{"id":3844,"date":"2018-10-21T18:24:36","date_gmt":"2018-10-21T16:24:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mapeadventures.ch\/?p=3844"},"modified":"2018-12-10T18:50:35","modified_gmt":"2018-12-10T16:50:35","slug":"guatemala-rundreise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mapeadventures.ch\/?p=3844","title":{"rendered":"Guatemala &#8211; Rundreise"},"content":{"rendered":"<p><strong>Montag, 22. Oktober 2018: Flug nach Guatemala City<\/strong><br \/>\nNachdem wir seit Wochen die Route unserer Reise studiert, die einschl\u00e4gigen Internetseiten und unsere Impfausweise studiert, uns mit den n\u00f6tigen Medikamenten eingedeckt, unsere Sachen alle gepackt und immer wieder \u00fcberlegt haben, was wir noch zu wenig beachtet haben, ist der Tag der Abreise gekommen. Die Kleider, Koffer und Rucks\u00e4cke liegen bereit. Zwei Handys wecken uns um viertel vor vier. Fast stressfrei schaffen wir es, eine gute halbe Stunde sp\u00e4ter abreisebereit vor dem Haus zu stehen. Da ist auch bereits unsere Reiseorganisatorin, Beatrice, eingetroffen. Und schon bald steht Judiths Wagen da. Sie bringt uns drei nach Z\u00fcrich Flughafen.<br \/>\nNahe der bye-bye-Bar lernen wir die meisten anderen Mitreisenden kennen. Weitere drei Teilnehmer stossen in Guatemala City zu uns.<br \/>\nUnser Flug geht \u00fcber Madrid. Da heisst es rund drei Stunden warten. Etwas versp\u00e4tet startet unsere Maschine nach Guatemala City. Und wie halt so Langstreckenfl\u00fcge sind: Sie dauern und dauern. Die Zeit vertreibe ich mir mit Essen, Lesen, vor mich hin D\u00f6sen und hie und da die F\u00fcsse etwas Vertreten. Der Flug verl\u00e4uft unspektakul\u00e4r. Einzig vor der Landung dreht der Flieger zwei drei aussichtsreiche Kurven. Da der Flugplatz nahe bei unserem Hotel liegt, sind wir nach der Landung, den Zollformalit\u00e4ten, dem Geldwechsel und der Begr\u00fcssung durch unseren Reiseleiter Ren\u00e9 schon bald im Hotel. Als Folge h\u00f6ren wir aber die startenden und landenden Flugzeuge sehr gut in unserem Zimmer. Aber da bis zu diesem Zeitpunkt wenig Flugverkehr herrscht, wird das wohl kaum zum Problem werden.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>Nach einer l\u00e4ngeren Erholungspause treffen wir uns in der Hotelhalle zur Besprechung des weiteren Programms.<br \/>\nIn nahe gelegenen Restaurant Cacao geniessen wir einheimische Gerichte. Die schmecken uns sehr. Und darauf ist Nachtruhe nach einem langen Tag angesagt.&nbsp;<\/p>\n<p><b>Dienstag, 23. Oktober: Museumsbesuch und Fahrt nach Cop\u00e1n (Honduras)<\/b><br \/>\nSchon fr\u00fchmorgens macht sich der Jetlag bemerkbar. Ab vier Uhr bin ich pudelmunter. Daf\u00fcr habe ich Zeit, um die Tageszeitung herunter zu laden und zu lesen.<\/p>\nngg_shortcode_1_placeholder\n<p>F\u00fcr heute ist zuerst ein Museumsbesuch in Guatemala Stadt, kurz Guate, vorgesehen, anschliessend fahren wir nach Copan in Hoduras. Aber zuallererst werden unsere Augen und Gaumen mit einem reichhaltigen Fr\u00fchst\u00fccksbuffet verw\u00f6hnt. Nach einem kurzen Rundgang in der Umgebung des Hotels starten wir das Tagesprogramm.<br \/>\nMit unserem Bus erreichen wir nach verschiedenen Staus das Gel\u00e4nde der Fancisco Marroquin-Universit\u00e4t, wo sich das Popol Vuh-Museum befindet. Hier erhalten wir anhand von Keramikfunden, Zeichnungen, Grafiken und zugeh\u00f6rigen Texten einen \u00dcberblick \u00fcber die verschiedenen Phasen der Mayageschichte. Eindr\u00fcckliche Fundgegenst\u00e4nde lassen uns erahnen, wie die Mayas gelebt haben, aber auch feststellen, dass noch viele R\u00e4tsel ungel\u00f6st sind. Popol Vuh ist \u00fcbrigens das heilige Buch der Quich\u00e9-Maya. Mehr dar\u00fcber k\u00f6nnt ihr im Internet erfahren.<br \/>\nAnschliessend geht unsere Fahrt weiter mit Zwischehalten in El Rancho und Chiquimula an die guatemaltekisch-honduranische Grenze. In einem Dorf kurz davor beobachte ich noch eine auff\u00e4llig grosse Menschenmenge und ein grosses Polizeiaufgebot. Unser Chauffeur erkl\u00e4rt mir, dass das honduranische Fl\u00fcchtlinge seien, die weiter nach Mexiko und die USA wollten. Die zu erf\u00fcllenden Formalit\u00e4ten sind wesentlich umst\u00e4ndlicher als im Westen Europas. Doch k\u00f6nnen wir die Grenze nach Erledigung derselben problemlos passieren.<br \/>\nF\u00fcr die Strecke Grenze-Cop\u00e1n ist unsere Geduld gefordert, denn wir m\u00fcssen zwei riesigen Sattelschleppern folgen, die einfach nicht vorw\u00e4rts kommen, da die Strasse verbreitert wird, der Belag aufgerissen wurde und an vielen engen Stellen auch der Gegenverkehr durchgelassen werden muss. Entsch\u00e4digt werden wir durch tolle Sonnenuntergangs- und D\u00e4mmerungsbilder in diesem wilden Berggebiet. \u00dcber fast halsbrecherische anmutende Natur- und Kopfstieinpflasterstrassen erreichen wir bei Dunkelheit unser Hotel \u2013 ein Juwel. In einem Innenhof voller Pflanzen liegt ein Swimmingpool, verschiedene Treppen f\u00fchren zu den grossz\u00fcgigen Zimmern, da und dort pl\u00e4tschert Wasser in ein Becken und ein prachtvoller Garten geh\u00f6rt ebenfalls dazu.<br \/>\nIn einem heimeligen Restaurant, auf der gedeckten Terrasse, geniessen wir das Nachtessen. Der Schlaf stellt sich nach diesem abwechslungsreichen Tag sehr schnell ein.<\/p>\n<p><b>Mittwoch, 24. Oktober: Maya-Ruinen und Thermalbad<\/b><br \/>\nNach einem vorz\u00fcglichen Fr\u00fchst\u00fcck fahren wir um acht zum Maya-Bezirk in Cop\u00e1n. Ren\u00e9 f\u00fchrt uns zusammen mit einem einheimischen Guide durch die Ruinen. Er weiss sehr viel zu erz\u00e4hlen. Es ist wirklich erstaunlich, was die Mayas hier hinterlassen haben. Mit einigen Reiseteilnehmern zusammen wagen wir noch einen Blick in die Tunnels, die von den ausgrabenden Arch\u00e4ologen angeregt und unter den Ruinen gegraben wurden. So k\u00f6nnen wir hier die Bauten verschiedener aufeinanderfolgender Herrscher besichtigen, denn jeder dieser Maya-K\u00f6nige liess \u00fcber den Geb\u00e4uden seiner Vorfahren eigene Bauten nach seinem Gusto erstellen, ohne allerdings die bestehenden abzureissen.<\/p>\nngg_shortcode_2_placeholder\n<p>Den Besuch runden wir im Museum ab, wo eines der \u00e4lteren, verschwundenen Geb\u00e4ude in Originalgr\u00f6sse nachgebildet wurde. Zudem stehen hier viele Originale, die im Freien nachgebildet wurden. Wir erhalten auf diese Weise einen recht umfassenden Einblick in diese f\u00fcr uns fremde und bizarre Kultur. Sogar die Wissenschafter scheinen sich noch nicht in allen Belangen auszukennen, und so werden wahrscheinlich in den n\u00e4chsten Jahrzehnten noch einige neuere Erkenntnisse auftauchen. Von ausserirdischer Mithilfe, von der bei gewissen Autoren die Rede ist, steht allerdings nirgendwas.<br \/>\nUm halb eins kehren wir ins Hotel zur\u00fcck, um uns zu verpflegen und etwas Siesta zu halten.<br \/>\nUm halb drei stehen wir alle mit Badezeug bereit bei der Hotelreception. In zwei Kleinbussen f\u00fchrt die Fahrt in die Berge. Nach einer guten Stunde erreichen wir den Standort einer hoch gelegenen, ergiebigen Thermalwasserquelle mit dem Namen Luna Jaguar. Mitten im Wald ist hier ein Thermalbad mit verschieden warmen Becken, mit romantisch angelegten Wegen und mit einer H\u00e4ngebr\u00fccke \u00fcber den Bach. Hier vergn\u00fcgen und entspannen wir uns. Der H\u00f6hepunkt ist dann das gemeinsame Nachtessen, das uns im intgrierten Restaurant serviert wird. Danach fahren wir bei Nacht und bei aufgehendem Vollmond auf der zum Teil steil abfallenden Strasse zum Hotel zur\u00fcck, wo die meisten von uns schon bald ins Bett steigen und den wohlverdienten Schlaf geniessen.<\/p>\n<p><b>Donnerstag, 25. Oktober: Fahrt \u00fcber Quirigu\u00e1 nach Livingston<\/b><br \/>\nHeute ist eine l\u00e4ngere Fahrt zu bew\u00e4ltigen. Ziel ist Livingston an der Karibikk\u00fcste. Nach dem \u00fcppigen Fr\u00fchst\u00fcck fahren wir um acht Uhr los. Die Rucks\u00e4cke sind so gepackt, dass wir die kommende Nacht ohne Koffer auskommen. Ein guter Teil der Fahrt ist uns bekannt von der Hinfahrt. Die Grenze passieren wir wieder etwas umst\u00e4ndlich, aber problemlos. In Chiquimul\u00e1 machen wir einen Halt, um in einem Einkaufszentrum unser Picknick einzukaufen. Margrit und ich entscheiden uns f\u00fcr Babybananen, eine Avocada, \u00c4pfel und Maischips. Zudem kommt noch ein Kilo schwarze Bohnen dazu zum Heimnehmen, schliesslich soll es dann nach unserer Reise einmal ein guatemaltekisches Essen geben.<br \/>\nDer n\u00e4chste Halt findet in Quirigu\u00e1 statt. Wir fahren hier mitten durch eine Bananenplantage von riesigen Ausmassen. Am Strassenrand halten wir an und begeben uns ein paar Schritte zwischen die Bananenstauden. Die Fruchtst\u00e4nde sind an den Stauden in blaue Plastiks\u00e4cke eingepackt, um sie vor Sch\u00e4dlingen zu sch\u00fctzen. Da f\u00fchrt ein Luftseilb\u00e4hnchen zwischen den Stauden hindurch. Anstelle der Kabinen h\u00e4ngen ganze Fruchtst\u00e4nde am Seil und werden durch eine Sprinkleranlage, die offenbar der Reinigung dient, vom Pfl\u00fcckort zur Sammelstelle gef\u00fchrt.<br \/>\nNach kurzer Weiterfahrt kommen wir zum Eintrittsportal der arch\u00e4ologischen St\u00e4tte. Aber hier in dieser park\u00e4hnlichen Anlage geniessen wir zuerst unser Picknick. Dann f\u00fchrt uns Ren\u00e9 zu den einzelnen Sehensw\u00fcrdigkeiten und erkl\u00e4rt uns in gewohnt sachkundiger Art die Zusammenh\u00e4nge und die historische Abfolge. Interessant ist insbesondere die Verkn\u00fcpfung mit der Fundstelle in Cop\u00e1n. Es ist heiss, die Sonne brennt auf unsere K\u00f6pfe, so dass nach dieser anstrenenden F\u00fchrung ein k\u00fchles Getr\u00e4nk wohltut.<\/p>\nngg_shortcode_3_placeholder\n<p>Die Fahrt f\u00fchrt weiter durch riesige Weidegebiete nach Puerto Barrios. Speziell an diesen Rinderweiden ist, dass \u00fcberall Palmen drin stehen. Die Rinder der Rasse Brahman bieten einen ungewohnten Anblick mit ihren H\u00e4ngeohren und ihrem Zebubuckel. Vor unserem Ziel geraten wir noch in einen veritablen Stau. Aber als dann schon die D\u00e4mmerung einzusetzen beginnt, erreichen wir den Hafen, wo die ganze Reisegesellschaft in zwei Motorboote einsteigt. Livingston ist nur auf dem Wasserweg erreichbar. So gelangen wir nach rasanter Fahrt zu unserem Hotel, direkt an der M\u00fcndung des Dulce River gelegen. Und wiederum hat Ren\u00e9 ein fantastisches Hotel ausgew\u00e4hlt. Wir werden mit einem k\u00fchlen Begr\u00fcssungsdrink und einem k\u00fchl-feuchten Waschlappen zur Erfrischung empfangen.<br \/>\nWir geniessen den Aperitif in der Budubar und das Essen in einem einfachen Restaurante, das von Gar\u00edfunas betrieben wird. Diese sind Abk\u00f6mmlinge schwarzer Sklaven, die sich hier an der K\u00fcste ansiedelten. Den Gute Nacht-Drink schl\u00fcrfen wir auf der Hotelterrasse \u2013 ein echter Karibik-Traum.<\/p>\n<p><b>Freitag, 26. Oktober: Transfer von Livingston nach Flores<\/b><br \/>\nKurz nach f\u00fcnf Uhr bin ich wach. Draussen ist bereits Betrieb. Man h\u00f6rt die Motoren einiger Boote, Musik von einem Radio und verschiedene andere T\u00e4tigkeiten. Schon bald stimmen auch verschiedene Vogelarten ein. Da dr\u00e4ngt sich auf, den Feldstecher zu aktivieren. Auf der Zimmerterrasse k\u00f6nnen wir wunderbar das Getue rund eines Dutzends Rabengeier auf einer nahen Palme beobachten. Unmittelbar vor uns, auf einer anderen Palme, singen und karisieren bis zu vier kleinere V\u00f6gel mit gelber Brust, einem schwarzen Augenstreif und dar\u00fcber einem weissen Streifen. Am Wasser unten sind Braunpelikane, Kormorane und Silberreiher zu beobachten. Und pl\u00f6tzlich taucht neben anderen unbestimmten V\u00f6geln ein Yucat\u00e1nspecht auf. So vergeht die Zeit schnell bis zur Morgentoilette und zum Fr\u00fchst\u00fcck.<\/p>\nngg_shortcode_4_placeholder\n<p>Mit zwei Booten fahren wir nun den Dulce River hoch Richtung Lago de Izabal. Unser Schifff\u00fchrer f\u00e4hrt ans Ufer und in Buchten, wo sich unter anderen auch ein Leguan und die bereits vor dem Fr\u00fchst\u00fcck gesehenen V\u00f6gel beobachten lassen. Dazu kommt noch ein Gelbstirn-Blatth\u00fchnchen.<br \/>\nBei einem Halt lernen wir noch eine initiative guatemaltekische Familie kennen, die den vorbeifahrenden Touristen k\u00fchle Getr\u00e4nke, selbstgemachte Tortillas und Souvenirs anbietet. Wir sind nicht die einzigen Touristen, die dort Halt machen. Wir fahren anschliessend weiter bis zum Castillo de San Felipe de Lara, von dem aus fr\u00fcher der Zugang zum See kontrolliert werden konnte.<br \/>\nIn der Ortschaft Rio Dulce geniessen die meisten von uns ein Tabado, ein typisches Gericht dieser Region. Es ist eine Art Fischsuppe mit einem ganzen Fisch und verschiedenen Meeresfr\u00fcchten, mit Kokosmilch zubereitet. Schmeckt wirklich lecker!<br \/>\nDie Weiterfahrt mit dem Bus in die N\u00e4he von Flores verl\u00e4uft ohne Stau. Allerdings ist bei unserer Ankunft die Sonne bereits untergegangen, aber die Stimmung ist grandios. Nachtessen brauchen wir nach diesem Mittagessen nicht mehr. So lassen wir den Tag bei einem Drink auf der Terrasse unseres Hotels ausklingen.<\/p>\n<p><b>Samstag, 27. Oktober: Fahrt zur Chiminos Island Lodge und Besuch von Aguatec\u00e1<\/b><br \/>\nVor dem Morgenessen unternehmen wir einen Spaziergang am Seeufer. Da gibt es schon etwas zu sehen. Auf dem gegen\u00fcberliegenden Ufer besetzt eine Kolonie Silberreiher mehrere B\u00e4ume und auf unserer Seite macht sich einer der bisher unbestimmten V\u00f6gel bemerkbar. Auf dem Spaziergang h\u00f6ren wir immer wieder das Klopfen eines Spechtes und begegnen einem scheuen H\u00fchnchen, wahrscheinlich ein Sumpfhuhn. Nach dem Morgenessen, das aus einem Fr\u00fcchtecocktail, einer Omelette mit Garnitur, Toastbrot, Butter und Marmelade sowie Kaffee mit Milch besteht, werden wir noch ans Seeufer gerufen. Da zeigt sich ein Krokodil im Wasser, das allerdings vom Kellner mit Brot gef\u00fcttert wird.<\/p>\nngg_shortcode_5_placeholder\n<p>Danach geht unsere Reise im Bus weiter. Wir haben f\u00fcr die kommende Nacht den Rucksack gepackt, denn der Koffer bleibt im Bus. \u00dcber Flores werden wir an den Rio Pasion gefahren, wo wir in ein Langboot umsteigen. Dieses f\u00fchrt uns zur Chiminos Island Lodge am Ufer der Laguna Petexbat\u00fan, wo wir zum Mittagessen erwartet werden. Auf der Fahrt begegnen wir u.a. einem rotbraun gef\u00e4rbten Adler mit hellem Kopf und zweimal je einer Gruppe Br\u00fcllaffen. Sie bewegen sich in den Kronen hoher B\u00e4ume und geben mit lautem Br\u00fcllen und Knurren kund, dass ihnen unsere Anwesenheit in ihrem Revier absolut missf\u00e4llt. In der Lodge angekommen, gibt es eine leckere Guisquilsuppe, eine Art Kohlgem\u00fcse, fein zubereitetes H\u00fchnchenfleisch mit Reis und Gem\u00fcse und zum Dessert Wassermelone.<br \/>\nNach dem Bezug unserer zugeteilten H\u00fctten starten wir zum Ausflug zur Mayasiedlung Aguatec\u00e1. Mit dem Langboot fahren wir \u00fcber den See und den Arroyo Petexbat\u00fan zu einer Landestelle. Hier k\u00fcndigen alte, verblichene und teilweise zerst\u00f6rte Hinweistafeln an, dass sich hier in der N\u00e4he die arch\u00e4ologische Mayast\u00e4tte Aguatec\u00e1 befindet. \u00dcber eine mit halb verfaulten Brettern, zum Teil notd\u00fcrftig geflickt, und unregelm\u00e4ssig hohen Stufen gelangen wir zum Eingangsgeb\u00e4ude, dessen Dach ganz fehlt, dessen Fensterscheiben weitgehend zerst\u00f6rt sind und dessen Mobiliar mir Ausnahme eines halb verfaulten Stehpultes inexistent ist. Immerhin ist ein Museumsw\u00e4chter da, der seinen Dienst hier weit abgeschieden von jeglicher Zivilisation wahrnimmt. Ren\u00e9 erkl\u00e4rt uns anhand eines \u00dcbersichtsplans die Anlage und die geschichtlichen Hintergr\u00fcnde. Dann machen wir uns auf den Rundgang, der zuerst am Fuss einer rund 50 m hohen Kalkwand entlang durch dichten Wald f\u00fchrt. Der Weg ist mit glitschigen feuchten Steinen \u00fcbers\u00e4t und Baumwurzeln \u00fcberqueren ihn in alle Richtungen. Wir gelangen zu einem Unterstand, einem Aussichtspunkt hoch \u00fcber dem See und der Ebene. Nach einem weiteren Aufstieg teilen wir uns in zwei Gruppen auf. Die eine nimmt den etwas einfacher angelegten Pfad zum Wohnsitz des damals hier herrschenden Mayaf\u00fcrsten. Zu sechst steigen wir in einen bis zu dreissig Meter hohen, engen Canyon hinunter und gehen einige hundert Meter der Sohle entlang bis zum Aufstieg, der uns wieder zur anderen Gruppe zur\u00fcckf\u00fchrt. Und nat\u00fcrlich begegnen wir wiederum den Br\u00fcllaffen, deren lauthalse Proteste uns schon die ganze Zeit aus der Ferne begleiteten. Wir treffen nach kurzer Zeit unsere Gef\u00e4hrten, und Ren\u00e9 gibt uns die Erkl\u00e4rungen zu den hier stehenden Ruinen, die bis zur Zeit des Niedergangs der Mayakultur im 9. Jahrhundert bewohnt und dann als Folge feindlicher Angriffe verlassen wurden.<br \/>\nDie R\u00fcckfahrt zur Lodge erfolgt mit dem Boot. Und da offeriert Ren\u00e9 uns allen noch einen Cuba libre. Dabei werden wir aufgefordert, mal ganz stille zu werden und den Stimmen der Natur bei untergehender Sonne zu lauschen. Das animiert darauf einige Teilnehmer, ein Lied anzustimmen. So kommen wir bei Dunkelheit in der Lodge an, gehen duschen und geniessen anschliessend das in der Lodge-K\u00fcche zubereitete k\u00f6stliche Abendessen. Da bereits kurz nach neun das Licht ausgeht und das Bier alle ist, kehrt schon bald Nachtruhe ein.<\/p>\n<p><b>Sonntag, 28. Oktober: Fahrt nach Tikal<\/b><br \/>\nMargrit und und ich unternehmen bei Sonnenaufgang eine Entdeckungstour im Gel\u00e4nde der Lodge. Wir entdecken einen kleinen Frosch, der \u00e4hnlich aussieht wie ein Grasfrosch, sowie ein eichh\u00f6rnchen\u00e4hnliches Tier am Fusse eines Baumes. Bei einer Weggabelung steht ein Wegweiser, der zur Akropolis f\u00fchrt. Wir folgen ihm und erkennen auf einem H\u00fcgel eine Lichtung. Und da steht wiederum ein Wegweiser, der den Weg zum Ballspielplatz der Mayas f\u00fchrt. Dort sind noch zwei parallel verlaufene W\u00e4lle sichtbar. Ein weiterer Wegweiser f\u00fchrt uns zu einer Mauer und einem Kanal. Da scheint der Weg am Ende zu sein. Begleitet werden wir vom Fauchen und Knurren der Br\u00fcllaffen und vielen anderen T\u00f6nen und Ger\u00e4uschen.<\/p>\nngg_shortcode_6_placeholder\n<p>Nach unserer R\u00fcckkehr zur H\u00fctte, m\u00fcssen wir uns mit Zusammenr\u00e4umen und Packen beeilen, denn das Morgenessen steht auf dem Programm: Omelette mit Bohnenmus, Tortillas, gebeites Brot, Butter und Hibiskuskonfi, Kaffee.<br \/>\nDie Bootsfahrt zur\u00fcck zum Rio de la Passion, wo unser Bus uns erwartet verl\u00e4uft ohne spezielle H\u00f6hepunkte. Mit dem Bus fahren wir nach Flores, wo wir uns etwas die F\u00fcsse vertreten und etwas essen k\u00f6nnen. Das St\u00e4dtchen liegt auf einer Insel des Lago Pet\u00e9n Itza, die \u00fcber einen Damm und \u00fcber eine Br\u00fccke mit dem Festland verbunden ist, Enge G\u00e4sschen f\u00fchren durch das St\u00e4dtchen. Die H\u00e4user sind verschiedenfarbig gestrichen. Auf der h\u00f6chsten Erhebung befindet sich ein Kleiner Park und die Kirche. Eine Strasse f\u00fchrt dem Wasser entlang rund um die Insel. Sie steht aber zurzeit zum Teil unter Wasser, da jetzt, am Ende der Regenzeit, der Seespiegel sehr hoch steht.<br \/>\nAnschliessend f\u00fchrt die Fahrt weiter nach Tikal, wo unser Hotel f\u00fcr die n\u00e4chste Nacht steht. Schon kurz nach unserer Ankunft k\u00f6nnen wir die Zimmer beziehen und uns im Pool abk\u00fchlen. Ein Platzregen k\u00fchlt dann auch die Luft ab, so dass der von Beatrice gespendete Cuba Libre bereits wieder n\u00f6tig wird, uns geht nervlich zu w\u00e4rmen. Um halb sechs gibt es Strom, warmes Wasser und Internet, und ab jetzt sind alle anderweitig besch\u00e4ftigt. Ein leckeres Abendessen im Hotelrestaurant rundet den Tag ab. Um halb zehn werden die Annehmlichkeiten unserer Zivilisation wieder abgeschaltet. So bleibt nicht viel anderes \u00fcbrig als schlafen zu gehen und sich auf den Morgen zu freuen, denn um halb sieben wird alles wieder eingeschaltet. Jetzt ist es so weit: Ich kann meinen Text hochladen.<\/p>\n<p><b>Montag, 29. Oktober: Besuch von Tikal und Fahrt nach Flores<\/b><br \/>\nDer heutige Tag ist zur Hauptsache der Besichtigung von Tikal gewidmet. Nach dem Packen unserer Koffer und dem Fr\u00fchst\u00fcck starten wir mit dem Rundgang durch das arch\u00e4ologische Gel\u00e4nde um halb neun Uhr zusammen mit Ren\u00e9 und einem lokalen Guide. Ren\u00e9 erkl\u00e4rt uns die geschichtlichen Zusammenh\u00e4nge, der Guide macht uns immer wieder auf besondere Pflanzen und Tiere aufmerksam. Es t\u00f6nt einfach fantastisch, wenn wir durch diese von den Maya hinterlassenen Monumente gehen, mit welchen Mitteln und mit welchem Aufwand sie erstellt wurden, welche Stellung die Mayaf\u00fcrsten einnahmen und wie wenig Wissen \u00fcber das Leben in den politischen Gebilden vorhanden ist. Das Denken und die Lebensweise dieser Menschen ist uns sehr fremd.<\/p>\nngg_shortcode_7_placeholder\n<p>Wir besteigen Pyramiden, deren Spitzen wohl Tempel beherbergten, gehen durch Pal\u00e4ste mit meterdicken Steinmauern, bewundern die Bauweise, bei der jeder Herrscher seine Geb\u00e4ude \u00fcber die Bauten seines Vorfahren erstellte, und geniessen die Aussicht und die weite dieser Anlage. Einfach sagenhaft. Um viertel nach eins ist unser Rundgang abgeschlossen, nachdem wir als H\u00f6hepunkt unserer Besichtigungstour die zentrale Akropolis und die Gran Plaza besuchen.<br \/>\nBis drei Uhr haben wir noch Zeit, uns hier im Gel\u00e4nde aufzuhalten. Margrit und ich nutzen die Zeit, indem wir noch eine Klammeraffengruppe hoch in den Baumwipfeln beobachten, gem\u00fctlich Richtung Ausgang schlendern, Ausschau nach V\u00f6geln halten, uns in den Souvenirshops noch etwas umsehen und kleine Geschenke f\u00fcr die Daheimgebliebenen posten.<br \/>\nAnschliessend erfolgt per Bus der Transfer nach Flores, wo f\u00fcr uns das Hotel gebucht ist. Nach dem Poolbesuch, einem Drink auf der Seeterrasse gehen wir alle in einem Lokal am See gemeinsam essen. Da kommen noch ein paar Musikanten vorbei und bringen uns alle dazu, ein paar wenige Worte mitzusingen. Danach sind die meisten Reiseteilnehmer bettreif, denn morgen ist fr\u00fch Tagwache. Nur ein paar Unentwegte genehmigen sich noch einen Schlummertrunk in der Terrassenbar.<\/p>\n<p><b>Dienstag, 30. Oktober: Flug nach Guate, Busfahrt nach Quetzaltenango<\/b><br \/>\nUm 05.45 Uhr ist Tagwache, eine halbe Stunde sp\u00e4ter Morgenessen, und um 06.45 Uhr f\u00e4hrt der Bus zum Flughafen von Flores. Mit einer Maschine des Typs Embraer-145 fliegen wir in gut einer halben Stunde nach Guatemala-Stadt. Per Bus geht die Reise weiter durch gebirgiges Gel\u00e4nde ins Hochland von Guatemala. Ren\u00e9 versorgt uns unterwegs immer wieder mit interessanten Informationen zu Bev\u00f6lkerung, Wirtschaft und Politik der aktuellen Gegend.<br \/>\nEinen ersten Halt machen wir auf rund 2600 m H\u00f6he und geniessen die Aussicht auf den Atitlan-See.<br \/>\nAuf der Weiterfahrt halten wir noch bei einer \u00abKleinziegelei\u00bb an. Hier werden einfache Bausteine und Ziegel in Schwerstarbeit aus Lehm, Sand und Wasser von Hand hergestellt und auch gebrannt. Zwei Buben sind bei diesem Prozess neben ein paar M\u00e4nnern beteiligt. Zwei dieser M\u00e4nner stampfen mit den nackten F\u00fcssen, fast bis zu den Knien in der Masse steckend. Ren\u00e9 nennt uns die Preise f\u00fcr diese Backsteine und Ziegel. Solche Preise sind in unseren Augen das Betteln vers\u00e4umt.<\/p>\nngg_shortcode_8_placeholder\n<p>Den Mittagshalt beim Restaurante Katok nutzen wir f\u00fcr eine Zwischenverpflegung. Ich geniesse eine f\u00fcr die Gegend typische Spezialit\u00e4t, spezielle W\u00fcrstchen auf schwarzen Maistortillas.<br \/>\nDer n\u00e4chste Halt gibt uns einen Einblick, wie der \u00d6V hier funktioniert. Bei der Kreuzung Quattro Caminos beobachten wir eine Zeitlang, wie die Busse, \u00fcbrigens bunt lackiert, mit imposanten Fronten und silbernen H\u00f6rnern versehen, am Strassenrand anhalten. Bunt gekleidete und schwer bepackte Passagiere, vorwiegend Indigenas, steigen ein und aus. Ausrufer dirigieren sie lautstark zum richtigen Bus und sorgen daf\u00fcr, dass sie den Einstieg nicht verpassen, ein Chaos sondergleichen. Da sch\u00e4tzen wir es, dass wir ohne Eile und Dr\u00e4ngen unseren Bus wieder besteigen k\u00f6nnen. Und der f\u00e4hrt uns als n\u00e4chstes nach San Andr\u00e9s Xecul.<br \/>\nDort gibt es eine besondere Kirchenfront. Ren\u00e9 gibt uns das R\u00e4tsel auf, vier Jaguare darauf zu erkennen, was den gefitzteren Reiseteilnehmern leicht f\u00e4llt, mir aber gewaltig M\u00fche bereitet. Zudem werde wir hier Zeugen einer Gesundheits-Pr\u00e4ventionsveranstaltung. Mit lauter Musik und Zaubertricks gibt ein Clown den zuschauenden Kindern Tipps zur Gesundheit. Aufgestellte Plakatw\u00e4nde vertiefen die Darbietungen des Clowns.<br \/>\nDie Fahrt f\u00fchrt uns nun zum Hotel in Quetzaltenango. Hier f\u00fchrt uns Ren\u00e9 zuerst in den Palacio Municipal mit einem wundersch\u00f6nen Sitzungssaal, wo von alle guatemaltekischen Pr\u00e4sidenten ein Portraitbild h\u00e4ngt und von den offiziellen Besuchern die Staatsflagge aufgestellt ist. Zum Abschluss besuchen wir einen Familienbetrieb, ein Caf\u00e9, wo heisse Schokolade in verschiedenen Variationen angeboten wird. Ich verlange eine Variante, die hier unbekannt ist, aber in den Pistenrestaurants in \u00d6sterreich angeboten wird, einen Lumumba. Prompt wird nach l\u00e4ngerem Warten Die \u00f6sterreichische Version serviert. Und sie schmeckt u.a. auch unserem Mitreisenden Sepp. Ob sie hier in Zukunft ins Angebot aufgenommen wird, ist noch h\u00e4ngig. Neben geschlagener Nidel geh\u00f6rt ein Schuss Rum hinein.<br \/>\nDas Tagesprogramm kann nun individuell abgeschlossen werden.<\/p>\n<p><b>Mittwoch, 31. Oktober: Almolonga, Zunil, Thermalbad, Huehuetenango<\/b><br \/>\nSchon w\u00e4hrend des Fr\u00fchst\u00fccks werden unsere Koffer in den Bus verladen. Die Reise f\u00fchrt uns nach Almolonga auf den Markt. Im Gewirr der praktisch nur einheimischen Marktbesucher lassen wir uns durch die Marktst\u00e4nde mit verschiedensten Gem\u00fcsen und Fr\u00fcchten treiben. Auf Allerheiligen sind ganz verschiedene Blumen, speziell auch Chrysanthemen, aktuelle Handelsware. Aber auch andere G\u00fcter wie Fleisch, Fische, Eier usw. werden angeboten. Die Einheimischen sind sehr kleine Leute, oft zwei und mehr K\u00f6pfe k\u00fcrzer als wir. Die Frauen tragen bunte Trachten, tragen oft schwere Lasten auf dem Kopf, und wenn sie nichts tragen, haben sie ein buntes, zusammengelegtes Tuch drauf. Da ist wirklich viel los. In den Strassen neben dem Markt herrscht ein gewaltiges Verkehrschaos, denn da werden die oft en gros gekauften Waren auf Pickups und kleine Laster verladen, um sie an ihre Bestimmungsorte zu bringen. Wir kaufen uns ein paar s\u00fcsse Bananen und Avocados und erfreuen uns am farbenpr\u00e4chtigen und gesch\u00e4ftigen Treiben.<\/p>\nngg_shortcode_9_placeholder\n<p>Der n\u00e4chste H\u00f6hepunkt findet in Zunil statt. Wir gehen da auf den Friedhof, wo sehr viele Leute damit besch\u00e4ftigt sind, die Gr\u00e4ber ihrer verstorbenen Angeh\u00f6rigen f\u00fcr das bevorstehende Allerheiligen-Fest prunkvoll zu schm\u00fccken. Mit Blumen, Nadelholz\u00e4sten und verschiedenen anderen Pflanzen werden zum Teil riesige und farbenpr\u00e4chtige Gebinde hergestellt. Ausserhalb des Friedhofs bieten H\u00e4ndler die Zutaten f\u00fcr den Schmuck und allerlei Esswaren an, teilweise frisch gekocht. Da herrscht ein reges, f\u00fcr uns ungewohntes Treiben. Mir macht unsere Fotografierwut zwischen den Gr\u00e4bern einige M\u00fche, wobei ich allerdings den Eindruck habe, dass sich die Einheimischen nicht gross um unsere Anwesenheit k\u00fcmmern.<br \/>\nDer Markt von Zunil bietet ebenfalls ein spezielles Bild. Neben den \u00fcblichen Artikeln wird hier aber von einer San Simon-Gemeinschaft ein \u00abErl\u00f6sungsritual\u00bb angeboten. Wir k\u00f6nnen ein Ticket und zudem f\u00fcr zehn Quetzales eine Fotografiererlaubnis kaufen. Was hier geboten wird, passt mir gar nicht, und ich verlasse den Ort umgehend mit dem schlechten Gef\u00fchl, dass hier abergl\u00e4ubische Menschen \u00fcber den Tisch gezogen werden.<br \/>\nAls n\u00e4chstes besuchen <span style=\"background-color: transparent; border-image-outset: 0; border-image-repeat: stretch; border-image-slice: 100%; border-image-source: none; border-image-width: 1; color: #111111; display: inline; float: none; font-family: verdana,arial; font-size: 16px; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; line-height: 24px; orphans: 2; text-align: left; text-decoration: none; text-indent: 0px; text-transform: none; -webkit-text-stroke-width: 0px; white-space: normal; word-spacing: 0px; border: 0px none #111111;\">wir <\/span>\u00fcber eine schmale und kurvenreiche Bergstrasse das Thermalbad Fuentes Georginas und lassen es uns im warmen Schwefelwasser wohl sein. Da hier dichter Nebel herrscht und das heisse Wasser zus\u00e4tzliche Dampfwolken erzeugt, herrscht eine mystische Stimmung. Im Restaurant geniesse ich eine schwarze Bohnensuppe (Sopa de frijoles). Sie schmeckt mir.<br \/>\nWohlbehalten langen wir bereits bei Dunkelheit bei unserem Hotel in Huehuetenango ein und gehen anschliessend gemeinsam essen. In der Stadt wird der Vorabend von Allerheiligen mit lauter Musik aus verschiedenen Lokalen, von einer B\u00fchne auf der Gran Plaza und aus den riesigen Lautsprecherboxen in offenen Autos, die st\u00e4ndig in der Stadt herumkurven, gefeiert \u2013 f\u00fcr unsere Ohren zu laut, was uns ein ruhigeres Eckchen f\u00fcr den Schlummertrunk suchen l\u00e4sst. Die Nachtruhe k\u00f6nnen wir auch nicht so richtig geniessen, da es \u00fcberall sehr laut ist.<\/p>\n<p><b>Donnerstag, 1. November: Todos Santos und Fahrt nach Chichicastenango<\/b><br \/>\nDa uns heute eine lange Fahrt bevorsteht, setzt Ren\u00e9 die Abfahrtszeit auf sieben Uhr an. Margrit hat den Wecker auf f\u00fcnf eigestellt. Da ich aber aber eine praktisch schlaflose Nacht hinter mir habe, bin ich sowieso wach. Der starke Kaffee am Abend, das reichliche Nachtessen und damit einhergehende Verdauungsprobleme liessen mich nicht schlafen. Nun ist aber ein neuer Tag angebrochen. Jedenfalls sind wir um sieben im Bus und bereit auf ein neues Abenteuer.<br \/>\nDie Fahrt f\u00fchrt \u00fcber die Kette der Cuchumantanes. Die Strasse ist steil und kurvenreich. Auf rund 3100 m \u00fc.M. machen wir beim Aussichtspunkt Juan Di\u00e9guez Olaverri Halt. Die Aussicht ist fantastisch. Man sieht unheimlich weit. Ren\u00e9 nennt einige Namen, aber diese zu behalten, ist ein anderes Thema. Da sind Gebirge, Ebenen, Vulkane und St\u00e4dte erkennbar, wirklich beeindruckend.<\/p>\nngg_shortcode_10_placeholder\n<p>Die Fahrt f\u00fchrt weiter \u00fcber die Hochebene der Cuchumantanes und dann wieder steil und weit hinunter nach Todos Santos. Gem\u00e4ss Ren\u00e9s Ausf\u00fchrungen ist es ein reicher Ort,da viele Einwohner in die USA emigrierten und dort einen guten Verdienst erreichten, der in Form von Zahlungen an die Zur\u00fcckgebliebebnen oder nach ihrer R\u00fcckkehr Todos Santos wieder zugut kam.<br \/>\nWir steigen am Ortsrand aus und begeben uns zu Fuss ins Zentrum. Je n\u00e4her wir kommen, desto mehr Leute treffen wir an: Frauen und M\u00e4dchen in traditionellen, bunten Trachten, M\u00e4nner und Knaben in rotweiss gestreiften Hosen und mit goldweiss gestreiften Jacken mit den Frauentrachten nachempfundenen grossen Kragen.<br \/>\nIm Zentrum ist Hochbetrieb. Da gibt es St\u00e4nde mit Esswaren, Souvenirartikeln, Spielsachen, Gl\u00fccksspielen: Kilbi total. Ein Gedr\u00e4nge herrscht. Und in diesem Gedr\u00e4nge treffen wir Carolina, eine Schweizerin, deren Mutter hier in Todos Santos aufwuchs und die selbst ihre fr\u00fche Kindheit hier verbrachte: Die Welt ist doch klein!<br \/>\nEtwas ausserhalb des Dorfes finden Pferderennen der besonderen Art statt. Die Reiter in bunten Kost\u00fcmen sind auf einer sandigen Piste unterwegs hin und her von einem Ende zum andern und m\u00fcssen dort jeweils einen Schnaps trinken. Wann und wie das Rennen beendet wird, ist mir unbekannt. Auf jeden Fall m\u00fcssen wir \u00fcber schlafende \u00abAlkoholleichen\u00bb steigen, um einen g\u00fcnstigen Beobachtunsplatz zu ergattern.<br \/>\nZwei Riesenr\u00e4der sind im Dorf aufgestellt. Margrit findet, das m\u00fcssen wir nutzen. So steigen wir im Dorf zur Schule hoch, wo das eine Rad steht. Wir treffen noch Beatrice an, die ebenfalls mitmachen will. So l\u00f6sen wir, ohne uns genauer zu informieren, drei Tickets f\u00fcr 25 Quetzales und besteigen die Sessel, Margrit und ich zusammen, Beatrice etwas sp\u00e4ter einen zweiten. Mit einer Stange vor unseren B\u00e4uchen werden wir gesichert. Es versteht sich, dass ich den Bauch etwas einziehen muss, denn die Einheimischen sind wirklich Leichtgewichte. Und dann beginnt der Spass. In kleinen Schritten steigt der Sessel etwas h\u00f6her, denn in den folgenden Sesseln werden die Passagiere ebenfalls ausgewechselt. Jedesmal schaukelt der Sessel etwas, und das in immer gr\u00f6sserer H\u00f6he. Einmal sind ja dann alle Sessel neu besetzt. Jetzt geht der Spass erst recht los. Das Rad beschleunigt seine Fahrt, und zwar r\u00fcckw\u00e4rts zu unserer Sitzrichtung, und immer schneller. Uns wird es recht ungem\u00fctlich, wenn nicht sogar ungeheuer. Zum Gl\u00fcck erfolgen dann endlich die Verlangsamung der Drehung bis zum Stillstand. Wir haben\u2019s geschafft. Da beginnt aber das Rad in engegengesetzter Richtung zu drehen und wird immer schneller. Zum Gl\u00fcck haben wir die Sicherunsstange, und sie h\u00e4lt. Mir wird langsam \u00fcbel, Margrit erlebt Schrecksekunden. Sie schreit, andere allerdings auch. Und dann kommt der Halt. Endlich! Wir sind froh, als wir endlich dem Mordsger\u00e4t entsteigen k\u00f6nnen, zwar mit etwas zittrigen Beinen, ansonsten aber unversehrt. Nach diesem Schreck ist ein Cuba libre f\u00e4llig.<br \/>\nEs g\u00e4be noch viel zu berichten \u00fcber diesen Ort, der den Namen des heutigen Tages tr\u00e4gt.<br \/>\nDie R\u00fcckfahrt verl\u00e4uft ganz normal. Sie f\u00fchrt uns nach Chichicastenango zum Hotel, wo ich nach der letzten schlaflosen Nacht ohne Znacht ins Bett steige. Und das lohnt sich. Jedenfalls bekomme ich nicht mehr mit, wann Margrit zu Bett geht, trotz der Knallpetarden, die zu Ehren aller Heiligen rund ums Hotel abgefeuert werden.<\/p>\n<p><b>Freitag, 2. November: Fahrt nach Santa Catarina am Atitl\u00e1n-See<\/b><br \/>\nSchon fr\u00fch werde ich durch B\u00f6llersch\u00fcsse geweckt. Es ist hier offensichtlich \u00fcblich, an Allerheiligen Knallk\u00f6rper zu z\u00fcnden. Zudem sind hupende Lastwagen unterwegs.<br \/>\nHeute steht uns ein gem\u00fctlicher Tag bevor. Um halb neun starten wir mit dem Programm. Gemeinsam gehen wir durch den Markt, besuchen die Thomaskirche, wo uns Ren\u00e9 fachkundig erkl\u00e4rt, wie die Spanier bei und nach der Eroberung der Urbev\u00f6lkerung wirkten und wie sie das Christentum unter den Indigenas verbreiteten. Gegen\u00fcber steht eine Kalvarien-Kapelle, vor der gerade eine Zeremonie, ein Opfer stattfindet, bei der eine Frau das Feuer auf einem Altar mit verschiedenen Fl\u00fcssigkeiten bespr\u00fcht und beschw\u00f6rende Worte spricht. \u00dcbrigens wurde das Buch Popol Vuh, das heilige Buch der Mayas in dieser Stadt gefunden und \u00fcbersetzt.<\/p>\nngg_shortcode_11_placeholder\n<p>Der n\u00e4chste Besuch gilt dem Friedhof, wo heute, an Allerseelen, sehr viel los ist. Hier besuchen die Leute ihre Toten, lassen sich am reich geschm\u00fcckten Grab nieder, picknicken und reden miteinander und hinterlassen auf den Gr\u00e4bern Essen und Trinken. Auch hier sind St\u00e4nde mit Esswaren und fliegende H\u00e4ndler mit Glace und S\u00fcssigkeiten unterwegs. Da und dort spielt eine Musikkapelle und beim Friedhofeingang wird eine Messe gelesen. Kinder lassen \u00fcberall Drachen steigen. Ab hier sind wir frei und m\u00fcssen um zw\u00f6lf Uhr beim Hotel zur\u00fcck sein f\u00fcrs Auschecken und die Weiterreise.<br \/>\nBeim n\u00e4chsten Halt in Panajachel am Atitl\u00e1n-See geniessen wir freien Ausgang. Wir essen dort zuerst auf einer Seeterrasse etwas Kleines und erkunden dann die ganze Seeuferpromenade. Es windet ziemlich stark, der Wellengang ist als Folge davon entsprechend. Der Strasse zum Ortszentrum entlang gelangen wir gem\u00e4chlich durch die vielen Souvenirst\u00e4nde zu unserem abgemachten Treffpunkt. Hier triff dann auch David, der Bekannte von Beatrice und Guide des morgigen Tages ein. Er \u00fcberrascht uns alle mit einem Kugelschreiber mit einem bunten, textilen \u00dcberzug, auf dem unsere Namen zu lesen sind.<br \/>\nDie Weiterfahrt f\u00fchrt uns zu unserem Hotel in Santa Catarina, sehr nahe am Ufer des Atitl\u00e1n-See. Hier kann man sich wohlf\u00fchlen in grossz\u00fcgiger und stiller Umgebung. Wir machen zu zweit zu Fuss noch einen kleinen Abstecher zum See, um den Sonnenuntergang zu fotografieren, aber heute Abend findet dieser hinter dichten Wolken statt.<\/p>\n<p><b>Samstag, 3. November: Schifffahrt auf dem Atitl\u00e1n-See<\/b><br \/>\nHeute ist Ausschlafen angesagt. Aber ab morgens um vier bin ich bereits ausgeschlafen. Ab f\u00fcnf kr\u00e4hen die H\u00e4hne im Dorf. Und so schreibe ich an diesem Bericht und lese noch etwas.<br \/>\n<i>Wissen Sie, wie Kaffee hergestellt wird? Dies und anderes haben wir heute auf dem Programm.<\/i><br \/>\nNach dem Fr\u00fchst\u00fcck besammeln wir uns vor der Rezeption draussen. David st\u00f6sst ebenfalls zu uns und bringt die in Auftrag gegebenen Kugelschreiber mit. Wir gehen zum Bootssteg, wo uns bereits ein Ausflugsboot samt Kapit\u00e4n erwartet. Die Reise geht quer \u00fcber den See nach San SanJuan Laguna am Fuss des&nbsp; Vulkans San Pedro. Hier steigen wir aus und \u00abklettern\u00bb die steile Hauptstrasse hoch, vorbei an unz\u00e4hligen Souvenirst\u00e4nden und -l\u00e4den bis zur Kirche. Beatrice und Sepp legen die Steigung mit dem Mototaxi zur\u00fcck.<br \/>\nIm Dorf besuchen wir ein Frauenkooperative, die sich der traditionellen Verarbeitung der Baumwolle verpflichtet f\u00fchlt und die alten Handwerkstechniken den jungen Frauen und M\u00e4dchen weiter vermittelt. Eine Frau f\u00fchrt uns vor und referiert dar\u00fcber, wie aus den Baumwollfr\u00fcchten letztlich verschiedenfarbige Stoffe entstehen. Dabei wird wenn immer m\u00f6glich auf fr\u00fcher praktizierte Methoden zur\u00fcckgegriffen. Sie zeigt uns, wie die Reinigung der Baumwollkapseln, das Verkn\u00fcpfen der Fasern, das Spinnen, das F\u00e4rben mit nat\u00fcrlichen Produkten und das Weben erfolgen. Beeindruckt von ihren Vorf\u00fchrungen kaufen einige unserer Reiseteilnehmerinnen Sch\u00e4le und andere Gegenst\u00e4nde.<br \/>\nMit dem Schiff geht es darauf weiter nach Santiago La Laguna. In einem wundersch\u00f6n gelegenen Beizli mit prachtvollem Garten bestellen wir uns etwas zu essen und trinken.<\/p>\nngg_shortcode_12_placeholder\n<p>Nach dieser Mittagspause werden wir von einem Pickup abgeholt. Wir alle 17 Personen sollten da hintendrauf auf die Ladebr\u00fccke steigen. Ren\u00e9 will das aber nicht verantworten und ruft noch vier oder f\u00fcnf Mototaxis. Margrit und mich trifft es auf ein solches. So tuckern wir mit unserem Fahrer durch das St\u00e4dtchen und ein St\u00fcck aufs Land hinaus zu einer Kaffeeplantage, auf der Versuche mit verschiedenen Pflanzen aus Brasilien gemacht und die Kleinbauern aus der Umgebung geschult werden. Hier erfahren wir sehr viel \u00fcber die Hege und Pflege der Kaffeestr\u00e4ucher, \u00fcber die Ernte und die weitere Verarbeitung der Kaffeekirschen bzw. -bohnen. Zuletzt werden wir in der R\u00f6sterei von einer Barista, einer Kaffeespezialistin, zum Probieren eingeladen. Nat\u00fcrlich besteht die M\u00f6glichkeit, frisch ger\u00f6stete Kaffeebohnen einzukaufen, was viel Anklang findet.<br \/>\nAuf einem gr\u00f6sseren Pickup, worauf wir alle Platz finden, fahren wir zu unserem Gaudi und zum Gaudi einiger Einheimischer zur\u00fcck ins St\u00e4dtchen, wo uns Beatrice zum Capuccino in ein Caf\u00e9 einl\u00e4dt. Der Mann hinter dem Tresen, ein 18-j\u00e4hriger, kleiner, gedrungener Indigena ist ein wahrer K\u00fcnstler in der Herstellung von Milchschaumbildern auf der Oberfl\u00e4che der Cappuccinos. Mit verschiedenen Milchkr\u00fcgchen, einer Schokoladencouvert\u00fcre-T\u00fcte, Cacaopulver, einem Holzst\u00e4bchen und viel Geschick zaubert er Palmen, Herzen, V\u00f6gel, Gesichter, Spinnennetze und geometrische Figuren in die Tassen, einfach genial. Und zudem schmeckt der Kaffee ausgezeichnet.<br \/>\nDie R\u00fcckfahrt ger\u00e4t zur Boatparty, dank Christas Musik auf dem Handy uns ihrer Cuba Libre-Spende an alle Mitreisenden. Das Wetter tut das Seine dazu. Hinter und \u00fcber den drei Vulkanspitzen durchzucken Blitze den dunkler werdenden Himmel, das ferne Donnergrollen wird von der Musik \u00fcbert\u00f6nt. Bei Dunkelheit erreichen wir unser Hotel.<\/p>\n<p><b>Sonntag, 4. November: Fahrt nach Monterrico am Pazifik<\/b><br \/>\nUm halb neun m\u00fcssen wir bereit sein zur Abfahrt Richtung Pazifikk\u00fcste. Die Zeit reicht, um sich noch etwas in Santa Catarina umzusehen. Auff\u00e4llig ist, dass viele H\u00e4user in gutem Zustand und farbig, speziell blau, bemalt sind. Der Ort ist auf Tourismus ausgerichtet und bietet den Eiheimischen entsprechende Verdienstm\u00f6glickeiten.<br \/>\nMit dem Bus fahren wir nun zuerst hinauf zum Kraterrand des ehemals riesigen Vulkans, aus dem der Atitl\u00e1nsee vor Jahrtausenden entstand. Der erste Halt findet bei einem Aussichtspunkt hoch \u00fcber dem Atitl\u00e1nsee statt, wo wir nochmals zur\u00fcck blicken k\u00f6nnen auf die drei landschaftspr\u00e4genden Vulkane San Pedro, Atitl\u00e1n und Tolim\u00e1n. Von da an geht es praktisch nur noch abw\u00e4rts Richtung Pazifikk\u00fcste. Unterwegs machen wir noch zwei Halte, um etwas zu trinken und\/oder zu essen. Die Vegetation und das Erscheinungsbild der Siedlungen hat sich gewaltig ge\u00e4ndert. Wo vorher sorgf\u00e4ltig angelegte, kleinere Gem\u00fcse- und Maisfelder sowie Kaffeeplantagen vorherrschten, sind es jetzt Viehweiden, Bananenplantagen und in der N\u00e4he der K\u00fcste eine riesige Crevettenzuchtanlage. Wenn wir den Bus verlassen, ist die Luft schw\u00fcl-warm und schweisstreibend.<\/p>\nngg_shortcode_13_placeholder\n<p>So erreichen wir schon bald einmal unser Domizil f\u00fcr die kommenden zwei N\u00e4chte, die Hotelanlage Utz Tzaba Beach, wo der Swimmig Pool zum k\u00fchlenden Bade einl\u00e4dt. Der n\u00e4chste Gang f\u00fchrt zum Pazifikstrand, wo schwarzer Sand liegt und sich die Wellen donnernd zehn Meter weiter draussen brechen. Vor dem Baden darin werden wir gewarnt, da eine kr\u00e4ftige Str\u00f6mung aufs Meer hinaus wirkt. Ein Cuba Libre f\u00fcr alle Reiseteilnehmer, gespendet von Christa, h\u00e4lt uns davon ab, das Bad im Pazifik zu wagen.<br \/>\nEine schmackhafte Ceviche f\u00fcr mich rundet den Tag gediegen ab.<\/p>\n<p><b>Montag, 5. November: Hotel Utz Tzabo Beach, Monterrico <\/b><br \/>\nHeute ist Ruhetag. Strand- bzw. Pool-Betrieb steht auf dem Programm.<br \/>\nUm f\u00fcnf Uhr stehen wir allerdings zusammen mit acht anderen Reiseteinehmern bereit f\u00fcr eine Bootsexkursion in den Mangrovenwald auf der anderen Seite der K\u00fcstenstrasse. Die Organisation und n\u00f6tige Ekl\u00e4rungen sind verbesserunsf\u00e4hig. Aber die Route ist eindr\u00fccklich.<\/p>\nngg_shortcode_14_placeholder\n<p>Nach dem Morgenessen unternehme ich mit Margrit eine l\u00e4ngere Strandwanderung Richtung Westen. Die Schuhe in den H\u00e4nden, den Feldstecher umgeh\u00e4ngt, marschieren wir los. Der schwarze Sand ist dort, wo er der Sonne ausgesetzt ist, gl\u00fchend heiss. Die am Strand auslaufenden Wellen k\u00fchlen die F\u00fcsse angenehm. Ein Bad im Pool tr\u00e4gt zum Wohlbefinden bei. Bis am Abend hier am Pool liegen ist gar nicht meine Sache. Mein Vorschlag, nach Monterrico zu gehen st\u00f6sst bei Margrit auf taube Ohren. So beschliesse ich nach Absprache mit Beatrice allein den Weg unter die F\u00fcsse zu nehmen.<br \/>\nMit Feldstecher und Portemonnaie begebe ich mich auf den Weg. Da es heiss ist und zudem immer wieder V\u00f6gel vor mir auffliegen, die ich mir genauer anschaue, ohne sie bestimmen zu k\u00f6nnen, komme ich langsam vorw\u00e4rts. Aber irgendwann erreiche ich das angepeilte St\u00e4dtchen. Zuerst gehe ich zum Binnenhafen, zur Schiffsanlegestelle, nachher auf die andere Seite Richtung Strand. Da ist die Strasse blockiert, weil Kilbist\u00e4nde und -buden abgebaut werden. Der Durst meldet sich, habe ich doch rund 4.5 km zu Fuss zur\u00fcckgelegt. In einem schattigen Beizli bestelle ich mir ein Bier, ein Gallo, und weil noch etwas Hunger dazu kommt einen Salat. Bis der Salat zubereitet ist, dauert es etwas. Da dr\u00e4ngt sich ein zweites Bier auf. Mit dem Herrn am Nebentisch komme ich ins Gespr\u00e4ch auf Englisch und Franz\u00f6sisch. Er stammt urspr\u00fcnglich vom Atitl\u00e1n-See und lernte Englisch und Franz\u00f6sisch in Kanada. Mit ihm kann ich mich auf einfache Weise unterhalten und erfahre von ihm , wie und wo ich die M\u00f6glichkeit habe, zum Hotel zur\u00fcck zu fahren.<br \/>\nNachdem ich meine Konsumation bezahlt habe, begebe ich mich zur katholischen Kirche und erfahre dort, wo genau der Mikrobus in meine Richtung abf\u00e4hrt. Allzu lange muss ich nicht warten. Dem Chauffeur kann ich den Fahrpreis zahlen und einsteigen. Der Bus ist sehr gut frequentiert, mir wird ein Sitzplatz angeboten, und so fahren wir los, mit offener Schiebet\u00fcre und drei danebenstehenden Passagieren. An der dritten Haltestelle steige ich aus und gehe den Rest zum Hotel zu Fuss. Hier werde ich schon erwartet. Im Pool kann ich mich abk\u00fchlen. Ein interessanter Nachmittag ist damit vorbei.<br \/>\nUm halb sieben haben wir zum Nachtessen abgemacht. Ren\u00e9 gibt noch das genaue Programm f\u00fcr morgen und die Zahlungsmodalit\u00e4ten f\u00fcr zus\u00e4tzliche Getr\u00e4nke und Essen durch. Wir gehen anschliessend an die Rezeption, um unsere Rechnung zu begleichen. Und dann ist Nachtruhe.<\/p>\n<p><b>Dienstag, 6. November: Fahrt nach Antigua, Stadtrundgang<\/b><br \/>\nEin strahlend blauer Himmel begr\u00fcsst uns heute Morgen. Nach der Morgentoilette packen wir gleich unsere Koffer und stellen sie vor das Zimmer hinaus. Das Fr\u00fchst\u00fcck haben wir schon gestern Abend bestellt, damit wir das Essen rechtzeitig auf den Tisch bekommen. Gleich nach dem Essen fahren wir ab, zur\u00fcck auf der K\u00fcstenstrasse bis Puerto Quetzal und dann auf der Autobahn Richtung Haupstadt. Schon bald erkennen wir am Horizont die drei Vulkane Fuego, Agua und Pacaya. Der Fuego st\u00f6sst von Zeit zu Zeit eine Rauchwolke aus.<br \/>\nRen\u00e9 teilt uns unterwegs mit, dass wir einen Umweg fahren m\u00fcssen, weil die k\u00fcrzeste Verbindung nach Antigua gesperrt sei. So fahren wir ab Esquintla auf der Autobahn weiter Richtung Guatemala Stadt und nehmen dann die Strasse nach Amatitl\u00e1n \u00fcber den Berg nach San Lucas. Und da kommen wir langsamer voran, weil sich der Verkehr immer wieder staut.<\/p>\nngg_shortcode_15_placeholder\n<p>Mittags erreichen wir Antigua und beginnen vor dem Hotelbezug die Stadtbesichtigung. Unser Chauffeur l\u00e4sst uns beim ehemaligen Dominikanerkloster aussteigen. Heute ist hier ein sehr gutes Hotel integriert. Mehrere Museen, Ruinen und G\u00e4rten geben einen Einblick in die Geschichte der Stadt, die Mitte des 16. Jahrhunderts gegr\u00fcndet wurde. Eigentlich sollte Antigua, damals als &#8222;Muy Noble y Muy Leal Ciudad de Santiago de Los Caballeros de Goathemala&#8220; benannt, Hauptstadt von ganz Zentralamerika werden.<br \/>\nN\u00e4chste Station ist das Kapuzinerinnenkloser, heute ein Museum. Ren\u00e9 weiss viel zu erz\u00e4hlen \u00fcber die Geb\u00e4ude und ihre Bewohnerinnen, die als erste ein Frauenspital im Klosterareal betrieben.<br \/>\nNun meldet sich allm\u00e4hlich der Hunger. Ein unmittelbar in der N\u00e4he gelegenes Restaurante namens La Cuevita de los Urguizu mit einem speziellen Konzept kommt uns da gelegen. Beim Eingang werden verschiedene Speisen in T\u00f6pfen angeboten. Der Gast w\u00e4hlt ein Fleisch und zwei Beilagen aus, begibt sich darauf an einen Tisch und bestellt sich ein Getr\u00e4nk dazu. Dieses und der gef\u00fcllte Teller werden ihm an den Tisch gebracht. Nach dem Essen bezahlt der Gast seine Konsumation beim Ausgang.<br \/>\nGest\u00e4rkt besuchen wir anschliessend die \u00f6ffentlichen Waschbecken (Tanque La Union), in denen noch heute W\u00e4sche gewaschen wird. Das Wasser im zugeh\u00f6rigen Brunnen sieht aber gar nicht danach aus, dass damit die W\u00e4sche sauber werden kann.<br \/>\nEinen weiteren Besuch statten wir der ehemaligen Kathedrale und dem Bischofspalast ab. Sie war einmal die gr\u00f6sste Kirche Zentralamerikas und wurde beim Erdbeben von 1773 erheblich besch\u00e4digt. Nur ein kleiner Teil der damaligen Geb\u00e4ulichkeiten wurde renoviert. Die heutige Kirche ist wesentlich kleiner als die urspr\u00fcngliche, der Rest ist ein Ruinenfeld.<br \/>\nDer Parque Central bildet den Abschluss des Stadtrundgangs. Er ist ein sehr belebter Ort. Souvenirverk\u00e4ufer, Schmuck- und Textiliensch\u00f6pferinnen, Spielzeugh\u00e4ndler, spielende Kinder, Liebespaare und Spazierg\u00e4nger unterschiedlicher Herkunft agieren hier. Zudem sind die Gartenanlagen sehr gepflegt und hohe B\u00e4ume spenden k\u00fchlenden Schatten.<br \/>\nAnschliessend gehen wir zu Fuss zu unserem Hotel nahe beim als Stadtsymbol bekannten Bogen, El Arco de Santa Catalina. Wort bekommen wir unsere Zimmerschl\u00fcssel und m\u00fcssen noch etwas auf unsere Koffer warten, da unser Chauffeur Carlos Probleme mit der Erlaubnis zur Zufahrt zum Hoteleingang hat. Unser Zimmer ist sehr gross, passend zum ebenfalls grossen und schweren Schl\u00fcssel. Den steckt niemand versehentlich in seine Hosentasche. Unser Zimmer hat \u00fcber dem WC mit Dusche noch einen zweiten Boden mit zwei St\u00fchlen und einem kleinen Tisch, erreichbar \u00fcber eine steile Holztreppe. Das Fenster unseres Zimmers geht auf die Strasse hinaus und ist vergittert. Die M\u00f6bel sind antik.<\/p>\n<p><b>Mittwoch, 7. November: Volc\u00e1n Pacaya <\/b><br \/>\nNach dem Fr\u00fchst\u00fcck stehen wir zu elft um acht Uhr bei der Rezeption bereit f\u00fcr eine Bergtour. Mit dem Bus fahren wir in f\u00fcnf Viertelstunden nach San Francisco de Sales, wo uns Stecken und Pferde angeboten werden, um hinauf zum Lavakegel zu wandern. Ein obligatorischer Guide begleitet uns. Auf einem recht steil angelegten Waldpfad mit vielen interessanten Pflanzen steigen wir auf zum Fusse des Lavakegels. Unterwegs macht uns unser Guide immer wieder auf Besonderheiten aufmerksam. Begleitet werden wir in der ersten Phase von mehreren Jungs und M\u00e4nnern mit gesattelten Pferden. Immer wieder best\u00fcrmen Sie uns, doch ihr Angebot, in den Sattel auf ihr Pferd zu steigen, anzunehmen. Sie glauben offenbar nicht so recht daran, dass wir diese Wanderung schaffen. Einer schafft es dann doch, und abwechslungsweise sitzt nu jeweils eine unserer Teilnehmerinnen auf dem Pferd. Die anderen Pferdeknechte mit ihren Tieren geben auf.<br \/>\nAm Fuss des Lavakegels angekommen, k\u00f6nnen wir beobachten, wie immer wieder Rutsche von Lavabrocken ausgel\u00f6st werden. Zeitweise sehen wir auch weit oben fliessende, rotgl\u00fchende Lava. Das ganze Geschehen wird von deutlich h\u00f6rbaren Kullerger\u00e4uschen begleitet. Unser Guide f\u00fchrt uns noch ein gutes St\u00fcck hinein in die mit unterschiedlich grossen, scharfkantigen Brocken durchsetzte Fl\u00e4che. Und pl\u00f6tzlich sp\u00fcren wir die W\u00e4rme, die aus den Spalten heraus strahlt. Unser Guide packt Steckchen und ein Pack Marshmallows aus seinem Rucksack, zeigt uns, wie diese&nbsp;<span style=\"font-size: 16px;\">in den heissen L\u00f6chern<\/span>&nbsp;grilliert werden k\u00f6nnen , und schon bald befolgen wir alle seinen Instruktionen. Nach rund einer Minute sind die s\u00fcssen Mocken sch\u00f6n weich und schmecken uns.<\/p>\nngg_shortcode_16_placeholder\n<p>Nun erfolgt der Abstieg zum etwas weiter unten liegenden Parkplatz. Hier erwartet uns unser Carlos mit dem Bus und bringt uns sicher zum Hotel zur\u00fcck.<br \/>\nDen restlichen Nachmittag verbringen wir mit Duschen und einem kleinen Stadtbummel. Abends treffen wir uns alle zum gemeinsamen Nachtessen im Restaurant der Dominikanerkloster-Ruine. Das Essen ist sehr gut, allerdings ist die Lufttemperatur tief, so dass einige k\u00fchl haben. Auf jeden Fall schl\u00fcpfen wir nachher gerne unter die warme Bettdecke.<\/p>\n<p><strong>Donnerstag, 8. November: Antigua, Fahrt zum Flughafen und R\u00fcckflug<br \/>\n<\/strong>Margrit und ich sind die ersten beim Fr\u00fchst\u00fcck. F\u00fcr lange Zeit gibt es zum letzten Mal schon am Morgen einen Fruchtteller mit Banane, Wassermelone, Ananas und Papaya, Spiegeleier mit schwarzem Bohnenmus und Toastbrot mit Butter und Marmelade. Sepp und Liselotte gesellen sich zu uns. Mit Liselotte machen wir ab, den Vormittag f\u00fcr den Besuch des Cerro de La Cruz im Norden und der M\u00e4rkte im Westen der Stadt zu nutzen.<br \/>\nSo marschieren wir gemeinsam los und finden den Weg problemlos zum Aussichtspunkt mit dem Kreuz. Unterwegs und oben haben wir eine pr\u00e4chtige Aussicht auf die Stadt hinunter, auf den inaktiven Vulkan Agua, und wir k\u00f6nnen mehrere Eruptionen mit Rauchausstoss auf dem Vulkan Fuego beobachten. Leider m\u00fcssen wir denselben Weg in die Stadt zur\u00fcck nehmen. Einen kurzen Halt legen wir bei der Kirche La Merced ein, aussen sehr h\u00fcbsch aussehend, im Innern sehr n\u00fcchtern.<br \/>\nF\u00fcr den Marktbesuch setzen wir am meisten Zeit ein. Zuerst ist der Handwerkermarkt an der Reihe, wo Margrit ein wundersch\u00f6nes, handgewobenes Tischtuch kauft. Liselotte findet f\u00fcr ihren Sepp einen passenden Jadeanh\u00e4nger. Im kommunalen Markt werden vorwiegend Esswaren, aber auch Gebrauchsgegenst\u00e4nde angeboten. In den engen Gassen wimmelt es nur so von Leuten. Oft scheint mir, dass mehr Leute etwas zu verkaufen haben, als K\u00e4ufer vorhanden sind. Liselotte findet verschiedene Gew\u00fcrze, von denen sie kleine Mengen kauft, Margrit erwirbt zwei rote Bananen. Aber mein Wunsch nach Macapulver l\u00e4sst sich nicht erf\u00fcllen. Zum Abschluss reicht dann die Zeit doch noch, den letzten Cuba Libre in Guatemala zu geniessen, bevor wir ins Hotel zur\u00fcckkehren, um auszuchecken und uns f\u00fcr die Fahrt zum Flughafen bereit zu machen.<\/p>\nngg_shortcode_17_placeholder\n<p>Um zirka viertel vor eins fahren wir mit dem Bus nach Guatemala Stadt. W\u00e4hrend der Fahrt l\u00e4sst Ren\u00e9 die ganze Reise Revue passieren. Das ist zugleich der Abschied von uns, denn er wird erst sp\u00e4ter zur\u00fcckfliegen. Sepp dankt im Namen der ganzen Gruppe Beatrice f\u00fcr ihren Anstoss, diese Guatemalareise zu organisieren, f\u00fcr die Werbung daf\u00fcr und f\u00fcr ihren grossen Beitrag dazu, was mit grossem Beifall der Teilnehmer bekr\u00e4ftigt wird.<br \/>\nAm Flughafen folgen die \u00fcblichen Formalit\u00e4ten. Wir schaffen es alle ins Flugzeug. Mit einer Zwischenlandung in San Salvador starten wir bereits nach Eindunkeln Richtung Madrid.<\/p>\n<p><strong>Freitag, 9. November: Ankunft in Madrid und Weiterflug in die Schweiz<br \/>\n<\/strong>Wir haben gerade das Fr\u00fchst\u00fcck serviert bekommen. Es ist sechs Uhr morgens in Guatemala, 13 Uhr in Madrid. In 40 Minuten landen wir. Es ist wolkig, am Boden braun und trocken.<br \/>\nNun sitzen wir in der Maschine nach Z\u00fcrich. Eigentlich sollte sie schon gestartet sein. Aber noch immer suchen sp\u00e4ter zugestiegene Passagiere einen Platz f\u00fcr ihr Gep\u00e4ck, da die daf\u00fcr vorhergesehen F\u00e4cher hoffnungslos gef\u00fcllt sind. Mit rund einer halben Stunde Versp\u00e4tung k\u00f6nnen wir starten.<br \/>\nDamit endet mein Bericht nach einer eindr\u00fccklichen Reise durch ein Land, das mit gewaltigen Problemen zu k\u00e4mpfen hat und wo L\u00f6sungen gesucht sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcbrigens finden Sie Beatrice&#8216; Reisebericht unter folgendem Link:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.umdiewelt.de\/Die-Amerikas\/Mittelamerika\/Guatemala\/Reisebericht-9301\/Kapitel-0.html\">https:\/\/www.umdiewelt.de\/Die-Amerikas\/Mittelamerika\/Guatemala\/Reisebericht-9301\/Kapitel-0.html<\/a><\/p>\n<p>Viel Vergn\u00fcgen beim Lesen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Montag, 22. Oktober 2018: Flug nach Guatemala City Nachdem wir seit Wochen die Route unserer Reise studiert, die einschl\u00e4gigen Internetseiten und unsere Impfausweise studiert, uns mit den n\u00f6tigen Medikamenten eingedeckt, unsere Sachen alle gepackt und immer wieder \u00fcberlegt haben, was wir noch zu wenig beachtet haben, ist der Tag der Abreise gekommen. Die Kleider, Koffer<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[100,7],"tags":[],"class_list":["post-3844","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-guatemala","category-reisen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3844","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3844"}],"version-history":[{"count":77,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3844\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4657,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3844\/revisions\/4657"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3844"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3844"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3844"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}