{"id":4659,"date":"2021-06-13T14:19:32","date_gmt":"2021-06-13T12:19:32","guid":{"rendered":"https:\/\/mapeadventures.ch\/?p=4659"},"modified":"2021-06-30T22:20:08","modified_gmt":"2021-06-30T20:20:08","slug":"endlich-wieder-per-velo-unterwegs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mapeadventures.ch\/?p=4659","title":{"rendered":"Endlich wieder per Velo unterwegs"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach fast zweij\u00e4hriger Reise-Abstinenz wagen wir uns wieder auf eine Velotour. Neu daran ist, dass wir jetzt mit E-Bikes unterwegs sind. Die Unterst\u00fctzung durch einen Elektromotor ist eine angenehme und kraftsparende Variante des Velofahrens. Wir freuen uns auf diese Reise, die uns in den Schwarzwald, ins Kaiserstuhlgebiet und an den Rhein f\u00fchren wird. Die Wettervorhersage verspricht uns wundersch\u00f6ne Tage, und die zu erkundende Gegend habe ich schon einmal allein und mit einem herk\u00f6mmlichen Rad erfahren. Lassen wir uns \u00fcberraschen!<\/p>\n<p><strong>Montag, 14. Juni 2021: <\/strong>Fahrt nach Sch\u00f6nenwerd<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Morgens um halb sieben machen wir uns auf den Weg. Dem Sempachersee entlang erreichen wir &nbsp;Sursee. Auf der Bananenbr\u00fccke treffen wir alte Bekannte, n\u00e4mlich Marianne und ihren Chef Thomas M\u00fcller. Nach einigem Austausch geht die Fahrt weiter. Kurz vor Staffelbach kommen wir mit einem Landwirt ins Gespr\u00e4ch, der gerade mit Traktor und Spritzwagen unterwegs ist. Wir fotografieren eine Buntbrache-Feld mit rot leuchtenden Mohnblumen und wunderbar blauen Kornblumen. Dabei stossen zwei fast unl\u00f6sbare Gegens\u00e4tze aufeinander: Der Bauer mit der Berufung, Nahrungsmittel f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung zu produzieren, contra uns Naturbewunderer, die sich an der Sch\u00f6nheit der Umwelt erg\u00f6tzen.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Sch\u00f6nenwerd, im Garten unseres Sohnes, j\u00e4te ich noch am Vormittag die \u00fcberall spriessenden Wolfsmilchpflanzen, und dabei reibe ich unbewusst mit dem Finger das linke Auge, was zu einer brennend schmerzenden Augenentz\u00fcndug f\u00fchrt. Und diese muss zwingend im Notfall der Augenklinik des Kantonsspitals Aarau behandelt werden. Damit kommt die Weiterreise ins Stocken. Wir lassen uns abholen und warten die kommenden Ereignisse ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Freitag, 18. Juni 2021:<\/b> Weiterfahrt nach Weizen (St\u00fchlingen)<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem schnellen R\u00fcckgang der Augenentz\u00fcndung und einem positiv verlaufenen Untersuch bei der Augen\u00e4rztin, machen wir uns heute fr\u00fch auf den Weg. Im Zug fahren wir nach Sch\u00f6nenwerd, wo unsere Utensilien eingelagert sind. Ca. um zehn Uhr sind wir abfahrbereit. Schnell erreichen wir den offiziellen Radweg der Aare entlang Richtung Koblenz. Am Klingnauer Stausee geniessen wir auf einer Bank ein paar Fr\u00fcchte und schauen noch etwas auf die Wasserfl\u00e4che hinaus. Viele Schw\u00e4ne, ein paar Rostg\u00e4nse und wenige weitere Wasserv\u00f6gel bev\u00f6lkern den See. Im nahen Restaurant Oase geniessen wir einen Kaffee und einen Glac\u00e9-Coupe. Bei weiter steigender Hitze setzen wir unsere Fahrt fort.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon bald erreichen wir die Rheinbr\u00fccke nach Deutschland. Ohne Kontrolle reisen wir ein und fahren der Wutach entlang Richtung unser Ziel. In Wut\u00f6schingen tanken wir auf, Wasser ist jetzt wichtig. Und dann geht es weiter. Trotz angezeigter Umleitung wegen Bauarbeiten benutzen wir den in der Karte angegebenen Radweg. Allerdings erkundigen wir uns noch bei einem Einheimischen, der uns ein problemloses Durchkommen prognostiziert. Der Weg gleicht eher einem frisch gepfl\u00fcgten Acker, aber da er trocken ist, kommen wir gut voran. So erreichen wir Weizen, unser Ziel, und geniessen im vorgebuchten Gasthaus eine erfrischende Dusche, ein k\u00fchles grosses Bier und danach ein schmackhaftes Znacht (Salat, Spargeln, frische Rehleberli, Bratkartoffeln und einen k\u00fchlen, trockenen Ros\u00e9 dazu). Und nun ist Nachtruhe angesagt.<\/p>\n<p class=\"p1\"><strong><span class=\"s1\">Samstag, 19. Juni 2021: <\/span><\/strong><span class=\"s2\">Von Weizen an den Titisee<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"s2\">N<\/span><span class=\"s1\">ach einer gewittrigen Nacht ist der Himmel noch leicht milchig. Wir laben uns nach der Morgentoilette an einem gut best\u00fccktes Fr\u00fchst\u00fccksbuffet auf der Terrasse. Nachher starten wir die heutige Etappe, die uns an den Titisee f\u00fchren wird. Von Dort haben wir bereits die Best\u00e4tigung, dass f\u00fcr uns ein Zimmer frei ist.<\/span><\/p>\nngg_shortcode_1_placeholder\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"s1\">Die Fahrt beginnt mit einem steilen Anstieg mach Lembach und weiter zum S\u00fcdschwarzwald-Radweg. Diesem folgen wir bis nach Bonndorf. Dort statten wir dem mir von einem fr\u00fcheren Besuch bekannten Gasthof Krug einen Besuch ab und treffen dort einen fr\u00fcheren Koch und Verwandten des Besitzers. Wir kommen ins Gespr\u00e4ch. Er weiss allerlei Wissenswertes \u00fcber die Gegend, Historisches und Personelles. So erfahren wir unter anderem, wie die Firma STO in St\u00fchlingen gross wurde und was alles dazu beigetragen hatte. Und die Entstehung der Eisenbahnlinie nach Bonndorf und ihre Aufhebung ist ebenfalls Thema seiner Ausf\u00fchrungen.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dieser spannenden Begegnung fahren wir weiter Richtung Lenzkirch, auf dem sogenannten B\u00e4hnle-Radweg. Lenzkirch besitzt einen sehenswerten Dorfkern, wobei das Rathaus mit seiner herausragenden Architektur besonders hervorsticht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiter geht es auf dem B\u00e4hnleweg mit stillgelegten und umfunktionierten Stationen Richtung Neustadt. Wir fahren teilweise auf der umgebauten Trasse und \u00fcber hohe, kunstvoll angelegte Viadukte durch einsame W\u00e4lder und Lichtungen mit vielf\u00e4ltig bewachsenen Wiesen und riesigen Holzlagern.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So gelangen wir nach Neustadt-Titisee, wo wir in einer Freiluftwirtschaft unseren durch die Hitze bedingten &nbsp;Fl\u00fcssigkeitsverlust auftanken. Die letzten rund sieben Kilometer bis an den See f\u00fchren uns zur heutigen Herberge, das G\u00e4stehaus Wald und See.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach der Retablierung f\u00fchren wir unsein k\u00fchlendes Getr\u00e4nk auf einer Terrasse \u00fcber dem See zu, unternehmen noch eine Pedalofahrt auf dem See, betrachten auf dem Riesenrad noch die ganze Szenerie von oben. Das anschliessende Nachtessen nehmen wir abermals auf einer Terrasse \u00fcber dem See ein. Danach f\u00e4llt uns auf, dass nur wenige Leute am Quai sind. Schliesslich findet der Fussballmatch Deutschland- Portugal statt. Im Ortszentrum begegnen wir dann doch einer &nbsp;lautstark feiernden Gruppe Leute, die sogar zwei schweizerdeutsche Songs spielen lassen, die ich bei uns noch nie h\u00f6rte. Und jetzt schl\u00e4gt es neun vom Kirchturm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Sonntag, 20. Juni 2021:<\/b> Zur Abwechslung ein Wandertag<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Morgenessen nehmen wir im Garten unserer Unterkunft ein. K\u00e4se, Schwarzw\u00e4lder Schinken, ein Ei, Brot etc. sind dabei. Es schmeckt und gibt Energie.&nbsp;Und die brauchen wir, denn vor dem Weggehen m\u00fcssen wir unsere Sachen einpacken, da wir f\u00fcr die n\u00e4chste Nacht ein gr\u00f6sseres Zimmer kriegen.<\/p>\nngg_shortcode_2_placeholder\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der von der Unterkunft zur Verf\u00fcgung gestellten G\u00e4stekarte fahren wir kostenfrei mit dem Bus zur Station Feldberg Caritas-Haus. Von dort aus wandern wir 5,5 km zuerst durch den Wald und sp\u00e4ter \u00fcber w\u00fcrzig riechende Wiesen mit recht vielf\u00e4ltigen Pflanzen zum Gipfel des Feldbergs. Da stehen zwar eine grosse Senderantenne, eine Wetterstation und andere Geb\u00e4ude, aber eine Wirtschaft fehlt. Daf\u00fcr gibt es viele Leute hier oben, die wandernd unterwegs sind. Leider ist das Wetter nicht optimal, Wolken und Dunst verdecken die Aussicht &#8211; schade.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir beschliessen zur Todtnauer H\u00fctte abzusteigen, um uns dort zu verpflegen. Mit einer Apfelschorle und einer Vesperplatte mit viel Fleisch st\u00e4rken wir uns und machen dabei die Prophezeiung der Servicefrau wahr, indem wir noch etwas Brot nachbestellen. Denn diese sagte bereits zum Voraus, dass die Schweizer viel Brot zum Fleisch \u00e4ssen.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Danach steigen wir zur Busstation ab und fahren zum Titisee zur\u00fcck. Ein erfrischendes Bad im braunen Moorwasser und anschliessend ein grosses Bier, bevor der Regen kommt, runden den Tag ab. Der zwingt uns, im Zimmer zu bleiben, und hier l\u00e4uft nun die Direkt\u00fcbertragung des Fussballmatchs Schweiz-T\u00fcrkei von Radio DRS 3 (3 : 1).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Nachtessen f\u00e4llt heute aus, da noch genug Energie von der Vesperplatte \u00fcbrig ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Montag, 21. Juni &nbsp;2021:<\/b> Fahrt nach Freiburg \u00fcber den Rinken&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Fr\u00fchst\u00fcck nehmen wir heute im Fr\u00fchst\u00fccksraum ein, da es noch nass ist draussen nach der vorherigen regnerischen Nacht. Nachdem das Zimmer ger\u00e4umt und alle pers\u00f6nlichen Sachen gepackt und aufgeschnallt sind, starten wir. Durch den idyllischen Brugger Wald mit einem ehemaligen Eisweiher f\u00fchrt uns der Weg nach Hinterzarten, einstmals ein Zentrum des nordischen Skisports. Hier befindet sich eine riesige Schanzenanlage f\u00fcr Sommerspringen. Anschliessend f\u00fchrt die Strasse durch dichte W\u00e4lder, vorbei an saftigen, vief\u00e4ltigen Wiesen mit weidendem Vieh auf auf den \u00fcber 1200 m hoch gelegene Rinken. Da sind einige anspruchsvolle Steigungen zu \u00fcberwinden. Aber mit dem E-Bike mit verschiedenen Unterst\u00fctzungsmodi sind diese Hindernisse problemlos zu \u00fcberwinden, wenn man etwas vorausschauend f\u00e4hrt. Vom obersten Punkt hinunter nach Kirchzarten ist sogar ein recht grosser Streckenabschnitt f\u00fcr jeglichen motorisierten Verkehr gesperrt, und zwar mit geschlossenen Schranken. Und da erreicht man ohne weiteres Geschwindigkeiten von mehr als 50 km\/h. Die Bremsen jedenfalls werden heiss. Man riecht\u2018s. Aber immer wieder legen wir einen Stopp ein, um eine Sehensw\u00fcrdigkeit zu bestaunen, so z.B. den Ziegenhof mit der Geissenfigur hoch auf dem Dach oder die frisch gescherten Alpakas auf der Weide oder die pr\u00e4chtige Aussicht.&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_3_placeholder\n<p style=\"text-align: justify;\">So erreichen wir kurz nach Mittag unser heutiges Ziel, Freiburg. Nach einigem Suchen finden wir unser gebuchtes Hotel, k\u00f6nnen dort unmittelbar einchecken, unsere Velos in die Tiefgarage stellen und zum Aufladen der Akkus ans Netz anschliessen. Frisch geduscht begeben wir uns auf den Domplatz, wo ich meinen Mund, meine Nase und meinen Magen mit einem Schwarzwaldbecher erlabe &#8211; k\u00f6stlich! Margrit begn\u00fcgt sich mit einem Glas Prosecco.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anschliessend fahren wir mit der Schlossbergbahn auf den gleichnamigen H\u00fcgel. Allerdings sind wir schwer entt\u00e4uscht. Der Aussichtsturm liegt noch einige Meter h\u00f6her und das Caf\u00e9 ist geschlossen. Die Hitze macht uns zu schaffen, aber ich erreich doch noch die oberste Plattform und geniesse den Ausblick auf die Stadt und ihre Umgebung. Leider k\u00fcndigt sich eine Niederschlagszone an. Wir beschliessen nach der R\u00fcckkehr ins Stadtzentrum gleich etwas zu essen, um dem Regen zu entrinnen. In einem mexikanischen Restaurant geniessen wir Nachos und kehren mit beginnendem Regen ins Hotel zur\u00fcck. Da warten wir nun darauf, dass der Regen aufh\u00f6rt, um danach noch einen Stadtbummel mit Schlummertrunk zu unternehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Dienstag, 22. Juni 2021:<\/b> Weiterfahrt nach Bickensohl im Kaiserstuhl<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einem Glas Rotwein aus der Gegend schliefen wir beide bestens. Margrit war der Meinung, es w\u00e4re bisher die beste Nacht gewesen. Ich musste allerdings irgendwann das Fenster schliessen, da es heftig regnete.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Fr\u00fchst\u00fcck nehmen wir um acht ein. W\u00e4hrenddessen regnet es draussen. Wir verbringen anschliessend noch einige Zeit im Zimmer, da es weiterhin regnet. Pl\u00f6tzlich ist ein Regenbogen sichtbar, das Zeichen daf\u00fcr, dass die Sonne die Oberhand gewinnt. Wir brechen auf, tragen unsere Sagoschen und Utensilien in die Tiefgarage und satteln unsere Velos. Darauf geht\u2018s die Ausfahrt der Tiefgarage hoch und nach draussen&#8230; und da regnet\u2018s kr\u00e4ftig. Beim Rathaus unterstehen wir, bis der Niederschlag etwas nachl\u00e4sst.&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_4_placeholder\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Start gelingt, mit vielen Rotlichtern und Richtungswechseln verlassen wir die Stadt. Und schon wieder setzt Regen ein, und zwar immer heftiger. Bei der n\u00e4chsten Autobahnbr\u00fccke \u00fcber den Fluss Dreisam, auf dessen linkem Damm wir fahren, unterstehen wir. Der eine und andere Radfahrer f\u00e4hrt an uns vorbei, ohne Respekt vor der N\u00e4sse und dem Dreck, den er beidseitig wegspritzt. Geduldig warten wir, bis der Regen etwas nachl\u00e4sst. Und dann versuchen wir\u2018s erneut. Neun Kilometer weiter, in B\u00f6tzingen, suchen wir wegen des erneut starken Regens ein Bistro auf, wo wir die Velos in den \u201eSch\u00e4rmen\u201c stellen k\u00f6nnen, w\u00e4rmen uns mit einem heissen Kaffee, und weil es weiter \u201eseicht\u201c, noch mit einem Glas Wein und einem Imbiss. Und da beginnt endlich die Sonne zu scheinen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun folgen wir dem Radweg am \u00f6stlichen Rand des Kaiserstuhls bis Bahlingen. Hier bewundern und fotografieren wir noch ein paar sch\u00f6ne Geb\u00e4ude und Gassen. Dann trampen wir, selbstverst\u00e4ndlich mit Elektrounterst\u00fctzung, einen Hohlweg mit steilen Seitenw\u00e4nden hoch zur Schelinger H\u00f6he. Von da geht es rasant bergabw\u00e4rts nach Bickensohl, wo wir unsere Unterkunft f\u00fcr die drei n\u00e4chsten N\u00e4chte gebucht haben.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Duschen steigen wir zu Fuss noch einen engen Hohlweg hoch, um uns einen \u00dcberblick \u00fcber die Gegend zu verschaffen. Dabei k\u00f6nnen wir den Gesang einer Dorngrasm\u00fccke identifizieren und einen oder ev. mehrere Bienenfresser beobachten. Nach diesem Ausflug erst l\u00f6schen wir unseren Durst und geniessen danach ein feines Nachtessen (gebackene Spargeln mit einem frischen Blattsalat und gebratene Pfifferlinge mit derselben Beilage). Nun warten wir im Zimmer mit Westausrichtung auf einen spektakul\u00e4ren Sonnenuntergang.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Mittwoch, 23. Juni 2021: <\/b>Wandertag im Kaiserstuhl<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Morgen ist der erste Blick aus dem Fenster entt\u00e4uschend: Nebel, bedeckter Himmel, nirgends Sonne. Nach dem Morgenessen sieht die Welt schon etwas besser aus. Am Himmel zeigen sich blaue Fenster.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute lassen wir die R\u00e4der stehen. Zu Fuss machen wir uns auf den Bienenfresserweg quer durch das ganze Gebiet, genauer von Bickensohl nach K\u00f6nigschaffhausen. Dort ist eine Bahnstation, und von Breisach f\u00e4hrt hie und da ein Bus zur\u00fcck zu unserem Standort. Die Strecke f\u00fchrt zuerst einige H\u00f6henmeter in die Weinberge und wieder hinunter ins n\u00e4chste Dorf und dann wieder hinauf usw. Die Weinbauern sind heute mit Spritzen ihrer Weinst\u00f6cke besch\u00e4ftigt. Mit schmalen Traktoren fahren sie durch die Reihen und spr\u00fchen die Pflanzen ein. Unterwegs lesen wir unter anderem auf einem von einer \u00d6kogruppe aufgestellten Plakat, das vor dem Aussterben der Bienen warnt. So treffen zwei Welten mit unterschiedlichen Zielsetzungen aufeinander. Unser Problem besteht aber darin, dass die Wanderwege erstens schlecht markiert und zweitens weitgehend asphaltiert sind. Trotzdem finden wir immer wieder den richtigen Weg. Zudem k\u00f6nnen wir mehrmals Bienenfresser beobachten. Diese farbenpr\u00e4chtigen und exotisch anmutenden V\u00f6gel sind hier gl\u00fccklicherweise noch in recht grosser Zahl anzutreffen.<\/p>\nngg_shortcode_5_placeholder\n<p style=\"text-align: justify;\">Je n\u00e4her wir unserem Ziel kommen, desto vielf\u00e4ltiger sind die Arten der Nutzpflanzen. Nicht mehr ausschliesslich Reben, sondern auch Steinfr\u00fcchte wie Kirschen, Mirabellen, Zwetschgen, aber auch Kernobst und sogar ein wenig Mais werden hier gewonnen. Und die fr\u00fchen Sorten der Kirschen sind bereits reif, werden schon abgelesen und in Hofm\u00e4rkten verkauft. Unser Mittagessen, einfach frisch geerntete Kirschen, geniessen wir auf einer Bank hinter der Kirche von K\u00f6nigschaffhausen. In einem nahegelegenen Hofgarten bestellen wir uns danach einen Kaffee, und weil da gerade original Kaiserst\u00fchler Eis vertrieben wird, liegt noch ein Schwarzwaldbecher als Dessert drin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Derart gest\u00e4rkt begeben wir uns zur Bahnstation und besteigen den schon bald eintreffenden Schienenbus nach Breisach. Unterdessen hat die Sonne schon l\u00e4nger obsiegt \u00fcber Wolken und Nebel. Bei schweisstreibender W\u00e4rme ersteigen wir den H\u00fcgel, auf dem die Kathedrale und das Rathaus thronen, sehen uns dort um und schauen hinunter auf das darunter liegende St\u00e4dtchen. Beim Abstieg f\u00e4llt uns auf, wie belebt der Ort ist. Die Kinder spielen begeistert auf dem Platz mit den Wasserfont\u00e4nen und geniessen die wohltuende Abk\u00fchlung. Von allen Seiten erreichen Radfahrer das Zentrum und beleben das St\u00e4dtchen. Die Strassencaf\u00e9s sind gut besetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;Mit einem Landbus fahren wir anschliessend zur\u00fcck zu unserem Hotel. Dank der ausgeh\u00e4ndigten Konus-Karte k\u00f6nnen wir den \u00d6PV (\u00f6ffentlicher Personenverkehr) gratis nutzen. Eine Dusche l\u00e4sst die rund 15 Kilometer zu Fuss zur\u00fcckgelegte Strecke vergessen, und die Erwartung eines feinen Abendessens das Herz h\u00f6her schlagen. Ich denke, dass jetzt die Zeit gekommen ist, daran zu denken und die Schreiberei f\u00fcr heute abzuschliessen.<\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"s1\"><b>Donnerstag, 24. Juni 2021:<\/b> <\/span><span class=\"s2\">Besteigung des Totenkopfs<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"s2\">Heute ist nochmals Wandertag. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck machen wir uns bereit. Kamera, Feldstecher, Wasserflasche, Regenschutz, die \u00fcbrigen Kirschen von gestern werden in den Rucksack gepackt. An der Infotafel orientieren wir uns genauestens \u00fcber den Weg, den wir begehen wollen. Der L\u00f6sshohlweg mit einem Abstecher zum Neunlindenturm steht auf unserem Programm. Wir haben nur einen kleinen Prospekt dazu, deshalb der Gang zur Orientierungstafel auf dem Dorfparkplatz. Nach einigem Suchen finde wir den Einstieg, und los geht\u2018s. In Serpentinen steigen wir einen steilen Hang hinauf und befinden uns schon mitten in einem Weinberg. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"s2\">Zwischen den Rebst\u00f6cken erblickt Margrit nackte Beine, und schnell l\u00f6st sich das R\u00e4tsel, zu wem sie geh\u00f6ren. Da ist eine junge Frau damit besch\u00e4ftigt, die links und rechts aus der Reihe ragenden \u00c4ste in die senkrechte Lage zu bringt oder sie wegschneidet. Auf meine Frage , wozu das gut sei, bringt sie uns etwas Fachlatein bei. Sie bek\u00e4mpfe das Toni Marshall-Syndrom, das sich bei den Rebst\u00f6cken einstellt, wenn sie schnell wachsen. Dann reichen sie sich n\u00e4mlich \u00fcber die Gasse hinweg die Hand. Und das ist f\u00fcr die Rebenpflege sehr hinderlich. Das sch&#8230; sie an. Zudem unterhalten wir uns noch etwas \u00fcber die Rebsorten, die Weinkelterung und die Verarbeitungsmethoden. Wir nehmen ihren Rat mit, nach dem Grauburgunder, den wir gestern und vorgestern kosteten auch mal den Weissburgunder und den Sp\u00e4tburgunder zu probieren. <\/span><\/p>\nngg_shortcode_6_placeholder\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"s2\">Unser Weg f\u00fchrt uns nun durch einen Hohlweg weiter bergauf und auf den Terrassen entlang exakt ausgerichteter Rebst\u00f6cke immer h\u00f6her. Pl\u00f6tzlich entdecken wir ein Highlight f\u00fcr Ornithologen, n\u00e4mlich Schwarzkehlchen, die sich auf den Pfosten der gespannten Dr\u00e4hte niederlassen. Und etwas weiter oben treffen wir w\u00e4hrend der Mittagsrast noch auf Bluth\u00e4nflinge.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"s2\">Nun f\u00fchrt unser Weg durch den Wald, wo sich Rotkehlchen, Buchfinken, M\u00f6nchsgrasm\u00fccken, Zaunk\u00f6nige und Amseln einen Gesangswettkampf liefern. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"s2\">Endlich haben wir den h\u00f6chsten Punkt des heutigen Wandertags erreicht. Zwar passierten wir schon etwas weiter unten eine Holztafel, auf der \u201eTotenkopf\u201c stand, wie der Gipfel des Kaiserstuhls laut Karte lautet. Aber nun erhebt sich vor uns der Neunlindenturm und unweit davon ein Antennenturm, der von unten weithin sichtbar ist. Wir besteigen den ersteren \u00fcber eine metallene Wendeltreppe, geniessen und fotografieren die Aussicht und machen noch Bekanntschaft mit einem Schweizer Ehepaar, das von einer anderen Seite her aufgestiegen ist.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"s2\">Beim Abstieg nach Bickensohl k\u00f6nnen wir noch kurz Bienenfresser beobachten und etwas sp\u00e4ter in einem Hohlweg drin zwei wundersch\u00f6ne Smaragdeidechsen, die eine noch klein und wenig spektakul\u00e4r gef\u00e4rbt, die ander einiges gr\u00f6sser mit Blau gef\u00e4rbtem Kopf und gr\u00fcnem Leib. Ein Paar machte uns darauf aufmerksam. Jetzt fehlen in unserem Palmares nur noch der Wiedehopf und dir Gottesanbeterin.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Abendessen ist ein wirkliches Highlight. Ich bestelle einen kleinen Beilagensalat und Nudeln mit Pfifferlingen und Gem\u00fcse. Und dieses Essen ist wirklich ein Leckerbissen. Was sich da der K\u00fcchenchef einfallen liess, ist einmalig. Verschiedene Gem\u00fcse wie Gr\u00fcnspargeln, Broccoli, gr\u00fcne Bohnensamen, Wildspargeln wurden zusammen mit frischen Pfifferlingen und Rahm zu einem Sugo verarbeitet, der den damit vermischten Nudeln ein ausserordentlich gescmacksreiches Aroma verlieiht, das mir ausserordentlich mundet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Freitag, 25. Juni 2021:<\/strong> Weiterfahrt nach Neuenburg am Rhein<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute heisst es, wieder eine Veloetappe in Angriff zu nehmen. Nach zwei Wandertagen besteigen wir nach dem Fr\u00fchst\u00fcck und dem R\u00e4umen unseres Hotelzimmers unsere Velos. Da die Etappe streckenm\u00e4ssig kurz sein wird und wir den Wiedehopf leider bisher nicht antrafen, beschliessen wir, vorerst einen Abstecher ins bisher nicht ber\u00fccksichtigte Kaiserstuhlgebiet zu unternehmen. \u00dcber Altvogtsburg trampen wir auf den Vogelpass,&nbsp;ohne den seltenen Vogel anzutreffen. Von da f\u00fchrt uns der Weg in einer rasanten Abfahrt, wo mein Tacho maximal sagenhafte 67 km\/h anzeigt, hinunter nach B\u00f6tzingen und durch landwirtschaftlich vielseitig genutzte Fl\u00e4chen nach Breisach. Nach einer Kaffeepause fahren wir weiter rheinaufw\u00e4rts im Zickzack auf beiden Seiten des Stromes nach Neuenburg am Rhein und erreichen unser Ziel nach rund 65 Kilometern.<\/p>\nngg_shortcode_7_placeholder\n<p style=\"text-align: justify;\">Was uns auff\u00e4llt, ist der Umstand, dass auf der deutschen Seite des Rheins viel mehr Leute, speziell \u00e4ltere Semester, unterwegs sind als auf der franz\u00f6sischen Seite. Hier wirken die D\u00f6rfer wie ausgestorben, ohne Einkaufsl\u00e4den und ohne Restaurationsbetriebe.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Neuenburg k\u00f6nnen wir gleich die Velos unterstellen, die Akkus ans Netz anschliessen und unser Zimmer beziehen. Nach dem Duschen begeben wir uns in die Fussg\u00e4ngerzone, wo ein Riesenbetrieb herrscht. Es ist Freitagnachmittag, Feierabend, Wochenendstart, und die Menschen treffen sich in zwei einander gegen\u00fcberliegenden Eisdielen, die beide eine grosse Anzahl Tische und St\u00fchle auf die freien Fl\u00e4che hinausgestellt haben. Um zu seiner Konsumation zu kommen, muss man anstehen. Die Kinder nutzen die offenen wasserf\u00fchrenden Kan\u00e4le auf der Strasse f\u00fcr ihre Schabernacke. Wir geniessen hier ein k\u00fchlendes Getr\u00e4nk und erg\u00e4nzen unseren Fl\u00fcssigkeitsbedarf. Anschliessend gehen wir in einem Restaurant etwas essen, bleiben bei einem Weinschorle sauer (f\u00fcr Margrit) und einem Schwarzwaldbecher (f\u00fcr mich) noch etwas sitzen. Morgen steht uns eine l\u00e4ngere Etappe bevor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Samstag, 26. Juni 2021:<\/b> Weiterfahrt nach Bad S\u00e4ckingen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um acht sind wir bereit f\u00fcrs Fr\u00fchst\u00fcck, und die Sagoschen sind weitgehend gepackt. Wir haben uns f\u00fcr heute einiges vorgenommen, denn die n\u00e4chste Unterkunft ist in Bad S\u00e4ckingen gebucht. Wir besteigen unsere Alu-R\u00f6sser und ab geht die Post. Aber wohin? Steinenstadt ist das n\u00e4chste Ziel, aber kein Fahrradwegweiser weist diesen Namen auf. Alle zeigen in die falsche Richtung. So fahren wir gef\u00fchlsm\u00e4ssig in die richtige Richtung und gelangen in ein Industriegel\u00e4nde mit lauter Sackgassen und Ringstrassen. Nun heisst es halt, sich bei den Einheimischen zu informieren. So bekommen wir den Tipp, eine Strasse hinunterzufahren, die ein St\u00fcck weiter unten gesperrt ist. Wir umfahren die Sperre und missachten das Fahrverbot, die Strasse ist schmutzig und weist viele Sch\u00e4den auf. Dann kommt nochmals eine Sperre, und nun befinden wir uns auf dem Rheinradweg Richtung Schweiz. Wir erreichen nun problemlos Steinenstadt und stellen uns auf das n\u00e4chste Ziel ein, Schliengen. Wir n\u00e4hern uns rechtwinklig der Eisenbahnlinie Freiburg-Basel und sehen, dass hier gewaltige Erdverschiebungen stattgefunden haben. Es wird offenbar der dritte und vierte Schienenstrang gebaut. Hier werden wir Richtung Norden umgeleitet, bis eine neu gebaute Br\u00fccke die Schienen \u00fcberquert. Dabei liegt Schliengen exakt auf der anderen Seite der Bahnlinie. Rund 3,5 km werden wir Richtung Norden umgeleitet. Und diese Strecke m\u00fcssen wir auf der anderen Seite des Geleises wieder zur\u00fcck fahren.&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_8_placeholder\n<p style=\"text-align: justify;\">In Schliengen besuchen und bestaunen wir kurz das Wasserschloss Entenstein, das nicht mehr im Wasser steht und als Rathaus dient.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einem Hofladen kaufen wir uns ein Pfund frische Kirschen, die wir als Mittagsverpflegung im Stadtpark von L\u00f6rrach verspeisen. Von dort unten k\u00f6nnen wir die Burgruine R\u00f6tteln bewundern, die sich majest\u00e4tisch hoch \u00fcber der Stadt erhebt. In Rheinfelden stossen wir wieder auf den Rhein. Im Garten des Schlosses Beuggen geniessen wir einen Kaffee, Margrit einen Milch- und ich einen Eiskaffee. So gest\u00e4rkt nehmen wir die letzten Kilometer bis nach Bad S\u00e4ckingen unter die R\u00e4der. Zu unserem Hotel m\u00fcssen wir zum Abschluss noch einen happigen Aufstieg \u00fcberwinden, was dazu f\u00fchrt, dass mein Akku aussteigt und ich die letzten paar Meter mit eigener Muskelkraft schaffen muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Duschen geht\u2018s hinunter ins St\u00e4dtchen, wo wir zuerst den Fl\u00fcssigkeitspegel wieder anheben und darauf den Hunger in einem griechischen Restaurant stillen. Zum Abschluss geniessen wir noch einen Drink am Rheinufer nahe der alten Holzbr\u00fccke, die in die Schweiz f\u00fchrt. Und da trifft per WhatsApp ein Foto von der Altstadt Waldshuts ein, gesandt von Schw\u00e4gerin Steffy und meinem Bruder Urs, die sich zurzeit dort auf dem Camping aufhalten. Schnell wird telefoniert und f\u00fcr morgen ein Treffen abgemacht.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Danach steigen wir hoch zu unserem Hotel. Nun l\u00e4uft im Fernseher der Match \u00d6sterreich gegen Italien, w\u00e4hrend ich schreibe.<\/p>\n<p><strong>Sonntag, 27. Juni 2021:<\/strong> Heimfahrt<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon um halb acht sind wir beim Morgenessen. Heute steht ein langer Tag bzw. eine lange Fahrt vor uns. Um neun sollen wir laut Abmachung in Waldshut auf dem Camping sein, wo Bruder Urs und Schw\u00e4gerin Steffy uns erwarten. Allerdings k\u00f6nnen wir den Fahrplan nicht ganz einhalten. Bis wir dann wegfahren k\u00f6nnen wird es Viertel nach acht und 25 km Fahrt stehen uns bevor. Wir kommen z\u00fcgig voran. In Albbruck telefonieren wir, dass wir sp\u00e4ter dran sind. Gerade danach verpassen wir den Wegweiser und landen auf der Haupstrasse. Wir kommen darauf schnell vorw\u00e4rts, aber der Sonntagmorgenverkehr ist schon recht dicht. So treffen wir mit halbst\u00fcndiger Versp\u00e4tung bei unseren Lieben ein und werden dort freudig in Empfang genommen. Gipfeli und Kaffee st\u00e4rken uns f\u00fcr die verbleibenden rund 100 km. Zudem darf ich meinen Akku mit Sonnenenergie vom Wohnmobildach aufladen. Damit sind wir gewappnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun geht die Reise weiter \u00fcber die Br\u00fccke nach Koblenz und nach einigen Meinungsverschiedenheit bez\u00fcglich Wegweisern und Wegwahl weitgehend der Aare entlang bis einige Kilometer vor Aarau. Wir sind z\u00fcgig unterwegs, daf\u00fcr gibt es keine Fotos. In Rupperswil ist bei uns wieder Unsicherheit bez\u00fcglich Routenwahl vorhanden, da Rad-Wegweiser fehlen. Ein freundlicher Freizeit-Radfahrer anerbietet sich auf Nachfrage, uns ein St\u00fcck vorauszufahren und erkl\u00e4rt uns danach den weiteren Verlauf. Auf der Friedhofstrasse durch einen grossfl\u00e4chigen Wald, dadurch sch\u00f6n im Schatten fahrend, erreichen wir schliesslich Suhr. Dort machen wir einen Zwischenhalt, um unseren Fl\u00fcssigkeitsbedarf aufzutanken. Den Suhre-Radweg kennen wir von fr\u00fcheren Gelegenheiten und vom Hinweg gut. Ohne Zwischenhalt erreichen wir nach rund 115 km Fahrt, mit mehr oder weniger verspannten Nacken und schmerzenden Hintern unser Zuhause, wo Dusche und Salbe uns wieder in einen entspannten Zustand versetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Abendessen geniessen wir im Seeland Sempach, wo ein reichhaltiges Salatbuffet zur Verf\u00fcgung steht und wo wir frei w\u00e4hlen k\u00f6nnen, was uns mundet. Dazu geniessen wir einen k\u00fchlen Oeil de Perdrix. Wir schaffen es, als es gewittrig wird, rechtzeitig nach Hause zu eilen und erreichen unsere Wohnung kurz bevor es richtig zu regnen beginnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein ereignisreiche, anstrengende und eindrucksvolle Reise ist zu Ende. Jetzt heisst es, diese Eindr\u00fccke zu vertiefen. Die Bilder dazu werden nach und nach in diesen Bericht einzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach fast zweij\u00e4hriger Reise-Abstinenz wagen wir uns wieder auf eine Velotour. Neu daran ist, dass wir jetzt mit E-Bikes unterwegs sind. Die Unterst\u00fctzung durch einen Elektromotor ist eine angenehme und kraftsparende Variante des Velofahrens. Wir freuen uns auf diese Reise, die uns in den Schwarzwald, ins Kaiserstuhlgebiet und an den Rhein f\u00fchren wird. Die Wettervorhersage<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-4659","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-rad-reisen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4659","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4659"}],"version-history":[{"count":60,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4659\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4827,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4659\/revisions\/4827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4659"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4659"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4659"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}