten und tanken unser Auto voll.<br \/>\nUnterdessen ist es kurz vor eins geworden. Wir sind immer noch zu fr\u00fch, da wir um zwei mit dem simbabwischen Agenten, der uns behilflich sein soll beim Grenzpbertritt, abgemacht haben. Aber wir fahren gleichwohl auf gut Gl\u00fcck Richtung Grenz\u00fcbergang. Die Strasse ist in einem himmeltraurigen Zustand. L\u00f6cher reihen sich an L\u00f6cher. Die botswanischen Beamten fertigen z\u00fcgig ab. Darauf rollen wir auf den simbabwischen Zoll zu. Da macht sich unser Agent schon von weitem bemerkbar. Er erkl\u00e4rt uns, wir sollten die Personenabfertigung \u00fcber uns ergehen lassen, er k\u00fcmmere sich um das Auto. Wir m\u00fcssen unser bereits im Voraus ausgef\u00fclltes Formular, das uns unser Gastgeber per E-Mail zustellte, zusammen mit dem Pass einem arrogant auftretenden Beamten an einem Schalter einzeln abgeben und jeweils 30 US Dollar in bar \u00fcbergeben. Von Beat und mir will er den Betrag sogar doppelt erheben, doch wir wehren uns erfolgreich. Unterdessen hat unser Agent wirklich die Einfuhr des Autos erledigt und wir kriegen von ihm die Quittung, bezahlen ihm die hundert US Dollar Geb\u00fchr, die er entrichten musste und geben ihm noch ein Trinkgeld. Dann haben wir den \u00dcbertritt geschafft. Aber unsere Freude war zu fr\u00fch. Rund zwei Kilometer kam wie bereits von Hartmut angek\u00fcndigt eine Polizeikontrolle und verlangte von uns, das zweite obligatorische Pannendreieck zu sehen. Da wir dieses nicht bei haben, verlangt er gegen Quittung einen Betrag von 15 US Dollar, die wir bei der Ausreise zur\u00fcckfordern k\u00f6nnten. Bei einer allf\u00e4lligen Polizeikontrolle im Land k\u00f6nnten wir diese Quittung vorweisen, um einer Strafe wegen des fehlenden Pannendreiecks zu entgehen.<br \/>\nAber schon bald vergessen wir den verursachten \u00c4rger, denn links von der Strasse stehen zwei gr\u00f6ssere und ein kleiner Elefant. Wir halten an und fotografieren auf Tod und Leben. Auf beiden Seiten der Strasse tauchen noch mehr Elefanten auf. Dazu kommen noch zwei schwarze, riesige V\u00f6gel mit roten Kehllappen und breiten, roten Augenringen, die uns in Atem halten. Wir identifizieren sie als s\u00fcdliche Hornraben. Auch sie werden von unseren Kameras eingefangen.<br \/>\nNach diesem l\u00e4nger dauernden Intermezzo erreichen wir das Amadeus Garden B&amp;B und werden dort freundlich empfangen. Wir erhalten kurz einen \u00dcberblick \u00fcber unsere Unterkunft und \u00fcber das St\u00e4dtchen Victoria Falls.<br \/>\nSchon bald nach dem Zimmerbezug begeben wir uns ins Zentrum. Und da f\u00e4llt uns ein grosser Unterschied zu unseren bisherigen Destinationen auf. Die Leute r\u00fccken uns auf den Pelz, wollen unbedingt etwas verkaufen und verfolgen uns zum Teil \u00fcber gr\u00f6ssere Strecken, wobei sie dann schon bald zu betteln beginnen. Ihr Geld ist rein nichts mehr wert, den h\u00f6chsten Betrag, den ich auf einer simbabwischen Banknote aufgedruckt war, betrug 50&#8217;000&#8217;000&#8217;000 Simbabwische Dollar. Da ist man schnell mal Milliard\u00e4r. Und deshalb ist die meist verwendete W\u00e4hrung der US $.<br \/>\nDen Ap\u00e9ro nehmen wir im View Point Caf\u00e9 ein, ein Restaurant, von wo aus man einen eindr\u00fccklichen Ausblick auf die Sambesibr\u00fccke und in die Schlucht hat. Fantastisch!<br \/>\nEin Taxi f\u00fchrt uns zur\u00fcck zum Amadeus Garden B&amp;B.<\/p>\n<p><strong>Donnerstag, 2. November 2017: Victoriaf\u00e4lle und Krokodilranch<\/strong><\/p>\nngg_shortcode_10_placeholder\n<p><strong><br \/>\n<\/strong>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck gehen wir zu Fuss zum Eingang in das Victoria Falls-Gel\u00e4nde. Der Eintritt betr\u00e4gt stolze 30 US Dollar. Wir orientieren uns am Eingang \u00fcber den bevorstehenden Besichtigungsweg und gehen dann sch\u00f6n der Nummerierung nach durch das Gel\u00e4nde. Imposant sind die Aussichten auf die zum Teil \u00fcber hundert Meter tief fallenden Wassermassen. Da der Sambesi nicht sehr grosse Wassermassen von Sambia herbringt, sind verschiedene Abschnitte trocken. Aber da, wo das Wasser in die Tiefe st\u00fcrzt, sind gewaltige Gischtwolken auszumachen. An gewissen Aussichtspunkten werden wir ziemlich nass. Zwar ist der ganze Weg schweisstreibend, aber die Gischt tr\u00e4gt auch noch einiges dazu bei, dass wir die ganze Zeit \u00fcber feucht sind.<br \/>\nEin spezielles Erlebnis ist die Begegnung mit Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern bzw. mit einer ihrer Lehrerinnen einer katholischen Schule aus Bulawajo. Wir f\u00fchren mit ihr ein kurzes Gespr\u00e4ch und sie w\u00fcnscht sich ein Foto mit uns.<br \/>\nNach dem Besuch der F\u00e4lle lassen wir es uns nicht nehmen, uns auf die Br\u00fccke \u00fcber den Sambesi zu begeben. Wenn es auch sehr heiss ist, mein Handy zeigt 37\u00b0C an, marschieren wir unverdrossen durch den simbabwischen Grenzposten, wo wir noch einen gestempelten Zettel f\u00fcr uns vier Personen bekommen. Auf der Br\u00fccke werden wir, wie fast \u00fcberall, immer wieder von \u201eK\u00fcnstlern\u201c bedr\u00e4ngt, die uns unbedingt die Big Five, aus wertvollem Holz geschnitzt, eine Holzschale, einen Armreifen, eine 50 000 000 000-Note der simbabwischen Nationalbank oder sonst was andrehen wollen. Es ist teilweise recht schwierig, diesen H\u00e4ndlern einen Korb zu geben, denn anf\u00e4nglich stellen sie sich oft als Helfer und Informanten dar, die sich erfreut dar\u00fcber zeigen, dass wir ihr Land besuchen. Und zuletzt betteln sie, wenn sie nichts verkaufen k\u00f6nnen, und beklagen ihr Schicksal. Aber jedenfalls ist die Sicht hinunter in die Schlucht einmalig.<br \/>\nAuf dem R\u00fcckweg nehmen wir uns ein Taxi und lassen uns zur Krokodilranch etwas ausserhalb Victoria Falls fahren. Da werden wir von einer jungen Frau durch den Betrieb gef\u00fchrt. F\u00fcr uns v\u00f6llig ungewohnt werden hier Krokodile zur Gewinnung von Leder und Fleisch gez\u00fcchtet und gehalten. Zuerst zeigt sie uns Jungtiere, die in einem kahlen Betongehege untergebracht sind. Sie packt ein Jungtier mit beiden H\u00e4nden und reicht es uns zum Halten und zum Anfassen. Wir bekommen Erkl\u00e4rungen zur Anatomie und zur Haltung dieser Echsen. Die \u201eMasttiere\u201c werden in recht grossen, betonierten Gehegen gehalten, die in der Mitte Mulden mit Wasser aufweisen, wo sich die Tiere hineinbegeben k\u00f6nnen. Sie werden mit Pellets aus Fleisch gem\u00e4stet. In einem weiteren Teil der Anlage sind die zur Zucht notwendigen Elterntiere untergebracht. Diese Anlage ist ein naturnahes Weiher- und Flussgel\u00e4nde, wo die Tiere weitgehend artgerecht gehalten werden. Auf ein M\u00e4nnchen kommen rund ein Dutzend Weibchen. Die Tiere sind einiges \u00fcber 40 Jahre alt. Jedes Weibchen legt im Schnitt 45 Eier, die 90 Tage Brutzeit im warmen Sand ben\u00f6tigen. Zum Abschluss ihrer F\u00fchrung holt sie ein paar Krokodilfleischbrocken, die sie einen nach dem andern an einen Haken an einer Schnur mit Stange h\u00e4ngt und \u00fcber dem Wasser den darin befindlichen Krokodilen mit Lockrufen pr\u00e4sentiert. Die Krokodile schnappen mit lautem Zusammenklappen ihrer Kiefer nach diesen Happen. Schon nach kurzer Zeit sind alle Fleischst\u00fccke weg. Nun stehen noch drei L\u00f6wen, ein M\u00e4nnchen mit zwei Weibchen in einem grossen, eingez\u00e4unten Grundst\u00fcck an.<br \/>\nVon einer anderen Frau werden wir noch in eine neu entstehende Ausstellung mit vielen Schlangen eingeladen. Sie scheint zu jeder dieser Schlangen eine besondere Beziehung zu haben, aber die Schauk\u00e4sten, in denen diese Tiere ausgestellt sind, sehen teilweise schrecklich aus.<br \/>\nUnser n\u00e4chstes Ziel ist das Lookout-Caf\u00e9, das wir mit dem Taxi ansteuern. Hier geniessen wir nochmals die Sicht in die Sambesischlucht, auf die mutigen Bundjee-Jumper, die den Sprung in die Tiefe wagen, und ein fr\u00fches Znacht.<br \/>\nZu Fuss gehen wir darauf zu unserer Unterkunft zur\u00fcck, um uns im Pool noch etwas abzuk\u00fchlen.<\/p>\n<p><strong>Freitag, 3. November 2017: Fahrt von Victoria Falls nach Kavimba in Botswana<br \/>\n<\/strong>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck und Packen unserer Sachen fahren wir aus Victoria Falls weg. Nach einigen km kommen wir am Flugplatz vorbei. Niemand von uns erinnert sich daran, je hier vorbeigefahren zu sein. Nachdem Doris mal auf ihr Handy schaut, wo sie die Fahrt auf dem Display gelegentlich mitverfolgt, stellt sie fest, dass wir in die falsche Richtung fahren. Beat kehrt und f\u00e4hrt zur\u00fcck Richtung Victoria Falls. Kurz vor der Stadt stellen wir fest, wo wir die Abzweigung Richtung Kasane verpasst haben. Jetzt, wo wir auf der richtigen Strasse sind, kommen wir schnell vorw\u00e4rts, erreichen schon bald die Polizeikontrolle wenige Kilometer vor der Grenze. Dort kommen wir unbehelligt vorbei. Am Grenzposten werden wir schnell und problemlos abgefertigt, allerdings will von der R\u00fcckgabe der 15 US $, die wir bei der Einreise wegen des fehlenden Pannendreiecks bezahlen mussten, niemand etwas wissen. Wir haben eher den Eindruck, dass die uns abfertigenden Beamten verschmitzt dar\u00fcber lachen, dass wir uns so naiv reinlegen liessen. Also schreiben wir den verlorenen Betrag ins Kamin und fahren weiter zum botswanischen Grenzposten.<br \/>\nDort m\u00fcssen wir wieder ein Formular mit allen m\u00f6glichen Angaben ausf\u00fcllen und die Quittung f\u00fcr die Strassengeb\u00fchr vorweisen, die wir bei der Fahrt von Namibia nach Botswana bereits bezahlen mussten. Der Beamte nimmt die Formulare entgegen, ohne gross einen Blick darauf zu werfen, und dann k\u00f6nnen wir in Botswana einreisen.<br \/>\nKurz vor Kasane lassen wir den Tank unseres Autos auff\u00fcllen und kaufen noch etwas Proviant ein, denn jetzt geht es in eine d\u00fcnn besiedelte Gegend, an den Rand des Chobe Nationalparks. Nachdem wir in Ngoma nach S\u00fcdwesten abgezweigt sind, machen wir noch einen kurzen Halt. Weit ist es nicht mehr bis zur Mwandi Lodge, unserem Aufenthaltsort f\u00fcr die kommenden zwei N\u00e4chte. Bevor wir ankommen, queren wir noch einen Elefantentrail, denn Strasse und Umland sind auf eine Breite von einigen Metern mit den Kotballen dieser Tiere stark verunreinigt.<br \/>\nIn der Lodge werden wir willkommen geheissen und bekommen unsere beiden Zelte f\u00fcr die zwei n\u00e4chsten N\u00e4chte zugewiesen. Zuerst betrachten wir mit Feldstecher, Fernrohr und den Fotoapparaten die Umgebung. Wir sind unmittelbar \u00f6stlich des Chobe Rivers untergebracht und k\u00f6nnen von unseren Terrassen die Gegend ausgezeichnet beobachten. Wir identifizieren zwei Arten Pelikane, wobei eine sicher der Rosapelikan ist, H\u00f6ckerente, Graufischer, Goliathreiher, Silberreiher, Riesenglanzstar, Rotschnabeltoko. Weitere V\u00f6gel sind f\u00fcr uns nicht bestimmbar, da wir sie in unseren Unterlagen nicht finden oder sie zu wenig genau sehen k\u00f6nnen. Von S\u00fcdwesten zieht ein Gewitter vorbei, im Nordosten brennt die Steppe.<br \/>\nDa es uns allm\u00e4hlich zu heiss wird, geniessen wir ein k\u00fchlendes Bad im Swimmingpool der Lodge und ein k\u00fchles Getr\u00e4nk. Und dann geht das Beobachten und Bestimmen weiter: Schwarzstirnw\u00fcrger, Gelbschnabeltoko, Monteirotoko, Sporngans, Kapturteltaube. In der Ferne sind ein paar Zebras zusammen mit einer Rinderherde zu sehen. Die Hitze bleibt.<\/p>\nngg_shortcode_11_placeholder\n<p><strong>Samstag, 4. November 2017: Auf Safari im Chobe Nationalpark<br \/>\n<\/strong>In Badehose, gerade aus dem Pool gestiegen, bei br\u00fctender Hitze und nun abgek\u00fchlt sitze ich im Schatten und schreibe den heutigen Bericht.<br \/>\nSchon um sieben morgens sitzen wir beim Fr\u00fchst\u00fcck, echt Englisch mit Toast, scrumbled Eggs, Mushrooms, Bacon, Tomatoes, Hush Browns and Butter und geniessen im Freien bei angenehmen Temperaturen. Wir beschliessen, heute Beat fahren zu lassen und entlang dem Chobe River auf zum Teil abenteuerlichen Pfaden Richtung Kasane zu fahren. Doris legt einen Ruhetag ein. So fahren wir zu dritt los und starten unsere Safaritour beim Ngoma Gate.<br \/>\nDer erste Abschnitt ist eine steile Passage in die Uferregion des Chobe. Auf unterschiedlichen Pisten, steinig, sandig, festgefahren, geht es auf Pirschfahrt. Beat \u00fcbt f\u00fcr morgen, dann ist eine l\u00e4ngere \u00dcberlandfahrt f\u00e4llig.<br \/>\nHier treffen wir schon bald auf riesige Herden Zebras in der Ebene draussen. An den H\u00e4ngen tummeln sich immer wieder Gruppen von Impalas, die einen bestehen aus mehreren Weibchen mit einem Bock, die anderen aus mehreren M\u00e4nnchen. Manchmal tauchen auch hier Zebras auf. Vereinzelt treffen wir auf Kudus, Litschi- und Rappen-Antilopen, Paviane und Warzenschweine.<br \/>\nEine Reihe V\u00f6gel k\u00f6nnen wir bestimmen, so z.B. Hammerkopf, Rosapelikan, Klaffschnabel, Schwarzstorch, Schreiseeadler, Rotschnabeltoko, Riesentrappe, Waffenkiebitz, Silber-, Seiden- und Kuhreiher, Kaptriel, Stelzenl\u00e4ufer, Nilgans. Andere bleiben unbestimmt oder unsicher.<br \/>\nIn der Ferne ist eine Elefantengruppe von drei ausgewachsenen und drei Jungtieren auszumachen. Gegen Ende unserer Pirschfahrt stossen wir auf einen neben der Piste liegenden toten, ausgewachsenen Elefanten, ein unsch\u00f6nes Bild und unangenehm riechend. Aber der Tod schl\u00e4gt auch in der Wildnis zu.<br \/>\nBei grosser Hitze beenden wir unsere Safari und steuern unserem Nachtlager zu, wo wir uns im Pool und bei einem eiskalten Getr\u00e4nk abk\u00fchlen k\u00f6nnen. Beat hat sich als Fahrer bestens bew\u00e4hrt und alle kritischen Situationen souver\u00e4n gemeistert. Froh zeigt er sich dar\u00fcber, dass der Gegenverkehr minimal war, speziell in Steigungen und Abfahrten.<\/p>\n<p><strong>Sonntag, 5. November 2017: Fahrt von Kavimba nach Maun<\/strong><\/p>\nngg_shortcode_12_placeholder\n<p><strong><br \/>\n<\/strong>Heute steht uns eine besonders abenteuerliche Fahrt bevor. Bis Kachikau wird die Strasse noch einen Asphaltbelag haben, und dann liegen einiges \u00fcber 200 km Sand-, Schotter- und Feuchtpisten vor uns, um zu unserem Ziel, das Discovery B&amp;B in Maun zu erreichen. Mit etwas \u00fcber sieben Stunden Fahrt rechnet der Routenplaner von Google Maps. Da heisst es also fr\u00fch losfahren.<br \/>\nKurz nach acht begeben wir uns auf die Strecke. Die ersten Kilometer auf der festen Strasse verlaufen problemlos. Und dann liegt die Sandpiste vor uns. Recht steil geht es bergauf und schon stellen sich die ersten Schwierigkeiten ein. Mitten in der Steigung kommen wir nicht mehr weiter. Beat hat nicht daran gedacht, den Vierrad einzuschalten. Nun holt es es nach, und schon bald kann er wieder volle Fahrt aufnehmen. Wir werden durchgesch\u00fcttelt, Margrit findet: \u201eGesch\u00fcttelt, nicht ger\u00fchrt! So kommen wir weiter, bis Doris bemerkt, dass ihr Rucksack im Auto fehlt. Anhalten und durchsuchen des ganzen Autos sind angesagt, aber der Rucksack l\u00e4sst sich nicht finden. Sch\u2026!!! Also Handy zur Hand, Telefonnummer von Mwandy Lodge suchen\u2026 Da klingelt bereits Margrits Handy. Wer ruft denn an so mitten im Niemandsland? Emilia von der Lodge ist es, ein Rucksack sei liegen geblieben. Also wendet Beat unser Gef\u00e4hrt, und wir werden wieder durchger\u00fcttelt, einfach in entgegengesetzter Richtung, um den Rucksack abzuholen. Das Problem ist allerdings, dass es unterdessen eine Stunde sp\u00e4ter geworden ist, und wieder zur\u00fcck an dieselbe Stelle kostet uns eine weitere Stunde.<br \/>\nWir gelangen zur\u00fcck zur zu Mwandy Lodge, wo Doris ihren Rucksack unbeschadet in Empfang nehmen darf, und fahren nun gerade entgegengesetzt weiter nach Kasane und dann Richtung Nata. Zwar ist dieser Weg einige hundert Kilometer l\u00e4nger, aber er scheint uns vern\u00fcnftiger, vor allem wenn wir unter Umst\u00e4nden noch bei Dunkelheit fahren m\u00fcssten. Auf Asphaltstrassen l\u00e4sst sich schneller fahren. Das bekommt Beat schon bald eindr\u00fccklich zu sp\u00fcren. Kurz nach Kasane stellen wir fest, dass dort eine Radarkontrolle stattfindet. Wir kommen ungeschoren durch und meinen noch, dass hier wohl das einzige Radarger\u00e4t der botswanischen Polizei im Einsatz sei. Aber weit gefehlt. Schon bald danach werden wir von einem Polizisten herausgewinkt. Da steht in den B\u00fcschen versteckt das Radarger\u00e4t und ein Polizeiauto. Unser Auto war ein paar km\/h zu schnell unterwegs, was uns eine Busse eintrug. Sie war aber verschmerzbar, nur ging schon wieder Zeit verloren.<br \/>\nIn Nata machen wir einen kurzen Zwischenhalt, tanken Diesel und ein k\u00fchles Getr\u00e4nk. Die Fahrt geht weiter Richtung Westen, Maun entgegen, jetzt immer sch\u00f6n mit h\u00f6chstens der erlaubten Geschwindigkeit. Schliesslich haben wir gelernt, dass eine Geschwindigkeitsbeschr\u00e4nkung so lange gilt, bis eine Tafel am Strassenrand steht, die eine neue Beschr\u00e4nkung vorschreibt.<br \/>\nNat\u00fcrlich begegnen wir auf der ganzen Strecke von \u00fcber 700 Kilometern auch immer wieder etwa wilden Tieren. Zwischen Ngoma und Kasane liegt ein verkohlter Elefant an der Strasse, sp\u00e4ter begegnen wir einem lebenden Elefanten, Straussen und verschiedenen kleineren Steppentieren. Gross ist die Zahl der Rinder und K\u00e4lber, der Ziegen und der Esel, die am Strassenrand weiden und dabei auch etwa die Strasse \u00fcberqueren. Da heisst es immer auf der Hut sein.<br \/>\nEine weitere ungewohnte Prozedur m\u00fcssen wir an der Veterin\u00e4rgrenze \u00fcber uns ergehen lassen. Da gelangen wir urpl\u00f6tzlich an einen Kontrollposten, an dem wir anhalten und aussteigen m\u00fcssen. Unser Auto wird untersucht auf landwirtschaftliche Produkte, die wir mitf\u00fchren. Diese m\u00fcssen wir am Kontrollposten essen oder ansonsten abgeben. Also beissen wir in unsere \u00c4pfel, sch\u00e4len unsere Bananen und Orangen und vertilgen sie. Unsere Schuhsohlen m\u00fcssen in einer wie Jauche aussehenden Fl\u00fcssigkeit desinfiziert werden, indem wir mit den Schuhen in das Gef\u00e4ss treten. Mit dem Auto muss Beat durch ein Reifendesinfektionsbad fahren. Es geht laut Infos, die wir erhalten, darum, die Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche im Landwirtschaftsgebiet zu unterbinden. Beat muss sogar ein paar Schuhe aus dem Kofferraum ins Desinfektionsbad tunken. Dann k\u00f6nnen wir weiterfahren.<br \/>\nSo erreichen wir vor Einbruch der Dunkelheit Maun und unsere Unterkunft, Discovery B&amp;B. Nach dem Einrichten unserer Schlafbungalows fahren wir zur Backpackers Lodge an der alten Br\u00fccke, wo wir unser Nachtessen bestellen und dann beim Warten auf unsere Bestellung Aktivit\u00e4ten f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Tage buchen: Eine Bootsfahrt ins Okavangodelta mit Lunch und Landspaziergang und eine Fahrt ins Moremi Game Reserve. Da der Anbieter Barzahlung verlangt, fahren wir nach dem Essen noch in die Stadt, um einem Bancomaten einen Besuch abzustatten. Schon der zweite Apparat ist betriebsbereit und speit uns die verlangten Banknoten heraus.<\/p>\n<p><strong>Montag, 6. November 2017: Schifffahrt auf dem Thamalakane River<\/strong><\/p>\nngg_shortcode_13_placeholder\n<p><strong><br \/>\n<\/strong>P\u00fcnktlich um acht werden wir von Mark bei der Lodge abgeholt. Er f\u00fchrt uns mit seinem Auto zu einem Bootsplatz und stellt und Cobra vor, der mit uns diesen Ausflug ausf\u00fchren wird. Zu viert nehmen wir Platz. Zuerst geht die Fahrt flussaufw\u00e4rts bis zu Einm\u00fcndung in den Boro River. Cobra kennt die Wasser- und andere V\u00f6gel ausgezeichnet und macht uns auf die verschiedenen Arten und auf ihre Eigenheiten aufmerksam. Die Zeit vergeht wie im Flug und wir kennen unterdessen verschiedene Reiher, Entern, G\u00e4nse, Kingfischer, Bienenfresser, den Schreiseeadler und viele andere.<br \/>\nIm Boro River stossen wir auf ein junges zwei- bis dreij\u00e4hriges Krokodil. Cobra entdeckt es aus dem fahrenden Boot w\u00e4hrend wir zwei-, dreimal nachfragen m\u00fcssen, wo genau es sich befinde, so gut ist es in den Wasserpflanzen getarnt. Eine spezielle Begebenheit erleben wir, als Cobra das Boot an einer Stelle, wo ein Hag in den Fluss hinausgebaut wurde, anh\u00e4lt, uns zum Aussteigen auffordert und erkl\u00e4rt, er m\u00fcsse hier die Erlaubnis einholen, um in den n\u00e4chsten Abschnitt des Flusses hineinzufahren. Er diskutiert l\u00e4nger mit einer \u00e4lteren, schwarzen Frau von vornehmem Aussehen. Dann kommt er uns holen und f\u00e4hrt mit uns weiter.<br \/>\nHier erleben wir einen weiteren H\u00f6hepunkt unserer Reise. Wir fahren durch ziemlich schmale Wasserstrassen, die von dichten Seelilien und Binsengew\u00e4chsen beidseitig begrenzt werden. Hier drin weiden Elefanten, die die Wurzeln der ausgezerrten Seelilien mit Genuss fressen. Cobra steuert sein Boot durch die Pflanzen sehr nahe an die Jumbos heran, so dass wir ihnen praktisch Aug in Aug gegen\u00fcberstehen. Die Elefanten zeigen sich \u00fcberhaupt nicht aggressiv und ziehen sich eher zur\u00fcck. Wir sind beeindruckt von der Friedlichkeit dieser Riesen und fotografieren auf Tod und Leben. Zudem sind verschiedene wasserliebende Antilopen sowie Paviane zu beobachten.<br \/>\nUnser Picknick nehmen wir auf einer Insel ein, nachdem sich Cobra gewissenhaft versichert hat, dass kein gef\u00e4hrliches Tier vorhanden ist. Es gibt gebratenes H\u00e4hnchen, Pouletsalat, gr\u00fcnen Salat, kalte Pommes Frites und eine B\u00fcchse S\u00fcssgetr\u00e4nk. Als Dessert ist ein Erdbeerjoghurt vorgesehen. Allerdings fehlen Messer, Gabeln und L\u00f6ffel.<br \/>\nAuf der R\u00fcckfahrt zeigt uns Cobra noch ein kleines, weisses Fr\u00f6schchen, den angolanischen Rotfrosch, der an den Binsenpflanzen hochklettert und dort von V\u00f6geln gefressen wird.<br \/>\nNach der R\u00fcckkehr k\u00f6nnen wir bei Mark gerade den Ausflug von morgen buchen.<br \/>\nAufs Nachtessen verzichten wir, der Lunch vom Mittag reicht auch f\u00fcr die Nacht.<\/p>\n<p><strong>Dienstag, 7. November 2017: Safari im Moremi Game Reserve<\/strong><\/p>\nngg_shortcode_14_placeholder\n<p><strong><br \/>\n<\/strong>Schon morgens um f\u00fcnf werden wir von unserem Driver abgeholt. Es ist k\u00fchl. Wir besteigen den Safariwagen, Margrit und ich in der vordersten, Doris und Beat in der zweiten Reihe und in der dritten Reihe findet das Reserverad Platz. Dann geht die Fahrt los, rund zehn Kilometer auf Asphalt, die n\u00e4chsten vierzig Kilometer auf Schotterpiste und dann abwechselnd auf Sand- und Schotterpisten f\u00fcr den Rest des Tages. Teenage holt alles aus seinem Fahrzeug heraus. Das sch\u00fcttelt uns total durch. Beim South Gate, nach ca. 90 Kilometern und zwei Stunden Fahrt gibt es Fr\u00fchst\u00fcck. Wir sind allerdings nicht allein. Sehr schnell haben Baumh\u00f6rnchen, ein Gelbschnabeltoko und ein Riesenglanzstar unsere Absicht erkannt und betteln unversch\u00e4mt, ja sie klauen sogar von unseren Speisen.<br \/>\nAnschliessend geht die Fahrt weiter Richtung Black Holes. Unser Driver mit dem Namen Teenage hat wirklich Drive drauf. Er will uns die H\u00f6hepunkte dieses Nationalparks m\u00f6glichst alle zeigen. Wir begegnen schon vor dem Gate einzelnen Tieren, sogar einem Elefanten. Am Wasser begegnen wir dann Tieren, die wir bereits gestern beobachten konnten. H\u00f6hepunkte sind der Gelbschnabelstorch, der Braune Sichler, der Glockenreiher und der Afrikanische L\u00f6ffler.<br \/>\nTeenage f\u00fchrt uns, nachdem er mit anderen Fahrern geredet hat, zu einer L\u00f6wenfamilie, die im Schatten ruht. Da liegen zw\u00f6lf j\u00fcngere und \u00e4ltere Damen herum, zum Teil einzeln, zum Teil in Kontakt zueinander, schauen uns hin und wieder gross an, wenden ihren Kopf weg und zeigen an uns Beobachtern wenig Interesse. Etwas abseits liegt der L\u00f6wenmann, ein alter Herr, mehrfacher Grossvater. Er f\u00fchlt sich durch unsere Anwesenheit gest\u00f6rt, erhebt sich und legt sich zu seinen Frauen, aber ohne jede Drohgeb\u00e4rde. Und unser Driver weiss unterdessen so viel zu erz\u00e4hlen \u00fcber diese L\u00f6wenfamilie.<br \/>\nDer n\u00e4chste H\u00f6hepunkt ist ein Nashorn. Dazu f\u00e4hrt Greenage ganz nahe an die B\u00fcsche heran, wo sich das Tier versteckt h\u00e4lt. Dieses ergreift die Flucht, aber unser Driver l\u00e4sst sich nicht lumpen und folgt im quer durch die Landschaft, \u00fcber Stock und Stein, und es sch\u00fcttelt uns einmal mehr durch und durch, aber wir sehen das Prachtstier. Allerdings fehlt ihm das grosse Horn. Es wurde ihm auf Weisung der botswanischen Beh\u00f6rden gestutzt, da es sonst allzu leicht Wilderern zum Opfer fallen k\u00f6nnte, die es auf das kostbare Organ abgesehen haben. Ein solches Horn bringt immer noch einen ansehnlichen Betrag, da es in gemahlenem Zustand sexuelle Wunderkr\u00e4fte freimachen soll. Wer\u2019s glaubt, ist ein Tr\u2026.<br \/>\nPl\u00f6tzlich tauchen zwei M\u00e4nner zu Fuss auf. Was haben die vor? Greenage redet mit ihnen und teilt uns dann mit, dass seine Hilfe n\u00f6tig sei. So nehmen die beiden die engen Pl\u00e4tze neben dem Reserverad ein und wir fahren in die von ihnen diktierte Richtung. Von weitem sehen wir das Problem: Ein Gel\u00e4ndefahrzeug mit Anh\u00e4nger steht im Sumpf, der Motor l\u00e4uft, aus dem Auspuff blubbert es. Da k\u00f6nnen wir auch nicht helfen, also f\u00e4hrt unsere Driver mit uns allen zum Camp der beiden, damit sie dort die ben\u00f6tigte Hilfe organisieren k\u00f6nnen. Greenage kurvt noch etwas in der Gegend herum und f\u00e4hrt dann nochmals an den Ungl\u00fccksort, um beim Herausschleppen des Gef\u00e4hrts seinen Kommentar abzuliefern.<br \/>\nEtwas sp\u00e4t geht er dann die Suche nach einem Picknickplatz an, wobei er am ersten gew\u00e4hlten Ort richtiggehend von einer weissen Dame abgekanzelt wird. Also sucht er weiter und findet dann einen Platz, wo wir in der N\u00e4he lauernde L\u00f6wen beobachten k\u00f6nnen. Aber scheinbar setzt auch ihnen die Hitze zu, und sie zeigen sich w\u00e4hrend unserer Mahlzeit, gebratenes H\u00e4hnchen mit Pommes, umgebungswarm, mit eine B\u00fcchse S\u00fcssgetr\u00e4nk, nicht angriffig.<br \/>\nNat\u00fcrlich haben wir w\u00e4hrend der ganzen Herumfahrerei wieder allerlei verschiedene Tiere beobachten k\u00f6nnen, verschiedene Antilopenarten, Warzenschweine, einen Schwarzr\u00fcckenschakal, Baumh\u00f6rnchen u.a.<br \/>\nNach dem Essen fahren wir etwas gem\u00fctlicher zu unserer Lodge zur\u00fcck. Ein Taucher im Pool und die anschliessende Dusche machen uns wieder munter. Nachtessen brauchen wir nicht mehr, aber etwas K\u00fchles zu trinken.<\/p>\n<p><strong>Mittwoch, 8. November 2017: Fahrt von Maun nach Ghanzi<\/strong><\/p>\nngg_shortcode_15_placeholder\n<p><strong><br \/>\n<\/strong>Leider ist nun die Zeit der Safarifahrten zu Ende. Heute fahren wir nach Ghanzi zur D\u2019qae Qare Lodge. Da sind wir sehr gespannt, was uns erwartet.<br \/>\nNach dem Fr\u00fchst\u00fcck fahren wir ab und machen unseren ersten Zwischenhalt in Maun. Schliesslich wollen wir wieder volltanken, noch etwas Geld vom Bancomaten beziehen und Proviant einkaufen. Dann geht die Fahrt Richtung Ghanzi los. Die Strasse ist gut, alles asphaltiert. Wir kommen z\u00fcgig voran. An der Strasse wird gearbeitet, marode Stellen ausgebessert. An zwei Stellen sitzen mehrere Arbeiter in signalgr\u00fcnen Jacken auf der Strasse und bessern L\u00f6cher im Asphalt aus. Beat und Doris finden, die putzen irgendwelche R\u00fcckst\u00e4nde weg. Ihr Job erscheint uns sehr gef\u00e4hrlich zu sein, da sie eine Fahrbahn praktisch ungesichert versperren. Allerdings ist der Verkehr sehr gering.<br \/>\nIn Sehithwa m\u00f6chte ich den Ngami See sehen. Deshalb zweigen wir rechts ab zum Dorf und Richtung See. Als wir in einer Sackgasse landen, frage ich einen Knaben, der gerade mit einer Axt aus dem Hausgarten kommt, um Rat. Er erkl\u00e4rt mir den Weg und sagt mir, dass wir ca. zwei Kilometer zu fahren h\u00e4tten. Wir wenden und machen uns auf den Weg. Zur Sicherheit frage ich noch drei junge Frauen nach dem Weg. Die eine von ihnen beschreibt ihn mir bestens und dr\u00fcckt mir dann zum Abschied noch die Hand. So kommen wir durch eine verbrannte Landschaft mit lauter toten B\u00e4umen ans Wasser, wo sich K\u00fche, K\u00e4lber, Stiere und Esel ein Stelldichein geben. Offensichtlich f\u00fchrt hier die Strasse, wenn es ganz trocken ist, auf die andere Seite des Sees. Heute aber ist das nicht m\u00f6glich. Dort wo die Trasse ins Wasser f\u00fchrt, tummeln sich etliche Wasserv\u00f6gel, die bei unserer Ankunft ihre Platz laut zeternd freigeben. Da das Ufer aber dicht von Wasserpflanzen \u00fcberwuchert ist, sehen wir vom See nicht sehr viel, daf\u00fcr riechen wir das Vieh. Da ist kein lauschiges Pl\u00e4tzchen am Ufer, kein Strandcaf\u00e9. So nehmen wir schon bald wieder Abschied vom See und fahren weiter Richtung Ghanzi.<br \/>\nDie n\u00e4chste \u00dcberraschung ist der Veterin\u00e4rzaun. Schon wieder! Jetzt haben wir doch in Maun unseren Reiseproviant eingekauft, und jetzt das. Wieder alle Fr\u00fcchte essen oder abgeben? Wir beschliessen, die eingkauften Sachen nicht zu deklarieren. Zu unserer \u00dcberraschung fragt uns die kontrollierende Dame gar nicht nach Lebensmitteln, sondern will alle unsere Schuhe sehen, damit sie in die gruslige Br\u00fche in den mit Stoff- und Sackresten bereitgestellten Schalen getunkt werden k\u00f6nnen. Und so packen wir Koffer um Koffer aus, nehmen die Schuhe heraus und tunken sie in die Schale. Dann wird wieder alles sch\u00f6n s\u00e4uberlich eingepackt, nat\u00fcrlich mit afrikanischer Eile. Jetzt kann die Fahrt weitergehen.<br \/>\nEtwas mehr als 20 Kilometer vor Ghanzi zweigen wir von der Strasse links ab zu unserer vorgebuchten Lodge. \u00dcber eine rund sieben Kilometer lange Sandpiste gelangen wir zur Lodge. Hier werden wir von zwei San-Frauen mit Umarmen begr\u00fcsst uns willkommen geheissen. Wir bekommen erkl\u00e4rt, wie die Abl\u00e4ufe in dieser Lodge sind, richten unsere sehr ger\u00e4umigen Zimmer ein und begeben uns dann auf Safari. Im Lodge eigenen Park sind einige Antilopen- und Vogelarten zu sehen. Den Plan mit den Wegen und Wasserl\u00f6chern fotografiere ich mit dem I-Pad, so dass wir einige Anhaltspunkte haben f\u00fcr unsere Fahrt. Allerdings sind die Tiere hier sehr scheu, und wir bekommen die meisten nur aus der Ferne zu Gesicht. Beat und ich klettern noch auf den Aussichtsturm, um uns einen \u00dcberblick zu verschaffen. Doch oben fehlt die Plattform und rundherum sehen wir auf B\u00e4ume und B\u00fcsche hinunter, aber kein Tier. Immerhin haben wir auf der Fahrt hierhin Strausse, Helmperlh\u00fchner, Impalas, Gnus, Kudus und Warzenschweine gesehen.<br \/>\nZur\u00fcck in der Lodge, k\u00fchlen wir uns im Pool ab und geniessen die Dusche nach einem heissen Tag. Zum Essen gibt es Kuduschnitzel mit Kartoffeln, Gem\u00fcse und Salat.<\/p>\n<p><strong>Donnerstag, 9. November 2017: Weiterfahrt nach Buitepos, Namibia<\/strong><\/p>\nngg_shortcode_16_placeholder\n<p><strong><br \/>\n<\/strong>Nach den \u00fcblichen Abl\u00e4ufen starten wir zur Weiterfahrt Richtung botswanisch-namibische Grenze. Nach der rund sieben Kilometer langen Sandpiste, auf der Beat nochmals brillieren kann, f\u00fchrt eine Asphaltstrasse zur Grenze und dann auch weiter bis nach Windhoek.<br \/>\nUnterwegs beschliessen wir, da wir ja genug Zeit zur Verf\u00fcgung haben, kurz vor der Grenze einen Abstecher nach S\u00fcden zu machen, wo gem\u00e4ss Strassenkarte Felsmalereien zu besichtigen sind. Allerdings finden wir auch mit Nachfragen niemand, der \u00fcber das Vorhandensein dieser Sehensw\u00fcrdigkeit Auskunft geben kann. Es sind am Strassenrand keine Hinweistafeln zu finden, also kehren wir um und machen in Charles Hill einen Zwischenhalt an der Tankstelle. Kaum stehen wir vor der Tanks\u00e4ule und bestellen: \u201eDiesel, full!\u201c steht schon ein Polizist auf der anderen Seite unseres Autos und wirft unserem Fahrer Beat vor, er habe einen Stopp \u00fcberfahren. Doris und Beat diskutieren mit dem Ordnungsh\u00fcter, w\u00e4hrend ich mich ums Tanken k\u00fcmmere. Nach einiger Zeit kommen die beiden lachend zur\u00fcck: Doris hat sich herausreden k\u00f6nnen, indem sie darauf bestanden hat, eine allf\u00e4llige Busse nur mit Kreditkarte bezahlen zu k\u00f6nnen. Im Tankstellenshop versuchen wir, unsere restlichen Botswana-Pulas zu verputzen, aber das ist ein schwieriges Unterfangen, denn viel gibt es hier nicht zu kaufen. Mit k\u00fchlen Getr\u00e4nken, Chips f\u00fcr den Ap\u00e9ritif heute Abend, ein paar S\u00fcssigkeiten und \u00fcbrigen Pulas verlassen wir den Laden. Dennoch bleibt ein Betrag \u00fcbrig.<br \/>\nDraussen vor dem Shop trinken wir unsere Getr\u00e4nke zusammen mit einem Bike-P\u00e4rchen. Sie sind hier bei dieser Hitze auf diesen unendlich langen Strassen mit den Fahrr\u00e4dern unterwegs und wollen auf diese Weise bis nach Kapstadt fahren, lieber sie als ich. Sie kommen von Victoria Falls her und haben demzufolge schon eine rechte Strecke zur\u00fcckgelegt. Ihre Fahrr\u00e4der sind hinten und vorne bepackt. Respekt!<br \/>\nUnsere Reise geht weiter. Die Grenzformalit\u00e4ten beim \u00dcbertritt von Botswana nach Namibia schaffen wir problemlos. Da aber der Andrang gross ist, m\u00fcssen wir halt etwas anstehen. Aber Doris hat klug vorausschauend unsere Einreiseformulare beim letzten Grenz\u00fcbertritt mitgenommen und schon vorher beim Fahren ausgef\u00fcllt.<br \/>\nSchon bald treffen wir bei der gebuchten Kalahari Bush Breaks Lodge ein, wo wir freundlich empfangen werden und wundersch\u00f6ne Zimmer mit grossartigem Ausblick zugeteilt bekommen. Eine Abk\u00fchlung im Pool ist nach dieser \u201eheissen\u201c Fahrt willkommen.<br \/>\nAnschliessend begeben wir uns bei stark bew\u00f6lktem Himmel und einer Temperatur von \u00fcber 30 \u00b0C auf einen Bushwalk. Wir sehen unterwegs einen Strauss, Giraffen, Impalas, Wasserb\u00f6cke und ein totes, zerlegtes Zebra, daneben auch verschiedene bl\u00fchende Pflanzen, die tolle Fotosujets abgeben. So kommen wir ziemlich verschwitzt zur Lodge zur\u00fcck und geniessen die Dusche und anschliessend ein sehr feines Nachtessen.<\/p>\n<p><strong>Freitag, 10. November 2017: Weiterfahrt nach Windhoek<br \/>\n<\/strong>Nach einem schmackhaften Nachtessen in Joe\u2019s Beerhouse in Klein-Windhoek versuche ich jetzt, den heutigen Tag zusammenzufassen.<br \/>\nAm Morgen wachen wir rechtzeitig auf, um den Sonnenaufgang festzuhalten. An der Wasserstelle sind schon die Wasserb\u00f6cke aktiv. Ab acht gibt es Morgenessen, wir sind dabei.<br \/>\nAnschliessend erledigen wir die Zahlungsmodalit\u00e4ten, und dann geht die Fahrt los. Erw\u00e4hnenswert ist, dass wir auf der Strasse Richtung Windhoek unsere Biker von gestern \u00fcberholen. Wir lassen die Scheiben hinunter und winken ihnen begeistert zu, sie erkennen uns.<br \/>\nIn Gobabis machen wir Zwischenhalt und m\u00f6chten gerne die katholische Kirch St. Conrad besichtigen. Sie ist aber geschlossen. So werfen wir einen Blick ins Kindergartengel\u00e4nde und fahren dann noch zu einem grossen Laden, um unsere Vorr\u00e4te aufzufrischen. Es liegt sogar eine Glace drin. Dann geht es weiter Richtung Windhoek. An der Strasse ist nichts los. Wegen der paar Pferde, Rinder, Ziegen und wenigen K\u00e4lbern lohnt sich ein Stopp nicht. So erreichen wir die namibische Hauptstadt ca. um 14 Uhr und melden uns beim Tamboti Guesthouse zur\u00fcck. Dort bekommen wir unserer Zimmer zugeteilt, r\u00e4umen unser Mietauto und geniessen ein k\u00fchles Getr\u00e4nk. Anschliessend bringen wir das Mietauto zur\u00fcck. Es hat uns gute Dienste geleistet, und wir hatten keine Probleme mit ihm. Die R\u00fcckgabe verl\u00e4uft ohne Komplikationen. Wir legten mit diesem Auto 5108 km ohne Panne zur\u00fcck.<br \/>\nDanach gehe ich in die Stadt, um Postkarten zu kaufen. Schliesslich sollen \u201emeine\u201c Leute auch noch etwas von mir zu sehen und zu lesen bekommen. Im Guesthouse zur\u00fcck, werden diese Karten geschrieben, bis die Finger schmerzen.<br \/>\nGegen sechs gehen wir zu Fuss ins Stadtzentrum und genehmigen uns einen feinen Ap\u00e9ritif in einem Strassencaf\u00e9 mit Band. Da ert\u00f6nen \u201eThe Lion Sleeps Tonight\u201c und Myriam Makebas Lieder. Die Musiker werden lautstark von einer Gruppe junger Frauen angefeuert und zu H\u00f6chstleistungen animiert, ein tolles Erlebnis. Leider r\u00e4umen aber jetzt die Musiker das Feld und ich rufe unseren bew\u00e4hrten Transfer Manager von unseren ersten Tagen in Windhoek an, er soll uns doch bitte in einer Viertelstunde bei der Post abholen, da ich dort die geschriebenen Karten noch einwerfen muss. Und so gelangen wir in Joe\u2019s Beerhouse, ein Ort, wo sich Touristen und wohlhabendere Namibier treffen. Da ist Betrieb.<\/p>\n<p><strong>Samstag, 11. November 2017: Windhoek<\/strong><\/p>\nngg_shortcode_17_placeholder\n<p><strong><br \/>\n<\/strong>Heute leisten wir uns den Luxus, etwas sp\u00e4ter zum Fr\u00fchst\u00fcck zu erscheinen und etwas l\u00e4nger daran zu machen. Mit dem Junior der Guesthouse-Inhaberin machen Margrit und ich darauf ab, dass er f\u00fcr den Nachmittag einen Ausflug f\u00fcr uns im offenen Landrover durch die Umgebung von Windhoek bucht. Um halb vier werden wir abgeholt.<br \/>\nDann zieht es uns ins Zentrum Windhoeks, sind doch noch ein paar Eink\u00e4ufe zu t\u00e4tigen. Schliesslich kann man nicht ohne kleine Geschenke f\u00fcr die Lieben zu Hause zur\u00fcckkehren. Also besuchen wir als erstes den Handwerkermarkt. Da werden wir best\u00fcrmt von allen Seiten. Alle bieten uns die Ware zum besten Preis an. Wir schauen uns zuerst etwas um, erst dann entschliessen wir uns f\u00fcr bestimmte Produkte: Stoffbahnen, Schl\u00fcsselanh\u00e4nger und Holzschalen sind die Renner.<br \/>\nAnschliessend w\u00fcnschen sich unsere Frauen noch den Besuch eines Stoffladens in der N\u00e4he des Bahnhofs. Allerdings finden wir schon vorher einen, und zwar mit mehr Auswahl. Auch da werden wir f\u00fcndig und lassen unseren Obolus liegen.<br \/>\nDer Durst dr\u00e4ngt uns zu einem Restaurant, wo ein k\u00fchler Drink ansteht. Danach gehen wir noch durch einen Teil des Einkaufszentrums, wo vor allem einheimische Schwarze einkaufen. Zwar hat uns vorher eine weisse Gesch\u00e4ftsinhaberin gewarnt, diesen Teil des Zentrums zu begehen. Wir wagen es trotzdem und f\u00fchlen uns dabei sicher und wohl.<br \/>\nNach unserer R\u00fcckkehr im Guesthouse ist bereits der n\u00e4chste k\u00fchle Drink f\u00e4llig. Ein Taucher im Pool bringt die n\u00f6tige Erfrischung.<br \/>\nWir sind nun bereit f\u00fcr den Ausflug. Der Fahrer namens Phileas f\u00e4hrt mit seinem offenen Gel\u00e4ndefahrzeug vor und stellt sich auf Deutsch vor. Er ist Ovambo und hat nach seiner Ausbildung ein landwirtschaftliches Praktikum in Norddeutschland absolviert. Da Landwirtschaft in Namibia seiner Meinung nach wegen des Wassermangels und der Hitze keine Zukunft hat, bet\u00e4tigt er sich als Fremdenf\u00fchrer. Er f\u00e4hrt mit uns als erstes zur Christuskirche, wo er uns einige Sachen zu diesem Bauwerk erl\u00e4utert. Dabei betont er, dass die Namibier die verschiedenen, teilweise grauenvollen Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Volksgruppen vergessen m\u00fcssen. Die Regierung setzt auf Auss\u00f6hnung und Kompromissbereitschaft und erreichte bisher damit eine ansehnliche Stabilit\u00e4t im Land. Danach f\u00e4hrt uns Phileas durch das Regierungsviertel mit dem Sitz des Premierminiesters und dem Parlamentsgeb\u00e4ude.<br \/>\nDas n\u00e4chste Ziel ist das Township Katatura, ein Stadtteil, der zur Zeit der Apartheidpolitik S\u00fcdafrikas entstand und dazu diente, die schwarze Bev\u00f6lkerung aus der Innenstadt zu verbannen. Heute leben rund 200 000 Leute in diesem Viertel. Sie sind meist in der Stadt in einfachen Positionen t\u00e4tig und verdienen um die 2000 Namibische Dollar (knapp CHF 150.&#8211;) sofern sie nicht arbeitslos sind. Die Arbeitslosigkeit betr\u00e4gt \u00fcber 50 %. Die Bev\u00f6lkerung w\u00e4chst st\u00e4ndig, und die Regierung versucht mit Z\u00e4unen die ausufernde Erweiterung dieser Slums zu verhindern. Wir besuchen eine Familie im sogenannten Silvertown, das wegen seiner hell gl\u00e4nzenden Wellblechh\u00fctten diesen Namen bekommen hat. Trotz der sichtbaren Armut und fehlender Strom- und Wasserversorgung schlagen sich die Leute durch und verhalten sich sehr freundlich und friedlich.<br \/>\nUnser n\u00e4chster Besuch erfolgt bei einer Institution, die Menschen aus Kututura Arbeit gibt, und einen Restaurant- und Unterkunftsbetrieb f\u00fcr Einheimische und Touristen an einem Stausee, der zugleich als Wasserspeicher f\u00fcr die Hauptstadt dient, anbietet. Die Lage ist sehr attraktiv. Das ganze Projekt ist aber letztlich ein Tropfen auf einen heissen Stein.<br \/>\nDanach fahren wir in das Zentrum zur\u00fcck und beschliessen, nachdem uns Phileas abgesetzt hat, im Restaurant des Independence Memorials zu essen. Dort schliessen wir unseren letzten Abend in Namibia bei einem pr\u00e4chtigen Sonnenuntergang und Aussicht auf die Stadt und die umliegenden Berge ab.<\/p>\n<p><strong>Sonntag, 12. November 2017: Abschied von Windhoek und Namibia<\/strong><br \/>\nNach dem schmackhaften Morgenessen packen wir unsere Koffer und bereiten uns auf unsere R\u00fcckreise in die Schweiz vor. Den Vormittag verbringen wir bei sch\u00f6nstem Wetter im Park des Guesthouses Tambuti. P\u00fcnktlich um halb zw\u00f6lf holt uns unser bew\u00e4hrte Taxifahrer ab und bringt uns zum Hosea Katuko International Airport. Nochmals geniessen wir die Fahrt \u00fcber Land, durch diese trockene und einsame Landschaft, und halten Ausschau nach wilden Tieren. Aber nichts zeigt sich.<br \/>\nDer Flug nach Johannesburg startet stark versp\u00e4tet. Unsere Maschine muss nach der Fahrt zur Startpiste nochmals zur\u00fcck, weil irgendein technisches Problem aufgetreten ist. Techniker bem\u00fchen sich darum, die Maschine startklar hinzukriegen, was ihnen offenbar gelingt. Unsere Piloten beschleunigen offenbar den Flug noch, so dass sie einiges der verlorenen Zeit wieder aufholen k\u00f6nnen. Jedenfalls haben wir gen\u00fcgend Zeit, unser \u00fcbriges Geld in Johannesburg noch in Souvenirs umzusetzen.<br \/>\nDer Flug nach Z\u00fcrich geht rechtzeitig ab, der Start ist aber furchtbar wackelig, und auch beim Weiterflug werden wir immer wieder dazu aufgefordert, uns wegen Turbulenzen anzuschnallen.<\/p>\n<p><strong>Montag, 13. November 2017: Ankunft zu Hause<\/strong><br \/>\nWir erreichen fr\u00fch morgens Z\u00fcrich, m\u00fcssen offenbar noch eine Runde drehen bis zur Landung und sind kurz vor halb sieben am Fingerdock. Die Zollformalit\u00e4ten und die Gep\u00e4ckausgabe verlaufen z\u00fcgig, so dass Margrit und ich nach unserer Verabschiedung vom Doris und Beat noch den Zug nach Olten um 07:13 Uhr erreichen. So sind wir bereits um viertel vor neun daheim und m\u00fcssen uns an mit Schneeflocken vermischten Regen und k\u00fchle Temperaturen gew\u00f6hnen. Fast dreissig Grad Celsius betr\u00e4gt der Unterschied. Dankbar sind wir, dass unsere Reise ohne irgendwelche gr\u00f6sseren Schwierigkeiten verlief und dass wir in Doris und Beat tolle Begleiter und einen fabelhaften Chauffeur hatten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>17. Oktober &#8211; 13. November 2017 Dienstag, 17. Oktober 2017: Flug nach Johannesburg Um 22.45 geht unser Flug ab Z\u00fcrich Richtung Johannesburg. Mit uns reisen Beat und Doris, Margrits Bruder und seine Frau. Wir treffen uns um viertel vor neun beim Checkin 1. Doris hat uns per Internet eingecheckt. So heisst es nur noch das<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[1,99,7],"tags":[],"class_list":["post-2957","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-rundreise-durch-sw-afrika","category-reisen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2957","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2957"}],"version-history":[{"count":61,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2957\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3488,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2957\/revisions\/3488"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2957"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2957"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2957"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}