{"id":5095,"date":"2022-08-30T09:40:55","date_gmt":"2022-08-30T07:40:55","guid":{"rendered":"https:\/\/mapeadventures.ch\/?p=5095"},"modified":"2022-11-01T11:07:24","modified_gmt":"2022-11-01T09:07:24","slug":"costa-rica-rundreise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mapeadventures.ch\/?p=5095","title":{"rendered":"Costa Rica-Rundreise"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p>Am 16. September beginnt unser n\u00e4chstes grosses Abenteuer. Zusammen mit Pierre verreisen wir nach Costa Rica, wo wir vier Wochen mit einem Mietauto unterwegs sein werden. Da werden wir sicher tolle Erlebnisse und Begegnungen mitbekommen. Als Leser kannst du dabei sein.<\/p>\n<p><b>Freitag, 16. September<\/b><br>Wir, d.h. Margrit, Pierre und ich, sind gerade kurz vor dem Besteigen des Fliegers Richtung San Jos\u00e9. Die &nbsp;Passagiere stehen in der Schlange, wir sitzen noch vor den leeren Kaffeetassen. Aber schon bald ist es soweit\u2026<br><span style=\"font-size: revert;\">Nach etwas mehr als zw\u00f6lf Stunden ruhigen Flugs landen wir in San Jos\u00e9. Entt\u00e4uscht m\u00fcssen wir feststellen, dass hier das Wetter nicht nach unseren W\u00fcnschen ist. Es regnet in Str\u00f6men, und die Berge rundum sind weit herunter nebelverhangen. Die Zollformalit\u00e4ten und die Gep\u00e4ckkontrolle schaffen wir problemlos. Beim Ausgang wartet der bereits gestern bestellte Taxichauffeur und f\u00e4hrt uns gekonnt, nicht ganz Schweizer Verkehrsregeln entsprechend durch den dichten Freitagabendverkehr zum Hotel. In einem gem\u00fctlichen italienischen Beizli mit \u00fcberaus freundlicher Bedienung lassen wir den sehr langen Tag bei Pasta, Gem\u00fcse und einem Glas Ros\u00e9 ausklingen. Und nun geht es ab in die Klappe.&nbsp;<br><\/span><\/p>\n<p><b>Samstag, 17. September<br><\/b>In der Nacht macht sich der Jetlag bemerkbar. Da wir unsere Uhren um acht Stunden zur\u00fcckstellten, hatten wir einen langen Tag hinter uns und wir gingen fr\u00fch zu Bett. Daf\u00fcr bin ich dann schon um halb vier wach, und das Wiedereinschlafen macht M\u00fche. Aber irgendwie steht dann endlich doch die Sonne auf. Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite. Und so machen wir einen ersten Spaziergang in der Umgebung des Hotels. Zu dieser Zeit scheinen noch die meisten Leute zu schlafen. Ganz wenigen Autofahrern, vielen Joggern &nbsp;und zwei Radfahrern begegnen wir. Exotische V\u00f6gel singen in den zahlreichen B\u00e4umen und Palmen, die zumeist in gepflegten G\u00e4rten stehen.&nbsp;<br>Nach sieben Uhr wird das Fr\u00fchst\u00fcck im Hotelgarten neben dem Pool serviert: Fruchtsaft, Wassermelone, Milchkaffee, Toastbrotscheiben mit Butter und R\u00fchrei. Einfach, aber es schmeckt.&nbsp;<br>Um viertel nach acht besteigen wir ein Taxi und lassen uns zum Mercado Central im Innern eines \u00fcberdachten Geb\u00e4udes in San Jos\u00e9 fahren. Da sind die Marktfahrer damit besch\u00e4ftigt ihre Produkte so zu pr\u00e4sentieren, damit sie m\u00f6gliche K\u00e4ufer von der Qualit\u00e4t ihrer Ware \u00fcberzeugen k\u00f6nnen. Das Angebot ist \u00fcberw\u00e4ltigend: Fr\u00fcchte und Gem\u00fcse, Fisch und Fleisch, Gew\u00fcrze und nat\u00fcrliche Medikamente, Blumen und Pflanzen, Werkzeuge und Handyzubeh\u00f6r, Haushaltgegenst\u00e4nde\u2026 und nat\u00fcrlich auch Esswaren und Getr\u00e4nke. Die St\u00e4nde stehen sehr eng zusammen, aber mit so wenigen Interessenten zu so fr\u00fcher Stunde stellt diese Enge noch kein Problem dar.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p><br>Wir besichtigen noch einige Sehensw\u00fcrdigkeiten wie Kirchen, Regierungs- und Museumsgeb\u00e4ude, P\u00e4rke und zahlreiche Monumente zu historischen Ereignissen und Personen. Den Besuch der costarikanischen Hauptstadt schliessen ihr ab mit einem nochmaligen Durchschreiten der Fussg\u00e4ngerzone und der Markthalle. Und nun wimmelt es nur so von Menschen. Viele von ihnen wollen etwas verkaufen, und sei es nur ein Schleckstenglel. Un\u00fcbersehbar sind auch die Bettler, zum Teil auch junge M\u00fctter mit ihren Babys.<br>Als sich der Himmel immer mehr \u00fcberzieht, halten wir Ausschau nach einem Taxi und lassen uns in die N\u00e4he unseres Hotels in Escaz\u00f9 fahren. Hier geniessen wir noch einen Drink und anschliessend ein Bad im k\u00fchlen Pool. Und w\u00e4hrend ich diesen Bericht schreibe, zieht ein recht heftiges Gewitter auf, das uns in unsere Zimmer fl\u00fcchten l\u00e4sst.<br>F\u00fcr unser heutiges Znacht haben wir ein Lokal in der N\u00e4he unseres Hotels ausgesucht. Wir hoffen, dass der Regen schon bald etwas nachl\u00e4sst.<br>Diese Hoffnung erf\u00fcllt sich nicht. Es blitzt, donnert und sch\u00fcttet, ein tropisches Gewitter geht \u00fcber uns weg. Im Starkregen suchen wir unser auserw\u00e4hltes Lokal auf. Es sieht gut aus, aber was mir aufgestellt wird, entspricht nicht meinem Geschmack. Eine k\u00fchle und k\u00f6stliche Sangria in einer nahen Bar und das Ende des Regens erhellen die Stimmung. Allerdings macht sich der Jetlag auch in dieser Nacht bemerkbar.<\/p>\n<p><b>Sonntag, 18. September<\/b><br>Schon kurz nach zwei ist es Essig mit Schlafen. Wir beide d\u00f6sen so vor uns hin, erwarten den Tag. Ab viertel nach f\u00fcnf bereiten wir uns auf den heutigen Tag vor. Es heisst, eine Zweitagespackung erstellen f\u00fcr den Aufenthalt in Tortuguero.<br>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck packen wir unsere restlichen Sachen, lassen ein Taxi kommen und wollen uns in die Stadt zur Autovermietung begeben. Der bestellte Wagen ist f\u00fcr unsere Koffern und uns drei zu klein, also fahre ich mit den Koffern mit und Margrit und Pierre folgen etwas sp\u00e4ter in einem zweiten Auto.<br>Die \u00dcbergabe klappt sehr gut, was aber darauf folgt, ist recht abenteuerlich. Wir fahren jedenfalls ausserhalb San Jos\u00e9s auf einen Stau auf. Lauter riesige Laster stehen aufgereiht vor uns und dazwischen ein paar wenige PWs. Ein Grossteil dieser Wagen wendet und f\u00e4hrt wieder retour. Pierre und ich steigen nach l\u00e4ngerem Warten aus und versuchen, uns zu erkundigen, was los ist. Die Strasse Richtung Guapiles ist offenbar in der Nacht zuvor bei dem heftigen Gewitter&nbsp;versch\u00fcttet worden. Ein freundlicher Costa Ricaner, der mit seinem SUV etwas weiter vorne im Stau steht und mit dem wir vorher geredet haben, wendet nun sei Fahrzeug ebenfalls und winkt uns zu, wir sollen ihm folgen. Und nun beginnt eine rund vierst\u00fcndige \u201eVerfolgungsjagd\u201c durch Ortschaften, enge und kurvenreiche Strassen, \u00fcber Berge und T\u00e4ler, nicht immer ganz ungef\u00e4hrlich, die dann gl\u00fccklich und mit einem abgek\u00e4mpften Pierre etwa vierzig km vor unserem Ziel, Tortuguero, endet. Dort h\u00e4lt unser \u201eWeggef\u00e4hrte\u201c an und zeigt uns, wohin &nbsp;die Weiterfahrt geht. Er f\u00e4hrt ab da weiter zu seinem Anwesen, und wir erreichen bald danach den bewachten Parkplatz bei der Landestelle der Boote nach Tortuguero.&nbsp;<br>Mit einem Boot geht die Fahrt danach auf dem Fluss weiter zu unserer gebuchten Unterkunft, wo wir kurz vor dem Einnachten eintreffen.<\/p>\nngg_shortcode_1_placeholder\n<p><br>Nach den Eincheckungsformalit\u00e4ten und einer Dusche finden wir einen tollen Ort f\u00fcr den Ap\u00e9ritif, das anschliessend k\u00f6stliche Diner mit Meeresfr\u00fcchten und den Schlummertrunk auf einer Freiluftterrasse: Karibikfeeling pur &#8211; <b>PURA VIDA<\/b>.<br><br><b>Montag, 19. September<\/b><br>Heute Morgen beginnt der Tag fr\u00fch und spektakul\u00e4r. Um f\u00fcnf Uhr gehen wir an den Strand. Der Sonnenaufgang l\u00e4sst nicht lang auf sich warten. Viele Wolken und ein Loch darin, ziemlich genau an der Stelle, wo die Sonne aus dem Meer steigt, lassen uns einen Prachtsereignis erleben.&nbsp;<br>Als n\u00e4chstes steht uns eine fr\u00fchmorgendliche Bootsfahrt mit einem einheimischen Guide bevor. Er f\u00e4hrt uns mit seinem Schiff durch die Arme des hier m\u00fcndenden Rio Tortuguero und macht uns auf die zahlreichen Tiere und Pflanzen aufmerksam. Durch dichten Regenwald dringen wir in die Wildnis ein und k\u00f6nnen den sich an Bl\u00e4ttern g\u00fctlich tuenden verschiedenen Affen zusehen, erg\u00f6tzen uns an ihren Kletterk\u00fcnsten, sehen verschiedene Reiher und einen Kingfischer beim Lauern auf Beute, beobachten Kaimane, die reglos im Wasser liegen oder sich auf einem Baumstrunk sonnen, sehen in der Luft schaukelnden Schmetterlingen zu\u2026 wirklich ein spektakul\u00e4res Schauspiel.&nbsp;Nach diesem rund dreist\u00fcndigen Event gibt es Fr\u00fchst\u00fcck: frische Ananas, Papaya, Wassermelone, Fruchtsaft, Kaffee, Pfannkuchen mit Butter und Honig. Darauf folgt Siesta. Wir machen uns f\u00fcr den Abendausflug fit.<\/p>\nngg_shortcode_2_placeholder\n<p><br>Ein Strandbesuch und ein kurzes Bad im Karibischen Meer, dessen Wasser lauwarm ist, sowie ein Nickerchen auf der Hotelplattform auf den Rio Tortuguero geh\u00f6ren dazu.&nbsp;<br>Nach dem Nachtessen, heute Abend mit Ceviche, um 21 Uhr beginnt unsere mit Spannung erwartete Schildkr\u00f6tenexkursion. Unsere Guia erkl\u00e4rt uns die geltenden Regeln: kein Licht, kein Blitz, kein Handy\u2026 Danach machen wir uns auf den Weg. Der Anmarsch hinter dem Baumstreifen vor dem Sandstrand dauert eine Viertelstunde. Dort bekommen wir nochmals Instruktionen. Ein Scout der Organisation zum Schutz dieser urt\u00fcmlichen Tiere teilt nun der Guia mit, wo gerade eine Eiablage stattfindet. In Zweierkolonne, h\u00e4ndchenhaltend bewegt sich nun unsere Gruppe bei schwachem Rotlicht auf die Stelle zu. Dort sind noch weitere Gruppen zu sehen. Wir werden zu einer Stelle mit einem riesigen Loch ganz am Vegetationssaum gef\u00fchrt. Die Guia versammelt uns im Halbkreis und leuchtet mit ihrer Rotlichttaschenlampe in die Vertiefung. Dort k\u00f6nnen wir das Hinterteil einer riesigen gr\u00fcnen Meeresschildkr\u00f6te erkennen, darunter eine grosse Anzahl weisser Pingpongb\u00e4lle, die Schildkr\u00f6teneier, und immer wieder kullert aus dem After des Muttertiers ein weiters B\u00e4llchen zum Haufen. Ein eindr\u00fcckliches Schauspiel! Abwechselnd mit anderen Gruppen d\u00fcrfen wir dem weiteren Verlauf dieses aussergew\u00f6hnlichen Ereignisses mitverfolgen und erhalten zwischendurch weitere Erkl\u00e4rungen. Die Hauptdarstellerin schaufelt nach der Eiablage ihr Gelege mit Ihren Flossen mit heftigen Bewegungen zu, wird von den anwesenden Fachleuten dabei noch genauer untersucht, neu gechipt, hinterl\u00e4sst neben ihrem Gelege ein Loch zur T\u00e4uschung der Liebhaber von Schildkr\u00f6teneiern und begibt sich auf den Weg zum nahen Wasser, wo sie zur\u00fcck in ihr angestammtes Element taucht. Rund zwei Stunden dauert eine solche Eiablage. Und wir durften dabei sein, eindr\u00fccklich und trotzdem fragw\u00fcrdig. Immerhin bekommt die Schutzorganisation, die sich f\u00fcr die Erhaltung dieser Urtiere einsetzt, einen wichtigen finanziellen Zustupf.&nbsp;<br>Wir gehen zur\u00fcck zu unserer Unterkunft. Die Restaurants sind zu dieser Zeit geschlossen, so dass unser Schlummertrunk am Ufer des Flusses aus einem einfachen Glas Wasser besteht.<\/p>\n<p><b>Dienstag, 20. September<\/b><br>Wie gewohnt sind wir schon fr\u00fch wach. Wir brauchen die Zeit, um uns auf den heutigen Reisetag bereit zu machen. Schon bald nach dem Fr\u00fchst\u00fcck f\u00e4hrt unser Boot den Rio Tortuguero hinauf nach La Pavona. Vollbeladen mit Gep\u00e4ck und Passagieren erreichen wir den dortigen Parkplatz mit einiger Versp\u00e4tung, da unser Bootsf\u00fchrer die zahlreichen Flusswindungen und die Untiefen vorsichtig ansteuert. Unser Mietauto steht unversehrt am abgestellten Ort. Nach sorgf\u00e4ltigem Beladen und Festzurren der Koffern geht die Fahrt zur\u00fcck nach Guapiles los. Pierre weicht den zahlreichen L\u00f6chern &nbsp;und andern Sch\u00e4den auf der Strasse geschickt &nbsp;aus.<br>In Guapiles erreichen wir die Strasse 32 nach Puerto Limon. Sie befindet sich im Ausbau zur Autobahn und st\u00e4ndig heisst es die Spur wechseln, Baustellen umfahren. <i>A<\/i>uch dieses Mal fahren wir auf einen gewaltigen Stau auf. Lastwagen stehen aufgereiht auf der Fahrbahn,&nbsp;und die PWs wenden. Schnell stellen wir fest, dass sie auf der abgetrennten, fast fertiggestellten Fahrbahn Richtung S\u00fcden unterwegs sind. Also wendet auch Pierre unser Auto, sucht sich eine Durchfahrt auf die andere Fahrbahn und schon bald sehen wir die Erkl\u00e4rung f\u00fcr den Stau: ein Lastwagenunfall. Sicher zwei Riesengef\u00e4hrte blockieren richtiggehend verkeilt ineinander die Fahrbahn. Ein freundlicher Puerto Ricaner schleust uns durch das Chaos, und so erreichen wir dann nach einer zeitlich langen Fahrt unser Ziel, Cahuita.&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_3_placeholder\n<p><br>In der N\u00e4he des Eingangs zum gleichnamigen Nationalpark, am Strand finden wir ein gem\u00fctliches Gartenbeizli, wo wir uns bei einem Fruchtsaft vom Reisestress erholen und Kontakt zu unserer Gastgeberin Karin aufnehmen.<br>Als n\u00e4chstes fahren wir zu unserer Unterkunft f\u00fcr die n\u00e4chsten vier N\u00e4chte. Wir hausen in einem Bungalow, abseits der Zivilisation. Tiere aller Arten, eine reiche Pflanzenwelt mit pr\u00e4chtigen Bl\u00fcten und riesigen St\u00e4mmen umgeben uns. Das Bungalow ist einfach eingerichtet, verf\u00fcgt aber \u00fcber die notwendigen Ger\u00e4tschaften.&nbsp;<br>Zum Abendessen gehen wir, bewaffnet mit Taschenlampen und begleitet von zahlreichen Gl\u00fchw\u00fcrmchen, in ein nahes Gartenrestaurant, wo wir es uns wohl sein lassen. Gut gen\u00e4hrt und m\u00fcde kehren wir bei totaler Finsternis in unser \u201eH\u00e4uschen\u201c zur\u00fcck, wo ich schnell und m\u00fchelos einschlafe.<\/p>\n<p><b>Mittwoch, 21. September<\/b>&nbsp;<br>Schon fr\u00fch werden wir vom Gebr\u00fcll der Affen geweckt. Nach einem Rundgang im Garten marschieren wir zum Zentrum Cahuitas, wo wir das Fr\u00fchst\u00fcck nach l\u00e4ngerer Suche in einem einfachen Restaurant an der Strasse einnehmen. Es besteht aus Fruchtsaft, Fr\u00fcchten (Ananas, Wassermelone, Papaya), R\u00fchrei mit K\u00e4se und Schinken, Toastscheiben, Milchkaffee und einer gelben Sauce.&nbsp;<br>Nun ist der Besuch des hiesigen Nationalparks auf unserem Programm. Der Eintritt ist gratis, ein Beitrag an den Unterhalt kann geleistet werden. Eine einheimische Angestellte, die das Gep\u00e4ck kontrolliert, spricht mich in Schweizerdialekt an, wirklich sonderbar. Sie erkl\u00e4rt darauf, dass ihr Vater Schweizer sei. Ein bestens unterhaltener Fussweg f\u00fchrt der K\u00fcste entlang ca. vier km bis zu einem Kap. Wir ben\u00f6tigen daf\u00fcr rund drei Stunden. Es gibt viel Sehenswertes, u.a. Br\u00fcll- und freche Kapuzineraffen, verschiedene Schmetterlinge in grosser Zahl, darunter auch der hellblaue Morphofalter, praktisch handzahme Waschb\u00e4ren mit ihren Jungen, die wir aber gem\u00e4ss Weisung der Parkbeh\u00f6rde nicht streicheln, wundersch\u00f6n bl\u00fchende Pflanzen, eine hochgiftige, zitronengelbe Babyschlange \u2026 und \u2026und\u2026 am besten gehen Sie selber hin. Margrit und Pierre fotographieren auf Teufel komm raus.<\/p>\nngg_shortcode_4_placeholder\n<p><br>Angekommen an unserem Ziel, nehmen wir nach einer Pause den R\u00fcckweg unter die F\u00fcsse. Verschwitzt und m\u00fcde erreichen wir den Parkausgang und erfrischen uns im naheliegenden Gartenrestaurant mit einem Fr\u00fcchtesmoothie. Schliesslich liegen noch etwas mehr als zwei km Weg vor uns. Wir decken uns noch mit Wasser, Kaffee und wenig Proviant ein. M\u00fcde und abgek\u00e4mpft gehen Pierre und ich noch ins lauwarme Meer, duschen anschliessen und ruhen uns etwas aus, um f\u00fcr das Abendessen bereit zu sein. Leider ist auch heute die gew\u00fcnschte Beiz geschlossen, angeblich wegen Problemen mit Kreditkarten. Vielleicht klappt es dann morgen. So essen wir halt wieder am selben Ort wie gestern &#8211;&nbsp;gut, aber nicht aussergew\u00f6hnlich.<\/p>\n<p><b>Donnerstag, 22. September<\/b><br>F\u00fcr heute haben wir uns einen gem\u00fctliches Programm vorgenommen. Nach einigen Erkundungen im riesigen Garten unserer Unterkunft fahren wir zur Hauptstrasse Richtung Puerto Viejo. Dort gibt es gem\u00e4ss unserer Gastgeberin Karin eine B\u00e4ckerei mit Caf\u00e9, wo u.a. Croissants \u00e0 la fran\u00e7aise angeboten werden. Dort geniessen wir unser Fr\u00fchst\u00fcck.&nbsp;<br>&nbsp;Danach geht unsere Fahrt weiter nach Bribri. Dort ist laut Costa Rica-F\u00fchrer ein h\u00fcbscher, versteckter Wasserfall. Wir gelangen an die Abzweigung mit dem Wegweiser \u201eTwo Waterfalls\u201c. Ein sehr steiles Str\u00e4sschen f\u00fchrt den Hang hinauf, vorerst noch gepfl\u00e4stert, dann gestampft. Nun folgt eine steile Linkskurve, und weiter geht es relativ flach zu einer H\u00fctte mit davorstehendem PW. Ein \u00e4lterer Mann mit einem B\u00fcndel costa-ricanischer Banknoten in der Hand empf\u00e4ngt uns freundlich und gibt uns zu verstehen, dass es auf dem weiterf\u00fchrenden Karrweg zu den Wasserf\u00e4llen gehe. Er verlangt den Eintrittspreis, 1000 Colones pro Person, und erkl\u00e4rt uns in Spanisch, Englisch und mit Gesten, dass dort hinten ein Parkplatz sei, wo wir das Auto hinstellen k\u00f6nnen. Nach rund hundert Metern, teilt sich der Weg in zwei weiterf\u00fchrende Spuren, die eine steil abw\u00e4rts, die andere ebenso aufw\u00e4rts. Welche ist die richtige? Zu Fuss zur\u00fcck, nachfragen, und weiter geht es den Berg hinunter. Nach weiteren zweihundert Metern geht es derart steil hinunter und ist der Weg derart ausgefahren, dass wir und f\u00fcr den Abbruch der \u00dcbung entscheiden. Pierre f\u00e4hrt r\u00fcckw\u00e4rts bis zur Abzweigung und wendet dort das Auto. Danach f\u00e4hrt er zur\u00fcck zu Eintrittsh\u00fctte. Wir lassen den Wagen nach Absprache mit dem Parkw\u00e4chter dort im Schatten stehen und nehmen die 800 Meter, die er uns prophezeit, unter unsere eigenen F\u00fcsse. Wir gelange nach rund 500 Metern steil hinunter zu einem Parkplatz, wo wirklich wenige Autos abgestellt sind. Danach f\u00fchrt ein schmaler, steiler Pfad mit alten Autoreifen in Stufen abgesichert und stellenweise mit Gel\u00e4ndern zu zwei felsigen Abs\u00e4tzen, wo ein sich Bach dar\u00fcber hinweg in recht grosse, darunterliegende Becken ergiesst. Im oberen dieser beiden Becken tummeln sich ein paar wenige Leute, Frauen, M\u00e4nner und Kinder. Und zu denen gesellen wir uns ebenfalls. Herrlich k\u00fchles und klares Wasser verschafft uns nach dieser Schwitztour Linderung. Es ist wunderbar herrlich, in diesem Nass zu verweilen, mit den Baumkronen dar\u00fcber, sich unter den Wasserfall zu begeben und den Nacken vom niederfallenden Wasser massieren zu lassen.&nbsp;<br>Nach diesem Wohlf\u00fchlevent m\u00fcssen wir aber wieder die 800 Meter schweisstreibend den Hang&nbsp;hochkrackseln. Nun w\u00e4hlen wir noch die andere Wegvariante und gelangen zu einem pr\u00e4chtigen Aussichtspunkt, wo wir die Ausdehnung des Waldes erahnen k\u00f6nnen und in der Ferne das Meer sehen. Auf Umwegen und mit einem Erfrischungshalt dazwischen gelangen wir zu unserer Unterkunft.&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_5_placeholder\n<p><br>Als wir zu unserem Diner aufbrechen wollen, geht ein Gewitter \u00fcber uns nieder. So nehmen wir den Ap\u00e9ro auf unserem gedeckten Vorplatz. Schon bald h\u00f6rt es auf zu regnen und wir begeben uns zu unserem Diner-Restaurant, Chaos Paradise. Heute Abend ist ge\u00f6ffnet. Wir sind fast die einzigen G\u00e4ste. Die Bestellumg k\u00f6nnen wir aufgeben, doch schon kurz danach geht das Licht aus &#8211; der Strom ist weg. Wir beratschlagen noch, was wir tun k\u00f6nnten, wenn auch der Elektroherd ausgestiegen ist. Aber hier wird mit Gas gekocht. Mit einer Notlampe auf dem Tisch und bei Kerzenschein geniessen wir ein vorz\u00fcgliches Mahl. Und im Verlauf des Abends fliesst dann auch der Strom wieder, so dass wir noch von der funktionierenden Strassenbeleuchtung profitieren k\u00f6nnen und den Heimweg problemlos finden.<\/p>\n<p><b>Freitag, 23. September<\/b><br>Wir haben gestern beschlossen, dass wir heute fr\u00fcher in den Nationalpark gehen. Schon um viertel vor sieben fahren wir zum gleichen Caf\u00e9 wie gestern. Allerdings regnet es leicht. Um acht stehen wir vor dem Parkeingang. In gem\u00fctlichem Tempo machen wir uns auf den Weg. Der Regen h\u00f6rt schon bald auf, den Schirm haben wir vergebens mitgenommen. Heute sehen und fotografieren wir neue Sachen. Speziell kleinere Tiere und Pflanzen erregen unsere Aufmerksamkeit. So k\u00f6nnen wir verschiedene Schmetterlinge, Amphibien, landbewohnende Einsiedlerkrebse und Krabben, H\u00f6rnchen, Spinnen u.a. beobachten. Rund vier Stunden verbringen wir im Park.<\/p>\nngg_shortcode_6_placeholder\n<p><br>Danach ist vor der Heimkehr ein Smoothie im nahen Gartenrestaurant angesagt.&nbsp;<br>Den letzten Nachmittag in Cauhita verbringen wir im Garten und unter dem Vordach unsere Cabina. Ein Bad im nahen Meer liegt auch noch drin. Da Margrit sich nicht so wohl f\u00fchlt, gehen Pierre und ich allein zusammen mit unserer Gastgeberin Karin zu Chao dinieren. Das Essen schmeckt, wir erfahren viel \u00fcber das Leben einer Schweizerin in Costa Rica und \u00fcber die Lebensverh\u00e4ltnisse hier in Cahuita: Geschichten, die das Leben schreibt. F\u00fcr uns steht nachher fest: Hier f\u00fcr immer zugeben ist nichts f\u00fcr uns.<\/p>\n<p><b>Samstag, 24. September (Weiterreise)<\/b><br>Da uns ein eventuell langer Reisetag bevorsteht, brechen wir fr\u00fch auf. Um halb sieben ist unsere Cabina ger\u00e4umt und unser Auto beladen. Wir verabschieden uns von Karin und ihrem wunderbaren Garten. In der nahen franz\u00f6sischen B\u00e4ckerei geniessen wir ein schmales Fr\u00fchst\u00fcck: Kaffee mit Milch, Tee, frische Brotscheiben.<br>Und dann geht die Fahrt los. Unser erstes Ziel ist das Monumento National Guyabo. Die ersten hundert km legen wir problemlos und in relativ kurzer Zeit zur\u00fcck. Viele Baustellen und die schweren Lastwagen auf der Strecke Puerto Limon &#8211; Siquirres behindern unser Vorw\u00e4rtskommen in ertr\u00e4glichem Mass. Aber was folgt, ist Abenteuer pur.<br>Kurz nach Siquirres zweigen wir rechts ab, so wie es uns unsere Navigation-App auf dem Handy anzeigt. Schon bald m\u00fcssen wir eine Baustelle umfahren und machen dabei einige km mehr auf Naturstrassen. Das schaffen wir ohne Probleme und landen wieder auf der gew\u00fcnschten Strasse. Aber nun folgen die abenteuerlichen Strassenabschnitte. Da ist der Belag nicht mehr vorhanden, die Strasse teils abgerutscht, ganze Strassenabschnitte sind zu steilen Bachbetten mutiert. Wir steigen aus und machen ein paar Schritte, um zu beurteilen, ob wir es mit dem Auto schaffen. Diese Abschnitte schaffen wir wirklich. Bei einem Strassenst\u00fcck sind Arbeiter damit besch\u00e4ftigt, die Sch\u00e4den zu reparieren. Zu guter Letzt schickt uns das Navi ein steiles Naturstr\u00e4sschen hinauf mit viel losem Kies als Belag. Und da macht unser Auto schlapp. Etwa hundert Meter muss Pierre r\u00fcckw\u00e4rts steil hinunter fahren. Und nun geht unsere Reise ohne genaue Orientierungspunkte weiter. Das Navi verlangt bei jeder sich bietenden Gelegenheit Umkehr. Doch nach einiger Zeit zeigt es uns eine Ausweichroute an, die uns ans Ziel f\u00fchrt, das Nationaldenkmal Guayabo.<br>Da stellen wir unser Auto, eingewiesen von einem \u00e4lteren Manne, nahe beim Ticketh\u00e4uschen an den Strassenrand und besichtigen dieses Denkmal. Es sind hier arch\u00e4ologische \u00dcberreste aus den Jahrhunderten 300 vor bis 1400 nach Christus zum Vorschein gekommen, sehr wahrscheinlich pr\u00e4kolumbianisch. Zu diesen Funden fehlen genaue Informationen, wozu sie erstellt wurden. Die ganze St\u00e4tte umfasst ein recht grosses Gebiet und hinterl\u00e4sst einen eindr\u00fccklichen Nachhall, da offenbar keine Nachfahren vorhanden sind. Vielleicht kl\u00e4ren sich genauere Umst\u00e4nde im Laufe der Zeit auf.<\/p>\nngg_shortcode_7_placeholder\n<p><br>Danach kehren wir im &nbsp;n\u00e4chsten Dorf, in Santa Cruz, ein, um uns f\u00fcr den Rest der Wegstrecke &nbsp;zu st\u00e4rken, und erreichen danach schon bald unser heutiges Ziel, Cot bei Cartago. Wir checken im vorgebuchten Hotel ein, aber oh Schreck, Pierres Handtasche fehlt. Der Anruf &nbsp;der freundlichen und hilfsbereiten Rezeptionisitin im vorher besuchten Lokal best\u00e4tigt das Verbleiben des fehlenden Objekts an eben diesem Ort. &nbsp;Und so machen wir, Pierre und ich, uns nochmals auf den Weg dorthin, keine lange, aber eine \u00fcberaus schwierige Strecke, da nun einsetzender Regen, grausame L\u00f6cher in der Strasse, aufkommender Nebel und die rasend schnell einbrechende Dunkelheit erschwerte Verh\u00e4ltnisse hervorrufen. Nach rund anderthalb Stunden sind wir zur\u00fcck im Hotel. Das Nachtessen vor Ort entsch\u00e4digt uns f\u00fcr den zus\u00e4tzlichen Aufwand.<\/p>\n<p><b>Sonntag, 25. September<\/b><br>Um 06:30 treffen wir uns zum Fr\u00fchst\u00fcck, denn morgens fr\u00fch sind die Wetterverh\u00e4ltnisse zum vorgesehenen Besuch des Vulkans Iraz\u00fa am besten. So starten wir um 07:15 Uhr mit langen Hosen, guten Schuhen und einer Fleecejacke ausger\u00fcstet. Die Autofahrt auf fast 3400 m \u00fc.M. dauert knapp eine Dreiviertel Stunde. Vorbei an einer riesigen Zahl Radfahrern und weniger T\u00f6fffahrern gelangen wir zur Ticketkabine, wo Pierre seine gestern gebuchten Billette auf dem Handydisplay vorweisen muss. Zudem m\u00fcssen wir die Parkgeb\u00fchr f\u00fcrs Auto begleichen. Beim Parkplatz angekommen, machen wir uns auf den Weg, der auf einer grossen Tafel aufgemalt ist.<br>Wir geh\u00f6ren wohl zu den ersten Besuchern dieses Naturdenkmals heute Sonntagvormittag. Der Himmel ist weitgehend blau, da und dort sind Schleierwolken zu erkennen, es ist k\u00fchl und die Besucherzahl noch sp\u00e4rlich. Wir gehen auf betonierten Wegen und auf Lavasandb\u00f6gen entlang der vorgegebenen Route und schauen in die Krater hinunter. Rauch ist nirgends zu erkennen. Aber die Aussichten sind recht spektakul\u00e4r, sowohl auf die zahlreichen H\u00e4nge wie auch tief hinunter in die T\u00e4ler. Und irgendwie riecht es hier \u00fcberall nach Schwefel. Die auf Bildern sichtbaren Kraterseen sind ausgetrocknet.<br>Danach steigen Margrit und ich noch zum h\u00f6chsten Punkt auf &nbsp;3430 m hoch. Unterdessen sind aber Nebelschwaden hochgestiegen und in die Krater hinein geschwappt, so dass die Sicht in die Tiefe verschleiert wird. Pierre holt uns mit dem Auto ab. Nach einem Zwischenhalt im Bergrestaurant fahren wir durch teils dichten Nebel zur\u00fcck zum Hotel.&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_8_placeholder\n<p><br>Am Nachmittag statten wir dem Nationalheiligtum Costa Ricas, der Basilica de Nuestro Se\u00f1ora de Los \u00c1ngeles, im nahen Cartago einen Besuch ab. Da zum Zeitpunkt unseres Besuchs gerade eine Messe gefeiert wird, schauen wir uns sonst noch um in der Nachbarschaft der Kirche. In einem Caf\u00e9 geniessen wir ein vorz\u00fcgliches Smoothie aus einheimischen Fr\u00fcchten und Milch oder Wasser. Danach begeben wir uns in die Kirche. Diese war \u00fcbrigens zum Zeitpunkt der Messe voll besetzt. Auch jetzt sind viele Menschen darin betend anzutreffen. Was uns speziell ber\u00fchrt, ist der Umstand, dass einige Gl\u00e4ubige , zum Teil ganze Familien, auf den Knien den Mittelgang entlang bis vor den Hauptaltar rutschen und dort betend verweilen. Die Basilika wurde \u00fcbrigens, nachdem ihr Vorg\u00e4ngerbau 1910 durch ein schweres Erdbeben vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt worden war, neu gebaut. Der Baustil mit den vielen S\u00e4ulen erinnert an byzantinische Kirchen. Die Ausmasse sind recht spektakul\u00e4r. Ein nahendes Gewitter macht unserem Ausflug ins Zentrum von Cartago ein Ende.<br>Das Nachtessen nehmen wir in dem unserem Hotel benachbarten Restaurant 1910 ein. Die R\u00e4ume sind mit Grossaufnahmen der Erdbebenruinen von 1910 ausgestattet. Das Essen schmeckt sehr gut. Scheinbar ist es hier \u00fcblich, dass die Restaurants an Sonntagen fr\u00fch schliessen. Ab halb sieben ist tote Hose, und wir gehen fr\u00fch zu Bett.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Montag, 26. September<br><\/strong><span style=\"font-size: revert;\">Wir verlassen heute Cot nach dem Fr\u00fchst\u00fcck und der Abgabe unserer Zimmer Richtung S\u00fcden. In Cartago gelangen wir schon bald auf die Transamericana. Hier kommen wir z\u00fcgig voran. Schon um halb zehn treffen wir in unserer Lodge ein. Unsere Bungalows sind noch nicht bereit, aber der freundliche Rezeptionist ber\u00e4t uns bestens, indem er uns auf markierte Trails in der Umgebung aufmerksam macht. Zuerst aber geniessen wir mit Sicht auf eine Kolibrifutterstelle einen Fruchtsaft. Zudem werden die ersten Fotos gemacht. Und es regnet f\u00fcr kurze Zeit.<br>Danach begeben wir uns auf einen der vorgeschlagenen Pfade und erleben hier eindr\u00fccklich, was ein Nebelwald ist. Zuerst zeigt sich noch die Sonne, aber allm\u00e4hlich schwappen Nebelschwaden den H\u00e4ngen entlang. Der Pfad f\u00fchrt steil hinunter, und wir \u00fcberqueren mehrere rauschende B\u00e4che auf einfachen Br\u00fccken. Von den B\u00e4umen h\u00e4ngen Algen- und Pflanzenb\u00e4rte. \u00dcberall wachsen Bromelien. Alles ist feucht. Der Boden ist durchn\u00e4sst, aber wir sehen einige interessante V\u00f6gel und viele Pflanzen.<br><\/span><\/p>\nngg_shortcode_9_placeholder\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-size: revert;\"><br>Nach rund zwei Stunden sind wir zur\u00fcck, und ebenfalls der Regen. Ein weiterer Saft bringt uns wieder in Fahrt. Schon bald einmal k\u00f6nnen wir unsere einfachen Bungalows beziehen. Danach gehen wir, nach einem weiteren Regenschauer auf eine zweite Tour. Hier erleben wir erneut, welche Auswirkungen das Wetter auf menschliche Werke hat. Die Zufahrt zum gew\u00e4hlten Trail ist nicht mehr befahrbar, die Oberfl\u00e4che breit aufgerissen und zum Teil um einen halben Meter abgerutscht. Beeindruckend auf diesem Pfad sind die Urwaldriesen, die zum Teil sicher einige Jahrhunderte auf dem Buckel haben, aber auch die Str\u00fcnke abgestorbener und verwesender B\u00e4ume &#8211; ein tolles, aber auch anstrengendes Erlebnis.<br>Nun steht uns als n\u00e4chstes das Abendessen bevor.&nbsp;<br><\/span><\/p>\n<p><b>Dienstag, 27. September<\/b><br>F\u00fcr heute fr\u00fch haben wir einen Guide f\u00fcr zwei Stunden gebucht. Um halb sechs stehen wir voll ausger\u00fcstet bereit: warme Kleider, gute Schuhe, Fotoapparat, Handy, Feldstecher. Wir sollen und wollen einen der ber\u00fchmten V\u00f6gel Mittelamerikas sehen. Aber unser Guide fehlt. Nach einer halben Stunde Versp\u00e4tung trifft auch der ein. Unsere Reklamation kann er entkr\u00e4ften. Auf seinem Mail steht wirklich sechs Uhr. Dann starten wir halt um sechs, wir sind ja schliesslich in Lateinamerika bei den Latinos.&nbsp;<br>Rund zwanzig Minuten m\u00fcssen wir dem Guide hinterherfahren. Etwas abseits der Transamericana h\u00e4lt er bei einem kleinen Geh\u00f6ft und heisst uns aussteigen. Dort r\u00fcstet er sich aus mit einem Fernrohr mit Stativ, einer Kamera mit einem weiteren Stativ, Stiefeln, und dann folgen wir ihm einen steilen Weg ein paar &nbsp;hundert Meter hinauf zu einer H\u00fctte mit WC, Kochgelegenheit und ein paar B\u00e4nken und Tischen. Das ist die Hide, von der aus wir den Quetzal beobachten k\u00f6nnen. Und kaum hat er das Wort Quetzal in den Mund genommen, fliegen zwei Quetzalh\u00e4hne in den nahestehenden wilden Avocadobaum, als ob sie unseren innigsten Wunsch erahnt haben, und verstecken sich darin. Unser Guide erkl\u00e4rt uns, dass die Quetzale sich nun rund um den Baum umsehen, wo die besten Fr\u00fcchte h\u00e4ngen, um sich danach daran g\u00fctlich zu tun. Er stellt nun sein Fernrohr auf und stellt es ein. Ein erster Blick hindurch l\u00e4sst uns einen Teil des gr\u00fcn schillernden Federkleids erkennen. Ab jetzt \u00fcberschlagen sich die Ereignisse. Der Quetzal l\u00e4sst sich an verschiedenen Orten ganz nahe und etwas weiter entfernt nieder und zeigt sich von der besten Seite. Nicht nur wir sind entz\u00fcckt bzw. entr\u00fcckt, auch unser Guide fotografiert auf Tod und Leben. Er gesteht uns dann, dass er mit solchen Bildern etwas verdienen kann und dass seine Ausr\u00fcstung nicht nur f\u00fcr einen <span style=\"font-size: revert;\">Costa Ricaner ein halbes Verm\u00f6gen wert ist. Und nun noch zum H\u00f6hepunkt. Als unser Guide Anstalten macht, die \u00dcbung abzubrechen, wagt sich der eine Quetzalhahn noch etwas n\u00e4her zu uns. Und da geht das Geknipse noch einmal los.&nbsp;<br><\/span><\/p>\nngg_shortcode_10_placeholder\n<p><span style=\"font-size: revert;\"><br>Als wir dann doch noch abbrechen k\u00f6nnen, kommen wir mit dem Besitzer des Grundst\u00fccks ins Gespr\u00e4ch, was das auch immer heisst. Seine Produkte sind verschiedene Fr\u00fcchte und Gem\u00fcse. Mit dem Tourismus verdient er sich noch etwas dazu. Wir d\u00fcrfen dann noch eine Grua-Frucht probieren, sie schmeckt vorz\u00fcglich. Und damit ist ein weiterer H\u00f6hepunkt unserer Reise erreicht.<br>Nach diesem Erlebnis fahren wir zur\u00fcck in unsere Unterkunft, fr\u00fchst\u00fccken, packen unsere Sachen und ca. um zehn Uhr starten wir zu einem neuen Abenteuer.<br>Unsere Fahrt geht Richtung San Isidro de General. Im Ort angekommen, f\u00e4hrt Pierre zu einer grossen Tankstelle. Hier wird voll getankt. Auf dem Display der S\u00e4ule steht der Preis: 39 000 Colones. Ich bezahle der freundlichen Tankwartin mit Karte. Sie gibt mir Karte und Quittung zur\u00fcck, lautend auf 59 000 Colones. Nachdem ich reklamiere erscheint ein Mitarbeiter, nimmt die Korrektur an, fragt an, ob ich mit einer Barerstattung einverstanden sei, und die Mitarbeiterin dr\u00fcckt mir eine 20 000-er Note in die Hand. Wie das dann buchhalterisch abgewickelt wird, entzieht sich meiner Kenntnis. Pierres Kommentar zum Mitarbeiter: That\u2018s a joke.&nbsp;<br>Nun sitzen wir im Restaurant unserer Lodge beim Ap\u00e9ritif, nachdem wir den Garten etwas erkundet und ein Bad im Pool genommen haben. Schon bald ist das Diner angesagt, es donnert. Wir scheinen die einzigen G\u00e4ste zu sein. Wir sind gespannt, was auf den Tisch kommt\u2026<br>Und da erscheint zuerst der Besitzer und sp\u00e4ter die zwei Frauen, die mir bei unserer Ankunft die Schl\u00fcssel \u00fcberreichten. Wir k\u00f6nnen eine Flasche Wein bestellen, und in der K\u00fcche beginnt ein gesch\u00e4ftiges Treiben. Zudem wird der Grill eingeschaltet. Schon bald danach ist unser Znacht bereit. Zum Start gibt es eine schmackhafte Karottensuppe. Der H\u00f6hepunkt ist ein Thunfischsteak vom Grill mit kleinen, gebratenen Kartoffeln und verschiedenen Gem\u00fcsen. Den Abschluss bildet ein feines Dessert mit Ananas und einer Kugel Glac\u00e9, verziert mit Schokoladeguss, das leckerste Essen, das wir bis heute serviert bekamen. Einen Kaffee bekommen wir noch drauf.<br><\/span><\/p>\n<p><b>Mittwoch, 28. September<\/b><br>Derzeit sch\u00fcttet es vom Himmel und zwischendurch donnert und blitzt es. Wir sitzen auf der Restaurantterrasse unserer Lodge. Zwei Praktikantinnen, die vor kurzem nach Hause gingen, sch\u00e4tzten es, dass wir mit ihnen auf Englisch \u00fcber dies und das sprachen. Sie studieren beide an der Universit\u00e4t von San Isidro de El General Touristik. Sie servieren uns Cas-Smoothies. Cas ist eine einheimische Frucht, die der Guave \u00e4hnelt und leicht s\u00e4uerlich ist. <br>Nun aber nun zum Verlauf des Tages: Nach einem reichhaltigen Fr\u00fchst\u00fcck, zubereitet von den gleichen beiden Damen wie gestern, bestehend aus Fr\u00fcchten, Orangensaft, Milchkaffee, R\u00fchrei, Reis mit Bohnen, Kochbananen, Toastscheiben und Konfi, machen wir uns auf den Weg. Das private Cloudbridge-Reservat ist unser Ziel. Aber zuerst verfahren wir uns mal z\u00fcnftig, weil ich die Route nicht gespeichert habe. Wenn solches auf normalen, europ\u00e4ischen Strassen geschieht, ist das kein Ungl\u00fcck. In Costa Rica aber, auf Nebenstrassen, hat der Fahrer einiges zu leisten, und der heisst Pierre. Die Strassen in die kleinen D\u00f6rfer in den Bergen sind l\u00f6cherig, eng, oft nicht asphaltiert, gleichen eher Bachbetten und weisen Steigungen und Gef\u00e4lle von mehr als zwanzig Prozent auf. Und die Zufahrt zudiesem Reservat hat es in sich. Ein paar hundert Meter legen wir dann zuletzt zu Fuss zur\u00fcck. Das Auto lassen wir auf einem kostenpflichtigen Parkplatz stehen, mit einer Zweitausendernote unter dem Scheibenwischer, da kein Wart und keine Kasse bereitstehen.&nbsp;<br>Im Park f\u00fchrt der Weg durch einen attraktiven, vielf\u00e4ltigen Biumengarten zu einem tosenden Wasserfall und dann das Tal hinauf. Schmetterlinge und Pflanzen in grosser Artenvielfalt lassen sich von allen Seiten fotografieren. Wir halten uns rund drei Stunden darin auf. Als wir dann ins Auto steigen, regnet es leicht. Zum Gl\u00fcck l\u00e4sst der Regen bald nach, denn eine R\u00fcckfahrt bei nassen Verh\u00e4ltnissen w\u00e4re ein halsbrecherisches Unterfangen.&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_11_placeholder\n<p><br>Und nun sitzen wir unter Dach. Es regnet weiter, und donnert lauter. Bei diesem Wetter schickt man nicht einmal einen Hund hinaus. Wir sitzen mitten im Regenwald, zu unserem Gl\u00fcck unter einem Dach.&nbsp;<br>Das Dinner schmeckt wieder ausgezeichnet. Hier ist wirklich eine Superk\u00f6chin am Werk. Es gibt eine Suppe mit eingelegter Tortilla und K\u00e4se, danach Churrasco mit Kartoffelstock und Gem\u00fcse und zum Dessert eine Kugel Glac\u00e9 zusammen mit einer gebratenen Banane. Dazu geniessen wir einen chilenischen Rotwein und darauf einen Kaffee.<\/p>\n<p><b>Donnerstag, 29. September<br><\/b>Heute ist Reisetag. Das Fr\u00fchst\u00fcck schmeckt ebenfalls sehr: Milchkaffee, Fr\u00fcchte (Wassermelone, Ananas, Papaya), Orangensaft, Omelette mit Schinken, K\u00e4se und gr\u00fcner Peperoni, gebratene Banane mit K\u00e4se, Toastscheiben mit Konfi. Wir verabschieden uns von den Gastgebern und von den beiden Praktikantinnen.<br>Danach geht es zur\u00fcck nach San Isidro de El General und damit auf die Panamericana. Darauf kommen wir ohne Probleme rassig vorw\u00e4rts. In Chacarita zweigen wir rechts ab Richtung Puerto Jim\u00e9nez. Auch hier sind keine Unf\u00e4lle und keine Staus zu vermelden. Angekommen bei unserer Unterkunft steht jetzt die Vorbereitung unseres Dreitagehikes in den Corcovado Nationalpark auf dem Programm. Vom Veranstalter haben wir eine Liste bekommen, was alles mitgenommen werden sollt. Das alles muss in einen Rucksack passen, den wir selber \u00fcber etwa zwanzig km dem Meeresufer entlang tragen m\u00fcssen, und das bei rund 30 Grad C. Dar\u00fcber kann ich dann eventuell morgen berichten, falls alles klappt. Wir sind sehr gespannt darauf.<\/p>\nngg_shortcode_12_placeholder\n<p><br>Heute ist noch Besprechung mit dem Guide. Unterdessen hat Margrit W\u00e4sche gewaschen und aufgeh\u00e4ngt, aber irgendwie droht auch heute wieder Regen, obschon wir auf der Hinfahrt schon durch einige Fronten hindurch fuhren.<br><span style=\"font-size: revert;\">Wir melden uns im B\u00fcro von Surcos Tours, um dort mit einem Guide die bereits seit Wochen gebuchte Tour in den Corcovado Nationalpark zu besprechen. Hier&nbsp;lernen wir noch ein englisches Paar aus London kennen, das mit uns diesen Hike durchstehen will.&nbsp;<br><\/span>Zum Dinner gehen wir in eine Pizzeria und schon bald begeben wir uns in unsere Zimmer.<\/p>\n<p><b>Freitag, 30. September<\/b><br>Der Tag beginnt fr\u00fch. Um Viertel vor f\u00fcnf sind wir bereit zum Abmarsch. Wir haben unsere Rucks\u00e4cke f\u00fcr drei Tage und zwei \u00dcbernachtungen im Corcovado Nationalpark gepackt, und begeben uns nun zur B\u00e4ckerei, dem Treffpunkt mit unserem Guide, der und die kommenden drei Tag begleiten wird. Zuerst gibt es nun aber Fr\u00fchst\u00fcck: Kaffee und frisches Brot. Ab jetzt warten wir auf unseren Guide, Carlos, der um viertel nach f\u00fcnf erscheinen soll. Er l\u00e4sst aber noch etwas auf sich warten und erscheint dann als Enrique. Carlos ist krank. Zusammen warten wir auf den Fahrer, der uns nach Carate bringen soll.<br>Mit einiger Versp\u00e4tung trifft der auch noch ein. Wir laden unsere Rucks\u00e4cke in den Kofferraum. Der Fahrer macht uns darauf aufmerksam, dass die Fahrt l\u00e4nger dauern wird, da der Fahrweg in sehr schlechtem Zustand sei. Und dann geht das Abenteuer los.<br>Durchgesch\u00fcttelt erreichen wir Carate und steigen am Ende der Flugplatzpiste aus, das beste Strassenst\u00fcck, das wir heute befahren haben. Die ersten paar km unseres rund 20 km lange Treckings f\u00fchren durch sekund\u00e4ren Regenwald und dem Strand entlang zum Eintrittsgeb\u00e4ude in den Corcovado Park. Hier ist Lunchtime. Wir essen eine Banane und etwas Trockenfr\u00fcchte. Darauf geht der Marsch weiter, teils im Wald, teils am Sand- abwechselnd mit Felsenstrand. Wir sehen unterwegs einiges an einheimischen Tieren und bewundern ein St\u00fcck weit, dass sie uns relativ nahe heranlassen. Erst bei lauten Ger\u00e4uschen oder heftigen Bewegungen ergreifen sie die Flucht, allerdings ohne Panik. So k\u00f6nnen wir unter anderen ganze Familien von Weissr\u00fcssel-Nasenb\u00e4ren beobachten, auch wilde Truth\u00e4hnne, Klammeraffen, verschiedene V\u00f6gel und einen Tapir. Auch verschiedene Pflanzen erregen unsere Aufmerksamkeit und &nbsp;verlangen Erkl\u00e4rungen Enriques. Aus diesem Grund zieht sich unsere Wanderung in die L\u00e4nge. Wir m\u00fcssen n\u00e4mlich mehrere B\u00e4che und zwei Fl\u00fcsse \u00fcberqueren, und da es in letzter &nbsp;Zeit viel geregnet hat, f\u00fchren diese recht viel Wasser. B\u00e4che k\u00f6nnen wir meist queren, indem wir von Stein zu Stein h\u00fcpfen, oder wenn wir sie im Sand queren m\u00fcssen, sie an einer seichten Stelle schnell durchschreiten. Das funktioniert allerdings nicht jedesmal wunschgem\u00e4ss, so dass praktisch alle mit Ausnahme des Guides einen oder sogar zwei nasse F\u00fcsse kriegen. Der erste gr\u00f6ssere Fluss wird in Badschuhen, die wir mitgenommen haben durchschritten. Beim zweiten Fluss ist der Wasserstand so hoch, dass wir auch die Hosen in den Rucksack packen und in den Unterhosen durch das Wasser gehen. Damit uns Margrit nicht in den Pazifik gesp\u00fclt wird, nehmen Pierre und ich sie in die Mitte und halten sie ganz fest an den H\u00e4nden. So erreichen wir das gegen\u00fcberliegende Ufer. Und da es jetzt gerade z\u00fcnftig zu regnen beginnt, gehen wir die letzte Dreiviertelstunde in den Unterhosen bis zur Lodge. Abgek\u00e4mpft erreichen wir unser Ziel und werden hier in der Stationen Sirena mit einem Begr\u00fcssungstrunk erwartet.<\/p>\nngg_shortcode_13_placeholder\n<p><br>Nun folgt die Besichtigung und Erkl\u00e4rung der Station und dann geht es ab unter die Dusche. Schon bald danach steht das Dinner auf dem Programm, typisch costa-ricanisch, nat\u00fcrlich mit Reis und schwarzen Bohnen. Unser Enrique erwartet uns morgen fr\u00fch um f\u00fcnf bei der Reception f\u00fcr die fr\u00fchmorgendliche Exkursion in den umgebenden Wald. Um acht Uhr ist in der Lodge Lichterl\u00f6schen, Schlafen ist angesagt, und es regnet die ganze Nacht ohne Unterlass. Und wir haben nasse Schuhe und Socken, die im Freien trocknen sollen. Wie geht das wohl? Enrique hat noch gemeint, dass er eventuell f\u00fcr uns alle Stiefel auftreibe k\u00f6nne. Mal sehen???<\/p>\n<p><b>Samstag, 1. Oktober<\/b><br>Zur Nacht gibt es noch etwas Spezielles zu sagen. Wir schlafen in Kaj\u00fctenbetten, alle unter demselben Dach, Seitenw\u00e4nde existieren keine, der gemeinsame Boden steht auf Stelzen, ca. einen Meter \u00fcber dem Grund, alle Betten sind mit Moskitonetzen umgeben. Wer nachts aufsteht, behilft sich mit einer Taschenlampe und hat vorgegebene Regeln zu beachten, damit er seine Mitschl\u00e4ferInnen nicht st\u00f6rt. &nbsp;Dunkel ist es wie in einer Kuh. Wir m\u00fcssen aufstehen, bevor das Licht angeht.&nbsp;<br>Wir starten unsere Morgenexkursion zwar ohne Regen, aber sicher mit nassen F\u00fcssen, denn die Stiefel, die Enrique auftrieben konnte, m\u00fcssen alle zuerst ausgeleert werden, da sie in der Nacht mangels richtiger Aufbewahrungsart mit Wasser angef\u00fcllt wurden. Ich bevorzuge aus diesem Grund meine nassen Schuhe.&nbsp;<br>Enrique f\u00fchrt uns durch Bereiche mit sekund\u00e4rem Regenwald und macht uns auf verschiedene Gegebenheiten aufmerksam. Dieser sekund\u00e4re Regenwald w\u00e4chst auf B\u00f6den heran, die vor wenigen Jahrzehnten noch landwirtschaftlich genutzt wurden und dann aufgrund neuer Gesetze wieder renaturiert wurden. Costa Rica ist ein Land, das riesige Fl\u00e4chen seines Staatsgebiete in der zweiten H\u00e4lfte des letzten Jahrhunderts in Nationalp\u00e4rke umwandelte. Diese werden recht streng \u00fcberwacht und spielen f\u00fcr den Tourismus, der in den letzten Jahrzehnten gewaltig zunahm, eine wichtige Rolle. Dabei stossen wir immer wieder auf interessante Bewohner dieser W\u00e4lder und beobachten gespannt ihr Verhalten. Fotografieren spielt dabei eine wichtige Rolle.&nbsp;<br>So verbringen wir den Tag mit insgesamt drei solchen Ausfl\u00fcgen. Dazwischen gibt es Essen, nat\u00fcrlich typisch costa-ricanisch mit Reis, schwarzen Bohnen, Yucca, gemischtem Gem\u00fcse und H\u00fchnerfleisch. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck ist es mit Regen weitgehend vorbei. F\u00fcr die durchn\u00e4ssten B\u00f6den k\u00f6nnen wir gl\u00fccklicherweise trockene Gummistiefel mieten, was einen wesentlich h\u00f6heren Komfort bringt und uns sogar zum Fussball spielen animiert. Und da sich am Nachmittag sogar die Sonne zeigt, unsere nassen Sachen trocknet und eine wesentlich bessere Beleuchtung der Szenerie mit sich bringt, steigt auch unsere Stimmung.<\/p>\nngg_shortcode_14_placeholder\n<p><br><span style=\"font-size: revert;\">Heute sahen wir unter anderen Pekaries, Agutis, den Tapir, verschiedene Tukane, wilde Truten, Bauml\u00e4ufer, einen Ara, verschiedenen Ameisenarten,&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: revert;\">Kolibri, Kaiman, Br\u00fcll-, Klammer- und Totenkopfaffen, Einsiedlerkrebse\u2026<\/span><\/p>\n<p><b>Sonntag, 2. Oktober<\/b><br>Heute Vormittag geht es etwas gem\u00fctlicher zu als gestern. Wir stehen erst um ca. halb sechs Uhr auf. Ab sechs Uhr g\u00e4be es Fr\u00fchst\u00fcck. Aber die Crew l\u00e4sst sich Zeit. Wir haben sie. Nach dem Essen packen wir unsere Sachen und stellen sie bereit f\u00fcr die Abreise.<br>Nun f\u00fchrt uns Enrique in ein Gebiet des Naturparks mit Pim\u00e4r-Regenwald. Hier stehen B\u00e4ume, die 200 Jahre alt sind und 50, 60 Meter hoch sind. Er erkl\u00e4rt uns die Stufen des ungerodeten Waldes und die Abl\u00e4ufe, die bei einer Entwicklung ohne menschliche Eingriffe vor sich gehen. Er erz\u00e4hlt auch davon, welche Bedeutung die verschiedenen Pflanzen f\u00fcr die urspr\u00fcnglichen Bewohner und f\u00fcr die Menschheit haben. Der Regenwald spielt f\u00fcr das \u00dcberleben unseres Planeten Erde eine absolut zentrale Rolle.<br>Tiere sehen wir hier wenige.&nbsp;Und doch erleben wir einen H\u00f6hepunkt. Enrique leuchtet mit seiner Taschenlampe nach einem l\u00e4ngeren Diskurs \u00fcber das \u00d6kosystem Urwaldriese im Wurzelbereich eines Urwaldriesen H\u00f6hlungen und Furchen aus und l\u00e4sst uns dann zu sich kommen. Er hat ein Giftfr\u00f6schlein gefunden, tief in einer H\u00f6hle drin, etwas, was uns bisher verborgen blieb. Nun klicken die Kameras und die Handys, so dass es dem winzigen Kerl schnell zu viel wird und er sich in die Tiefen der H\u00f6hle verzieht.&nbsp;<br>Nun heisst es Abschied nehmen vom Corcovado. Wir begeben uns zur Einstiegsstelle ins Schnellboot nach Drake Bay. Das Geb\u00e4ude, das hier steht, ist neueren Datums und erf\u00fcllt mit seiner Infrastruktur die Erwartungen der ankommenden und anreisenden Nutzer. Aber der Rest entspricht keineswegs unseren Anspr\u00fcche. Da gibt es keine Anlegestelle. Da gerade Ebbe ist, hat sich das Wasser um mehr als hundert Meter zur\u00fcckgezogen. Vor uns liegt eine Uferpartie mit Felsen, Sand und angeschwemmtem Material, vor allem Holz in allen Gr\u00f6ssen und Formen. Wir wechseln unsere Schuhe: Strandschuhe anstelle der Treckingschuhe. Nun heisst es warten und Geduld haben, bis draussen im Grenzbereich zwischen Wasser und Land die Schnellboote eine Stelle finden, wo der Einstieg erfolgen kann. Hier warten rund vierzig Leute auf den R\u00fccktransport. Als dann zwei Boote r\u00fcckw\u00e4rts daliegen, werden wir zum Hingehen und -waten aufgefordert. Wir h\u00e4ngen unsere Rucks\u00e4cke an den R\u00fccken, nehmen die Schuhe in die Hand und laufen zuerst \u00fcber den festen Untergrund, und dann waten wir durchs knietiefe, wellige Wasser, das als Folge der h\u00e4ufigen Niederschl\u00e4ge braun und undurchsichtig ist, auf schrundigem Grund zu den Booten. Ohne dass die hochgekrempelten Hosenbeine nass werden, geht das nicht. Im Boot angekommen, werden wir zum Anziehen der Schwimmwesten und zum Absitzen aufgefordert. Dann geht die Fahrt los, eine Tortur f\u00fcr den R\u00fccken. Die Wellen gehen hoch, und das Boot sticht hinein, wird abrupt gebremst, scheint dann \u00fcber dem Wellental ein St\u00fcck weit zu fliegen, knallt hart aufs Wasser\u2026 bis pl\u00f6tzlich ein Raunen durch die Passagiere geht. Der Bootsf\u00fchrer bremst und dreht einen Kreis, um allen den Ausblick auf das Geschehen im Meer zu erm\u00f6glichen. Die einen stehen auf, Kameras werden in Bereitschaft gebracht. Durch den Lautsprecher kommen Erl\u00e4uterungen zum Geschehen da draussen auf der unendlichen Wasserfl\u00e4che: ein Walweichen mit seinem Jungen wird gesichtet. Und wirklich, da draussen taucht ein dunkler R\u00fccken auf und dann sehen wir die spritzende Atmungsfont\u00e4ne \u00fcber das Wasser steigen. Danach geht die Fahrt weiter nach Drake Bay. Das Aussteigen spielt sich im gleichen Stil ab wie das Einsteigen.<\/p>\nngg_shortcode_15_placeholder\n<p><br>Wir werde von einem Taxi abgeholt und erreichen nach rund zweist\u00fcndiger holpriger Fahrt Puerto Jim\u00e9nez: R\u00fcckkehr in die Zivilisation.<\/p>\n<p><b>Montag, 3. Oktober&nbsp;<br><\/b>Wir k\u00f6nnen uns heute einen gem\u00fctlichen Tag leisten. Die Hauptsache ist die Fahrt nach Quebos. Wir starten relativ sp\u00e4t, da es Verz\u00f6gerungen gab, weil unsere W\u00e4sche letzte Nacht im Regen n\u00e4sser wurde, als sie nach dem Waschen und Auswringen war.&nbsp;<br>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck in der B\u00e4ckerei von Puerto Jim\u00e9nez und dem Kauf einiger Babybananen und einer Avocado bei einem Strassenh\u00e4ndler machen wir uns auf den Weg. Pierre f\u00e4hrt unser Auto souver\u00e4n \u00fcber die kurvigen und h\u00fcgeligen Strassen mit oft steilen Rampen, unterbrochen durch einem Zwischenhalt, an unser heutiges Ziel. Bereits um halb eins erreichen wir unser Hotel. Da werden die noch nassen und feuchten Kleidungsst\u00fccke an die Luft geh\u00e4ngt und die Schuhe hinausgestellt.&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_16_placeholder\n<p><br>Darauf fahren wir zum Eingang des Nationalparks Manuel Antonio. Da werden uns von zugeeilten Leute Tickets f\u00fcr 80 und mehr Dollars pro Person f\u00fcr eine zweist\u00fcndige F\u00fchrung angeboten. Nachdem wir z\u00f6gern, wird das Angebot um rund zwanzig Dollars verg\u00fcnstigt. Wir beschliessen, darauf zu verzichten und fahren zu einem originellen Restaurant, das zum Teil aus einem alten, viermotorigen Flieger, der unter einem Dach aufgestellt wurde, besteht. Die Terrasse dieses Lokals steht auf einem H\u00fcgel mit einer wundersch\u00f6nen Aussicht auf die Umgebung. Und da werden wir doch noch mit einer speziellen Sichtung belohnt. Auf eine nahen, bl\u00e4ttertlosen Baum l\u00e4sst sich ein wundersch\u00f6ner Tukan nieder und l\u00e4sst sich von den Terrassenbesuchern bewundern.<br>Ein Bad im Hotelpool und die anschliessende Dusche machen uns fit f\u00fcr den Ausgang ins St\u00e4dtchen, wo wir von einer weiteren Terrasse aus bei einem Ap\u00e9ritif einen prachtvollen Sonnenuntergang geniessen d\u00fcrfen. F\u00fcrs anschliessende Dinner finden wir ein gut gef\u00fchrtes Lokal, in dem wir ein wunderbares Essen vorgesetzt bekommen. Und nun ist nach dem Tagesbericht Schlafenszeit angebracht. &nbsp;Gute Nacht!<\/p>\n<p><b>Dienstag, 4. Oktober&nbsp;<\/b><br>Um sechs stehen wir auf und machen uns reisebereit. Da es in unserer Unterkunft kein Fr\u00fchst\u00fcck gibt, gehen wir ins Nahe St\u00e4dtchen und suchen uns eine Verpflegungsm\u00f6glichkeit. In den Strassen herrscht tote Hose, die Restaurants und L\u00e4den sind noch geschlossen. Da und dort sind die ersten Menschen dran, ihre Gesch\u00e4ftslokale zu \u00f6ffnen. Nach einigem Suchen und Nachfragen finden wir ein Lokal, wo Desayunos angeboten werden. Da verpflegen wir uns. Ich bevorzuge einheimische Kost, und das ist hier Gallo Pinto (gefleckter Hahn). Man kann es mit unterschiedlichen Beilagen haben. Ich w\u00e4hle huevos fritos, Spiegeleier. Nun bekomme ich einen Haufen Reis mit schwarzen Bohnen, gebratenen Bananen mit K\u00e4se, ein St\u00fccklein Brot und zwei Eier. Es schmeckt. Dazu gibt es Milchkaffee. Danach begeben wir uns auf die Meerpromenade mit tollem Ausblick. Und da bemerken wir, wie sich Leguane in unterschiedlichen Gr\u00f6ssen in den Felsbrocken und auf den Gr\u00fcnfl\u00e4chen tummeln. Dazu h\u00fcpfen \u00fcberall Dohlengrackeln, schwarzbraune V\u00f6gel mit langen Schw\u00e4nzen und etwas gr\u00f6sser als Amseln, auf Futtersuche herum und kreischen lautstark.<br>Nach dieser kurzen Sightseeingtour gehen wir zur\u00fcck zum Hotel. Da beobachte ich unter einer Br\u00fccke \u00fcber ein Gew\u00e4sser, wie eine menschliche Hand eine Kartonwand zurechtr\u00fcckt. Ich schaue genauer hin, und da kommt hinter dem Karton ein Frauenkopf zum Vorschein, und dann der nackte Oberk\u00f6rper einer beinmageren Frau, die mit Gesten erkenntlich macht, dass sie Hunger hat. Ich verstehe und schaue mich nach einer Gelegenheit um, ihr ein Fr\u00fchst\u00fcck zu besorgen. Kein Laden ist ge\u00f6ffnet, also gehe ich in das offene Restaurant in der N\u00e4he, aber da will die Bedienerin mir nichts \u00fcber die Gasse verkaufen. Sie besteht darauf, dass ich mich an einen Tisch setze. Ich verlasse das Lokal, berate mich mit meinen beiden Reisebegleitern. Unterdessen ist die bettelnde Frau mit einem einfachen R\u00f6cklein bekleidet auf die Strasse hinauf gekommen. Wir deuten ihr, dass wir ihr etwas besorgen, &nbsp;gehen ins nahe Hotel und packen f\u00fcr sie ein paar Bananen, eine Avocado und ein St\u00fcck Brot, die wir gestern Morgen in Puerto Jim\u00e9nez gekauft haben, in einen Plastiksack, und ich \u00fcberbringe ihr diesen. Mit Dankbarkeit nimmt sie ihn an und schl\u00fcpft damit wieder in ihre Kartonunterkunft unter der Br\u00fccke. So treffen zwei total unterschiedliche Welten aufeinander.<br>Wir machen uns auf die Fahrt nach Puntarenas, das wir um die Mittagszeit problemlos erreichen. Hier machen wir bei grosser Hitze (33 Grad C) einen Marsch zum F\u00e4hrenhafen, um unsere Weiterfahrt zu erkunden. Allerdings ist es fast unumg\u00e4nglich, eine Trinkpause in einer schattigen Bar zu machen. Danach k\u00f6nnen wir unsere Zimmer beziehen. Vor dem Duschen machen Pierre und ich noch einen Ausflug in Badehose an den nahen Strand und geniessen Ring Bad im Pazifik. Das Wasser ist einiges k\u00fchler als auf der Karibikseite.<\/p>\nngg_shortcode_17_placeholder\n<p><br>Ap\u00e9ritif in einer Strandbar, ein Dinner mit Fisch und Meeresfr\u00fcchten und ein Schlummerbierchen in Restaurants an der Avenida 4 schliessen den Abend ab. Im \u201ewinterkalten\u201c Hotelzimmer k\u00f6nnen wir uns noch etwas herunterk\u00fchlen. Aber die Klimaanlage schalten wir zum Schlafen aus.<\/p>\n<p><b>Mittwoch , 5. Oktober<\/b><br>Nach einer heissen Nacht und einem mittelpr\u00e4chtigen Fr\u00fchst\u00fcck (Es gab zwar Butter und Konfi, aber kein Brot, M\u00fceslizutaten aber kein Joghurt.) fahren wir mit unserem Mietauto zur Anlegestelle der F\u00e4hre. Dort werden wir in den Warteraum eingewiesen. Die F\u00e4hre von Playa Narango erscheint schon bald und legt an. Nachdem die Passagiere ausgestiegen und alle Fahrzeuge entladen sind, f\u00e4hrt das Getr\u00e4nkeauto darauf und entl\u00e4dt seine Fracht. Danach sind wir an der Reihe zum Beladen des Schiffs. Die Fussg\u00e4nger d\u00fcrfen auf ihrem Laufsteg ins Schiff steigen und wir werden mit unserem Auto platzsparend eingewiesen und k\u00f6nnen das Auto verlassen. Wir w\u00e4hlen als Aufenthaltsort zwei B\u00e4nke auf dem Oberdeck. Nun gilt es zuerst, das Schiff zu erforschen. Im Unterdeck befindet sich u.a. ein klimatisiertes Restaurant, auf dem Oberdeck weht st\u00e4ndig ein warmes, angenehmes L\u00fcftchen, und wir haben freie Sicht auf die Umgebung. Da bleiben wir und geniessen die rund anderthalbst\u00fcndige \u00dcberfahrt bei ganz unterschiedlichen Wetterverh\u00e4ltnissen, einmal regnet es, einmal scheint die Sonne.<br>Auf guten Strassen erreichen wir Liberia, von wo eine Autobahn nach Bagaces f\u00fchrt. Nach einem kurzen Trinkhalt nehmen wir die letzte Etappe des heutigen Tages unter die R\u00e4der. Auch die Strasse bis Guayabo ist in erstaunlich gutem Zustand. Die n\u00e4chsten 12 km sind ziemlich l\u00f6cherig, aber Pierre umf\u00e4hrt sie gekonnt. Und dann kommen noch anderthalb km Schotterstrasse, eine echte Herausforderung f\u00fcr den Fahrer. So gelangen wir zu unserer Unterkunft, laut Beschrieb ohne Verpflegungsm\u00f6glichkeit mit Ausnahme des Fr\u00fchst\u00fccks. Und wir stellen uns vor, wie das ist, bei stockdunkler Nacht jeweils zu unsere Unterkunft zur\u00fcck zu fahren. Aber bei der Begr\u00fcssung und Vorstellung des Betriebes macht unser Gastgeber Ronaldo uns darauf aufmerksam, dass wir bei ihm neben dem Fr\u00fchst\u00fcck, das im \u00dcbernachtungspreis inbegriffen ist, auch Lunch und Diner haben k\u00f6nnen und dass er uns auch Getr\u00e4nke dazu besorgen kann. Zudem macht er uns auf verschiedene Angebote aufmerksam wie Pferde reiten, Tyrolienne fahren, Swimmingpool nutzen, usw. So beschliessen wir, bei ihm jeweils zu essen.&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_18_placeholder\n<p><br>Nun erkunden wir das Gel\u00e4nde und nehmen auch die Badehose mit. Wir stellen fest, dass da eine grosse Halle steht mit einer gut ausger\u00fcsteten K\u00fcche, WC-Anlagen und Umkleidekabinen und eine Wasserrutschbahn beim Pool. Darin geniessen wir eine Abk\u00fchlung und anschliessend eine warme Dusche.<br>Das Nachtessen findet in der Halle statt. Es gibt je nach Einzelwunsch H\u00fchnchenbrust, Fischfilet und Vegetarisches f\u00fcr Margrit. Gekocht hat eine zugezogene K\u00f6chin, und die kann es. Bedient werden wir vom Gastgeber, wirklich ein rundes Ding. Die anschliessende Nacht verl\u00e4uft sehr ruhig, mit einer Ausnahme. Irgendwann bellen die drei Hunde wie verr\u00fcckt. Der Morgen bringt Aufkl\u00e4rung: Das Vieh des Nachbarn ist in die falsche Weide eingedrungen, und die Hunde taten einfach ihre Pflicht. Sie jagten das Vieh zur\u00fcck auf ihr Territorium.<\/p>\n<p><b>Donnerstag, 6. Oktober<\/b><br>Der heutige Tag ist dem Besuch des Nationalparks Rincon de la Vieja gewidmet. Im Mittelpunkt dieses Parks in Costa Rico erhebt sich der noch gleichnamige t\u00e4tige Vulkan. Der Name stammt von einer Sage aus indianischer Zeit und hat viel Gemeinsames mit der Geschichte von Romeo und Julia. <br>Wir fahren nach Guachipelin, 17 km grobe Strasse, zum gr\u00f6ssten Teil asphaltiert, Unzahl von Sch\u00e4den und L\u00f6chern. <br>Da startet unsere gebuchte Tour. Mit einem Bus werden wir nach der Anmeldung im Office des Anbieters zum Parkeingang gefahren. Vorher&nbsp;wird uns unser Guide vorgestellt. In einer F\u00fcnfergruppe zusammen mit einem US-P\u00e4rchen wickeln wir die strengen Eintrittsformalit\u00e4ten ab. Wir machen einen rund zweist\u00fcndigen Rundgang im Park. Es regnet immer wieder. Wir k\u00f6nnen sehr wenige Tiere beobachten, lernen aber verschiedene Pflanzen und ihre Bedeutung f\u00fcr die Umwelt kennen. Im Wald hier stehen viele hohe und alte B\u00e4ume. Einige von ihnen werden aber gem\u00e4ss unserem Guide von einer W\u00fcrgepflanze aus der Familie der Feigengew\u00e4chse in ihrer Existenz bedroht und werden in den n\u00e4chsten Jahren sterben. Wir begegnen umgefallenen Riesen, die zu verschiedenen Zeiten ihre Existenz aufgeben mussten und damit Raum und Nahrung f\u00fcr neue Pflanzen schaffen. Das Besondere an diesem Park ist die vulkanische T\u00e4tigkeit. An mehreren Orten begegnen wir Fumarolen, Schlamml\u00f6chern, heissen Wasserl\u00f6chern und sogar einem kleinen Kratersee. Da dampft, sprudelt und stinkt es wie in einer Hexenk\u00fcche. Es ist ein ganz besonderer Anblick, wenn aus dem Wald D\u00e4mpfe aufsteigen.<br>Eine n\u00e4chste Attraktion ist ein Wasserfall knapp ausserhalb des Parks. Wir fassen alle ein Badetuch, und steigen zuerst ein ganzes St\u00fcck einen H\u00fcgel hinauf. Darauf geht es eine kurze Strecke abw\u00e4rts zu einer H\u00e4ngebr\u00fccke, die steil abw\u00e4rts in Richtung eines brausenden, nat\u00fcrlichen Wasserbassins f\u00fchrt. Ein paar Treppenstufen weiter unten erkennen wir nun einen 20 bis 30 Meter hohen Wasserfall, der sich mit gewaltigem Tosen in das geschilderte Bassin ergiesst. Auf einer Plattform oberhalb dieses Wasserbeckens k\u00f6nnen wir uns nun die Badehose anziehen und \u00fcber eine Leiter in das k\u00fchle Wasser steigen &#8211; ein super Gef\u00fchl. Das Bassin ist \u00fcber mannstief, und wir m\u00fcssen schwimmen. Die Str\u00f6mung ist sehr kr\u00e4ftig, aber bew\u00e4ltigbar. Zudem ist ein Damm beim Ausfluss, so dass keine Gefahr besteht &#8211; ein tolles Erlebnis.<br>Nach diesem Highlight geht das Event weiter. In einem Restaurant vis-<span style=\"font-size: revert;\">\u00e0-vis des Offices gibt es einen Lunch in Form eines Buffets. Eine derartige Auswahl hatten wir noch nie. Und es schmeckt.<br><\/span><\/p>\nngg_shortcode_19_placeholder\n<p><span style=\"font-size: revert;\"><br>Als n\u00e4chstes, ebenfalls zur gebuchten Tour geh\u00f6rend, ist der Besuch eines Wald-Thermalbades angesagt. Wieder kriegen wir ein Badetuch. In verschiedene k\u00fcnstliche Weiher entlang des Rio Negro wird aus einer Thermalquelle rund 75-gr\u00e4diges Wasser eingeleitet, das auf 42 bis 36 Grad abgek\u00fchlt wird. Da drin kann man sich r\u00e4keln. Anschliessend wird uns von einem Angestellten sch\u00f6n warmer vulkanischer Schlamm zur Verf\u00fcgung gestellt, um den am ganzen K\u00f6rper einzustreichen. Auch diese Prozedur nehmen wir auf uns, sie soll schliesslich zu gr\u00f6sserer Sch\u00f6nheit f\u00fchren. Im Rio Negro, selbstverst\u00e4ndlich recht k\u00fchl, waschen wir den unterdessen trockenen Schlamm ab, und die anschliessende Dusche hilft, den Originalzustand wieder herzustellen &#8211; ein Gaudi.<br>Die R\u00fcckfahrt gelingt bestens. In der Lodge werden wir mit einem Bierli bzw. einem Ginger Ale empfangen und lassen den Tag ausklingen. Das Dinner ruft.<\/span><\/p>\n<p><b>Freitag, 7. Oktober<\/b><br>Es ist bald 12 Uhr mittags. Wir sitzen auf unser Sonnenterrasse, aber von der Sonne ist nichts zu sehen. Es regnet in Str\u00f6men. Der Vulkan Rincon de la Vieja ist wolkenverhangen. Im Westen zeigt sich ein blauer Streifen, der allerdings derzeit immer schmaler wird. Wir besch\u00e4ftigen uns mit der Planung der noch kommenden Tage, mit derBeobachtung von V\u00f6geln, die sich gelegentlich zeigen, mit Lesen und Schreiben.&nbsp;<br>Heute Vormittag haben wir mit einem unserer Gastgeber einen Rundgang durch sein Ranchareal gemacht. Zusammen mit seinem Bruder bewirtschaftet er ein Grundst\u00fcck von 160 ha, die H\u00e4lfte davon Wald. Die beiden betreiben Rinderzucht und sind im Tourismus t\u00e4tig. Sie vermieten zwei Zimmer und ein Appartement f\u00fcr bis zu zehn Personen an Touristen, vorwiegend Europ\u00e4er. Zudem haben sie das Gel\u00e4nde mit einer Folge von ZIP Lines, bei uns besser bekannt als Tyroliennes, erschlossen, die von Besuchern genutzt werden k\u00f6nnen. Ein weiteres Angebot ist Reiten. Dazu stehen vier Pferde zur Verf\u00fcgung. Zudem bieten sie Essen und Trinken auf Bestellung an. Und ein kleiner Pool mit Rutschbahn steht ebenfalls zur Verf\u00fcgung. F\u00fcr den Unterhalt der Anlagen haben sie mehrere Angestellte, arbeiten aber selber tatkr\u00e4ftig mit, wie bereits geschildert.&nbsp;<br>Auf diesem Rundgang bekommen wir auch erstaunliche Informationen zur Entstehung und Geschichte Costa Ricas mit und verstehen nun auch besser, warum dieses Land auch als Schweiz Mittel- oder Zentralamerikas gilt, wobei aber noch bemerkenswert ist, dass rund 98 % der im Land genutzten Energie aus CO2-neutralen Quellen stammt. Erdw\u00e4rme, Windr\u00e4der und Photovoltaik tragen dazu bereits wesentlich bei. Das konnten wir in den letzten Tagen an verschiedenen Orten selber beobachten.<br>Unterdessen haben sich auch wenige V\u00f6gel gezeigt. Bestimmen k\u00f6nnen wir die unserer Elster \u00e4hnlichen Urracas (Langschwanzh\u00e4her), den Schwefekmaskentyrann, Hoffmann\u2018s Specht und eine riesige Anzahl von Rotstirnamazonen, die ein Heidenspektakel machen.<\/p>\nngg_shortcode_20_placeholder\n<p><br>F\u00fcr das Nachtessen l\u00e4sst sich unser Gastgeber wieder etwas Besonderes einfallen. Er serviert uns zum Start ein Bananen-Ceviche. Kleingew\u00fcrfelte, unreife S\u00fcssbananen werden in Limettensaft eingelegt und mit kleingeschnittenen Tomaten, Zwiebeln, Peperoni und Gew\u00fcrzpflanzen verfeinert. Danach gibt es den Rincon de la Vieja-Vulkan zusammen mit gemischtem geschnetzeltem H\u00fchner- und Schweinefleisch an einer Rahmsauce und viel gemischtem Gem\u00fcse. Der Vulkan ist ein Kartoffelstockkegel mit geraffeltem, rohem Karottentop.<\/p>\n<p><b>Samstag, 8. Oktober<\/b><br>Nach einer windigen Nacht sind wir wie \u00fcblich fr\u00fch wach. Da werden wir auf ein st\u00e4ndiges Ticken an unserem Terrassenfenster aufmerksam. Unsere Nachforschung ergibt folgendes Resultat: Da steht eine Morgenammer vor der Fenstert\u00fcr und pickt wahrscheinlich M\u00fccken, die sich im vorgelagerten &nbsp;Fliegengitter verfangen haben, oder Ameisen am Boden, heraus.<br>Wir sind in Aufbruchstimmung, denn heute geht unsere Reise weiter. Zum letzten Mal geniessen wir das Fr\u00fchst\u00fcck, u. a. die Omelette unseres Gastgebers Jorge. Danach wird gepackt und das Auto beladen.<br>Die Fahrt zum n\u00e4chsten Ziel k\u00f6nnte abwechslungsreicher nicht sein. Das erste Teilst\u00fcck ist Naturstrasse mit ausgewaschenen Stellen, dann folgt eine Asphaltstrasse in relativ gutem Zustand. Auf der fertiggestellten Betonautobahn geht es rassig vorw\u00e4rts bis zum Abschnitt, der noch im Bau ist. Ab hier heisst es die linke Spur, die rechte Spur, ein Strassenst\u00fcck neben der Autobahn befahren. Und dann folgt der absolute Hammer: Rund neun km sind auf einer Strasse zur\u00fcckzulegen, die abschnittsweise eher einem Bachbett als einem Verkehrsweg gleicht. Pierre kommt ordentlich ins Schwitzen. Ein kurzer Halt zur Einnahme eines k\u00fchlen Fruchtgetr\u00e4nks ist reichlich verdient. Der letzte Abschnitt unserer heutigen Reise f\u00fchrt uns in die H\u00f6he. An zahlreichen Orten sind hier Kaffeepflanzungen zu sehen. Wir n\u00fctzen die Gelegenheit und besichtigen eine Plantage am Weg. Hier k\u00f6nnen wir den gewonnenen Kaffee gleich kosten und ein P\u00e4cklein kaufen.&nbsp;<br>Nach drei Uhr erreichen wir unser Ziel, Monteverde. Unsere gebuchte Unterkunft liegt in einem Hang, weist grosse R\u00e4ume auf und bietet eine grossartige Aussicht auf den Gegenhang. Aber Nebelschwaden, die den H\u00e4ngen entlang schleichen verhindern die Weitsicht.<br>Nach dem Bezug unserer Unterkunft f\u00fcr drei N\u00e4chte gehen wir zu Fuss ins nahe St\u00e4dtchen, sehen uns etwas um, erfrischen uns mit einem fruchtigen Milchshake und buchen im Verkehrsb\u00fcro f\u00fcr den morgigen Tag eine gef\u00fchrte Wanderung im nahen Reserva Biol\u00f2gica Bosque Nuboso Monteverde. Da die &nbsp;F\u00fchrung bereits um halb acht beginnt, das Fr\u00fchst\u00fcckcaf\u00e9 aber erst um acht \u00f6ffnet, decken wir uns mit Proviant f\u00fcr das Fr\u00fchst\u00fcck ein. Schliesslich haben wir in unserer Suite eine grossz\u00fcgig ausgestattete K\u00fcche. Kaffeepulver und -filter sind zudem vorhanden.<\/p>\nngg_shortcode_21_placeholder\n<p><br>Unser Dinner nehmen wir in einem Restaurant in der N\u00e4he ein und lassen anschliessend bei einem Glase Wein auf unserer verglasten Terrasse den Tag ausklingen. Und nun sch\u00fcttet es in Str\u00f6men. Mal sehen, was der morgige Tag bringt.<\/p>\n<p><b>Sonntag, 9. Oktober<\/b><br>Um es vorwegzunehmen, der heutige Tag ist ein totaler Regentag.<br>Um halb sechs treffen wir uns zum Fr\u00fchst\u00fcck in unserer Suite. Kaffee, Milch, Brot, Butter, K\u00e4se und Konfi stehen bereit. An unserer Bar geniessen wir ausnahmsweise wieder einmal ein kleines, feines Zmorge.&nbsp;<br>Kurz nach halb sieben fahren wir los Richtung Reserva Biol\u00f3gica Bosque Nuboso Monteverde. Das sind rund sechs km Fahrt durch str\u00f6menden Regen. Der offizielle Parkplatz liegt rund einen km vor dem Eingang. Da werden wir von zwei Leuten empfangen und stellen das Auto hin. Um sieben f\u00e4hrt der Bus zum Parkeingang. Dort heisst es warten, denn die Angestellten m\u00fcssen noch alle Wege ablaufen und kontrollieren. Es regnet weiter. Mit fast st\u00fcndiger Versp\u00e4tung k\u00f6nnen k\u00f6nnen wir dann unsere Tickets kaufen und die gebuchte Tour bezahlen. Und nun dauert es noch einige Zeit, bis dann unser Guide Sergio eintrifft.<br>Mit ihm und zwei Amerikanerinnen gehen wir nun bei andauerndem Regen auf eine Tour durch einen Teil des Parks. Er ist sehr bedacht darauf, uns Fachwissen und Zusammenh\u00e4nge aufzuzeigen. Trotz misslicher Verh\u00e4ltnisse sehen wir einige spezielle V\u00f6gel wie Motmot (S\u00e4geracke), Trogon (Nageschn\u00e4bler), Kolibri, Maskenklarino, Flycatcher (Fliegenschn\u00e4pper). Er weiss auch sehr viel zu erz\u00e4hlen \u00fcber die Eigenheiten des Nebelwaldes und die Unterschiede zum Regenwald. Zudem macht er uns auf spezielle Pflanzen wie Riesenfarne, Bromelien und Orchideen aufmerksam. Die zwei letztgenannten wachsen auf B\u00e4umen, die im Nebelwald von einer Schicht Moose, Flechten und Algen \u00fcberwachsen sind und die darin gen\u00fcgend Nahrung finden. Uns tun sich h\u00f6chst interessante Zusammenh\u00e4nge auf.<\/p>\nngg_shortcode_22_placeholder\n<p><br>Nach dieser gef\u00fchrten Runde machen wir noch selbst eine Runde auf den sehr gut begehbaren Wegen, bevor wir aufgeben und uns nach einer Erfrischung \u201edaheim\u201c unter die warme Dusche stellen.<br>Bei einem gemeinsamen Kaffee auf der verglasten Veranda schauen wir in die graue Landschaft hinaus und lassen die eine und andere Begebenheit unserer Reise nochmals aufleben. Bez\u00fcglich des morgigen Tages haben wir einen Plan, der allerdings nur bei sch\u00f6nem Wetter etwas bringt. Deshalb hoffen wir, dass der Nebel morgen ein Eisehen hat und sich aufl\u00f6st.<\/p>\n<p><b>Montag, 10. Oktober<\/b><br>Erster Blick aus dem Fenster um ca. Viertel nach f\u00fcnf: Nebel. Margrit etwas sp\u00e4ter: \u201eDie Sonne scheint!\u201c Wirklich, der Tag beginnt erfreulich. Wir verschieben unsere Wegfahrzeit auf viertel vor sieben, fahren dann aber schon um halb sieben weg. Unser erstes Ziel ist ein Caf\u00e9, das Fr\u00fchst\u00fcck anbietet. Der erste Versuch schl\u00e4gt fehl, bei der zweiten Adresse bekommen wir das Gew\u00fcnschte.<br>Danach geht die Fahrt zum Eingang des Selvatura Parks mit treetop walkways. Die Strasse ist wie gew\u00f6hnlich nicht ganz einfach zu befahren. L\u00f6cher im Asphalt oder gar fehlender Belag, irre Steigungen und Gef\u00e4lle sowie Erosionssch\u00e4den verlangen Pierre, der f\u00e4hrt, einiges ab. Rund drei km vor unserem Ziel steht eine grosse Tafel mit der Aufforderung, sich hier im daneben stehenden Office f\u00fcr die im Park angebotenen Optionen anzumelden. Wir buchen den H\u00e4ngebr\u00fccken-Trail und den Schmetterlingsgarten.<br>Beim Eingang angekommen, k\u00f6nnen wir das Auto parkieren und die definitive Buchung vornehmen. Wir bekommen die Tickets und einen Plan des Trails. Danach begeben wir uns auf den Pfad, ausger\u00fcstet mit Feldstecher und Kameras. Wir geniessen das Ablaufen dieses Wegs, ist es doch recht spektakul\u00e4r auf der H\u00f6he der Baumkronen oder sogar dar\u00fcber einen Einblick in diese Regionen des Nebelwaldes zu bekommen. Das Wetter stimmt zudem, meistens scheint die Sonne, ideale Bedingungen f\u00fcrs Fotografieren und f\u00fcrs Beobachten. Wir sind erstaunt, wie die \u00c4ste und St\u00e4mme der hohen B\u00e4ume mit Moos und Flechten bedeckt sind, und diese das Substrat f\u00fcr unz\u00e4hlige kleinerer Pflanzen wie Bromelien und Orchideen bilden. Zudem sehen die niedrigeren Pflanzen von oben herab auch sehr attraktiv aus. Da und dort k\u00f6nnen wir V\u00f6gel beobachten, aber ihr Verhalten ist so unstet und die vielen Bl\u00e4tter, Bl\u00fcten und Fr\u00fcchte stehen so dicht, dass wir sie praktisch nie f\u00fcr ein paar Sekunden beobachten k\u00f6nnen. Einzig einen Mohrenguan, ein schwarzer, huhngrosser Vogel mit blauem Schnabel k\u00f6nnen wir sicher bestimmen. Wir sind rund zweieinhalb Stunden unterwegs.<\/p>\nngg_shortcode_23_placeholder\n<p><br>Nach einer Erfrischung im dazugeh\u00f6renden Restaurant besuchen wir den Schmetterlingsgarten zusammen mit einem Guide. Er erkl\u00e4rt uns die Entwicklung vom Ei zum Schmetterling und f\u00fchrt uns danach durch den Garten, der sich in einem grossen mit lichtdurchl\u00e4ssigen Well-Kunststoffplatten gebauten Geb\u00e4ude befindet. Er zeigt uns verschiedene Arten, ihre Futterpflanzen, Eier und Larven sowie die Puppen in speziellen K\u00e4sten. &nbsp;Pierre und Margrit haben allerdings vor allem ein Ziel: Sie wollen den blauen Morphofalter in ihren Kasten bringen. Aber der sitzt nur selten ab, und wenn er es tut, dann faltet er seine blau schimmernden Fl\u00fcgel zusammen und zeigt nur die weniger spektakul\u00e4re Unterseite. Nach seinen Ausf\u00fchrungen erkl\u00e4rt uns der Guide, dass wir ruhig noch im Garten bleiben k\u00f6nnen, und dass wir beim Verlassen ja die T\u00fcr schliessen m\u00fcssten. Nun haben wir alle gen\u00fcgend Zeit, und wir bringen einige tolle Bilder mit nach Hause.<br>Unterdessen schleichen bereits wieder Nebelfetzen um die B\u00e4ume, und als wir in unserer Unterkunft eintreffen ist es schon recht neblig geworden. Etwas sp\u00e4ter regnet es gar.<br>Zum Dinner gehen wir heute in Manolo\u00b4s Marisqueria, die nur wenige hundert Meter von unserer Unterkunft entfernt ist. Die Auswahl an Speisen ist riesig und nur auf Spanisch geschrieben. Allerdings stellt sich schnell heraus, dass nicht alles verf\u00fcgbar ist. Margrit bestellt einen Gem\u00fcseteller, Pierre ein Fischfilet mit Reis und Salat und ich einen Marriscoteller mit derselben Beilage. Ich staune, was mein Teller alles beinhaltet: einen ganzen Fisch vom Grill und ein Fischfilet garniert mit Meeresfr\u00fcchten (Muscheln, Tintenfischringe, Krabbenst\u00fccke, Krebsscheren, Crevetten), Reis und Salat. Ein Glas Weisswein geh\u00f6rt dazu, ein k\u00f6nigliches Dinner.&nbsp;<br>Danach sitzen wir noch zusammen und planen die morgige Fahrt um den Arenalsee nach El Castillo.<\/p>\n<p><b>Dienstag, 11. Oktober<\/b><br>Heute geht unsere Reise in die letzte Runde. Etwa um halb sieben sind wir abreisebereit. Wir beladen unser Auto und fahren damit zur selben Adresse wie gestern fr\u00fch. Hier geniessen wir unser Fr\u00fchst\u00fcck. Danach starten wir zur zweitletzten Etappe unserer Reise. Die Fahrt geht vorerst entlang miserabel schlechter Strassen mit vielen L\u00f6chern und teilweise total kaputtem Belag Richtung Tilaran, rund 40 km weit. Kurz vor der Stadt verbessert sich die Situation. Aber solche Abschnitte beanspruchen den Fahrer , in unserem Fall Pierre, besonders stark. Irgendwo auf diesem Abschnitt sehe ich ein Schild, worauf der Besuch einer Kaffeepflanzung mit Degustation angepriesen wird. Kurz entschlossen nehmen wir diese Gelegenheit wahr, und ich gehe in die Plantage hinein und finde dort einen jungen Mann, der sofort bereit ist, uns durch den Besitz zu f\u00fchren. Es stellt sich heraus, dass er Jeff heisst und der Sohn und designierte Nachfolger des Besitzers ist. Mit ihm machen wir einen Rundgang durch die Plantage, und er erkl\u00e4rt uns genauestens die Arbeitsschritte, die getan werden m\u00fcssen, bis der schwarze Trunk in unsere Tassen fliessen kann. Die Anlage macht einen gut gepflegten Eindruck, und anhand der hier vorhandenen Pflanzen erfahren wir, dass neben dem Kaffee auch noch andere Fr\u00fcchte darin produziert werden, die wesentlich zur Qualit\u00e4tssteigerung beitragen. Im November und Dezember werden Erntehelfer aus Nicaragua eingestellt, die f\u00fcr einen geringen Lohn die reifen Kaffeekirschen ernten. Diese werden, darauf in einer speziell angefertigten Apparatur gewaschen und entsteint. Die Steine enthalten die Samen, die dann als Kaffeebohnen zu &nbsp;uns gelangen. Diese Steine m\u00fcssen aber zuerst getrocknet werden, bevor aus ihnen dann die Samen entfernt werden k\u00f6nnen. Diese machen darauf eine l\u00e4ngere Reifezeit durch, bevor sie als gr\u00fcne Kaffeebohnen getrocknet werden k\u00f6nnen. In der hier besuchten Plantage werden die gr\u00fcnen Bohnen danach getrocknet und schliesslich auch ger\u00f6stet und abgepackt. Kaffee, der hier produziert wird, ist ein handwerklich hergestelltes Produkt von h\u00f6chster Qualit\u00e4t. Zur Best\u00e4tigung der Kaffeequalit\u00e4t werden wir zum Kosten zweier verschieden stark ger\u00f6steter Kaffees eingeladen. Dazu gibt es zwei Kostproben costa-ricanischer Spezialit\u00e4ten: picadillo de aracache und Bananenbrot. Der Kaffee und die beiden Leckerbissen schmecken vorz\u00fcglich, wobei ich den stark ger\u00f6steten Kaffee bevorzuge. Wir bedanken uns, kaufen noch zwei Packungen Bohnenkaffee und begleichen die Kosten f\u00fcr die F\u00fchrung. Danach geht die anstrengende Fahrt weiter.<\/p>\nngg_shortcode_24_placeholder\n<p><br>Den n\u00e4chsten Halt machen wir am Ostufer des Arenalsees beim Restaurant Caf\u00e9 y Macadamia. Das Lokal weist eine grosse Terrasse Richtung See auf und eignet sich wunderbar f\u00fcr die Beobachtung und das Fotografieren von V\u00f6geln, insbesondere von Kolibris, und von Schmetterlingen, da auf der Aussenfl\u00e4che viele Bl\u00fctenpflanzen wachsen.<br>Als n\u00e4chstes erreichen wir dann unsere gebuchte Lodge. Sie liegt etwas erh\u00f6ht in El Castillo, wunderbar ausgerichtet auf See und Vulkan. Unsere Sachen einr\u00e4umen, eine Dusche, eine Erfrischung im nahen Restaurant und ein Rundgang im Dorf mit anschliessendem Nachtessen in einem weiteren Restaurant schliessen den Tag ab.<\/p>\n<p><b>Mittwoch, 12. Oktober<\/b><br>Der Morgen zeigt sich von der grauen Seite und es regnet. Vom nahen Vulkan Arenal sehen wir nur die Basis. Der Kegel versteckt sich in den Wolken. Nach dem Morgenessen in unserer Lodge fahren wir zum Eingang des Nationalparks Vulkan Arenal. Wir k\u00f6nnen nach Bezahlung der Tickets mit dem Auto in den Park fahren. Es bieten sich drei Wege an, um den Park zu erkunden. Wir entscheiden uns als erstes f\u00fcr den rund zwei km langen Fussweg zu einer Aussichtsplattform.<br>Zuerst f\u00fchrt der Weg durch eine Gasse von hochgewachsenen Rohrpflanzen. Wir gehen gem\u00e4chlich und freuen uns an sch\u00f6nen Bl\u00fcten und Fr\u00fcchten an den R\u00e4ndern. Zwischendurch regnet es, wir ziehen die Pelerinen an, dann h\u00f6rt es wieder auf. Wir sind vorerst allein auf weiter Flur. Das Habitat \u00e4ndert sich, typischer Regenwald breitet sich links und rechts aus, dichtes Geb\u00fcsch und hohe B\u00e4ume. Uns begegnet eine Gruppe Leute mit einem Guide an der Spitze, der uns auf eine hochgiftige, gelbe Schlange aufmerksam macht, die an einem Baum rechts vom Weg hangen soll. Wir finden dieses Schl\u00e4ngchen prompt, \u00fcbrigens eine Greifschwanz-Lanzenotter. Beim Mirador, wo sich der Arenal von seiner besten Seite zeigen sollte, regnet es und der Grossteil des Kegels ist verh\u00fcllt. So erfreuen wir uns weiterhin an Kleinigkeiten: Verschiedene Insekten, spezielle Bl\u00fcten und Fr\u00fcchte sowie Pflanzen ziehen unsere Aufmerksamkeit auf sich.<br>Nach rund vier Stunden sind wir wieder beim Auto. Damit fahren wir nun hoch zu einem zweiten Mirador. Unglaublich, die Sonne bricht durch, der Nebel um die Vulkanspitze hebt sich, der Kegel zeigt sich von zuoberst bis zuunterst, und ein Grossteil des Himmels wird blau &#8211; super Fototime. Zudem k\u00f6nnen wir hier &nbsp;u.a. einige Montezuma Oropendolas bei ihrem eigenartigen Verhalten beobachten, wenn sie sich vorn\u00fcber verneigen und ihre unverkennbaren Gluckslaute ert\u00f6nen lassen.<\/p>\nngg_shortcode_25_placeholder\n<p><br>Der n\u00e4chste Abschnitt unseres Besuchs spielt sich in der N\u00e4he des Sees ab, wo ebenfalls noch ein Pfad began<span style=\"font-size: revert;\">gen werden kann. Nichts Spektakul\u00e4res, wenn man davon absieht, dass uns hier ein Nasenb\u00e4r ohne erkennbare Furcht entgegentrottet, und dass eine Warntafel darauf aufmerksam macht, die Krokodile im See nicht zu f\u00fcttern. \u00dcbrigens f\u00fchrt eine Strasse, die diesen Namen nie verdient, zu dieser Filiale des Naturparks. Ein Restaurant gibt es nirgends, daf\u00fcr eine rechte Anzahl Trinkwasserspender. Wir kommen erst gegen sechs Uhr abends in unsere Unterkunft zur\u00fcck.<br>Nach dem Duschen geht\u2018s ins nahe Hotelrestaurant, wo wir ein feines Znacht mit Fisch kriegen. Der Schlaf danach ist uns gewiss nach diesem strengen Tag.<\/span><\/p>\n<p><b>Donnerstag, 13. Oktober<\/b><br>Heute soll das Auto pausieren, also planen wir einen Rundgang in der Umgebung mit verschiedenen Optionen. Mit Regen ist nicht ernsthaft zu rechnen. &nbsp;So machen wir uns wanderausger\u00fcstet auf den Berg hinauf. Von rund 600 m \u00fc. M. steigen wir steil auf fast 900 m. Google meint, man k\u00f6nnte diesen Weg mit einem Auto machen, aber wir sehen das anders. Wir steigen etwas zu hoch, da die ins Nachbartal hinabf\u00fchrende Route mit einem Stacheldrahtzaun, der ge\u00f6ffnet werden kann, verschlossen scheint. Als wir aber merken, dass wir zu hoch gestiegen sind und umkehren, stellen wir fest, dass das vorgeh\u00e4ngte Schloss gar nicht verschlossen ist. Also beschliessen wir, diesen Weg zu nehmen. Nach wenigen hundert Metern kommen wir zu einem villenartigen Neubau, wo zwei M\u00e4nner mit Bauen besch\u00e4ftigt sind. Unsere Nachfrage ergibt, dass der gew\u00e4hlte Weg ein privater ist und dass wir demzufolge eigentlich umkehren m\u00fcssten. Der Mann, der das Sagen hat und ein gutes Englisch spricht, gibt uns dann doch die Erlaubnis, auf diesem Weg weiter zu gehen, allerdings mit einer Warnung vor giftigen Schlangen und mit dem Rat, einen Stecken dabei zu haben. Nach l\u00e4ngerem Abw\u00e4gen der Gefahren entschliessen wir uns, den etwas besseren Pfad von zwei Varianten zu w\u00e4hlen. Ich besorge mir vom Boden einen einigermassen geraden Ast. Der Abstieg kann los gehen.&nbsp;<br>Z\u00fcgig erreichen wir unten im Talboden die gew\u00fcnschte Strasse, die dem See entlang zur\u00fcck zu unserer Unterkunft f\u00fchrt. Der Haken dabei ist, dass auch hier ein St\u00fcck mehrfach \u00fcbereinander verlaufender Stacheldraht den Weg versperrt. Und dass Vorh\u00e4ngeschloss hier ist verschlossen. Nun heisst es untendurch kriechen, was wir ohne irgendwelche Verletzungen schaffen.<br>Nun w\u00e4re eine Erfrischung angesagt, aber die entsprechende Infrastruktur fehlt. So bleibt nichts anderes, als weiter zu marschieren. Ein erster Versuch scheitert am Nichtvorhandensein eines Ger\u00e4tes zum Kreditkarten Lesen. Eine zweite Gelegenheit ergibt sich, als wir eine Bootsanlegestelle finden, wo wir drei M\u00e4nner und eine Frau danach fragen, ob es hier die M\u00f6glichkeit gebe, einen Bootsausflug zu buchen. Ihre positive Antwort erfreut uns, und als wir die Preise daf\u00fcr vernehmen, schlagen wir zu. Englisch k\u00f6nnen sie nicht grossartig, ebenso wenig, wie wir Spanisch k\u00f6nnen. So kaufen wir im nahen Kleinladens etwas zu trinken und gehen zur\u00fcck zur Anlagestelle. Hier bezahlen wir 3000 Colones, ein Bootsf\u00fchrer mit Boot wird f\u00fcr uns organisiert, und schon sind wir draussen auf dem Arenalsee, ein tolles Gef\u00fchl, denn hier ist kein anderes Boot unterwegs zu sehen. Unser Driver hat keine Ahnung von Englisch, &nbsp;f\u00e4hrt uns in die N\u00e4he des Arenalvulkans und bejaht dann auch unsere Anfrage nach Schwimmen im See. So ziehen Pierre und ich die Badehose an und springen ins k\u00f6stlich k\u00fchle Wasser. Nach diesem Vergn\u00fcgen fahren wir Richtung pflanzen\u00fcberwuchertes Ufer, ganz nah heran, und k\u00f6nnen zwei Gelbstirn-Blatth\u00fchnchen von zuschauen, wie sie Futter suchen. Da wird wieder foto- und videographiert und Speicherplatz beansprucht. Erstaunlich ist, wie sich die beiden H\u00fchnchen absolut nicht st\u00f6ren&nbsp;<span style=\"font-size: revert;\">lassen bei ihrer T\u00e4tigkeit.&nbsp;<br>Jetzt folgt der Anhang der Geschichte. Als wir zur\u00fcck sind von unserer Bootsfahrt, dr\u00fccke ich unserem Bootsf\u00fchrer ein Trinkgeld in die Hand. Wir bedanken uns ordentlich f\u00fcr den tollen Ausflug und gehen auf den Weg zur\u00fcck zu unserer Unterkunft. So g\u00fcnstig sind wir noch nie weggekommen. Aber oha, da sind wir Opfer eines Missverst\u00e4ndnisses geworden. Wir sind keinen km weit gegangen, da h\u00e4lt ein Auto neben uns, eine junge Frau kurbelt die Scheibe herunter und erkl\u00e4rt uns, wir h\u00e4tten die Bootsfahrt nicht bezahlt. Nach einigen beidseitigen Erkl\u00e4rungen m\u00fcssen wir eingestehen, dass da ein Missverst\u00e4ndnis vorliegt und der bezahlte, geringe Betrag als Eintrittsgeld zur Bootsanlegestelle erhoben wird. Wir begleichen unsere Schuld und erreichen danach mit einem Zwischenhalt f\u00fcr den bald obligaten Fruchtshake unser derzeitiges Zuhause.<br><\/span><\/p>\nngg_shortcode_26_placeholder\n<p><span style=\"font-size: revert;\"><br>Den letzten Abend in El Castillo verbringen wir im nahen Hotel-Restaurant bei einem vorz\u00fcglich zubereiteten Fisch aus dem Arenalsee und einer Flasche Vino Rosato aus Spanien. Wein wird gem\u00e4ss Auskunft eines Gastronomen in Costa Rica nicht angebaut. Daf\u00fcr werden hierzulande Batidos de Frutas getrunken, eben die genannten Shakes mit Milch oder Wasser gemixt.<\/span><\/p>\n<p><b>Freitag, 14. Oktober<br><\/b>Der letzte Tag unseres Costa Rica-Aufenthalts ist angebrochen. Nachdem wir unsere Koffer und Rucks\u00e4cke gepackt haben, gibt es f\u00fcr mich zum letzen Mal Gallo Pinto zum Fr\u00fchst\u00fcck. Nun sind wir gespannt, wie unsere Gastgeberin das Problem mit unserer Zahlung l\u00f6st. Sie er\u00f6ffnete uns n\u00e4mlich am ersten Abend, dass sie nur Barzahlung entgegennehmen k\u00f6nne, da sie keinen Apparat f\u00fcr Kartenzahlung besitze. Laut den Buchungskonditionen ist diese aber m\u00f6glich. Wir haben uns darauf eingestellt und nicht mehr genug Bargleld mehr zur Verf\u00fcgung. Sie er\u00f6ffnet uns nun, dass ihr Sohn einen Kartenterminal besitze und dass wir bei ihm zahlen k\u00f6nnen. Wir fahren mit ihr rund zwei km weit zu ihm. Er betreibt dort einen kleinen Supermarkt, und da k\u00f6nnen wir bezahlen.&nbsp;<br>Unsere Fahrt zum Flugplatz startet zu Beginn problemlos. Unser TomTom f\u00fchrt uns aber nach einigen Kilometern auf schlechtere Strassen, und als wir dann eine Schotterstrasse nehmen sollen, verlieren wir das Vertrauen in dieses Hilfsmittel. Wir wenden und fahren zur\u00fcck auf einen grossen Kreisel und nehmen eine andere Strasse. Das Navi aber fordert eine R\u00fcckkehr auf die eben verlassene Route. Zun\u00e4chst beschliessen wir, einfach die urspr\u00fcngliche Richtung beizubehalten, was aber ebenfalls in die Irre f\u00fchrt. Wir &nbsp;nehmen nun die n\u00e4chste Strasse, vierspurig, absolut neuer Belag, aber sie endet im Nichts. Nach einem Halt und dem Studium der Strassenkarte erreichen wir doch noch den Flughafen von San Jos\u00e9, und das zeitweise durch sintflutartigen Regen und bei recht dichtem Nebel. Wir laden Margrit und das Gep\u00e4ck aus und fahren zu einer Tankstelle und anschliessend zur Autovermietung, die unseren Hyunday Kreta anstandslos zur\u00fcck nimmt. Mit dem Shuttlebus des Vermieters werden wir zum Flugterminal gebracht. Nun beginnt die lange Wartezeit. Um 19:30 Uhr soll unsere Maschine starten.<\/p>\nngg_shortcode_27_placeholder\n<p><br>Mit einer Versp\u00e4tung von rund 40 Minuten startet dann unsere Maschine wirklich, hinauf in den dunklen Himmel. Schon bald wird das Nachtessen serviert. Der Pilot meldet, dass trotz des versp\u00e4teten Abflugs die Ankunftszeit in Z\u00fcrich eingehalten werden kann, da die Wetter- und Windverh\u00e4ltnisse g\u00fcnstig sind. Ich versuche, etwas zu schlafen. Das gelingt wirklich.<\/p>\n<p><strong>Samstag, 15. Oktober<br><\/strong>Etwa zweieinhalb Stunden vor unserer Ankunft in Z\u00fcrich werden die Lukendeckel angehoben. Die Sonne scheint, unter uns breitet sich eine flaumig weiche Wolkendecke aus. Wir haben Europa erreicht. Das Fr\u00fchst\u00fcck wird serviert, kein Gallo Pinto, keine Spiegeleier, keine gebratenen Bananen, sondern einfach Brot, Zopf, Butter, Konfi, K\u00e4se und Milchkaffee. Wir sind bald wieder zu Hause. Die Landung verl\u00e4uft planm\u00e4ssig. Um 14:50 Uhr hat uns die Schweiz wieder. Jetzt steht und die Umstellung auf Schweizer Verh\u00e4ltnisse bevor. Es war eine tolle Reise mit unglaublich vielen Eindr\u00fccken. Dankbar daf\u00fcr, dass wir vier Wochen andere Leute, andere Umgebungen, andere Sitten kennen lernen durften, kehren wir heim.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 16. September beginnt unser n\u00e4chstes grosses Abenteuer. Zusammen mit Pierre verreisen wir nach Costa Rica, wo wir vier Wochen mit einem Mietauto unterwegs sein werden. Da werden wir sicher tolle Erlebnisse und Begegnungen mitbekommen. Als Leser kannst du dabei sein. Freitag, 16. SeptemberWir, d.h. 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