{"id":5650,"date":"2024-07-06T15:29:09","date_gmt":"2024-07-06T13:29:09","guid":{"rendered":"https:\/\/mapeadventures.ch\/?p=5650"},"modified":"2024-08-13T22:47:58","modified_gmt":"2024-08-13T20:47:58","slug":"reise-ans-nordkap","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mapeadventures.ch\/?p=5650","title":{"rendered":"Reise ans Nordkap"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p>Schon bald geht unsere neueste Reise los. Die Planung ist weit fortgeschritten. Wir probieren etwas neues Altes aus. Nicht per Fahrrad, nicht zu Fuss sind wir unterwegs, sondern mit \u00d6V. Der Inter- bzw. Eurail-Pass f\u00fcr Senioren ist gekauft, auf dem Handy installiert und wartet nur darauf, aktiviert zu werden.<\/p>\n<p>Am 15. Juli machen wir uns auf. Per Bahn geht es nach Hamburg. Weitere Stationen auf unserer Reise, die etwa einen Monat dauern wird, sind Kopenhagen, Stockholm, Helsinki, Rovaniemi, Inari, Honningsvag, Nordkap, Trondheim, Oslo, Fredrikstad usw. Wir sind gespannt, wie und ob das alles klappt.<\/p>\n<p>Derzeit heisst es, alle n\u00f6tigen Utensilien zusammenstellen, zu packen, nichts zu vergessen und die noch nicht geplanten Fahrten und Unterk\u00fcnfte fetzulegen und zu buchen. Falls Sie Lust haben, uns mindestens virtuell zu begleiten, rufen Sie immer wieder unseren Blog auf. Wir w\u00fcnschen viel Vergn\u00fcgen.<\/p>\n<p><strong>Montag, 15. Juli 2024 (Tag 1)<\/strong><\/p>\n<p>Unsere Reise startet. Das Gep\u00e4ck steht bereit: zwei Rucks\u00e4cke und ein Koffer. Gestern haben wir endg\u00fcltig zusammengestellt, was mitkommt, und gepackt.<\/p>\n<p>Wir sind mit Eurail bzw. Interrail f\u00fcr Senioren 1. Klasse im Zug unterwegs. Von unserem Heimatbahnhof geht es nach Basel, wo wir den ICE nach Hamburg besteigen. Eine lange Fahrt steht uns bevor. Sie f\u00fchrt \u00fcber Frankfurt, K\u00f6ln, durchs Ruhrgebiet nach Bremen und dann Hamburg. Das Wetter ist pr\u00e4chtig. Die Sitze sind bequem, der Boden und die WCs sauber, der Service ausgezeichnet, das Klima angenehm, und bis zu diesem Zeitpunkt ist der Zug p\u00fcnktlich unterwegs. Es gibt was zu trinken und zu knabbern. Wir betrachten die Landschaft, lesen die Zeitung, d\u00f6sen vor uns hin und geniessen die Fahrt. Ca. um viertel nach f\u00fcnf ist die Ankunft in Hamburg vorgesehen. Da alles zu klappen scheint, habe ich f\u00fcr heute Abend die Nachtw\u00e4chtertour in Sankt Pauli gebucht, schliesslich ist auch WIFI im Angebot.<\/p>\n\n\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p>Wir kommen mit wenigen Minuten Versp\u00e4tung in Hamburg an, sind schnell bei unserem Hotel und machen uns bereit f\u00fcr den abendlichen Ausgang. Ein fast st\u00fcndiger Marsch zu den Landungsbr\u00fccken folgt, unterbrochen durch Fotografieren und Bestaunen von Sehensw\u00fcrdigkeiten. Zum Znacht gibt es gerade mal ein Bratheringsbr\u00f6tchen und ein paar Pommes, da vor dem dortigen Restaurant eine Menschenschlange auf freie Pl\u00e4tze wartet.<\/p>\n<p>Kurz vor halb acht melden wir uns beim Nachtw\u00e4chter Erwin f\u00fcr den Rundgang. Mit vielen wahren Geschichten f\u00fchrt er die Gruppe von gesch\u00e4tzten 30 bis 40 Personen auf unterhaltsame Art durch das verruchte Viertel. Im Boxkeller des Kultlokals \u201eZur Ritze\u201c singt er \u201eAuf der Reeperbahn nachts um halb eins\u201c und erntet damit grossen Applaus. Die Tour endet beim Beatles-Platz bzw. in einem nahe gelegenen Biergarten mit einem von Erwin gespendeten Lakritzenlik\u00f6r und einem grossen Bier vom Fass.&nbsp;<\/p>\n<p>Ein n\u00e4chtlicher Fussmarsch zum Hotel beendet den ersten Reisetag.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dienstag, 16. Juli 2024 (Tag 2)<\/strong><\/p>\n<p>Nach einer kurzen und lauten Nacht erwache ich das xte Mal, relativ ausgeruht. Wir machen uns frisch f\u00fcr die heutige Bahnfahrt. Dann wird gepackt, das Zimmer nach vergessenen Gegenst\u00e4nden inspiziert, die Schl\u00fcsselkarte in die Rezeption gebracht und zum Bahnhof gegangen. Je ein Zimtgipfeli und ein Cappuccino in einer Bahnhofbar sind unser Fr\u00fchst\u00fcck.<\/p>\n<p>Auf dem Perron wird schon bald der Zug Richtung Kopenhagen bereitgestellt, nicht das neueste Exemplar, ein \u201ees alts Chl\u00f6pfschiit\u201c nennt ihn Margrit. Im Wagen 12 finden wir unsere reservierten Pl\u00e4tze und belegen sie. Schon bald steigt ein Schweizer Ehepaar zu, das die Pl\u00e4tze neben uns reserviert hat \u2026 und die Diskussionen \u00fcber die vielen mehr oder weniger \u201espektakul\u00e4ren\u201c Ereignisse in Z\u00fcgen der DB werden ausgetauscht und kommentiert. Und schon bald geht es um Energiefragen im Zusammenhang mit den aus dem fahrenden Zug beobachteten Solar- und Windanlagen. Wer macht\u2019s besser: die Deutschen oder die Schweizer? Und was ist die gescheiteste und nicht die kosteng\u00fcnstigste L\u00f6sung?<\/p>\nngg_shortcode_1_placeholder\n<p>Nach Nyborg fahren wir auf die Br\u00fccke \u00fcber den grossen Belt nach Kors\u00f8r. Bis zu einer kleinen Insel im Meeresarm ist das Geleise neben der Autobahnbr\u00fccke angelegt, doch auf der Insel kommt das Eisenbahntrassee in einen Tunnel unter dem Meeresarm zu liegen \u2013 ein eigenartiges Gef\u00fchl, sich so unter dem Meeresspiegel fortzubewegen.<\/p>\n<p>Stressig wird es in Kors\u00f8r. Da endet die Zugfahrt wegen Geleiseerneurung im nachfolgenden Streckenabschnitt. Alle Passagiere m\u00fcssen mit allem Gep\u00e4ck auf ca. ein halbes Dutzend Busse umsteigen, und in umgekehrter Reihefolge in Slagelse in einen bereitstehenden Zug einsteigen. Und die ganze Aktion wird beeintr\u00e4chtigt durch den gleichzeitig stattfindenden Umstieg der Passagiere der Gegenseite. Mit einigem Gedr\u00e4nge und den mehr oder weniger freundlichen MitarbeiterInnen gelang das Man\u00f6ver mit wenigen Ausnahmen.<\/p>\n<p>Wohlbehalten, fast p\u00fcnktlich und ohne weiteren Stress erreichen wir Kopenhagen, wo wir schnurstracks unser Hotel anpeilen und nach dem fast selbst\u00e4ndigen Einchecken unser Zimmer bzw. K\u00e4mmerchen beziehen. Hier drin ist es nur mit gr\u00f6sstem Aufwand m\u00f6glich, sich nicht gegenseitig im auf die F\u00fcsse zu treten. Aber wir schaffen\u2019s und nehmen eine erste Sightseeing-Tour unter die F\u00fcsse. Kopenhagen hat einiges zu bieten. Dar\u00fcber mehr am morgigen Tag.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mittwoch, 17. Juli 2024 (3. Reisetag)<\/strong><\/p>\n<p>Nach einer etwas m\u00fchsamen Nacht mit mehrmaligem Erwachen und schlaflosen Abschnitten begeben wir uns ca. um sieben Uhr in die Hotelhalle, wo an der Rezeption verschiedene Esswaren und Getr\u00e4nke erh\u00e4ltlich sind. Wir bestellen uns zwei Cappuccini, ein Croissant und ein Sandwich und vertilgen diese in der Hotelhalle. Darauf machen wir uns auf einen auf dem Stadtplan vorgeschlagenen Rundgang. Dabei kommen wir an verschiedenen Sehensw\u00fcrdigkeiten vorbei. \u00dcber 10 km legen wir zu Fuss zur\u00fcck. Im K\u00f6nigspark machen wir eine Pause, um einen Cappucino bzw. eine Glace &nbsp;zu geniessen. Gerade richtig, denn unterdessen beginnt es leicht zu regnen. Als der Regen aufh\u00f6rt, setzen wir unsere Tour fort. Wir sind beide der Meinung, dass der Parcours sehr gut ausgew\u00e4hlt wurde, da er ganz verschiedene Seiten der d\u00e4nischen Hauptstadt ber\u00fccksichtigt. Wir gehen Kan\u00e4len entlang, die die Verbindung zum Hafen und zur Ostsee herstellen. Unterwegs kommen wir an Bauten vorbei, die aus fr\u00fcheren Zeiten stammen und den Reichtum des d\u00e4nischen K\u00f6nigreichs dokumentieren. Wir treffen aber auch einfachste Siedlungen f\u00fcr arme Leute. Verschiedene P\u00e4rke und grossz\u00fcgig gestaltete Pl\u00e4tze mit neckischen Kiosken zeugen von viel Lebensqualit\u00e4t. F\u00fcr die zahlreichen Radfahrer bestehen breite, vom motorisierten Verkehr abgetrennte Routen. Aber leider scheint auch hier Littering ein Problem zu sein. Kulturellen Institutionen wird ein besonderer Wert beigemessen. Theater, Museen zu verschiedenen Themen, Konzerthallen, Kinos u.a. begegnen wir allenthalben. Da allerdings wieder Regen droht, gehen wir zur\u00fcck zu unserem Hotel, wo ich jetzt diese Zeilen schreibe und ein paar Fotos zur Dokumentation aufbereite.<\/p>\nngg_shortcode_2_placeholder\n<p>Der Regen h\u00e4lt \u00fcber l\u00e4ngere Zeit an. Unterdessen habe ich f\u00fcr 17:30 Uhr eine st\u00fcndige Bootstour durch in Hafenkan\u00e4le Kopenhagens gebucht. Um ca. 16 Uhr verlassen wir das Hotel mit Schirmen und Regenjacken ausger\u00fcstet und begeben uns zum neuen Hafen, wo die Rundfahrtboote starten. Immer wieder m\u00fcssen wir die Schirme \u00f6ffnen. Hier wimmelt es von Touristen aus allen Gegenden unserer Erde. Nach einem Drink in der N\u00e4he der Anlegestelle k\u00f6nnen wir zusammen mit vielen anderen G\u00e4sten, die vor uns bereits anstanden, das Boot betreten. Wir fassen die Kopfh\u00f6rer f\u00fcr den Audioguide und ergattern uns zwei der verbleibenden Pl\u00e4tze an der Reling, so dass wir eine gute Sicht hinaus auf die Sehensw\u00fcrdigkeiten haben. Der Regen hat definitiv aufgeh\u00f6rt, die Rundfahrt kann beginnen. An der ans KKL erinnernden Oper vorbei fahren wir zum Standplatz der bekannten kleinen Meerjungfrau auf dem Felsen, ein Geschenk von Carl Jacobsen, dem Sohn des Gr\u00fcnders der Carlsberg Brauerei. Ihre Geschichte ist gepr\u00e4gt von mehreren Vandalismusakten. Dann f\u00fchrt uns das Schiff an der Papierinsel mit modernen, extravaganten H\u00e4usen vorbei in den Christianshavn Kanal, unter Br\u00fccken hindurch, wo Kopf, Arme und Beine eingezogen werden m\u00fcssen. Die Frau, die die Fahrt kommentiert, \u00fcbrigens eine Afrkanerin, stimmt dabei jedesmal Gesangest\u00f6ne an und stiftet damit viele Nachahmer zum Mitsingen und \u2013johlen an, was die Stimmung im Boot anheizt. Nach einer Stunde erreichen wir wieder die Anlegestelle in gel\u00f6ster Stimmung.<\/p>\n<p>Mit dem halbst\u00fcndigen R\u00fcckmarsch und anschliessendem Nachtessen im Hotel verabschieden wir uns gedanklich von Kopenhagen und befassen uns noch kurz mit der morgigen Fahrt nach Stockholm.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Donnerstag, 18. Juli 2024 (4. Reisetag)<\/strong><\/p>\n<p>Heute fahren wir mit dem Zug nach Stockholm. Die erste Etappe f\u00fchrt zuerst unter und dann \u00fcber dem \u00d6resund hin\u00fcber nach Malm\u00f6 in Schweden. Schon kurz nach unserem Einstieg in Kopenhagen f\u00e4hrt der Zug in einen Tunnel ein und kommt auf einer kleinen Insel wieder ans Tageslicht. Die Weiterfahrt erfolgt von da ab unter der Autobahn. Beide, Autobahn und Zugsgeleise, f\u00fchren auf einer doppelst\u00f6ckigen Br\u00fccke von D\u00e4nemark nach Schweden hin\u00fcber.<\/p>\n<p>In Malm\u00f6 steigen wir in einen Hochgeschwindigkeitszug der Schwedischen Eisebahngesellschaft. Zwei Schwierigkeiten sind dabei zu bew\u00e4ltigen. Einerseits haben wir per SMS die Mitteilung erhalten, dass die Fahrt unseres fahrplanm\u00e4ssigen Zugs durch einen Zwischenfall auf dem Schienennetz beeintr\u00e4chtigt sein k\u00f6nnte, andererseits habe ich die Nummern der obligatorisch reservierten Sitzpl\u00e4tze nie erhalten, weil ich bei der online-Bestellung einen Tippfehler in der Mailadresse machte. Aber beide Problemchen l\u00f6sten sich auf wunderbare Weise. Die Schwedische Bahn gab bekannt, dass sie die Beeitr\u00e4chtigung beseitigen konnte und eine beim Einstieg anwesende Angestellte fand aufgrund der Quittung online unsere Sitzplatznummern. Und nun sind wir in einem komfortabel ausgestatteten Wagon unterwegs Richtung schwedische Hauptstadt. Allerdings hat die Sache einen Haken. Die vor uns sitzende Passagierin telefoniert fast ununterbrochen und mit lauter Stimme und ebensolchem Lachen. Zum Gl\u00fcck verstehen wir nichts, aber von Zeit zu Zeit erheben auch wir unsere Stimme, mit dem Gef\u00fchl dadurch kurzfristig ged\u00e4mpftere Laute zu initiieren. Margrit meint: \u201eDere sett mer s\u2019H\u00e4ndy w\u00e4ggn\u00e4h!\u201c<\/p>\n<p>Wir erreichen Stockholm p\u00fcnktlich. Mit Google Maps habe ich bereits im Zug den Weg zum Hotel festgelegt, so dass wir uns am Bahnhof nur noch darum k\u00fcmmern m\u00fcssen, wie wir zu einem City-Ticket kommen, um mit der U-Bahn zum F\u00e4hrehafen zu gelangen, wo unser gebuchtes Hotel steht. Eine freundliche Einheimische, die uns Auskunft gibt, wo was zu finden ist, hilft uns weiter. So erreichen wir den Ticketschalter, k\u00f6nnen unser Anliegen vorbringen und l\u00f6sen eine 24-Stundenkarte f\u00fcr den \u00d6V. Mit der T13 (Tunnelbana) erreichen wir V\u00e4rtahamnen und wegen Baustellen \u00fcber einen weiten Weg unser Hotel, wo wir ein grossz\u00fcgiges Zimmer im 15. Stock zugewiesen bekommen.<\/p>\n<p>Nach dem Einchecken und Bereitmachen f\u00fcr den folgenden City-Gang genehmigen wir uns einen Drink in der Sky Bar des Hotels und fahren anschliessend, nachdem wir einen k\u00fcrzeren Weg zur Station recherchiert haben, in die Gamla Stan (Altstadt). Dort spazieren wir zusammen mit vielen Touristen durch die engen Gassen, gewinnen einen ersten Eindruck und geniessen im Aussenbereich eines alten und gut besuchten Restaurants das Nachtessen. Und dann geht es zur\u00fcck in unser Hotel, wo wir in der Sky Bar den Tag Revue passieren lassen.&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<p><strong><br><br>Freitag, 19. Juli 2024 (5. Reisetag)<\/strong><\/p>\n<p>Den heutigen Tag wollen wir dazu verwenden, uns in Stockholm umzusehen. Was sicher dazugeh\u00f6ren soll, sind das K\u00f6nigsschloss, der Stockholmer Dom und eine Schifffahrt in den Sch\u00e4ren.<\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck begeben wir uns per U-Bahn in die Altstadt und spazieren dort durch die Gassen mit oben genanntem Augenmerk. Dabei lassen wir uns ablenken und kommen am Reichstagsgeb\u00e4ude vorbei in die Drottninggatan mit vielen Gesch\u00e4ften, die allerdings zu dieser Zeit noch nicht ge\u00f6ffnet sind. Auf dem R\u00fcckweg kommen wir an der Riddarholmskirche vorbei, wo neben schwedischen K\u00f6nigen weitere ber\u00fchmte Leute ihre Ruhest\u00e4tte fanden. Im Dom, den wir auch im Innern besuchen, machen einige spezielle Kunstwerke auf sich aufmerksam.<\/p>\n<p>Um die Mittagszeit fahren wir mit einer riesigen Menge Leute zur Insel Djugarden, wo sich ein Freizeitpark mit verschiedensten Attraktionen wie Achterbahn, Freifallt\u00fcrme u. A. &nbsp;befinden. Da leert sich das Boot, wir aber fahren direkt wieder zur\u00fcck zur Ausgangsstation Slussen. Dort besteigen wir ein anderes Boot des \u00f6ffentlichen Verkehrs und sind nun rund 2 \u00bd Stunden in den Sch\u00e4ren unterwegs bis nach Alstecket und wieder zur\u00fcck. Ein Zwischenfall im Schiff, bei dem offenbar Ammoniak ausgetreten ist, dessen D\u00e4mpfe sich ausbreiten, verl\u00e4ngert den Aufenthalt an einer der Haltestellen und bewirkt, dass fast alle Passagiere auf Deck kommen. Aber die Fahrt kann weitergehen. So erreichen wir im sp\u00e4teren Nachmittag wieder Slussen. Hier m\u00fcssen wir nun noch eine zweite 24 Stundenkarte f\u00fcr den \u00f6.V. l\u00f6sen. Damit k\u00f6nnen wir ins Hotel zur\u00fcckfahren, wo es zu schreiben und Fotos zu verarbeiten gibt.<\/p>\nngg_shortcode_4_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcrs Nachtessen fahren wir bis Gamla Stan. In einem traditionellen Lokal bestelle ich die typisch schwedische Mahlzeit: K\u00f6ttbullar, pressad potatis, kr\u00e4mig konjaks\u00e5s, r\u00e5rorda lingon och inlagd gurka. Und die schmeckt ganz gut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Samstag, 20. Juli 2024 (6. Reisetag)<\/strong><\/p>\n<p>Der heutige Tag bringt uns weiter. Aber vorerst haben wir noch einige Zeit in Stockholm zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck und nach dem Packen bringen wir unser Gep\u00e4ck in den separaten Aufbewahrungsraum im Parterre unseres Hotels, checken aus und gehen zur U-Bahnstation. Wir fahren zur Gamla Stan und erkunden als n\u00e4chstes die Oper und die Kirche St.Jakob. Beide Geb\u00e4ude sind in Renovation, also nichts zu machen. Unser Weg f\u00fchrt uns zum Nationalmuseum und \u00fcber die Br\u00fccke nach Skettsholmen. Dort ist der Dreimaster \u201eAf Chapman\u201c vert\u00e4ut, der in neuerer Zeit lange als Jugendherberge diente. Entlang des Strandes gelangen wir auf die Kastellinsel, wo sich eine alte Festng befindet, die im 2. Weltkrieg als Fliegerbeobachtungsort diente und nun f\u00fcr die Abhaltung von Kongressen und Konferenzen dient. Wir gelangen zur\u00fcck zur Insel Skettsholmen und k\u00f6nnen hier das Linienschiff nach Slussen besteigen.<\/p>\nngg_shortcode_5_placeholder\n<p>Nun kommt noch mein Wunsch zum Tragen, die Fahrt zur Endstation der U-Bahn Nr. 17 nach H\u00e4sselby Strand. Was gibt es dort zu sehen? Rein gar nichts! Aber wir geniessen im Restaurant Nya Piccola Rosa einen griechischen Salat, Falafel im Brot, ein Glas Ros\u00e9 und ein grosses Bier aus dem Fass zu einem guten Preis in guter Qualit\u00e4t, und der Wirt, wahrscheinlich ein Muslim, spendet mir zuletzt den Kaffee.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sonntag, 21. Juli 2024 (7. Reisetag)<\/strong><br>Nach einer fast st\u00fcndigen R\u00fcckfahrt zu unserem Hotel gehen wir mit unserem Gep\u00e4ck zum Einchecken zu der im F\u00e4hrhafen V\u00e4rtahamnen angelegten F\u00e4hre Silja Symphony, bekommen dort unsere Kaj\u00fcte zugeteilt und geniessen nun die ruhige und gem\u00fctliche \u00dcberfahrt nach Helsinki.<\/p>\n<p>Nach einer ruhigen Nacht und einem reichhaltigen Fr\u00fchst\u00fcck erreichen wir schon bald Helsinki. Unsere F\u00e4hre legt im Olympiaterminal an. Eine riesige Menge Leute und ein paar Hunde stehen vor dem Ausgang an. Nach einiger Zeit beginnt sich dann die Menge zu bewegen, und auch wir beide erreichen den Ausgang. Im Internet haben wir uns schon vor dem Anlegen klug gemacht, wie wir zum Hotel kommen. Nach ca. einer halben Stunde stehen wir in der Halle und melden uns an der Rezeption. Unser Zimmer ist noch nicht bereit, wir k\u00f6nnen aber unser Gep\u00e4ck in den Gep\u00e4ckraum stellen.<\/p>\n<p>Auf dem Hinweg zum Hotel kamen wir an einem Riesenrad vorbei. Margrit schw\u00e4rmt immer f\u00fcr Riesenr\u00e4der. Also f\u00fchrt unser zweiter Gang zu diesem. Zwei Fl\u00e4schchen Cider werden gekauft und die Tickets f\u00fcrs Rad. Und so verschaffen wir uns einen ersten \u00dcberblick \u00fcber die Stadt.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: revert;\">Im Restaurant daneben schauen wir uns im Internet an, was f\u00fcr Angebote f\u00fcr Touristen gemacht werden und entschliessen uns f\u00fcr eine Schifffahrt auf die Insel Suomenlinna, eine Festungsinsel mit bewegter Geschichte und heute im Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. Ich buche die Tickets, schnell finden wir den Abfahrtsort und das Boot f\u00e4hrt schon bald. Nach einer halbst\u00fcndigen Fahrt durch die Hafenbucht Helsinkis legt es am gew\u00e4hlten Ort an. Einen Info-Prospekt finden wir im Souvenirshop. Die Festung wurde ab 1748 von den Schweden geplant und erstellt,1809 von der russischen Armee besetzt und 110 Jahre lang alsMarinest\u00fctzpunkt ben\u00fctzt. Nach der Russischen Revolution wurde sie finnisches Staatsgebiet und diente als Kriegsgefangenenlager. Im zweiten Weltkrieg diente sie als St\u00fctzpunkt f\u00fcr unterschiedliche Truppeneinheiten. 1973 wurde sie dem finnischenBildungs- und Kulturministerium \u00fcbergeben und 1991 ins UNESCO\u0002Weltkulturerbe aufgenommen. Wir machen einen ausgedehnten Spaziergang durch die Anlage und kommen zum Schluss, dass es menschenfreundlichere Projekte g\u00e4be. Aber &nbsp;eben: Wir k\u00f6nnen bei diesem Rundgang beobachten, wie eine freche M\u00f6we einem unbescholtenen Menschen die Glace, die er gerade am Geniessen ist, im Flug aus der Hand reisst. Und wir k\u00f6nnen uns ein schadenfreudiges L\u00e4cheln nicht verkneifen.<\/span><\/p>\nngg_shortcode_6_placeholder\n<p>Nach der R\u00fcckkehr von der Insel k\u00f6nnen wir unser Zimmer beziehen, ich kann diese Zeilen schreiben und draussen regnet es in Str\u00f6men.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Nachtessen gehen wir dann nochmals ins Zentrum und finden ein gutes Lokal. Danach besuchen wir den Bahnhof und treffen Abkl\u00e4rungen bez\u00fcglich Platzreservierung f\u00fcr die bevorstehenden Zugfahrten. Den Abend lassen wir in einer Bar ausklingen, wo sich mit fortschreitender Zeit immer mehr h\u00fcbsche jugendliche G\u00e4ste einfinden und die Musik immer lauter wird. Beim Abschied winken uns einige dieser G\u00e4ste freundlich lachend zu.<\/p>\n<p><strong>Montag, 22. Juli 2024 (8. Reisetag)<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr den heutigen Tag haben wir auf unserer Interrail-App eine Retour-Reise nach Riihim\u00e4ki eingegeben. Margrit m\u00f6chte wissen, wie es nach gut 50 Jahren in diesem St\u00e4dtchen aussieht und was aus der Schule geworden ist, die sie dort damals als Gastsch\u00fclerin w\u00e4hrend acht Wochen besuchte. \u00dcbrigens befand sich diese in einem ausgedienten Wasserturm, der eigentlich recht markant damals die umgebenden Bauten \u00fcberragte. Beim Verlassen des Bahnhofs sind keine Erkennungsmale sichtbar. Zwar steht das alte Bahnhofsgeb\u00e4ude noch, daneben wurde unterdessen ein neues erstellt. In der N\u00e4he steht ein riesiges Einkaufszentrum\u2026??? Dazu kommen die vielen neuen vielst\u00f6ckigen Wohnbauten. Wo ist das alte Riihim\u00e4ki geblieben. Irgendwie gelangen wir zu Fuss zur Kirche. Eine \u00e4ltere Frau, die wir nach der Schule und dem alten Wasserturm fragen, kann uns auch nicht weiterhelfen. Und da stossen wir, wieder in der N\u00e4he des Bahnhofs, auf eine Orientierungstafel, auf der ein paar markante Geb\u00e4ude des Ortes benannt sind. Aufgrund des Hotels, das hervorgehoben ist, kommt Margrit die Idee, einen anderen Weg einzuschlagen. Da pl\u00f6tzlich werden Erinnerungen wach, und wir finden wirklich trotz der gewaltigen Ver\u00e4nderungen den Standort der Schule. Am Turm angebaut wurde ein Treppenhaus, eingebaut ein Lift, auf dem Dach eine Roofbar, die Storen der grossen Schulzimmerfenster sind heruntergelassen, die Schule ist nicht mehr hier, aber die Erinnerungen werden klarer. Auf dem Dach geniessen wir nach der heissen Suche ein k\u00fchles Getr\u00e4nk, und Margrit weiss viel zu erz\u00e4hlen vom Herbst 1973.<\/p>\nngg_shortcode_7_placeholder\n<p>Danach kehren wir per Zug nach Helsinki zur\u00fcck, besuchen kurz die Luttherische und die orthodoxe Uspenski-Kathedrale, die erstere auch im Innern, die zweite ist geschlossen, und begeben uns zum t\u00e4glichen Markt im Hafengebiet. Lachs und Falafel mit verschiedenen Gem\u00fcsen und Kartoffeln sind unsere Renner, beide k\u00f6stlich zu essen.<\/p>\n<p>Und nun steht noch der abendliche Ausgang an.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: revert;\"><br><strong>Dienstag, 23. Juli 2024 (9. Reisetag)<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Wir fahren heute weiter. Der Zug f\u00e4hrt erst um 12:19 Uhr.<\/p>\n<p>Wir geniessen den Vormittag noch in Helsinki. Da wir erst sp\u00e4t auschecken m\u00fcssen im Hotel, k\u00f6nnen wir unser Gep\u00e4ck im Zimmer lassen. Margrit m\u00f6chte noch eine andere Seite Helsinkis kennen lernen. Also spazieren wir \u00fcber den H\u00fcgel in nord\u00f6stlicher Richtung und gelangen in den Stadtteil Kruununhakaund an das Hafenbecken mit dem unaussprechlichen Namen Pohjoissatama (Nordhafen). Wir umrunden die Insel Tervasaari, die sich als gr\u00fcnes Erholungsgebiet f\u00fcr die nahen Stadtbewohner anbietet. Jedefalls begegnen wir hier Joggern und Hundehaltern, die ihre Lieblinge zum sich hier befindlichen Hunde-WC-Areal spazieren f\u00fchren. Zudem sind hier auch wieder die Weisswangeng\u00e4nse heimisch. Nun geht es an der Finnischen Nationalbank vorbei, wo sich gerade eine Touristengruppe von einem Guide instruieren l\u00e4sst, zur\u00fcck zum Hotel.<\/p>\nngg_shortcode_8_placeholder\n<p>Nach diesem Ausflug gehen wir zu Fuss zum Bahnhof. Derzeit sitzen wir im bequemen, aber heissen Ekstra Class-Abteil, W\u00e4lder, abgeholzte und noch stehende, Wiesen, Felder, H\u00f6fe, vereinzelte gr\u00f6ssere Siedlungen ziehen an uns vorbei. Die Sonne strahlt vom wolkigen Himmel in unser Abteil und hinterl\u00e4sst W\u00e4rme. Der Zug ist doppelst\u00f6ckig, modern ausgestattet. Wasser, Kaffee und Tee stehen zur freien Verf\u00fcgung. Und die Reise dauert\u2026, die Klimaanlage schafft es nicht zu k\u00fchlen. Um 20:23 Uhr sollen wir in Rovaniemi sein. Dort wartet der Schl\u00fcssel f\u00fcr unsere reservierte Wohnung in einem Schl\u00fcsseltresor, und weitere Anweisungen haben wir per E-Mail erhalten. Wir haben das Gl\u00fcck, dass der Tag lange anh\u00e4lt und der Einkaufsladen bis 23 Uhr offen ist.<\/p>\n<p>Wir haben Rovaniemi rund 20 Minuten versp\u00e4tet erreicht. Mit der Wohnung klappt alles. In einem nahegelegenen Restaurant versuchen wir noch etwas zu essen zu kriegen. Ausser Chips und Erdn\u00fcsschen gibt es nichts mehr. Aber ein Bierchen und ein Glas Wein f\u00fcr Margrit liegt noch drin. Danach kaufen wir im unter uns befindlichen Selbstbedienungsladen noch etwa zu essen und zu trinken ein. Aber da haben wir die Rechnung ohne Wirt gemacht. Die Verk\u00e4uferin sortiert Bier und Wein aus und erkl\u00e4rt uns, dass der Verkauf von alkoholischen Getr\u00e4nken nur von morgen neun bis abends neun gestattet sei, und das auch bei Lightgetr\u00e4nken (Bier 2.75 %, Wein 8 % Alkoholgehalt). Ja, und da wird halt das lang ersehnte Znacht mit purem Wasser heruntergesp\u00fclt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mittwoch, 24. Juli 2024 (10. Reisetag)<\/strong><\/p>\n<p>Heute werden wir selber aktiv zur Bereitstellung des Fr\u00fchst\u00fccks. Ich geh schnell in den Laden, um Milch und Butter zu besorgen, die beide beim gestrigen Einkauf vergessen gingen. Wieder in der Wohnung, schneide ich ein Br\u00f6tchen von gestern auf, um es mit Butter und K\u00e4se im Innern zu verfeinern. Aber da stellt sich zu unserem Erstaunen heraus, dass schon etwas drin ist. Ob es ein W\u00fcrstchen oder eine Gem\u00fcserolle ist, stellt sich heute Abend heraus. Jedenfalls gehe ich nochmals in den Laden und kaufe mir noch Br\u00f6tchen ein. Damit ist das perfekte Zmorge, bestehend aus einem Buttersandwich mit K\u00e4se, einem Glas Preiselbeersaft und einer Tasse Milchkaffee perfekt.<\/p>\n<p>Danach suchen wir die Touristeninfomation auf, um uns mit den n\u00f6tigen Unterlagen und Ausk\u00fcnften einzudecken. Aber daraus wird nichts. Die Angestellte muss einem \u00e4lteren Ehepaar noch und noch erkl\u00e4ren, was wo wie und warum m\u00f6glich oder n\u00f6tig ist und was nicht geht. Jedenfalls verlieren wir die Geduld und verlassen das B\u00fcro mit ein paar Pl\u00e4nen und Brosch\u00fcren und merken dann an der Haltestelle, dass wir den Bus zum Arctic Circle gerade knapp verpasst haben. Also begeben wir uns zum nahen Kemijoki (-Fluss) und lassen uns anhand der dort stehenden Tafel \u00fcber seine Bedeutung informieren. Br\u00fccke, Wassermengen, Kraftwerke, erzeugter Strom u.a. Themen sind hier aufgef\u00fchrt. Zudem sind Wanderwege in seinem Bereich eingezeichnet und spezifiziert, was uns die Programmierung des morgigen Tages weitgehend abnimmt.<\/p>\n<p>Unterdessen ist die knappe Stunde Wartezeit verflogen und wir k\u00f6nnen den Bus nehmen, der uns auf verschlungenen Wegen zum Santa Claus-Dorf und zum N\u00f6rdlichen Wendekreis f\u00fchrt. Was sich hier abspielt, ist touristisches Theater \u201eerster Klasse\u201c. Weihnachtsb\u00e4ume stehen herum, durch ein Labyrinth mit Tausenden Geschenkp\u00e4ckchen gelangt man zum Weihnachtsmann, Lieder von Schnee, K\u00e4lte und Glocken klingen ert\u00f6nen und im Caf\u00e9 der Santa Clausin gibt es bei heimeliger W\u00e4rme einen Kaffee mit Wihnachtsgeb\u00e4ck. Und das alles bei sommerlichen 26Grad Celsius im Schatten.<\/p>\n<p>Jedenfalls verlassen wir schon bald diesen \u201efestlichen\u201c Ort, fahren mit dem Bus zur\u00fcck nach Rovaniemi, erkunden dort den Busterminal f\u00fcr \u00fcbermorgen und besichtigen noch die Kirche und das Ehremal, das an die gefallenen Einheimischen im 2. Weltkrieg erinnert.<\/p>\nngg_shortcode_9_placeholder\n<p>Nach einer l\u00e4ngeren Mittagspause in unserer Wohnung beschliessen wir, an den Fluss Kemijoki zu gehen. Ich nehme Badehose und -tuch mit. In der Stadt mit Asphaltstrassen und Betonmauern ist es unangenehm heiss. So komme ich zu einer willkommenen Abk\u00fchlung im Wasser, das hier r\u00f6tlich gef\u00e4rbt und tr\u00fcb ist, und zum Schwimmen. Gem\u00fctlich spazieren wir danach dem Fluss entlang und gelangen ins Zentrum, wo viele Restaurants hinausgestuhlt haben und viele Leute lm Schatten an den Tischen sitzen. Da setzen wir uns dazu, genehmigen uns einen Aperitiv und gehen anschliessend f\u00fcrs Abendessen in unsere Wohnung. Und da stellt sich dann heraus, dass unsere Br\u00f6tchen gut schmeckende Wurstweggen sind.<br><br><\/p>\n<p><strong>Donnerstag, 25. Juli 2024 (11. Reisetag)<\/strong><\/p>\n<p>Bei strahlend blauem Himmel und angenehmer Temperatur erwache ich um f\u00fcnf Uhr. Heute wollen wir wandern. Gestern schon haben wir festgelegt, wohin es gehen soll. Unser Ziel ist das Gebiet Ounasvaara.<\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck und dem Packen der notwendigen Dinge f\u00fcr eine leichte Wanderug von etwa 20 km machen wir uns auf den Weg. Nur die Karte haben wir liegen gelassen. Bereits in der Stadt verlaufen wir uns und landen auf der falschen Br\u00fccke \u00fcber den Kemijoki. Kein Problem, das l\u00e4sst sich mit einem Marsch durch Strassenbaustellen korrigieren.<\/p>\n<p>Nun sind wir auf dem richtigen Weg. \u00dcber eine breite Holztreppe gelangen wir auf den Wanderweg Richtung Aussichtsturm durch einen lichten Wald aus F\u00f6hren und Birken oben auf der Kuppe. Es geht weiter zu einem n\u00e4chsten Aussichtspunkt, der sich als Bergstation eines Skilifts erweist. Wir sehen weit in die Umgebung, u.a. einen weiteren Flussabschnitt des Kemijoki. Gelegentlich zeigen sich ein Hase und ein Buntspecht. Der Elch, den sich Margrit w\u00fcnscht, l\u00e4sst sich nicht blicken. Ein betr\u00e4chtliches St\u00fcck Weg legen wir auf einem Naturweg zur\u00fcck, der aus dicken Holzbrettern besteht, die auf querliegenden Rugeln gelagert sind. Die Umgebung ist sehr feucht, und hier machen sich die ersten Stechm\u00fccken bemerkbar. Wir jedenfalls packen den M\u00fcckenspray hervor und spr\u00fchen uns ein. Das wirkt. So gelangen wir an unsern Ausgangspunkt zur\u00fcck. Ein Taucher im nahen Kemijoki l\u00e4sst mich abk\u00fchlen, denn immerhin 27 Grad warm soll es sein.<\/p>\nngg_shortcode_10_placeholder\n<p>Das heutige Abendessen nehmen wir in einem Restaurant ein, das spezielle Men\u00fcs anbietet. Margrit bestellt sich TOMMATIA &amp; VIKKUNNA (Tomaten und Feigen), f\u00fcr mich gibt es PAISTETTU KALA (Gebratener Fisch). Beide Mahlzeiten werden mit speziellen Zutaten und Gew\u00fcrzen serviert, und sie schmecken uns sehr. Der Sch\u00f6pfer dieser Speisen ist pers\u00f6nlich anwesend, bereitet zu, serviert und \u00fcberwacht den Betrieb. Wir staunen, dass wir so etwas hier, fast am Ende der Welt, essen und geniessen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Und danach geht\u2019s ab in die Klappe oder mindestens in die Wohnung. Morgen ist die Weiterfahrt geplant. Was erwartet uns?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Freitag, 26. Juli 2024 (12. Reisetag)&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>Nun sitzen wir im Bus Richtung Ivalo. Vor rund einer Stunde sind wir abgefahren. Jetzt gerade fahren wir an einer Abzweigung vorbei, die zur Amethystmine von Lampivaara hinf\u00fchrt. Ausweichen musste unser Fahrer bisher einem Rentier, zwei Radfahrern, und jetzt stehen wir vor einem Rotlicht bei einer Strassenbaustelle. \u00dcberholen musste er bisher einen Bus und einen irr langen Lastwagen mit Anh\u00e4nger. Die Strasse verl\u00e4uft in langgezogenen Kurven durch h\u00fcgeliges Gel\u00e4nde mit viel Wald, aber auch Moore und Wiesen, durch kleine Siedlungen, oft nach Ferienresorts aussehend, mit kleinen H\u00fcttchen, zum Teil an Seen gelegen, und vorbei an Bauernh\u00f6fen mit davor gelagerten Siloballen. Vieh sieht man selten.<\/p>\n<p>In Sodankyl\u00e4 machen wir kurz Halt. Toilettenbesuch und der Kauf einer s\u00fcssen Zwischenverpflegung machen uns fit f\u00fcr die n\u00e4chste Etappe. Danach macht der Bus noch Umwege, um Passagiere an ihren Destinationen abzusetzen. Dazwischen habe ich noch Gelegenheit, zwei Rentiere am Strassenrand aus dem Bus zu fotografieren.<\/p>\n<p>Derzeit warten wir an der Busstation etwas ausserhalb von Ivalo auf unseren Bus nach Inari.<\/p>\nngg_shortcode_11_placeholder\n\n\n\n<p>Unterdessen sind wir in Inari angekommen, haben die Gegend etwas erkundet, etwas gegessen und getrunken und sind dann fr\u00fch schlafen gegangen. Die Gegend ist wundersch\u00f6n und vor allem sehr ruhig. Es gibt wenig Geb\u00e4ude, einen grossen Bootshafen und viel Wald. Vor unserem Hotel sind am Seeufer zwei kleine Wasserflugzeuge vert\u00e4ut und auf dem Parkplatz stehen mehrere Tesla-Ladestationen f\u00fcr Elektroautos. Ein riesiger Souvenirshop bietet neben den \u00fcblichen Erinnerunsartikeln an sch\u00f6ne Ferien ein reichhaltiges Sortiment von Anglerutensilien an. Ein ausgestopfter B\u00e4r steht auch noch im Laden. Wir sind gespannt, was uns hier alles erwartet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Samstag, 27. Juli 2024 (13. Reisetag)<\/strong><\/p>\n<p>Was ist denn los heute? Beim Erwachen nach einer langen, taghellen Nacht regnet es. Beim Fr\u00fchst\u00fcck besprechen wir das Tagesprogramm. Die Wetterprognose sieht verheissungsvoll aus: Abklingender Regen im Verlauf des Vormittags, Sonne und warm am Nachmittag. Unsere Folgerung: Museum am Vormittag, Schifffahrt auf dem Inarisee am Nachmittag.<\/p>\n<p>Wir suchen das Museum SIIDA auf, m\u00fcssen noch etwas warten, bis es \u00f6ffnet, und bezahlen den Eintritt. Das Museum ist neu und hat dieses Jahr eine europ\u00e4ische Auszeichnung erhalten, ist also ein preisgekr\u00f6ntes Haus. Und die Ausstellung ist wirklich spitze. Da werden die verschiedensten Aspekte zum Leben der Samen, d.h. der indigenen Bev\u00f6lkerung des n\u00f6rdlichen Skandinaviens, dokumentiert und sehr kritisch betrachtet. Fantastische Bilder und Kommentare zeigen die Problematik auf, die das Leben als samische Volksangeh\u00f6rige mit sich brachte und immer noch bringt. Es werden aber auch die Sch\u00f6nheiten und Qualit\u00e4ten aufgezeigt. Im Outdoorbereich kann der Besuchende die Lebensumst\u00e4nde in fr\u00fcheren Jahren nachvollziehen. Wir sind begeistert von diesem Besuch und k\u00f6nnen ihn allen Interessierten weiterempfehlen. Das Salatbuffet im Museumscaf\u00e9 deckt unsere Essbed\u00fcrfnisse bestens ab.<\/p>\n<p>Danach begeben wir uns zur nahen Anlegestelle des Elektrokatamarans, der uns zur Insel Ukonkivi bringt. Die Schifffahrt auf dem Inarisee dauert rund zweieinhalb Stunden und wird kommentiert. Unser Boot ist das einzige Passagierschiff, das an diesem Tag auf dem See verkehrt. Vorbei an unz\u00e4hligen Inseln, gr\u00f6sstenteils unbewohnt, schippern wir zur heiligen Insel der Samen, wo offenbar zu fr\u00fcheren Zeiten und bis ins 20. Jahrhundert religi\u00f6se Zeremonien stattfanden. Sie hebt sich gegen\u00fcber anderer Inseln durch ihre H\u00f6he ab. Urspr\u00fcnglich war sie dem finnischen Gott Ukko, dem Herrn des Himmels, des Wetters und der Gewitter geweiht. Die Zeremonien fanden ohne Beisein von Frauen statt. Wir werden rund um die Insel gefahren und darauf wieder nach Inari zur\u00fcckgef\u00fchrt. Der Inarisee ist \u00fcbrigens der drittgr\u00f6sste See Finnlands, fast doppelt so gross wie der Bodensee und hat rund 3000 Inseln.<\/p>\nngg_shortcode_12_placeholder\n<p>Und jetzt geniesst Margrit ein Glas Wein und ich ein grosses Bier. Schon bald gibt es ein Nachtessen aus der Hotelk\u00fcche.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sonntag,<strong> 28. Juli 2024 (14. Reisetag)<\/strong><\/p>\n<p>Beim Morgenessen sind pl\u00f6tzlich viele Schweizer am Buffet. Die einen kommen mit uns ins Gespr\u00e4ch, sind dann aber nicht sicher, ob wir auch zur Reisegesellschaft geh\u00f6ren. Sie haben Pech, denn ihr Hurtigrutenschiff ab Kirkenes f\u00e4llt wegen eines Defektes aus. Nun m\u00fcssen sie einen Tag fr\u00fcher dort sein. Wir sind froh, dass wir es gem\u00fctlich nehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auf unserem Programm steht heute Wandern. Beim Touristik-Infob\u00fcro haben wir uns eine Karte besorgt und den Vorschlag f\u00fcr eine Wanderung zur Pielpaj\u00e4rvi Wilderness Church ausgew\u00e4hlt. Der erste Teil des Wegs f\u00fchrt etwa 3.5 km einer Strasse entlang. Da aber praktisch kein Verkehr herrscht und der Strassenrand weitgehend betretbar ist, geht das sehr gut. Danach f\u00fchrt er durch lockeren F\u00f6hrenwald. Allerdings geht es wirklich \u00fcber Stock und Stein. Aber wundersch\u00f6n ist es, hier zu wandern. An Seen vorbei, die praktisch unber\u00fchrt sind, geht es \u201eobsi und nedsi, linggs und r\u00e4chts\u201c. \u00dcberall gibt es etwas zu betrachten, genauer hinzuschauen. Da spiegeln sich die B\u00e4ume im Wasser, gewaltige Felsbl\u00f6cke aus der letzten Eiszeit versperren den Weg, Beerenstr\u00e4ucher mit reifen Fr\u00fcchten verlocken gepfl\u00fcckt und gegessen zu werden. Wir lassen uns verf\u00fchren und geniessen die s\u00fcss-sauren Heidel- und Moltebeeren.<\/p>\n<p>Die Kirche, die wir besuchen, liegt in einer Waldlichtung. Sie besteht aus Holz und hat einen kreuzf\u00f6rmigen Grundriss. Sie wurde in der heutigen Form zwischen 1752 und 1760 im ehemaligen Winterdorf der samischen Urbev\u00f6lkerung erstellt und geh\u00f6rt zu den \u00e4ltesten Geb\u00e4uden Finnisch Lapplands. Als die Samen sesshaft wurden, wurde das Winterdorf aufgegeben und die Bauten rund um die Kirche zerfielen. Daf\u00fcr wurde im neu entstehenden Inari eine Kirche erbaut. Die Holzkirche von Pielpaj\u00e4rvi wurde 1940 wieder reaktiviert, nachdem die Kirche von Inari von den Sowjets zerst\u00f6rt worden war. Heute findet j\u00e4hrlich nur noch ein Gozttesdienst darin statt.<\/p>\n<p>Am in der N\u00e4he bestehenden Grillplatz nehmen wir unser Picknick ein. Eine junge Familie mit einem etwa achtj\u00e4hrigen M\u00e4dchen kommt ebenfalls hierher. Wir kommen ins Gespr\u00e4ch mit ihnen, und der Vater schw\u00e4rmt uns vor, dass der Inarisee der einzig gr\u00f6ssere See Finnlands sei, dessen Ufer mit Ausnahme bei Inari unverbaut seien. Und wir nehmen es auch so wahr, dass der See rundum von W\u00e4ldern umgeben ist. Zudem will er seinem T\u00f6chterchen n\u00e4herbringen, was Wildnis und Natur ist.<\/p>\nngg_shortcode_13_placeholder\n<p>Nachdem wir uns von den Leuten verabschiedet haben, marschieren wir praktisch ohne Unterbruch zur\u00fcck in unser Hotel. Da es warm macht und ist und die Sonne scheint, nehme ich anschliessend noch ein angenehm k\u00fchles Bad im See.<\/p>\n<p>Schon bald ist wieder Abend. Das Nachtessen ist nah. Gerne will ich\u2019s mal mit Rentierfleisch versuchen. Ich habe einen Rentierhamburger bestellt und finde ihn sehr gut. Er schmeckt allerdings f\u00fcr mich kaum anders als ein Rindshamburger.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Montag<\/b>,<strong> 29. Juli 2024 (15. Reisetag)<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Morgenessen packen wir wieder einmal unsere Sachen, achten darauf, dass nichts liegen bleibt, checken aus und k\u00f6nnen unser Gep\u00e4ck bei der Rezeption deponieren. Danach machen wir einen Spaziergang entlang des Juutuanjoki. Wir steigen nach der Br\u00fccke \u00fcber den Fluss in einen Waldweg ein und folgen diesem flussaufw\u00e4rts. Schon bald gelangen wir an eine Stelle, wo wir ein un\u00fcberh\u00f6rbares Rascheln, begleitet von eigenartigen Zisch- und Quietschlauten, vernehmen. Unten am Flussufer ist etwas los. Und da sehen wir, dass dort marderartige Tiere im Wasser schwimmen und an Land gehen. Wir steigen hinunter und verhalten uns still. Da raschelt es im Dickicht der Pflanzen ein paar Meter weiter flussaufw\u00e4rts. Zwischen diesen jagen sich wirklich wieder diese putzigen Tierchen und kommen uns ganz nahe. Ich kann sie sogar filmen. Aber dann verschwinden sie flussaufw\u00e4rts hinweg \u00fcber Steine und zwischen den Pflanzen. Wir identifizieren sie als Nerze.<\/p>\n<p>Unser Spaziergang f\u00fchrt uns in ein Gel\u00e4nde mit verschiedenen Pfaden und Privath\u00e4usern. Und da steht pl\u00f6tzlich eine Fussg\u00e4nger-Verbotstafel am Weg. Wir kehren um und gelangen nach wenigen Versuchen auf den markierten Weg. Darauf gelangen wir zu imposanten Stromschnellen und zur H\u00e4ngebr\u00fccke, die sich hier dar\u00fcber spannt. Der R\u00fcckweg gestaltet sich nicht mehr so spannend. Zum Abschluss statten wir dem samischen Kulturzentrum noch einen Besuch ab. Es ist ein imposantes Geb\u00e4ude mit Kongressr\u00e4umen, Sitzungszimmern, einer Bibliothek, einem Restaurant, wo wir einen Cappucino und ein St\u00fcck Heidelbeer-Quarktorte geniessen, und einem Souvenirladen mit samischen Designst\u00fccken, die zumeist einen stolzen Preis haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_14_placeholder\n\n\n\n<p>Und nun sitzen wir in der Hotelhalle bei einem Glas Wein und erwarten unseren Bus, der uns nach Nuorgam bringen wird.<\/p>\n<p>Der Bus ist p\u00fcnktlich eingetroffen und hat uns um ca. eine halbe Stunde versp\u00e4tet vor unserer Unterkunft in Nuorgam abgeliefert. Grund daf\u00fcr ist eine Belagserneuerung an der Strasse nach Nuorgam. Dort sitzen wir jetzt in unserem Bungalow und geniessen die Ruhe und den sch\u00f6nen Abend. Die Sonne hat noch geschienen, als wir hier angekommen sind. Die Temperatur ist etwas k\u00fchler hier im n\u00f6rdlichst gelegenen Dorf Finnlands.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Dienstag<\/b>,<strong> 30. Juli 2024 (16. Reisetag)<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: revert;\">Gestern l\u00f6ste ich noch online die Tickets f\u00fcr die heutige Busfahrt. Dabei stellte sich definitiv heraus, dass der Busbetrieb zwischen Nuorgam in Finnland und Tana bru in Norwegen eingestellt ist und erst nach Mitte August wieder aufgenommen wird. Der Betreiber unserer Unterkunft anerbot sich, heute den Taxidienst f\u00fcr uns anzubieten. Mal schauen, wie das weitergeht.<\/span><\/p>\n<p>Jedenfalls sind wir fr\u00fch wach und machen uns bereit f\u00fcr die lange Reise nach Honningsv\u00e5g. Nach dem Morgenessen werden wir gem\u00e4ss gestriger Abmachung ohne jegliche Grenzkontrolle nach Tana bru gefahren und passieren dabei das Denkmal, das bezeugt, dass hier der n\u00f6rdlichste Ort der EU ist. Der Bus nach Oldefjord kommt rechtzeitig trotz einer Versp\u00e4tungsmeldung auf dem Handy-App \u2013 ein grosser Bus, wenig Passagiere. Und dennoch kommt er mit uns nicht ins Ziel. Nach einem Halt will er nicht mehr richtig, und der Chauffeur f\u00e4hrt ihn bei einer breiteren Stelle auf die rechte Seite hinaus. Und ab diesem Zeitpunkt tut er keinen Wank mehr. \u201eKapput!\u201c; gibt er durch, mehr nicht, und wir stellen uns mit den anderen beiden Passagieren darauf ein, dass wir in diesem Bus die Fahrt nach Honnigsv\u00e5g heute nicht mehr schaffen. Bitter ist es f\u00fcr unseren Sitznachbarn, denn er m\u00f6chte in Lakselv in einen Flieger nach Troms\u00f8 einsteigen. Aber auch er nimmt den unfreiwilligen Stopp gelassen hin. So warten wir rund anderthalb Stunden, bis ein Kleibus da ist und uns weiter Richtung Ziel bringt. Nach einer l\u00e4ngeren Strecke steht ein grosser Bus der Betriebsgesellschaft auf der anderen Seite der Strasse bereit. Wir wechseln den Bus und fahren weiter. In Olderfjord, wo der Umstieg auf den Kurs nach Honningsv\u00e5g erfolgt, steht ebenfalls ein Bus nach dorthin bereit. So kommen wir mit grosser Versp\u00e4tung an und k\u00f6nnen im Hotel gleich einchecken. Es ist k\u00fchl geworden.<\/p>\n<p>Im Hotel erleben wir eine n\u00e4chste \u00dcberraschung. Wir stellen im Zimmer fest, dass uns ein Preis berechnet wurde, der massiv \u00fcber dem angebotenen Preis liegt. Sofort gehen wir zur\u00fcck zur Rezeption und bringen unsere Reklamation an. Der von der Rezeptionistin gerufenen Managerin ist das sehr peinlich, und nach l\u00e4ngerer Diskussion, wie das Problem gel\u00f6st werden k\u00f6nnte, macht sie uns das Angebot, dass wir das Nachtessen zum zuviel bezahlten Betrag beziehen k\u00f6nnten. Wir gehen darauf ein und werden sehr kulant behandelt. Jedenfalls hat sich dieser Handel vor allem kulinarisch gelohnt. Das Sirloinsteak vom Rentier auf fantastische Art zubereitet ist sowohl eine Augenweide wie eine Gaumenfreude.<\/p>\n<p>Vor dem Essen erkunden wir noch etwas das St\u00e4dtchen, das mit seinem Hafen, dem gerade eingetroffenen Kreuzfahrtschiff bzw. mit den Hunderten von G\u00e4sten, den teilweise vernachl\u00e4ssigten Geb\u00e4uden und den teuren Angeboten f\u00fcr K\u00f6nigskrabben zum Essen einen zwiesp\u00e4ltigen Eindruck macht. Wir sehen dann morgen weiter. Aber vorerst m\u00f6chten wir uns aus dem Reisef\u00fchrer noch etwas kl\u00fcger machen.<\/p>\nngg_shortcode_15_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mittwoch, 31. Juli 2024 (17. Reisetag)<\/strong><\/p>\n<p>Der heutige Tag wird sicher ein H\u00f6hepunkt unserer Reise werden. Der Himmel ist fast wolkenlos blau, die Sonne scheint, der Fall ist klar: Heute geht\u2019s zum Nordkap.<\/p>\n<p>Nach dem Morgenessen, das wiederum sehr reichhaltig ist, schauen wir uns etwas im Dorf um, besuchen die Touristeninformation und \u00fcberlegen uns dabei, wi wir die drei Tage hier genau verbringen werden. Um viertel vor elf f\u00e4hrt der Bus zum Nordkap. Wegen unterschiedlicher Auffassung \u00fcber den Abfahrtsort verpassen wir ihn beinahe. Wir warten an der falschen Haltestelle, und der leere Bus f\u00e4hrt vor der fahrplanm\u00e4ssigen Abfahrt in umgekehrter Richtung an uns vorbei und biegt zum Hafenareal hinunter ab. Als er darauf nicht mehr erscheint, geht Margrit nachschauen und winkt da wie verr\u00fcckt, dass ich nachkommen soll. Der Bus steht n\u00e4mlich vor dem Info-B\u00fcro. Wir schaffen den Zustieg knapp vor der Abfahrt.<\/p>\n<p>Das Nordkapp, wie es die Norweger schreiben, liegt im Norden der Insel Mager\u00f8ya und ist korrekt genommen weder der n\u00f6rdlichste Punkt des Festlandes noch derjenige der Insel. Aber wahrscheinlich ist es die spektakul\u00e4re Position, die das Kap einnimmt, was ihm zu dieser Popularit\u00e4t verhalf. Wir beide finden sowohl die Fahrt dorthin wie auch den Ort selber h\u00f6chst sehens- und erlebenswert. Die Landschaft ist h\u00fcgelig, teilweise felsig, kahl ohne B\u00e4ume und sp\u00e4rlich mit Kr\u00e4utern bewachsen. Dazu bl\u00e4st heute ein st\u00e4ndiger Wind mit betr\u00e4chtlicher St\u00e4rke. \u00dcberall weiden Rentiere unterschiedlichen Alters und halten die vielen Autofahrer, vor allem Wohnmobile, zum Bremsen an. Als wir ankommen, ist der Besucheransturm noch im Rahmen. Je weiter die Zeit fortschreitet, desto mehr Besucher treffen ein. Beim Fotografieren treffen wir ein Paar, das uns aufnimmt, wir halten Gegenrecht, und dabei kommt es zu einem l\u00e4nger dauernden Gespr\u00e4ch \u00fcber Reiseerlebnisse. Da kommt zum Ausdruck, dass Probleme beim Reisen l\u00e4nger haften bleiben als Abl\u00e4ufe, wo alles sch\u00f6n am Schn\u00fcrchen l\u00e4uft. Wir spazieren dem Abgrenzungszaun zum steilen Abhang zum Wasser entlang und suchen Stellen, wo man aufs Ufer hinuntersieht. Solche Stellen slnd rar. Aber da tauchen pl\u00f6tzlich kleine V\u00f6gel auf, die sich auf den Boden ducken, um nicht weggeweht zu werden. Wir bestimmen sie als Schneeammern. Pl\u00f6tzlich kommt uns eine Frau entgegen, die uns zwei Tickets f\u00fcrs Kapzenrum mit dem Kommentar in die Hand dr\u00fcckt, sie brauche diese nicht mehr. Wir kommen damit ins Zentrum hinein, schauen uns etwas um und geniessen im Cinema den Film, der den Verlauf eines Jahres im Gebiet recht eindr\u00fccklich zusammenfasst. Danach ist es Zeit f\u00fcr die R\u00fcckkehr nach Honningsv\u00e5g.<\/p>\nngg_shortcode_16_placeholder\n<p>Zur\u00fcck in Honingsv\u00e5g legen wir eine Pause ein und gehen danach auf einen erweiterten Rundgang durch das Dorf. Da finden wir richtig grossz\u00fcgig gebaute Wohnh\u00e4user in guten Lagen. In einem Restaurant geniessen wir ein Glas Wein bzw. Bier. Und nun steht schon bald das Abendessen an.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Donnerstag, 1. August 2024 (18. Reisetag)<\/strong><\/p>\n<p>Nationalfeiertag \u2013 und wir sind nicht daheim! Keine H\u00f6henfeuer \u2013 aber wir haben im Sinn, H\u00f6hen zu erklimmen. Dazu sind wir jetzt bereit.<\/p>\n<p>Wir steigen empor, wo wir den Wegweiser zum Hausberg Honningsv\u00e5s, den Storvjellet, sehen. Kurz danach kommen wir zu einer H\u00fctte mit mehreren Arbeitern, die hier einen Steinplattenweg erstellen. Wir m\u00fcssen die Baustelle umgehen. Alle sind relativ dunkelh\u00e4utig und recht vermummt, ich denke, wegen der K\u00e4lte und eventuell der Staubentwicklung. Sie tragen hellgr\u00fcne Jacken und schieben mit Stemmeisen schwere Steinplatten herum. Etwa hundert Meter weiter oben beginnt eine mit riesigen, teilweise unf\u00f6rmigen Steinplatten erstellte Treppe, die sich steil den Berghang hinaufzieht. Margrit hat im Verkehrsb\u00fcro mitbekommen, dass sie 1000 Stufen hat. Wir nehmen die Treppe in Angriff, und da Margrit ein leichtes Kribbeln im Bauch versp\u00fcrt &#8211; nicht Liebe, sondern H\u00f6henangst &#8211; nehme ich ihr den Rucksack ab und f\u00fchre sie an der Hand h\u00f6her und h\u00f6her. Wir begegnen einem weiteren gr\u00fcn bejackten Arbeiter, der die Treppe sauber wischt und Unkraut und lose Steine beseitigt. So \u00fcberwinden wir wirklich 1000 Stufen, Margrit z\u00e4hlt mit, und gelangen auf etwas mehr als 300 m \u00fc. M. Da sehen wir eine Schutzh\u00fctte, die wir nat\u00fcrlich gleich inspizieren. Hier besteht die M\u00f6glichkeit, in einem Holzofen ein Feuer anzuz\u00fcnden. Wir lassen das sein, ich entflamme aber f\u00fcr kurze Zeit den beigelegten Feueranz\u00fcnder, Ersatz f\u00fcr das in der Heimat entz\u00fcndete H\u00f6henfeuer. Selbstverst\u00e4ndlich tragen wir uns ins H\u00fcttenbuch ein und zeichnen noch ein Kreuzlein dazu, es ist ja 1. August.<\/p>\n<p>Danach f\u00fchrt der Weg \u00fcber gewaltige Ger\u00f6llhalden noch ein St\u00fcck weiter hinauf zu einem dort errichteten Steinturm, der als Wegmarkierung dient. Dahinter, wieder etwas tiefer gelegen, folgen die n\u00e4chsten Steint\u00fcrme. Von einem Weg ist nicht mehr viel zu sehen. Bei einem der n\u00e4chsten T\u00fcrme f\u00fchrt dann der Weg steil abw\u00e4rts auf eine Terrasse und dann dem Hang entlang in ein T\u00e4lchen, das sich gegen Honningsw\u00e5g hinunter \u00f6ffnet. Hier k\u00f6nnen wir Steinschm\u00e4tzer, Silberm\u00f6wen und Kolkraben beobachten. An einen Tisch mit zwei B\u00e4nken setzen wir uns, um unser mitgenommenes Picknick zu geniessen. Schon bald setzt sich eine englischsprachige Touristin dazu, die uns vorschw\u00e4rmt, wie sie hier in Norwegen tolle Pl\u00e4tzchen vorfand und eigentlich jedesmal gerne l\u00e4nger geblieben w\u00e4re. Ein einheimscher Wanderer, der etwas sp\u00e4ter zu uns st\u00f6sst, berichtet, dass er hier in dieses T\u00e4lchen komme, um vom frischen, k\u00fchlen Quellwasser zu trinken, das auf der anderen Talseite entspringe und verj\u00fcngende Wirkung habe. Zudem erz\u00e4hlt er uns, nachdem wir ihm von unseren Treppenaufstieg berichtet haben, dass die dort arbeitenden M\u00e4nner aus Tibet stammen, hier zwei drei Monate am Weg bauen, einiges Geld verdienen und dann wieder in ihre Heimat zur\u00fcckkehrten. So gelangen wir zur\u00fcck ins Hotel, wo uns eine warme Dusche erwartet, denn recht k\u00fchl und windig verlief der heutige Vormittag.<\/p>\nngg_shortcode_17_placeholder\n<p>Als n\u00e4chstes besuchen wir das Nordkapp Museet.&nbsp; Wir bekommen hier einen \u00dcberklick \u00fcber die Besiedlung der Finnmark, d.h. des Landstrichs entlang der Barentssee in Norwegen, \u00fcber die Geschichte, die Lebensumst\u00e4nde der Menschen hier und \u00fcber die Zukunftsaussichten. Besonders eingefahren sind mir die Ereignisse in dieser Gegend w\u00e4hrend und nach dem zweiten Weltkrieg, als sich die deutsche Armee aus dem Norden zur\u00fcckzog und die Taktik der verbrannten Erde anwandte. Da blieb praktisch kein Geb\u00e4ude verschont und die einheimische Bev\u00f6lkerung wurde gnadenlos evakuiert. Eindr\u00fccklich ist auch, mit was f\u00fcr Hilfsmitteln die Fischerei und die Verarbeitung der Ausbeute betrieben wurde. Eindr\u00fcckliches Bild- und Filmmaterial erlaubt einen Einblick ins harte und karge Leben der samischen Indigenen.<\/p>\n<p>Bei Kaffee und schmackhaften Zimtschnecken im nahen Caf\u00e9 lassen wir den Tag ausklingen. Der n\u00e4chste Termin ist das Abendessen im Restaurant unseres Hotels. Da gibt es als Festtagsmenu nochmals Rentier Sirloin Steaks. (Sehr empfehlenswert!)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Freitag, 2. August 2024 (19. Reisetag)<\/b><\/p>\n<p>Nach dem Aufstehen, beim Anziehen ruft Margrit unerwartet ganz aufgeregt: \u201eKomm schnell ans Fenster! Das musst du unbedingt sehen!\u201e Und sie zeigt ganz aufgeregt nach draussen. Dort sind wirklich vier ausgewachsene Rentiere zu sehen, die im Bord neben dem Hotel mitten in den wuchernden Waldweidenr\u00f6schen stehen und gen\u00fcsslich die reichlich vorhandenen Kr\u00e4uter abweiden. Wir fotografieren und filmen durch die Fensterscheibe, weil sich das Fenster eh nicht so weit \u00f6ffnen l\u00e4sst. Wenige Minuten sp\u00e4ter sind die scheuen Tiere wieder verschwunden.<\/p>\n<p>Heute gehen wir nochmals wandern. Das Seelein Prestvatnet ist unser erstes Ziel. Der Weg f\u00fchrt erst recht steil in das Tal hinein, in dem wir gestern zum Hotel zur\u00fcckkehrten. Auf dem h\u00f6chsten Politischen Not angelangt, sehen wir etwas weiter unten dieses Gew\u00e4sser. Eine Tafel macht uns darauf aufmerksam, dass wir jede Verschmutzung zu vermeiden haben, da der See als Trinkwasserspeicher diene. Auf dem Wasser schwimmen ein paar M\u00f6wen, die Morgentoilette machen. Unser Weg, den in Google Earth ausfindig machte, f\u00fchrt nun rechts weg auf die Strasse hinunter, die Honningsv\u00e5g mit Nordv\u00e5gen verbindet. Hier ist Fischen und Fischverarbeitung die Haupteinnahmequelle. Daneben gibt es einen Skilift, der praktisch vom Meer her in die H\u00f6he f\u00fchrt. Neben vielen Fischerbooten im Hafen steht hier ein recht grosser Fischverarbeitungsbetrieb. Aus dem Touristikb\u00fcro haben wir einen Prospekt dieses Betriebs mitgenommen, worauf eine Betriebsbesichtigung angeboten wird. Wir gehen zum Eingang und treten ein. In einer Ecke einer grossen Halle steht zwischen Ausstellungsgegenst\u00e4nden ein Tisch, dahinter sitzt eine junge Frau. Sie beantwortet unsere Frage nach der Ausstellung positiv und macht darauf aufmerksam, dass dies eine Schaufischfabrik sei. Wir bezahlen den Eintrittspreis und lassen uns zeigen, wie die Ausstellung organisiert ist. Mir dem Handy k\u00f6nnen dir einen QR-Code einlesen und werden mit den Aussrellunstafeln in deutscher Sprache bedient. Schon bald erscheint der Direktor (CEO) der Firma und erz\u00e4hlt uns einiges zum Betrieb. 70 Fischerboote sin f\u00fcr die Firma unterwegs, die Belegschaft stammt aus 22 Nationen, der Winter ist die fangreichste Zeit, die Fische werden gr\u00f6sstenteils luftgetrocknet, alle Organe der Fische werden verwertet, der Betrieb gilt als mittelgross\u2026 Wir bewundern die zwei K\u00f6nigskrabben im grossen Aquarium mitten im Ausstellungsraum. Jedefalls beschliesse ich danach, auf den Verzehr solch urt\u00fcmlicher und fantastischer Lebewesen zu verzichten. Wir bekommen Einblick in die Verarbeitungsst\u00e4tten, wo \u00fcbrigens viele Frauen arbeiten. Und es riecht nat\u00fcrlich \u00fcberall nach Fisch. Deshalb klagt Margrit nach einiger Zeit \u00fcber ein flaues Gef\u00fchl im Magen und \u00fcber \u00dcbelkeit. Ich probiere noch getrockneten Fisch in Spanform und Fischrogen (Kaviar) auf Br\u00f6tchen. Es ist ein eindr\u00fcckliches Erlebnis, mal zu sehen, was die Fischerei f\u00fcr einen Beitrag an die Ern\u00e4hrung vieler Menschen leistet.<\/p>\nngg_shortcode_18_placeholder\n<p>Mit dem Bus fahren wir zur\u00fcck und leisten uns einen gem\u00fctlichen Nachmittag an der Sonne. In der B\u00e4ckerei mit Caf\u00e9 im Freien, die \u00fcbrigens von einem Afrikaner aus Guinea gef\u00fchrt wird, geniessen wir einen Cappucino und eine Zimtschnecke, in einem weiteren Restaurant ein Glas Ros\u00e9 bzw. ein Bier, wo die Chefin noch ein \u201eProbiererli\u201c Bruschetta mit Rentierfleisch auftischt.<\/p>\n<p>Und dann m\u00fcssen wir uns noch etwas mit der Planung f\u00fcr morgen befassen. Die Reise geht mit dem Hurtigrutenschiff \u201eKong Harald\u201c um sechs Uhr morgens weiter.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Samstag, 3. August 2024 (20. Reisetag)<\/strong><\/p>\n<p>Schon um vier Uhr sind wir wach. Wir m\u00fcssen fr\u00fch bereit sein. Unser Schiff f\u00e4hrt um sechs Uhr. Eine Viertelstunde vorher sollen wir uns aufs Schiff begeben, damit es p\u00fcnktlich abfahren kann. Um halb sechs wollen wir das Hotel verlassen und uns an den Anlegekai begeben. &nbsp;Wir sind auch diesmal fr\u00fcher dran, und das Hurtigrutenschiff \u201eKong Harald\u201c trifft versp\u00e4tet ein. Die Zeit reicht jedenfalls, um die Sandwiches, die uns vom Hotel bereitgelegt wurden, zu verzehren und den Apfelsaft zu trinken.<\/p>\n<p>Unterdessen hat das Schiff angelegt. Einige Passagiere verlassen es, und wir k\u00f6nnen zusammen mit anderen Reisenden einsteigen. &nbsp;Wir melden uns bei einer der beiden Empfangsdamen an, bekommen die Verhaltensregeln auf Papier, die Nummer der zugeteilten Kabine und die Schl\u00fcsselkarten. Frohen Mutes begeben wir uns zur T\u00fcre, Margrit \u00f6ffnet sie, und oh Schreck, die Betten sind zerw\u00fchlt, im hinteren scheint noch jemand zu schlafen, und sie schliesst die T\u00fcre wieder rassig \u2013 ein Fauxpas des Personals. Ich bringe die beiden Karten der einen Empfangsdame zur\u00fcck und melde ihr den Sachverhalt. Sie entschuldigt sich, programmiert die beiden Garten um, streicht die Kabinennummer, schreibt eine neue drauf und gibt sie mir zur\u00fcck. Und diesmal klappt es.<\/p>\n<p>In Hammerfest gibt es einen l\u00e4ngeren Aufenthalt. Margrit und ich nutzen ihn, um hier einen Augenschein zu nehmen.&nbsp; Wir finden auf dem halbst\u00fcndigen Marsch bei sch\u00f6nstem Wetter Richtung Zentrum kein Restaurant, nur einen Extra-Markt, wo wir uns etwas zu trinken, eine Schale Brombeeren, Kn\u00e4ckebrot und ein Lachssandwich kaufen. Auf einer nahen Bank an einem ins Meer m\u00fcndenden Bach verzehren wir unseren Einkauf und kommen dabei mit zwei in etwa gleichaltrigen M\u00e4nnern ins Gespr\u00e4ch. Auch sie betonen, wie das Wetter ausserordentlich warm und sonnig sei und dass es auch Sommer gebe, in denen nur ein einziger Tag mit solchem Wetter wie heute auftrete. Und sie beneiden uns ein St\u00fcck weit um unser Reiseprojekt, als wir ihnen den Verlauf schildern.<\/p>\n<p>Danach geht\u2019s aufs Schiff zur\u00fcck. Die Weiterfahrt f\u00fchrt uns zwischen recht \u00f6den und felsigen Inseln und Festlandgebieten immer weiter Richtung S\u00fcdwesten. Wir sitzen in bequemen Postersesseln, schauen hinaus und geniessen die Fahrt, obschon von links und rechts und von hinten mal leisere oder lautere Schnarchlaute ert\u00f6nen.<\/p>\nngg_shortcode_19_placeholder\n<p>Links von unserer Route sehen wir immer wieder Berge mit grossen Schneefeldern und fragen uns, ob das Gletscher oder nur \u00dcberreste des letzten Winters sind. Zudem fallen uns immer wieder V\u00f6gel auf, die je nachdem n\u00e4her oder weiter weg von uns fliegen. Die Entfernungen sind aber zu gross, um sie definitiv zu bestimmen.<\/p>\n<p>\u00dcber den Lautsprecher wird Reklame gemacht f\u00fcr spezielle Angebote. Ich bekomme etwas mit \u00fcber eine Seeadler-Safari, die morgen Nachmittag stattfinden soll. Das fasziniert mich, und umgehend mache ich mit Margrit ab, dass ich mich an der Rezeption genauer informiere. Ich buche dann diesen Ausflug gleich f\u00fcr uns beide und bin gespannt, was wir da wirklich beobachten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Kurz vor Mitternacht fahren wir bei d\u00e4mmerigem Licht unter einer hohen Strassenbr\u00fccke durch in Troms\u00f8 ein und legen an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sonntag, 4. August 2024 (21. Reisetag)<\/strong><\/p>\n<p>Der Tag beginnt mit einem n\u00e4chtlichen Streifzug durch Troms\u00f8. Im Auftrag eine guten Kollegen soll ich einer Verk\u00e4uferin\/Serviererin in einem Caf\u00e9 hier Gr\u00fcsse \u00fcberbringen. Ich habe auf dem Handy ein Foto des Geb\u00e4udes. Mit diesem haue ich eine Gruppe anges\u00e4uselter M\u00e4nner und eine Frau an, ob sie den Laden kennen. Die Frau weiss sofort, wo der ist und sagt, ich solle ihnen folgen. Und wirklich, wir landen vor dem Caf\u00e9. Es ist noch ziemlich hell hier, aber im Laden ist niemand mehr. Schade! Unverrichteter Dinge kehren wir zum Schiff zur\u00fcck und legen uns schlafen.<\/p>\n<p>Gewohnt fr\u00fch erwachen wir. Eine Dusche weckt die Lebensgeister. In einem 24h-Gesch\u00e4ft haben wir uns nachts zwei Zimtschnecken und einen Becher H\u00fcttenk\u00e4se gekauft, die nun zum Verschlingen bereit sind. Den Kaffee dazu k\u00f6nnen wir uns in der Kabine machen, die Vorrichtung dazu ist vorhanden und die Kaffeebar \u00f6ffnet eh erst um neun. Nach dieser St\u00e4rkung ist Aufr\u00e4umen angesagt.<\/p>\n<p>Um acht Uhr legt unser Schiff in Harstad an. Dann geht es weiter durch den fast f\u00fcnf Kilometer langen und sieben Meter tiefen Ris\u00f8y-Kanal, der im Jahr 1922 er\u00f6ffnet wurde und den Hafen von Ris\u00f8yhamn besser erreichbar machte. Die Gegend ist ein bekanntes Vogelschutzgebiet. Wir k\u00f6nnen zwar sehr viele gefiederte Lebewesen erkennen, aber die Entfernungen sind zu gross, um sie zu bestimmen.<\/p>\n<p>Beim n\u00e4chsten, l\u00e4ngeren Halt in Stokmaknes befindet sich das Hurtigruten-Museum. Da ist das 1956 in Dienst gestellte Schiff dieser Gesellschaft, die \u201eFinnmarken\u201c, in einem modernen Bau ausgestellt. Wir verzichten zu Gunsten lukullischer Bed\u00fcrfnisse auf einen Museumsbesuch, m\u00fcssen aber konstatieren, dass der Sonntag in Norwegen, mindestens in l\u00e4ndlicher Gegend, Ruhetag ist. So kehren wir unverrichteter Dinge auf die \u201eKong Harald\u201c zur\u00fcck und holen uns an der Bar etwas zu beissen und zu trinken.<\/p>\n<p>Auf 16 Uhr ist die gebuchte Sea eagle-Safari angesetzt. Mit einigen Teilnehmenden treffen wir uns auf Deck drei und steigen dann weiter hinunter im Schiff. Dort unten, im Frachtraum, gibt es eine Klappe, die angehoben wird. Draussen legt ein Ausflugsboot an, in das wir w\u00e4hrend der Fahrt umsteigen k\u00f6nnen. Damit werden wir zu verschiedenen Orten gef\u00fchrt, wo Seeadler auftreten k\u00f6nnten. Spektakul\u00e4r ist aber vorerst der Umstand, dass ein junger Angestellter des Bootsunternehmens M\u00f6wen, zumeist Silberm\u00f6wen, f\u00fcttert, die unser Boot laut kreischend begleiten und dem Futterspender dabei auf Arme und Kopf sitzen. Als dann ein Seeadler in der H\u00f6he erscheint, wirft er Fische weit hinaus ins Meer. Der Adler nimmt das aus grosser H\u00f6he wahr und st\u00fcrzt sich hinunter aufs Wasser, greift sich den toten Fisch und fliegt damit Richtung Land. Spektakul\u00e4r ist aber auch die Gegend. Wir fahren in den Trollfjord hinein, rechts und links ragen die Felsw\u00e4nde in die H\u00f6he, die Sohle ist vielleicht 30 bis 50 m breit, und pl\u00f6tzlich taucht hinter uns auch die \u201eKong Harald\u201c auf, die sich in diesen Canyon hineinwagt. Weitere Begegnungen mit Seeadlern, gem\u00e4ss Moderator der Safari 31, und ein Besuch in einem in den F\u00fcnzigerjahren verlassenen Fischerdorf runden diese Soezialtour ab. Wir erreichen praktisch mit unserem Mutterschiff Svolv\u00e6r, wo ein l\u00e4ngerer Halt vorgesehen ist.<\/p>\nngg_shortcode_20_placeholder\n<p>Wir nutzen diesen Halt, um uns etwas umzusehen und um in einem Restaurant im Aussenbereich unser Abendessen zu geniessen, \u00fcbrigens in kurzen Hosen und T-Shirt, und das n\u00f6rdlich des Polarkreises.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Montag, 5. August 2024 (22. Reisetag)<\/strong><\/p>\n<p>Schon fr\u00fch sind wir auf. SRF-6 Uhr-Nachrichten (Wie geht es im Nahen Osten weiter?), LZ lesen, Kaffee mit Bisquits und Kn\u00e4ckebrot besch\u00e4ftigen uns. Danach gehen wir aufs Deck 7, wo um neun Uhr die Bar aufgeht. Bericht schreiben, Fotos und Filme begutachten und Verfolgung der Weiterfahrt sind auf unserem Programm. Wir fahren am Inselchen mit dem Denkmal f\u00fcr den n\u00f6rdlichen Wendekreis vorbei, stoppen kurz in Nesna und sichten danach auf einer Inselkuppe einen ausgewachsenen Seeadler.<\/p>\n<p>Als wir unseren Platz wechseln und im obersten Stock am Bug vorne unsere Pl\u00e4tze einnehmen, deutet mir eine \u00e4ltere Sitznachbarin, dass sie einmal durch meinen Feldstecher gucken m\u00f6chte. Wir kommen ins Gesp\u00e4ch. Da stellt sich heraus, dass die Dame in Paris zuhause ist, zum zweiten Mal in ihrem Leben auf der Hurtigruten mif\u00e4hrt und dass sie 90 Jahre alt ist. Ob wir mit 90 auch noch solche Reisen unternehmen?<\/p>\n<p>In Sandnessj\u00f8enlegt das Schiff nur f\u00fcr eine halbe Stunde an. Ich m\u00f6chte zur Abwechslung gerne eine Frucht essen. Also eilen wir zum n\u00e4chsten Supermarkt, den Margrit beim Anlegen sah, nehmen uns zwei Birnen aus der Obstharasse, rasen zur einzigen offenen Kasse. Aber, oh Schreck, der Kassier hat mit dem Kunden gerade in Problem zu l\u00f6sen, und wir m\u00fcssen uns beeilen. Wir \u00fcberlegen uns schon, die Birnen zur\u00fcckzulegen, das bewegt sichbtas an der Kasse. Der Kreditkarte wir vom Leseger\u00e4t erkannt, und der Code kanneingtippt werden. Der n\u00e4chste akunde hat nur gerade einen Artikel zu zahlen. Wir sind dran. Es klappt. Wi eilen, teilweise im Laufschritt, zur\u00fcck. Die Gangway ist noch unten. Wir sind nicht einmal die Letzten. Die Birne schmeckt ausgezeichnet.<\/p>\n<p>In Br\u00f8nn\u00f8ysund dauert der Stop gute zwei Stunden, gut f\u00fcr eine kleine Sightseeing-Runde und f\u00fcr eine Mahlzeit. Ein Einkaufscenter ohne Kunden, eine alte Kirche, tipptopp renoviert, wenige Gastrobetriebe ohne G\u00e4ste treffen wir an. Ein altes Restaurant, die Cash Bar mit einem Outdoor-Bereich spricht uns an, und dort essen und trinken wir etwas. Danach kaufen wir uns im grossen Extra-Shop noch Proviant f\u00fcr den morgigen Tag. Denn morgen geht es weiter per Bahn. Die Tickets und die notwendigen Platzreservationen sind gebucht.<\/p>\nngg_shortcode_21_placeholder\n\n\n\n<p>Im Verlauf des Abends sind alle Schiffspassagiere zu einem Abschiedsdrink des Kapit\u00e4ns geladen. Dieser gibt einen kurzen \u00dcberblick \u00fcber die Geschichte der Hurtigruten, die seit 1893 existiert und sich zur Touristenattraktion entwickelt hat, dankt allen, dass sie mitreisten, und hofft, dass viele wieder k\u00e4men. Dann stossen alle auf die tolle Reise an. Musikalisch wird der Anlass von einer S\u00e4ngerin und einem S\u00e4nger abgerundet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dienstag, 6. August 2024 (23. Reisetag)<\/strong><\/p>\n<p>Schon fr\u00fch bin ich wieder wach. W\u00e4hrend Margrit noch schl\u00e4ft, gehe ich unter die Dusche und mache mich reisebereit. Danach ist die nun erwachte Margritvan der Reihe. Wir packen unsere Sachen, kontrollieren, ob wir wirklich an alles gedacht haben. Unterdessen hat unser Schiff in Trondheim angelegt, und wir k\u00f6nnen es verlassen.<\/p>\n<p>Der Weg zum Bahnhof ist etwas l\u00e4nger als wir das auf Google Maps wahrgenommen haben, aber wir schaffen es problemlos. Auf dem Bahnhof ist nicht sehr viel los. Wir finden einen Verpflegungsladen, wo wir uns einen Kaffee herauslassen k\u00f6nnen und wo es ein Croissant gibt. Auf einer Wartebank geniessen wir nun unser \u201cZmorge\u201c. Etwa um viertel vor acht begeben wir uns auf den Bahnsteig, wo schon bald unser Zug hereingestellt wird. Wir finden schnellender reservierten Pl\u00e4tze und richten uns ein. Der Zug f\u00e4hrt p\u00fcnktlich ab. Die Pl\u00e4tze neben uns bleiben frei. So k\u00f6nnen wir beide Fensterpl\u00e4tze einnehmen.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: revert;\">Unsere Zugfahrt bis Oslo dauert bis gegen 15 Uhr. Wir fahren durch ganz unterschiedliche Landschaften. Zum Teil f\u00fchrt die Strecke durch wilde Gegenden mit reissenden Fl\u00fcssen und nat\u00fcrlichen W\u00e4ldern, dann wieder durch intensiv genutzte Landwirtschaftszonen mit viel Ackerbau. Wir fahren aber auch an Orten vorbei wie Lillehammer und Kvitfiell, die uns vom Wintersport her &nbsp;bekannt sind. Die Strecke geht an grossen Seen mit Campinganlagen und Bootsh\u00e4fen vorbei, die touristisch eine Rolle spielen, und immer wieder gibt es etwa zu sehen und zu kommentieren. Die Gleisanlagen sind teilweise in die Jahre gekommen, so dass unser Zug relativ langsam und ruckelnd vorw\u00e4rts kommt. Wo die Gleise neu verlegt wurden, geht es komfortabler und schneller vorw\u00e4rts.<\/span><\/p>\n<p>In Oslo steigen wir um und fahren mit einem Zug aus den Stadler-Betrieben weiter nach Fredrikstad. Da erwarten uns Margrits Bruder Beat und seine Frau Doris. Sie nehmen uns mit in ihr Feriendomizil Gressvik, eine Hytte mitten im Wald, von B\u00e4umen, einem Kletterfelsen und Heidebeerstr\u00e4uchern umgeben. Da unternehmen wir einen kleinen Spaziergang und bewundern die tolle Umgebung am Oslofjord. Danach gibt es Abendessen, viel zu berichten und dann Olympische Spiele mit Kambundji, Ehammer und dem Duo Brunner\/H\u00fcberli.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_22_placeholder\n\n\n\n\n\n<p><strong>Mittwoch, 7. August 2024 (24. Reisetag)<\/strong><\/p>\n<p>Bereits vor dem Fr\u00fchst\u00fcck machen wir mit Beat einen rund 7\u00bd km langen Marsch zusammen mit H\u00fcndin Grace. Durch schmale Waldwege, \u00fcber Felsfl\u00e4chen und Fahrwege gelangen wir an die Meeresk\u00fcste und wieder zur\u00fcck zur H\u00fctte. Es ist stark bew\u00f6lkt, aber im Laufe der Wanderung hellt es auf, und die Sonne scheint. Daheim erwartet uns ein reichhaltiges Zmorge, das uns einige Zeit beansprucht.<\/p>\n<p>Danach f\u00e4hrt uns Beat im Auto auf die Insel Hlaven. Wir befinden uns hier in einem Naturpark. Durch einen Hohlweg, links und rechts durch Felsw\u00e4nde begrenzt, gelangen wir zur K\u00fcste. \u00dcbrigens kann es Beat dabei nicht lassen, noch ein paar sch\u00f6ne Eierschw\u00e4mme und einen Steinpilz, die am Wegrand stehen, zu pfl\u00fccken. Danach f\u00fchrt der Weg zu einem Badestrand, der aber wenig besucht ist. Weiter geht es \u00fcber von den Eiszeitgletschern blank geschliffene Felspartien, die gegen das Meer hin geneigt sind und mehr oder weniger steil abfallen. Erstaunlich ist, dass \u00fcberall in Spalten und Vertiefungen, wo sich einige Kr\u00fcmel Erde im Laufe der Zeit ansammelten, Pflanzen gedeihen. Sogar Nadelb\u00e4ume wachsen, aber nicht in die H\u00f6he, sondern in die Breite. Verschiedene Bl\u00fcmchen bl\u00fchen. W\u00e4hrend die Frauen den markierten Weg benutzen, f\u00fchrt mich Beat nach unten ans Wasser, wo dann auch auf allen Vieren geklettert werden kann. Darauf steigen wir in eine Bucht ab, wo ein paar Fischerh\u00e4uschen stehen. Von da weg geht es auf guten Pfaden zur\u00fcck zum Auto. <br>Unsere Heimfahrt f\u00fchrt zu einem Restaurant, wo wir essen gehen m\u00f6chten. Aber dieses Restaurant ist geschlossen und nicht mehr in Betrieb. Und ein weiteres Esslokal, das Doris telefonisch anfragt, ist leider ausgebucht. Es scheint allgemein nicht ganz einfach, hier in der Gegend ein solches&nbsp; zu finden. Also essen wir daheim, und das schmeckt auch.<\/p>\nngg_shortcode_23_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Donnerstag, 8. August 2024 (25. Reisetag)<\/strong><\/p>\n<p>Vor dem Vergn\u00fcgen die Leistung! Beat, Margrit und ich begeben uns mit Grace auf den obligaten Morgenspaziergan zum Aussichtspunkt Walhallr\u00f8isa. Zuerst durch Kulturland, dann durch Wald und anschliessend auf Felsplatten mit sp\u00e4rlicher Vegetation erreichen wir nach rund einer Stunde einen gedeckten Grillplatz mit pr\u00e4chtiger Sicht auf den Oslofjord und danach einen gewaltigen Ger\u00f6llhafen, eine Grabst\u00e4tte aus der Bronzezeit. Auf einem anderen Weg marschieren wir nach Hause und finden dabei noch ein paar k\u00f6stliche Steinpilze zum Mitnehmen. Daheim wartet das reichhaltige Zmorge auf uns, und wir lassen es uns schmecken.<\/p>\n<p>Am Nachmittag unternehmen wir eine st\u00fcrmische Bootsfahrt der K\u00fcste entlang Richtung Norden. Da sehen wir sehr sch\u00f6n die Beschaffenhit der K\u00fcste und wie sie von den Menschen genutzt wird. Lange St\u00fccke sind meist frei zug\u00e4nglich und oft sehr wild. Andere Abschnitte sind \u00fcberbaut mit Ferienh\u00fctten und Wohnh\u00e4usern ganz unterschiedlicher Stile. Da das Wetter nicht optimal ist, verzichte ich auf den Sprung ins Wasser.<\/p>\nngg_shortcode_24_placeholder\n<p><span style=\"font-size: revert;\">Am Abend sind wir beide von Doris und Beat zum Abendessen eingeladen. Wir werden dazu nach Engelsviken gefahren, wo sich ein Restaurant befindet, das f\u00fcr seine Meeresspezialit\u00e4ten bekannt ist. Hier bestellen Beat und ich als Vorspeise eine Portion frische Reker, zu deutsch Garnelen, und als Hauptspeise eine Fischsuppe. Diese wird als beste der Welt angepriesen. Und sie schmeckt wirklich vorz\u00fcglich. Darin hat es St\u00fccke von verschiedenen Fischen sowie Garnelen und unterschiedliche Sorten von kleingeschnittenem Gem\u00fcse. Basis f\u00fcr die Suppe scheint mir Rahm zu sein. Eine feine Gew\u00fcrzmischung rundet das ganze wunderbar ab.<\/span><\/p>\n<p>Nach dem Essen und der R\u00fcckkehr in unser Heim, holt Doris ihre Tochter, den Schwiegersohn und ihren Enkel vom Bahnhof Fredrikstad ab. Sie haben ein paar Tage in Oslo verbracht und sind heute per Bahn nach Fredrikstad unterwegs.<\/p>\n<p>Die Verfolgung der Olympischen Spiele am Fernseher wiegt uns in den Schlaf ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Freitag, 9. August 2024 (26. Reisetag)<\/strong><\/p>\n<p>Es regnet! Rundum ist es grau. Beat muss sich allein mit Grace auf den Weg machen. Niemand hat Lust, die beiden zu begleiten. Sein Spaziergang f\u00fchrt nicht allzu weit. So bleibt Zeit f\u00fcr ein ausgedehntes und leckeres Zmorge.<\/p>\n<p>Danach heisst es packen. Mit etwas Wehmut verlassen wir unsere Gastgeber und lassen uns von Doris zum Bahnhof in Fredrikstad fahren, froh dar\u00fcber, dass wir bei diesem unfreundlichen Regenwetter nicht zu Fuss unterwegs sein m\u00fcssen.<\/p>\n<p>In mehreren Etappen geht die Reise nach Trelleborg in S\u00fcdschweden:<br><span style=\"font-size: revert;\">&#8211; &nbsp; &nbsp;Bahnfahrt bis Halden <br><\/span><span style=\"font-size: revert;\">&#8211; &nbsp; &nbsp;Bahnersatzbus bis G\u00f6teborg<br><\/span><span style=\"font-size: revert;\">&#8211; &nbsp; &nbsp;S-Bahn bis Helsingborg<br><\/span><span style=\"font-size: revert;\">&#8211; &nbsp; &nbsp;Regiozug nach Trelleborg<\/span><\/p>\nngg_shortcode_25_placeholder\n<p>In der ausgestorbenen Fussg\u00e4ngerzone finden wir ein Thairestaurant, das ge\u00f6ffnet hat. Das Essen schmeckt. Danach heisst es Geduld haben. Eine Hinweistafel im Bahnhof von Trelleborg zeigt uns an, wo der Check in-Schalter f\u00fcr die F\u00e4hre nach Rostock zu finden ist. Aber im Geb\u00e4ude, wo er sich befinden sollte, wird darauf hingewiesen, dass der Self Check in-Automat im Bahnhofgeb\u00e4ude sei. Also umgekehrt und sich auf die Suche machen. Und siehe da, wir finden ihn. Das Self Check in klappt nach dem zweiten oder dritten Anlauf, und der Automat spuckt die Boarding-Karten f\u00fcr uns aus mit dem Hinweis, dass uns in ca. 30 Minuten ein Shuttlebus vor dem Bahnhof abhole. Die 30 Minuten verstreichen: kein Bus da! Beim F\u00e4hrhafeneinfang neben dem Bahnhof steht auf einer Tafel, der Bus k\u00e4me eine halbe Stunde vor Abfahrtszeit der F\u00e4hre, was dann wirklich zutrifft. So gelangen wir auf das Schiff, das uns nach Rostock bringen wird. Da erleben wir dann noch ein Derby wegen der Kabine, was zuletzt dann gut herauskommt. Jedenfalls schlafe ich ausgezeichnet, wenn auch kurz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Samstag, 10. August 2024 (27. Reisetag)<\/strong><\/p>\n<p>Wir erwachen, als wir uns Rostock n\u00e4hern. Eine wundersch\u00f6ne Morgenstimmung erwartet uns nach dem grauen, verregneten gestrigen Tag. Unser Schiff f\u00e4hrt nach sechs Uhr in den riesigen, modernen Hafen von Rostock ein und legt an. Wir Zufuss-Passagiere werden an Land begleitet und von einem Shuttle-Bus zu einer \u00d6V-Haltestelle gebracht. Allerdings stellen wir hier fest, dass ein Bus am Samstag nur selten f\u00e4hrt. Ein junges Paar, das mit uns von der F\u00e4hre kommt, schl\u00e4gt uns vor, ein Taxi zu rufen und die Kosten zu teilen. Damit sind wir einverstanden. Die Fahrt zum Bahnhof dauert dann doch l\u00e4nger, als wir uns das vorstellen, denn auf einem Bahngleis, das \u00fcberquert werden muss, wird gerade rangiert. Ein langer Zug mit G\u00fcterwagen wird verschoben und bleibt l\u00e4ngere Zeit auf der Strasse stehen, bewegt sich darauf in die umgekehrte Richtung, bleibt, kurz bevor er die Strasse frei geben k\u00f6nnte, wiederum stehen und \u00e4ndert neuerdings die Fahrtrichtung. Endlich k\u00f6nnen wir doch noch das Gleis \u00fcberqueren und gelangen zum Bahnhof. Von dort ist es ein Katzensprung zum Hotel. Dort angekommen, k\u00f6nnen wir unser Gep\u00e4ck einstellen, die G\u00e4stekarte in Empfang nehmen, die unter anderem als \u00d6V-Ticket gilt, und in die Altstadt gehen.<\/p>\n<p>Auf unserem Stadtbummel schauen wir uns die verschiedenen Sehensw\u00fcrdigkeiten an. Da an diesem Wochenende ein grosses Fest ansteht, Hanse Sail genannt, wird da und dort noch am Aufstellen von Attraktionen gearbeitet. Je l\u00e4nger der Tag dauert, desto mehr Leute finden sich ein. Die Altstadt wird von einem Besucherstrom \u00fcberschwemmt.<\/p>\n<p>Am fr\u00fchen Nachmittag kehren wir per Tram in unser Hotel zur\u00fcck, wo wir nun unser Zimmer beziehen und uns einrichten. Und dann geht\u2019s zum Stadthafen, dem haupts\u00e4chlichen Standort des Hanse Sail-Anlasses. Eine Unmenge von Leuten bev\u00f6lkert die Kais, sitzt, steht und spaziert zwischen Verpflegungs- und Marktst\u00e4nden sowie Jahrmarktsattraktionen. Auf dem Becken des Stadthafens gleiten neuere und \u00e4ltere Segelschiffe vorbei, die zum Teil am Kai anlegen und besichtigt werden k\u00f6nnen. Das Riesenrad am Ende der Route ist Pflicht: Herrlicher Ausblick auf die angelegten und vorbeileitenden Segler. Eine Tambourengruppe verbreitet lautstark rhythmisch gestalteten Krach und aus Lautsprechern ert\u00f6nt Musik verschiedener Radiostationen. Wir geniessen dieses Treiben eine l\u00e4ngere Zeit und kehren danach in die Altstadt zur\u00fcck, wo es unterdessen etwas gem\u00e4chlicher und ruhiger zugeht.<\/p>\nngg_shortcode_26_placeholder\n<p>Im Aussenbereich eines Restaurants bestellen wir unser Abendessen und geniessen die Ruhe. Danach kehren wir ins Hotel zur\u00fcck.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Sonntag, 11. August 2024 (28. Reisetag)<\/b><\/p>\n<p>In unserem Hotel gibt es erst um acht Uhr Fr\u00fchst\u00fcck. Das ist die Gelegenheit, die Homepage zu aktualisieren.<\/p>\n<p>Danach gehen wir zum Bahnhof und nehmen die S1, um nach Warnem\u00fcnde zu fahren. Dort ist ebenfalls Seglerfest und zudem der Badestrand. Wegen des starken Windes verzichte ich auf die Mitnahme der Badehose. Der Zug ist sehr stark belegt, und an den folgenden Stationen steigen noch mehr Leute ein. Viele Passagiere m\u00fcssen in die G\u00e4nge vorr\u00fccken und die Fahrt durch stehen.&nbsp;<\/p>\n<p>In Warnem\u00fcnde liegen zwei riesige Kreuzfahrtschiffe an der Mole angelegt. Aus ihnen str\u00f6men weitere Leute, so dass die Zahl der Wochenendtouristen noch zunimmt. Wir schlendern zuerst dem Kai entlang, begeben uns dann ins St\u00e4dtchen und sp\u00e4ter an den Strand. Dabei gibt es viel Interessantes zu sehen. Am Kai sind Kunstwerke von Sandplastikern ausgestellt, die Meeresgottheiten und -fabelwesen darstellen. Im Warnow-Kanal, der die Ostsee mit dem Rostocker Hafen verbindet gleiten historische Segelschiffe und h\u00f6chst moderne F\u00e4hren zum und vom Hafen weg. Ausflugsboote sind unterwegs. Bei hohem Wellengang und starkem Wind sind etwas ausserhalb im Wasser Wind- und Kitesurfer unterwegs, die sich zum Teil spektakul\u00e4r in die Luft heben lassen und manchmal ebenso im Wasser landen.<\/p>\n<p>Wir steigen auf den Leuchtturm bei der M\u00fcndung des Warnow und bestaunen die Gegend von oben. Danach g\u00f6nnen wir uns eine Pause, kaufen beim T\u00fcrken Birnen und Aprikosen, geniessen die auf einer Bank im Schatten und geniessen im Anschluss daran in einem der zahlreich vorhandenen Strassencaf\u00e9s einen Kaffee und ein Dessert. Irgendwann dazwischen stelle ich fest, dass mein Sonnenbrillenaufsatz fehlt. Ich laufe ein St\u00fcck des Weges, den wir gemacht haben, ebenso Margrit, aber der Aufsatz bleibt vermisst. Als wir uns dann zur\u00fcck zum Bahnhof begeben, schauen wir uns nochmals gut um und, siehe da, auf einem Elektrokasten nahe bei der Kirche liegt er. Gl\u00fccklichste ich wieder auf meine Brille, und Margrit bringt einen Obulus in die in der Kirche angebrachte Kasse. Sie berichtet mir n\u00e4mlich, dass sie versprochen habe, ein solches Opfer zu bringen, wenn wir den Sonnenschutzaufsatz wieder f\u00e4nden. Wir fahren zur\u00fcck nach Rostock und begeben uns ins Hotel, um uns erholen.<\/p>\nngg_shortcode_27_placeholder\n<p>Danach fahren wir mit dem Tram nochmals ins Hafengebiet, um dort an einem der zahlreichen St\u00e4nde noch etwa zu trinken und zu essen zu kaufen. Wir sitzen an einem Tisch an der Sonne und geniessen das letzte Abendessen hier in Norddeutschland, denn morgen geht es weiter s\u00fcdw\u00e4rts Richtung Heimat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Montag, 12. August 2024 (29. Reisetag)<\/strong><\/p>\n<p>Unser Ziel heute heisst Friedrichshafen. Eine Monsterreise steht uns bevor. \u00dcber Berlin, Augsburg und Ulm wollen wir bis heute Abend den Bodensee erreichen. Ob das die DB schafft. Unser Zug in Rostock f\u00e4hrt um 08:21 Uhr. Zu denken gibt uns allerdings die Ank\u00fcndigung per Pushmeldung, dass sowohl der Intercity von Rostock nach Berlin wie auch der ICE von Berlin nach Augsburg durch andere Kompositionen mit unterschiedlichen Formationen ersetzt werden. Beim ersten genannten Zug handelt es sich um einen ICE mit gr\u00f6sserem Platzangebot. Aber unsere Reservation gilt hier nicht mehr. Wir finden einen guten Platz und kommen auch fast p\u00fcnktlich in Berlin an. Der weiterf\u00fchrende Zug ist auch ein ICE, wo unsere Pl\u00e4tze garantiert sind. Er wartet am gleichen Perron, wie unser Zug ankommt. Die reservierten Pl\u00e4tze befinden sich aber am Schwanz des Zuges, was bedeutet, dass wir die ganze L\u00e4nge abschreiten m\u00fcssen, um sie zu erreichen. Wir schaffen das. In Augsburg, wo wir als n\u00e4chstes umsteigen m\u00fcssen, wir es eng, denn eine Signalst\u00f6rung wegen Bauarbeiten haben unser Vorw\u00e4rtskommen beeintr\u00e4chtigt. Aber auch hier schaffen\u2019s wir, m\u00fcssen uns aber schon sehr beeilen. In Ulm reicht es dann nicht mehr, da der Zug mehrmals das Tempoarg drosseln muss. Zum Gl\u00fcck f\u00e4hrt &nbsp;widerceiner eine halbe Stunde sp\u00e4ter. Und bei jeder Vesp\u00e4tung gibt es ein Trostkonfekt, freundlich verteilt von einer Zugsbegleiterin. So kommen wir doch noch ans Ziel.<\/p>\n<p>Der Aufenthalt in Friedrichshafen wird zu einem Highlight unserer Reise. Eine gewaltige Menge Leute ist hier unterwegs. Wir spazieren gem\u00fctlich den Quai entlang. Die Tische der strassenrestsurants sind sehr gut besetzt, und bei einigen stehen die Kunden Schlange. Aufgrund meiner Internetrecherche m\u00f6chte ich ins Wirtshaus. Ein P\u00e4rchen steht dort an, l\u00e4sst uns aber grossz\u00fcgigerweise vor, und wir erhalten einen Tisch in der zweitvordersten Reihe vom Seeufer. K\u00e4sesp\u00e4tzle mit einem Salat sind meine Wahl. Margrit bestellt sich einen bunten Salat mit Pilzen. Dazu trinken wir ein Glas Wein. Da es der letzte Abend unserer Reise ist, liegt auch ein Dessert drin, ein Eiskaffee und ein St\u00fcck Schokokuchen mit Himbeeren. Danach besteigen wir noch den Aussichtsturm im Hafen und geniessen das Panorama mit heftigem Wetterleuchten auf der Schweizer und festlicher Beleuchtung auf deutscher Seite.<\/p>\nngg_shortcode_28_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dienstag, 13. August 2024 (30. Reisetag)<\/strong><\/p>\n<p>Alles hat ein Ende, so auch unsere tolle Reise. Nach einer ruhigen und erholsamen Nacht machen wir uns bereit. Nachdem unser Gep\u00e4ck erstellt ist, suchen wir ein Caf\u00e9 auf und geniessen ein Geb\u00e4ck und einen Cappuccino. Dann spazieren wir dem ausgestorbenen Seeufer entlang zur\u00fcck zu Unterkunft, holen unser Gep\u00e4ck ab und gehen zur Anlegestelle der Autof\u00e4hre nach Romanshorn. Die \u00dcberfahrt wird uns dadurch verk\u00fcrzt, dass sich zwei Kundinnen eines Cars zu uns setzen und wir uns miteinander etwas austauschen k\u00f6nnen. Sie machen einen Ausflug auf einen Aussichtsberg bei Dornbirn, wir sind auf dem Heimweg von einer ereignisreichen Reise ans Nordkap.<\/p>\n<p>Mit dem Zug nach St. Gallen und ab da mit dem Voralpenexpress fahren wir nach Luzern und darauf nach Sempach Station.<\/p>\n<p>Und nun sind wir wieder zuhause, voller neuer Eindr\u00fccke, gl\u00fccklich und dankbar, dass alles gut gelaufen ist und unsere Erwartungen grossmehrheitlich erf\u00fcllt, sogar teilweise \u00fcbertroffen wurden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon bald geht unsere neueste Reise los. Die Planung ist weit fortgeschritten. Wir probieren etwas neues Altes aus. 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