{"id":6798,"date":"2026-08-08T08:50:15","date_gmt":"2026-08-08T06:50:15","guid":{"rendered":"https:\/\/mapeadventures.ch\/?p=6798"},"modified":"2026-09-02T09:11:29","modified_gmt":"2026-09-02T07:11:29","slug":"mit-dem-rad-dem-inn-entlang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mapeadventures.ch\/?p=6798","title":{"rendered":"Mit dem Velo dem Inn entlang"},"content":{"rendered":"\n<p><strong style=\"-webkit-text-size-adjust: 100%;\"><br>Donnerstag, 13. August 2026<\/strong><\/p>\n<p>Heute starten wir unsere Inn-Velotour. Mit den bepackten und der gel\u00f6sten Velo-Tageskarte auf dem Handy begeben wir uns zum Bahnhof und besteigen problemlos den Regio-Express nach Olten. Die Velopl\u00e4tze sind frei. In Olten warten wir rund 40 Minuten auf den Linth-Aare-Express, da dieser ohne Umstieg bis nach Chur f\u00e4hrt. Seit gestern wissen wir, dass die Albulalinie zwischen Preda und Samedan wegen Unwettersch\u00e4den gesperrt ist. Kein Problem im schweizerischen Bahnnetz. Von Landquart f\u00e4hrt ein Zug etwas sp\u00e4ter durch den Vereinatunnel nach St. Moritz, und den nehmen wir. Auch hier haben wir kein Problem, gen\u00fcgend Velopl\u00e4tze sind vorhanden. Kurz nach vier Uhr erreichen wir St. Moritz.<br>Nun gilt es ernst. Die erste Etappe auf dem Fahrrad geht nach Sils. Die meisten Wege sind Naturstrassen. Und da haben wir noch einige M\u00fche mit dem Schalten. Rechtzeitig mit der Gangschaltung den kleineren Gang zu w\u00e4hlen und gleichzeitig die h\u00f6here Leistung vom Elektromotor zu bekommen, schaffen wir nicht auf Anhieb. Zudem sind massenhaft Fussg\u00e4nger mit und ohne Hunde sowie Velofahrer, \u00e4ltere und kleine, auf dem Veloweg unterwegs. Wir sind gefordert. Und so passiert es dann, dass wir ein paarmal absteigen und schieben m\u00fcssen, da der Weg sehr coupiert ist. Aber wir schaffen\u2019s und erreichen unser Ziel lange vor dem Einnachten.<br>In unserer Unterkunft angekommen, mit aufs Handy gelieferten Anleitungen, geschrieben und videographiert, sch\u00e4tzen wir die Dusche und frische Kleider. Danach geht es zu Fuss ins Zentrum von Sils Maria, wo wir nun gelassen einen feinen Aperitif und anschliessend ein k\u00f6stliches Znacht geniessen.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Freitag, 14. August 2026<\/b><\/p>\n<p>Schon vor sechs Uhr sind wir beide wach und bereiten uns auf den ersten vollen Velotag vor. Schon kurz nach sieben haben wir uns ausgecheckt. In einem nahen Caf\u00e9 bestellen wir uns je einen k\u00f6stlichen Cappuccino und ein Gipfeli.<br>Nun fahren wir bis St. Moritz dieselbe Route wie gestern in umgekehrter Richtung. Und da stellt sich heraus, dass wir von gestern schon einiges gelernt haben bez\u00fcglich Gangschaltung und Einstellung der Motorleistung. Zudem sind so fr\u00fch noch wenige Leute unterwegs.<br>Die folgende Streckenf\u00fchrung ist recht anspruchsvoll. Viele Anstiege und steile Abfahrten auf Gravel Roads (Schotterstrassen) fordern unsere volle Aufmerksamkeit. Und die Landschaft ist begeisternd sch\u00f6n, so dass wir einfach immer wieder anhalten, staunen und fotografieren m\u00fcssen. Mittagshalt machen wir auf einer Bank am Wegrand. <br>Guarda, das Schellen-Ursli-Dorf, das rund 300 m \u00fcber dem Talboden liegt, hat sich f\u00fcr die eintreffenden Touristen wunderbar herausgeputzt. Ein Blick ins d\u00fcstere, aber an und f\u00fcr sich spannende Schellen-Ursli-Museum zeigt uns eine Welt, die mit unseren hoch technisierten und digitalisierten Gegenwart wenig Ber\u00fchrungspunkte hat. Hoch oben im dar\u00fcber liegenden Hang wird das Heu von einer einzigen Person mit einem lauten Laubbl\u00e4ser zusammengerafft.<br>Nach rund 70 km erreichen wir ca. um halb vier Ardez, wo wir unsere Unterkunft f\u00fcr die Nacht gebucht haben. Beim Nachtessen treffen wir noch ein Paar aus Neuenkirch, mit dem wir nach dem Essen noch etwas zusammensitzen und uns austauschen.<\/p>\nngg_shortcode_1_placeholder\n<p><b><br>Samstag, 15. August 2026<\/b><\/p>\n<p>Nach einem reichhaltigen Fr\u00fchst\u00fcck machen wir uns auf den Weg. Der Aufstieg nach Ftan gelingt problemlos, da ein grosses St\u00fcck der Strasse vor kurzem mit einem neuen Belag versehen wurde. Die Abfahrt, die sehr steil und mit mehreren Spitzkehren nach Scuol f\u00fchrt, l\u00e4sst unsere Bremsen \u201erauchen\u201c. Allerdings schalten wir mehrere Halte ein, um dieses Ph\u00e4nomen zu vermeiden.<br>In Scuol f\u00fchrt eine hohe Br\u00fccke \u00fcber den Inn. Sie wird von einer grossen Radfahrergruppe blockiert, die mit Hilfe einer Drohne von verschiedenen Seiten die Mitmachenden foto- oder sogar videographiert. Jedenfalls m\u00fcssen sie jeweils die Arme nach oben recken und dazu johlen. Wir warten ab, bis sie sich alle weiterbewegen.<br>Als N\u00e4chstes m\u00fcssen wir einen Umweg machen, da zwei Br\u00fccken \u00fcber einen Innzufluss durch Unwetter besch\u00e4digt wurden. Die n\u00e4chsten Abzweigungen wurden nicht markiert, so dass wir uns den Weg bei Passanten erfragen m\u00fcssen. So gelangen wir wieder auf den offiziellen Radweg.<br>Nach Martina wechseln sich topp zurechtgemachte Wegst\u00fccke, feinstens asphaltiert, mit steilen und engen Feldwegen ab. Eines dieser Wegst\u00fccke befahre ich nacheinander mit beiden Velos, w\u00e4hrend Margrit zu Fuss unterwegs ist. So l\u00e4sst sich auch dieses Problem l\u00f6sen.<br>Pl\u00f6tzlich h\u00f6ren wir w\u00e4hrend der vorsichtig langsamen Abfahrt hinunter zum Inn Musik. Wir gelangen zu einer alten Holzbr\u00fccke mit einem Turm auf der \u00f6sterreichischen Seite des Inn. Wir haben den heute bedeutungslosen Zoll mit dem Namen Altfinsterm\u00fcnz erreicht und wechseln die Seite. Da befindet sich zudem die Klausenschenke, in deren Garten Essen und Trinken serviert wird, und wo ein Trio mit Handorgel, Bassgeige und Gitarre f\u00fcr musikalische Unterhaltung sorgt. Diese Umst\u00e4nde nutzen wir, um eine Pause einzulegen.<br>Danach fahren wir, nun bei grosser Hitze, zu unserem Etappenziel Ried im Inntal, wo wir uns \u00e4usserlich (Dusche) und innerlich (Bier und Schorle) erfrischen k\u00f6nnen. Bei einer \u00f6ffentlichen Temperaturanzeige stand immerhin die Angabe 39 Grad Celsius.<\/p>\nngg_shortcode_2_placeholder\n<p><b>Sonntag, 16. August 2026<\/b><\/p>\n<p>Schon um halb acht finden wir uns zum Fr\u00fchst\u00fcck im Restaurant ein. Ein vielf\u00e4ltiges Buffet steht uns zur Verf\u00fcgung. Danach machen wir uns startbereit, sind doch heute bei angesagter grosser Hitze rund 70 km zu bew\u00e4ltigen.<br>Den Radweg finden wir schnell. Nur noch wenige Kilometer sind Schotterstrassen. Aber Steigungen und Gef\u00e4lle sowie enge Stellen, wo es hie und da zu gef\u00e4hrlichen Begegnungen mit mutigen Velofahrenden kommt, erfordern unsere volle Aufmerksamkeit. Die Berge links und rechts, schmucke H\u00e4user, historische Geb\u00e4ude, Ruinen und Natursch\u00f6nheiten beeindrucken uns.<br>Unseren Mittagshalt machen wir auf einer Bank am Radweg unter B\u00e4umen nach einem steil abfallenden Wegst\u00fcck. Einige Meter vor uns liegt eine Eisenbahnlinie, die relativ stark befahren ist von Personen- und G\u00fcterz\u00fcgen. Ein Wanderweg, der als Luis Trenker-Weg benannt ist, f\u00fchrt vorbei. Allerdings k\u00f6nnen wir w\u00e4hrend unserer Rast keinen einzigen Wanderer beobachten, im Gegsatz zu Radfahrern, die oft in rasendem Tempo vorbeisausen.<br>Schon kurz nach unserer Kaffeepause in einem Gartenrestaurant bei einem Sportplatz fallen erste Tropfen eines sich nahenden Gewitters. Bei einem Unterstand in einem F\u00f6hrenwald finden wir zusammen mit einigen weiteren \u201eLeidensgenossen\u201c Schutz vor den nun kr\u00e4ftig herniederprasselnden Regentropfen. Da nach rund einer halben Stunde das Gewitter weitergezogen ist, l\u00f6st sich die Radfahrergesellschaft wieder auf. Und wir beide nehmen die letzen 20 Kilometer bis zu unserem heutigen Etappenziel, Telfs, unter die R\u00e4der. Dort angekommen, k\u00f6nnen wir unsere Velos im Fahrradkeller versorgen und unser vorbestelltes Zimmer beziehen.<br>Nach dem Duschen und Umziehen begeben wir uns ins Zentrum, gleichen unseren Fl\u00fcssigkeitsverlust aus und st\u00e4rken uns mit einem ausgiebigen Nachtessen. Danach ist schon bald Schreibarbeit und Nachtruhe angesagt.<\/p>\nngg_shortcode_3_placeholder\n<p><b>Montag, 17. August 2026<\/b><\/p>\n<p>Heute Morgen ist der Himmel schon bei Sonnenaufgang wolkig. Die Prognosen weisen auf Niederschl\u00e4ge hin. F\u00fcr uns heisst das trotz kurzer Etappe fr\u00fchzeitig starten. Wir machen uns z\u00fcgig ans Werk und sind schon bald abfahrbereit. Allerdings begeben wir uns noch zu Fuss ins Zentrum Telfs\u2018, um in einem Caf\u00e9 einen Cappuccino und ein Gipfeli zu geniessen, da wir unser Zimmer ohne Fr\u00fchst\u00fcck buchten.<br>Danach starten wir, w\u00e4hrend die Wolken am Himmel dichter und dunkler werden. Bei einem kurzen Halt, der der Orientierung auf der Karte dient, ermahnt uns eine \u00e4ltere Passantin, uns w\u00e4rmer anzuziehen und den Regenschutz bereitzulegen, da ein Gewitter aufziehe. Und wirklich grollen in der Ferne bereits Donner. Wir erh\u00f6hen unser Tempo, w\u00e4hrend bereits ein paar wenige Tropfen den aufkommenden Regen ank\u00fcnden. Und so erreichen wir noch vor Mittag unser Ziel, Innsbruck. Beim Hotel angelangt, \u00fcbergibt uns die Rezeptionistin eine Schl\u00fcsselkarte f\u00fcr den Veloraum, wo wir uns umziehen und die Fahrr\u00e4der abstellen k\u00f6nnen, da das Zimmer noch nicht freigegeben ist. <br>Nun zieht es uns in die Altstadt, wo sich massenweise Touristen tummeln und ein grosses Gedr\u00e4nge herrscht. Wir weichen dem Treiben aus und finden in einem hohen Hotelgeb\u00e4ude eine Rooftop-Bar mit wenigen G\u00e4sten. Hier l\u00f6schen wir mal den Durst und geniessen die ph\u00e4nomenale Aussicht auf die Stadt, w\u00e4hrend es draussen regnet. Als der Regen etwas nachl\u00e4sst, suchen wir uns ein Lokal, um etwas zu essen. Da wir uns entfernt von den bekannten Sehensw\u00fcrdigkeiten aufhalten, ist das problemlos m\u00f6glich.<br>Nach drei Uhr k\u00f6nnen wir unser Zimmer beziehen. Danach gehen wir in die Altstadt und besuchen die Sehensw\u00fcrdigkeiten Innsbrucks. Und die sind wirklich toll, wenn es auch zwischendurch immer wieder regnet. Aber in den Wirtschaften bleibt es trocken.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder\n\n\n\n<p><b>Dienstag, 18. August 2026<\/b><\/p>\n<p>Nachts ist einiges an Niederschlag vom Himmel gefallen. Der Pegel des Inn ist betr\u00e4chtlich angestiegen und das Wasser tr\u00fcb und br\u00e4unlich geworden. Aber als wir uns nach einem reichhaltigen Fr\u00fchst\u00fcck auf die Strasse begeben, hat der Regen nachgelassen und wir k\u00f6nnen ohne Regenschutz starten. Wir kommen gut voran, Da der Radweg nun bis auf wenige Stellen asphaltiert ist und nur wenige Anstiege aufweist. Hie und da zeigt sich sogar ganz z\u00f6gerlich die Sonne.<br>Kurz nach Hall unterqueren wir die Br\u00fccke der Brennerbahn, die am linken Ufer von der Ost-West-Verbindung abzweigt und kurz nach der \u00dcberquerung des Inns in einem Tunnel verschwindet.<br>In Wattens beschliessen wir, die Swarovski Kristallwelten, die mir nur vom Namen her bekannt sind, die Margrit aber vom H\u00f6rensagen etwas besser kennt, n\u00e4her zu erkunden. Zeit haben wir genug. Als wir nun aufs Gel\u00e4nde dieser Ausstellung mit verschiedenen t\u00e4glich im Angebor stehenden Events einfahren, erleben wir einen Massenansturm an Leuten mit Kindern, die an diesen in der Werbung versprochenen magischen Welten teilhaben wollen. Im Gel\u00e4nde stehen zudem mehrere Wagen des wohl weltbekannten Zirkus Roncalli, dessen Artisten zurzeit in der Ausstellung Vorf\u00fchrungen geben. Die Menschenschlange vor dem Tickketschalter wird l\u00e4nger, und wir beschliessen angesichts der Besuchermenge, der uns zur Verf\u00fcgung stehenden Zeit und des hohen Eintrittspreises von einem Besuch abzusehen, und radeln zum Inn-Radweg zur\u00fcck.<br>Nach einiger Zeit beginnt es zu regnen, und wir ziehen unsere Regenjacken an. Unterhalb der Ruine Kropfsberg schalten wir unsere Mittagspause ein. Gleichzeitig macht auch der Regen Pause. F\u00fcr ein Getr\u00e4nk steht uns der kurz darauf am Radweg vor Brixlegg befindliche Bike Stop zur Verf\u00fcgung. Und mit der Weiterfahrt setzt auch der Regen wieder ein. Wir sind nun schon nahe am heutigen Etappenziel und sputen uns nun, ins Trockene zu kommen, was uns dann allerdings erst nach ein paar wenigen Irrfahrten gelingt. Aber das Zimmer ist frei, wir k\u00f6nnen unsere Velos im Bikekeller einschliessen und anschliessend eine warme Dusche geniessen. Den geplanten Ausflug ins Zentrum von W\u00f6rgl lassen ihr fallen, bestellen uns ein Glas Wein als Aperitif und studieren die Speisekarte. Heute ist ein Wienerschnitzel mit Preiselbeerkompott und Pommes frites auf meiner Wunschliste. Und das schmeckt!<\/p>\nngg_shortcode_5_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Mittwoch, 19. August 2026<\/b><\/p>\n<p>Nachts regnet es immer wieder. Am Morgen ist es grossmehrheitlich grau und k\u00fchl. Wir vertrauen der Prognose, die gutes Wetter verheisst. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck im Hotel und dem Packen unserer Sachen machen wir uns auf den Weg, kurz\u00e4rmlig und leicht bekleidet. W\u00f6rgl wird uns nicht in bester Erinnerung bleiben.<br>Schon nach wenigen Kilometern wechsle ich mein Shirt gegen ein lang\u00e4rmliges. Der Radweg ist gradliniger und breiter geworden. Steigungen und Gef\u00e4lle sind sanfter. Der Inn ist breiter, fliesst langsamer zwischen D\u00e4mmen. Staustufen mit Elektrizit\u00e4tswerken z\u00e4hmen den Fluss. Da und dort steht der Wasserspiegel im Fluss h\u00f6her als die Felder auf seinen Seiten. Der Talboden ist breiter. Die Berge links und rechts sind weniger hoch und weniger zerkl\u00fcftet. Es wird viel Gem\u00fcse angebaut.<br>In Kufstein schalten wir eine Kaffeepause ein, bevor wir unsere Fahrt dem \u00f6stlichen Ufer entlang fortsetzen. In der N\u00e4he von Erl machen wir Mittagspause. Unterdessen haben sich die schweren, grauen Wolken am Himmel verzogen und die Sonne scheint. Wir verstauen die warmen Kleider wieder. Da k\u00f6nnen wir am Ufer ein besonderes Ph\u00e4nomen verfolgen. Der Inn f\u00fchrt dank der Niederschl\u00e4ge recht viel Wasser, und dieses ist als Folge der mitgef\u00fchrten Schwemmstoffe br\u00e4unlich-gelb. Unmittelbar am Ufer ist das Wasser aber kristallklar und die mitgef\u00fchrten Bl\u00e4tter und Holzteile werfen Schatten auf den Grund. Hier beginnt sich das tr\u00fcbe, schneller fliessende Wasser mit dem klaren zu vermischen.<br>Vor Neubeuren stossen wir rechterhand auf einen Badesee, der von relativ wenigen Leuten genutzt wird. Da es unterdessen recht warm geworden ist und gen\u00fcgend Platz vorhanden ist, beschliessen wir, hier einen weiteren Halt zu machen. Selbstverst\u00e4ndlich nutze ich die Gelegenheit f\u00fcr ein erfrischendes Bad, indem ich die Badehose aus den Velotaschen herausklaube und danach ein sch\u00f6nes St\u00fcck hinausschwimme.<br>Schon bald nach diesem Abstecher vom Radprogramm erreichen wir Rosenheim und suchen auf dem Handy den Standort unseres gebuchten Hotels. Leider m\u00fcssen wir feststellne, dass dieses in einem Aussenquartierder Stadt liegt. Wir finden es schnell, doch liegt es halt etwa abseits. Wir tr\u00f6sten uns damit, dass das Zimmer sehr sch\u00f6n ist und ein ganz toller Biergarten zum Betrieb geh\u00f6rt. Wir setzen uns nach der Dusche in den Schatten und geniessen Trank und Speise echt bayerisch. Die M\u00fcdigkeit treibt uns dann schon bald aufs Zimmer.<\/p>\nngg_shortcode_6_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Donnerstag, 20. August 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der heutige Tag hat\u2019s in sich. Wie \u00fcblich fahren wir fr\u00fchzeitig los. Da unsere Unterkunft etwas abseits vom Radweg liegt, m\u00fcssen wir den erst mal durch den recht intensiven Morgenverkehr in Rosenheim erreichen. Dann geht\u2019s weiter auf dem linken Inndamm. Rechts von uns befindet sich ein breiter \u00dcberschwemmungsstreifen mit vielen Weihern und R\u00f6hricht. Hie und da k\u00f6nnen wir Wasserv\u00f6gel wie Stockenten, Graug\u00e4nse, Haubentaucher, H\u00f6ckerschw\u00e4ne und Graureiher erkennen. Das Tempo, das wir einschlagen, ist recht hoch, meistens \u00fcber 20 km\/h. Der Weg ist nicht asphaltiert. Bereiche mit viel Kies lassen unsere Velos manchmal etwas \u201eschwimmen\u201c, was wir mit dem Lenker auskorrigieren m\u00fcssen. Es braucht hier hohe Konzentration unsererseits. Sp\u00e4ter folgen wir weitgehend Asphaltstrassen mit wenig Verkehr, aber h\u00e4ufigen Richtunswechseln und Abzweigungen.<br>So erreichen wir Wasserburg am Inn, ein wundersch\u00f6nes T\u00e4dtchen mit pr\u00e4chtigen &nbsp;alten, aber gut unterhaltenen Geb\u00e4uden und engen Strassen. Leider fahren hier so viele Autos durch diese engen Gassen, dass wir kaum irgendwo unser Velo abstellen und etwas besichtigen k\u00f6nnen.<br>Nach Wasserburg stehen beim Einstieg in den Radweg eine Kapelle mit der \u00dcberschrift \u201eNahui in Gott\u2019s Nam\u201c und eine H\u00fctte mit Gebetsrollen, auf denen Texte verschiedener Religionsgemeinschaften geschrieben sind. Ab hier f\u00fchrt die Route vielfach auf engen, holprigen Single Trails auf und ab durch W\u00e4lder. Und die erfordern volle Aufmersamkeir. Zum Gl\u00fcck kommen wir da ungeschoren durch. Margrit meint, das sei wegen der zwei Kerzen, die sie bei der Einstiegskapelle in diesen Weg angez\u00fcndet habe.<br>Jedenfalls kommen wir fr\u00fchzeitig in Kraiburg an. Die Wartezeit bis zum Eintreffen des Hotelbetreibers vertreiben wir uns am Tisch vor einem Restaurant mit einem gespritzten Weissen und einem Bier, die uns ein Angestellter trotz Nachmittagsschliessung serviert. Ansonsten scheint in Kraiburg nichts los zu sein. Ganz wenige Leute lassen sich sehen. Man f\u00fchlt sich fast wie im S\u00fcden w\u00e4hrend der Siesta.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_7_placeholder\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Freitag, 21. August 2026<\/strong><\/p>\n<p>Da wir heute Morgen in der Unterkunft kein Fr\u00fchst\u00fcck buchen konnten, f\u00fchrt uns der Weg zuerst in die Dorfb\u00e4ckerei am Marktplatz. Dort gibt es ein sagenhaftes Sortiment an Br\u00f6tchen und Spezialit\u00e4ten. Die Verk\u00e4uferin hinter dem Ladentisch erkl\u00e4rt uns stolz, dass sie zusammen mit einer Kollegin all diese Geb\u00e4cke selber herstelle. In einer Ecke mit Tisch und St\u00fchlen geniessen wir einen Cappuccino und eine Brezn bzw. ein Croissant. Danach ersteigen wir noch den nahen Schlossberg, um uns einen \u00dcberblick \u00fcber die Geografie des Ortes zu verschaffen. \u00dcber eine sehr steile Treppe mit teilweise ausserordentlich hohen Stufen gelangen wir zu einer Kapelle auf der Kuppe, von wo aus wir eine weite Rundsicht haben, da das Wetter gut und der Himmel klar ist. Der Inn wird von dichtem Baumbewuchs weitgehend verdeckt.<br \/>\u00dcber denselben Weg gelangen wir zur\u00fcck ins Dorf und machen uns startbereit. Die zweitletzte Etappe unserer Velotour wird gestartet. Allerdings merken wir schon bald, dass wir falsch gefahren sind und kehren um. Dort, wo wir laut unserer Karte hin m\u00fcssen, fehlen die Wegmarkierungen. Aber mit Nachfragen bei einer Einheimischen und Google Maps schaffen wir den Einstieg und gelangen auf den rechten Weg.<br \/>Der Inn verl\u00e4uft in dieser Gegend stark m\u00e4andrierend. So sind wir ebenfalls auf kurvigen Naturwegen unterwegs, oft mit viel Kies bedeckt, ausgewaschen und schmal. Wir werden gefordert, aufmerksam und wach durch die Gegend zu fahren. Es ist dann eine Wohltat, wenn wieder mal ein Wegst\u00fcck asphaltiert und breit verl\u00e4uft.<br \/>Bei einem Hofladen machen wir Halt. Ich geniesse eine Bauernhofglace, w\u00e4hrend uns ein grosser Kater um die Beine streicht und unsere Aufmerksamkeit fordert. Beim Badesee Perach machen wir Mittagshalt. Hier wird vom 1. April bis 31. Oktober gewirtet. Ein paar Tische und B\u00e4nke stehen unter B\u00e4umen f\u00fcr die G\u00e4ste bereit, und an einer \u00fcberdeckten Theke kann man sich Getr\u00e4nke und einfache Speisen abholen. Viel Betrieb herrscht hier heute nicht, denn der Himmel hat sich \u00fcberzogen und ist weitgehend wolkenverhangen.<br \/>Bei einer kurzen Abfahrt auf kiesigem Weg h\u00f6re ich pl\u00f6tzlich Margrit \u201eHALT\u201c rufen. Eine Strebe vom vorderen Schutzblech zum Velorahmen hat sich gel\u00f6st. Die Befestigungsschraube hat sich gel\u00f6st und ist verloren gegangen. Mit dem Lederb\u00e4ndeli ihrer am Lenker angeh\u00e4ngten Glocke k\u00f6nnen wir die Strebe provisorisch befestigen.<br \/>Kurz vor Erreichen des Dorfes Marktl, auf dem Inndamm, m\u00fcssen wir einen Stop einschalten, da wir laut meinem Velotacho seit Beginn unserer Tour 500 km zur\u00fcckgelegt haben. Dazu nehmen wir mit meinem Handy ein Selfie auf.<br \/>Nun ist es nicht mehr weit nach Simbach, unserem Etappenziel. Allerdings macht uns auf den letzten Kilometern der Gegen- und Seitenwind zu schaffen. Die Fahrt auf dem Inndamm mit Gravelbelag fordert unsere Kr\u00e4fte. Und wir fahren noch etwas weiter als gefordert, da wir nicht beachten, dass unsere Unterkunft ganz am Rand des St\u00e4dtchens liegt. So heisst es dann zum Schluss, noch einen l\u00e4ngeren Anstieg in umgekehrter Richtung \u00fcberwinden. Unser Hotel ist volldgitalisiert. An einem Automaten m\u00fcssen wir uns anmelden, wo das Erfolgserlebnis darin besteht, dass er ein weisse Karte zum Aufschliessen der Zimmert\u00fcre ausspuckt. Da kommt man nicht mehr mit Personal in Kontakt.<br \/>Das Nachtessen nehmen wir im Restaurant neben dem Hotel unter einem grossfl\u00e4chigen Dach ein, w\u00e4hrend es st\u00fcrmt und heftig regnet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_8_placeholder\n\n\n<p><strong>Samstag, 22. August 2026<\/strong><\/p>\n<p>Am Morgen l\u00e4uft alles in gewohnter Reihenfolge ab. Das Auschecken ohne Personalkontakt gelingt problemlos und wir starten. Allerdings ist die Route schlecht ausgeschildert oder wir zu wenig aufmerksam. Jedenfalls gelangen wir irgendwo ins Abseits und finden den Weg zur Innbr\u00fccke nach Braunau schlecht. Irgendwie gelangen wir dann mit Nachfragen und mit Hilfe des Handys doch noch dorthin.<br \/>Braunau statten wir einen kurzen Besuch ab, obschon es historisch als Geburtsstadt Adolf Hitlers eine tragische Hypothek zu tragen hat. Danach geht unsere Fahrt auf \u00f6sterreichischer Seite weiter. Zuerst f\u00fchrt der Weg einem bedeutenden Naturschutzgebiet entlang, wo sich sogar ein Eisvogel knapp \u00fcber dem Wasser fliegend zeigt. Danach m\u00fcssen wir einen rechten Umweg weg vom Innufer machen, da hier ein Zufluss in den Inn m\u00fcndet und keine Br\u00fccke vor Ort existiert. In Obernberg wechseln wir die Seite auf den Inndamm. Dieser fast 16 km lange Abschnitt h\u00e4ngt an, da wir zwar rassig vorw\u00e4rtskommen, aber einfach zwei relativ enge Spuren, getrennt durch einen mit Gras und Kr\u00e4utern bewachsenen Mittelstreifen, mit relativ steilen Borden auf beiden Seiten unsere volle Aufmerksamkeit beanspruchen. Zum Gl\u00fcck werden wir unterwegs zu einer Pause gezwungen, da es recht kr\u00e4ftig zu regnen beginnt, uns aber eine Autobahnbr\u00fccke \u00fcber den Inn Schutz gew\u00e4hrt, bis der Regen aufh\u00f6rt.<br \/>Vor der Br\u00fccke hin\u00fcber nach Sch\u00e4rding ist eine Umleitung eingerichtet, \u2013 laut einem einheimischen Radfahrer, den wir antreffen, schon seit Jahren \u2013 die miserabel schlecht beschildert ist und uns einige zus\u00e4tzliche Kilometer beschert. Sch\u00e4rding, das wir dann doch noch erreichen, ist ein Bijoux von einer Stadt: historische Geb\u00e4ude, sorgf\u00e4ltig und umfassend restauriert, gepflegt, sauber\u2026 Lauter Superlative.<br \/>Wo allerdings gespart wurde, das ist am Ausbau des Radweges weiter nach Wernstein. Da gibt es enge Stelle, steile Anstiege und Abfahrten mit Hindernissen. Wir sind beide gefordert und haben zum Gl\u00fcck keine St\u00fcrze zu vermelden.<br \/>In Wernstein wechseln wir wiederum die Innseite und k\u00f6nnen nun gem\u00fctlich nach Passau hineinfahren, wo wir ohne Probleme unser gebuchtes Hotel finden.<br \/>Nach dem Duschen begeben wir uns unmittelbar zum nahen Bahnhof, um im Reisezentrum die Heimreise zu organisieren und zu buchen. Aber oha l\u00e4tz! Der Schalter ist samstags und sonntags geschlossen. Da bleibt uns nichts anderes \u00fcbrig, als unsere Heimreise mit Hilfe der App DB-Navigator zu planen. Dank der Erfahrung, die wir damit haben, gelingt es uns innerhalb kurzer Zeit vor Ort, die ideale Reiseroute f\u00fcr zwei Personen und zwei Velos nach St. Margrethen zu finden. Und weil es so einfach geht, l\u00f6sen wir gerade das Billett. Wir sind sehr gespannt, ob dann die Reise auch so einfach abl\u00e4uft.<br \/>Ein gutes Nachtessen in der belebten Stadt rundet den Tag wundersch\u00f6n ab.<\/p>\nngg_shortcode_9_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Sonntag, 23. August 2026<\/b><\/p>\n<p>Einiges sp\u00e4ter als die vorherigen Tage gehen wir fr\u00fchst\u00fccken. Im Caf\u00e9 Fontanella geniessen wir einen Cappuccino und ein Croissant mit Aprikosenmarmelade. Danach f\u00fchrt uns unser Stadtbummel an der St. Paul Kirche und am Dom vorbei zur Anlegestelle der Donauschiffe. An einem Kassenschalter erkundigen wir uns bez\u00fcglich Schifffahrten. Da bekommen wir die Antwort, dass in zehn Minuten ab Landebr\u00fccke 8 eine zweist\u00fcndige Fahrt donauabw\u00e4rts starte. Wir beeilen uns und kaufen uns vor Ort zwei Tickets. Auf dem Oberdeck des Kristallschiffes k\u00f6nnen wir bei pr\u00e4chtigem Sonnenschein Platz nehmen und eine gem\u00fctliche Fahrt bis nach Kasten und zur\u00fcck geniessen, w\u00e4hrend \u00fcber die Lautsprecher die Sehens- und Merkw\u00fcrdigkeiten der durchfahrenen Orte erl\u00e4utert werden. Wirklichkeit und Sagenhaftes kommt dabei zu Tage.<br \/>Danach bummeln wir der Donau entlang zum Rathaus, wo die H\u00f6chstwasserst\u00e4ne der Donau in den letzten Jahrhunderten am Turm markiert sind. Da wir im Jahr 2002 schon hier waren und nach unserer Weiterfahrt ein solches Ereignis eintrat, nimmt es uns Wunder, ob auch dieser Hochstand markiert wurde. Die entsprechende Marke ist am Turm angebracht.<br \/>Am Dreifl\u00fcsseeck, wo wir uns damals fotografieren liessen, lassen wir uns von einem Passanten erneut ablichten. Unser Weg f\u00fchrt uns danach dem Inn entlang zum Schaiblingsturm, in dessen N\u00e4he wir ein Beizli mit Terrasse auf den Inn hinaus finden. Da setzen wir uns hin, lasen uns eine Weissweischorle und ein Panino servieren und schauen Kanuten zu, die im Inn das Kentern und das anschliessende Wiederaufrichten \u00fcben.<br \/>Auf dem R\u00fcckweg zum Hotel statten wir dem prachtvollen St. Stephansdom noch einen Besuch ab. Die Orgel, die gerade restauriert wird, ist die gr\u00f6sste dieser Art auf der Welt. Leider findet das n\u00e4chste Konzert darauf erst morgen Montag statt, wenn wir schon auf der Heimreise sind.<br \/>Nun geniessen wir im Hotelzimmer noch etwas die Ruhe, bevor wir dann in der Stadt etwas essen gehen. Nicht nur Velofahren macht schlapp, auch Bummein und sich verschiedene Dinge ansehen erm\u00fcdet.<\/p>\nngg_shortcode_10_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Montag, 24. August 2026<\/strong><\/p>\n<p>Schon bald werden wir zuhause sein. Bahnfahren mit Velos ist einiges stressiger als Velofahren.<\/p>\n<p>Der Morgen beginnt gem\u00fctlich. Nachdem wir in unserem Zimmer alles verpackt und bereitgestellt haben, spazieren wir zu einer nahen B\u00e4ckerei mit Caf\u00e9, bestellen uns einen Cappuccino und ein Croissant und geniessen in aller Ruhe unser Zmorge an einem Tischchen. Danach begeben wir uns an die Donau, vorbei am Rotel Inn, das wir nat\u00fcrlich fotografieren, haben wir doch in diesem legend\u00e4ren Billighotel vor Jahren mal geschlafen. Was uns auff\u00e4llt, ist die Tatsache, dass das Wasser der Donau sehr klar ist, im Gegensatz zum Inn, der br\u00e4unlich und tr\u00fcb daher fliesst.<br \/>Am Donauufer legen gerade zwei Hotelschiffe an. Mit der Passagierin eines dieser Schiffe kommen wir kurz ins Gespr\u00e4ch. Ihre Flusskreuzfahrt ist zu Ende, und sie reist jetzt zur\u00fcck in ihre Heimat, England. Unser Spaziergang f\u00fchrt uns zum Dom, der auf einer Anh\u00f6he steht. Hier oben schauen wir uns nochmals den Inn an. Durch enge G\u00e4sschen und breite Neubaustrassen erreichen wir unser Hotel. Und davon heisst es jetzt Abschied nehmen.<\/p>\nngg_shortcode_11_placeholder\n<p>Mit den vollbepackten Velos begeben wir uns auf den Bahnsteig, von wo unser Zug abf\u00e4hrt. Da wird uns schon wind und weh, denn wir sind bei weitem nicht die einzigen Radfahrer, die diesen Zug besteigen wollen. Und hier treffen wir einen Schweizer, der vom Schwarzwald her der Donau bis nach Passau gefolgt ist. Ihm k\u00f6nnen wir etwas behilflich sein beim Planen seiner Reise auf dem Handy, daf\u00fcr revanchiert er sich beim Einladen unserer schweren E-Bikes. Denn diese Z\u00fcge sind nicht, wie wir es uns vorgestellt haben, sch\u00f6n mit Niederflurwagen best\u00fcckt, wir m\u00fcssen teils die Velos hochstemmen, und daf\u00fcr m\u00fcssen wir die Sagoschen und den Rucksack abschnallen. Aber das Sch\u00f6ne dabei ist die Tatsache, dass es viele junge Leute gibt, die spontan helfen und besorgt sind, dass wir\u2019s jeweils schaffen. Auf diese Weise sind es, bis wir zuhause sind, sieben Umstiege, und jeder hat seine T\u00fccken. Gute 12 Stunden sind wir unterwegs mit verschiedenen Z\u00fcgen. Und Gl\u00fcck haben wir zudem, weil uns ein Sicherheitsangestellter der deutschen Bahn in M\u00fcnchen, als wir gerade noch das Schlusslicht des abfahrenden Zugs nach Lindau sehen k\u00f6nnen, den Tipp gibt, mit einem anderen Zug nach Buchloe zu fahren und dort nach Lindau umzusteigen. Wir befolgen den Tipp mit Erfolg. Ohne Zeitverlust kommen wir als Folge in Sempach Neuenkirch an.<br \/>Um etwa halb zehn sind wir daheim, gl\u00fccklich auf tolle Erlebnisse und Begegnungen zur\u00fcckblicken zu d\u00fcrfen. Etwas \u00fcber 600 km haben wir mit dem Velo in zehn Tagen zur\u00fcckgelegt, zu einem recht grossen Teil auf Wegen ohne Asphalt- oder Betonbelag. Einige Abschnitte waren eng und steil, andere daf\u00fcr sch\u00f6n eben und breit. Uns hat diese Reise sehr gut gefallen, aber eines nehmen wir uns vor:<br \/><strong>Nie mehr steigen wir mit dem Velo in einen Eisenbahnwagen ohne Niederflurzugang!<\/strong><\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Donnerstag, 13. August 2026 Heute starten wir unsere Inn-Velotour. Mit den bepackten und der gel\u00f6sten Velo-Tageskarte auf dem Handy begeben wir uns zum Bahnhof und besteigen problemlos den Regio-Express nach Olten. Die Velopl\u00e4tze sind frei. In Olten warten wir rund 40 Minuten auf den Linth-Aare-Express, da dieser ohne Umstieg bis nach Chur f\u00e4hrt. Seit gestern<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-6798","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-rad-reisen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6798","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6798"}],"version-history":[{"count":32,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6798\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7049,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6798\/revisions\/7049"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6798"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6798"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/mapeadventures.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6798"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}