Rad-Reisen

Per Velo ans Schwarze Meer

 

Teilstrecke Neuenkirch - Passau

Bild 1 von 3

Tag

Datum Startort Zielort

km

Wetter Ereignisse Sehenswürdigkeiten

1

18.07.2002 Neuenkirch (CH) Stühlingen (D)

118

bewölkt, im Laufe des Tages freundlicher zu Beginn noch nasse Strassen Altstadt von Tiengen:
Sehenswerte Häuser und Plätze

2

19.07.2002 Stühlingen (D) Tuttlingen (D)

83

heisses, sonniges Sommerwetter Wenn nur die Radwege besser markiert wären!!! Wir machten eine Bergwanderung mit Fahrrad und Vollpackung, bis wir wirklich nicht mehr weiter kamen. Donauquelle: Im prächtig angelegten und öffentlich zugänglichen Schlosspark von Donaueschingen ist die Donauquelle zu besichtigen. Daneben befindet sich das Schloss der deutschen Fürstenfamilie Thurn und Taxis.

3

20.07.2002 Tuttlingen (D) Riedlingen (D)

93

Sonnig. heiss Der Vormittag war geprägt durch häufiges Auf und Ab. Da und dort mussten wir unsere Räder schieben. Deutsche Donaustädte: Sigmaringen und Riedlingen beeindrucken durch ihre gekonnt restaurierten historischen Gebäude.

4

21.07.2002 Riedlingen (D) Günzburg (D)

102

Vormittags schön und wolkig, kräftig werdender Rückenwind aus Westen, Platzregen Vom Wind herunter geweht liegen viele Äste am Boden und behindern unsere Fahrt. Ulm: Altstadt und Dom von Ulm sind einen längeren Aufenthalt wert. Wunderschöne Promenaden der Donau entlang.

5

22.07.2002 Günzburg (D) Neuburg (D)

108

gut   Donauwörth: Parkanlagen mit Käthe Kruse-Allee und Zaubergeigen­brunnen, sehenswerte Altstadt

6

23.07.2002 Neuburg (D) Regensburg (D)

108

schön und heiss, blauer Himmel Im Kloster Weltenburg gibt es ein feines, dunkles, echtes Klosterbräu. Dafür nehmen wir das Schiff von Weltenburg bis Kelheim durch den Donaudurchbruch. Kloster Weltenburg: Die Kloster­anlage ist zwischen Felsen und Donauufer eingeklemmt. Es wohnen noch ein paar Mönche hier, die sich neben dem Klosterleben dem Bier­brauen und dem Betrieb eines riesigen Biergartens mit unheimlich vielen Gästen widmen.

7

24.07.2002 Regensburg (D) Niederalteich (D)

97

abends Regen Wir werden durch schwarze Wolken und fernen Donner zur Suche nach einer Unterkunft gezwungen. Walhalla: Sie erhebt sich kurz nach Regensburg unmittelbar über dem Radweg und wurde im Auftrag König Ludwigs I als „Tempel der Deutschen Ehre“ nach dem Vorbild des Parthenon erstellt.
Niederalteich: Hier steht das älteste Benediktiner­kloster Bayerns mit Klosterschule.

8

25.07.2002 Niederalteich (D) Inzell (A)

100

nass, aber mit guter Laune angekommen. In der Schlögener Schlinge versperrte uns eine echte Schlange den Weg. Durch Stampfen auf den Boden liess sie sich vertreiben. Passau ist mit dem Stephansdom und seiner Orgel, mit dem Rat­hausturm und den darauf angege­benen Hochwasserständen, mit dem Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz und einer wunderschönen Altstadt eine Attraktion.
Wir besichtigten Passau bereits bei früheren Fahrten.

donau002

Bild 1 von 13

Vor der Abfahrt

9

26.07.2002 Inzell (A) Hütting bei Mitterkirchen (A)

96

Regen verzögert unsere Wegfahrt und begleitet uns bis Linz Drohende Gewitter und ein Speichenbruch zwangen uns, vor unserem Ziel eine Unterkunft zu suchen. Der Besuch der KZ-Gedenkstätte Mauthausen hinterlässt einen tiefen Eindruck. Wie konnten Menschen ihresgleichen mal so behandeln? Wie konnte sowas geschehen? Den Besuch nahmen wir bei einer früheren Radtour vorweg.

10

27.07.2002 Hütting (A) Stein bei Krems (A)

107

anfangs kühl und feucht, dann wird der der Himmel blauer und blauer und die Sonne erscheint Die Fahrt durch die Wachau mit ihren steilen Abhängen, mit den Weinbergen und Obstgärten, mit malerischen Ortschaften und Schlossruinen ist eine Augenweide und erinnert ans Wallis. Die Stadt Melk mit der alles über­ragenden und weithin sichtbaren Benediktinernabtei ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Allerdings wissen das viele Leute und deshalb ist hier auch ein Riesen Betrieb
Auch Pöchlarn mit dem Kokoschka-Geburtshaus und Dürnstein mit seinen vielen Beizlein, Souvenirläden und mit seinem barocken Kirchturm sind einen Besuch wert.

11

28.07.2002 Stein(A) Orth an der Donau

112

wunderschön und warm Unterhalb der Burg Greifenstein lässt sich in einem Donauarm wunderbar baden. Der Besuch Wiens ist ev. auf der Rückfahrt vorgesehen.

12

29.07.2002 Orth (A) Gabcíkovo (SK)

95

heiss, schweisstreibend Bier und Mineral gibt es in der Slowakei für weniger als einen Schweizer Franken. Zwar sind in Bratislava keine grossartigen Kulturdenkmäler zu bewundern, aber ein Rundgang durch die Altstadt lohnt sich alleweil.

13

30.07.2002 Gabcíkovo (SK) Süttö (H)

102

schön, gegen Abend starke Böen und später Gewitter Wir besuchten die Venus-Bar in Cicov und lernten eine junge Frau kennen, die so gerne in der Schweiz leben möchte. Tata liegt etwas abseits der Donau an einem See. Die Uferregion lädt zum Verweilen ein.

14

31.07.2002 Süttö (H) Budapest (H)

110

schön, gewittrig, wir mussten mehrere Male Nach langem Suchen fanden wir in Budapest ein Hotel, nachdem wir eine Frau auf einer Ruhebank danach fragten. Die durchfahrene Landschaft besticht durch ihre Schönheit. Eine Besichtigung der Basilika mit ihrer weit herum sichtbaren Kuppel in Esztergom und der Ausblick von ihrem Standort auf die Donau und die neu erstellte Brücke auf das slowakische Donauufer hinüber lohnen sich.

15

01.08.2002 Budapest (H) Budapest (H)

0

schön Am Vormittag fuhren wir mit der U-Bahn in die Innenstadt und gingen als erstes ins Gellertbad, um uns in diesem alt bekannten Thermalbad so richtig zu erholen und im Sprudelbad die angeschlagenen Muskeln massieren zu lassen. Budapest ist es wirklich wert, besichtigt zu werden. Es gibt eine grosse Anzahl sehenswerter Orte.
Das Gellertbad mit seinen Säulen­hallen lässt die k. und k. Zeiten wieder aufleben.

16

02.08.2002 Budapest (H) Budapest (H)

0

schön Wir lassen unsere verschwitzten Shirts, Hosen und Socken waschen. Da gibt es ganz schön viel zu sehen (siehe Fotos).

donau036

Bild 1 von 16

Stift Melk am rechten Ufer

17

03.08.2002 Budapest (H) Solt (H)

107

warmes Sommerwetter Die Fahrt aus Budapest wollte einfach nicht enden. Es schien, als ob wir nicht vorwärts kämen. Dafür trafen wir einen radbegeisterten Ungarn, der unsere Velos wieder auf Vordermann brachten, während wir bei seiner Partnerin einen Kaffee tranken. Südlich der Hauptstadt gibt es der Donau entlang grosse Ansammlungen von Ferienhäuschen, die wahrschein­lich von ihren Besitzern in Freizeitarbeit erstellt und ausgebaut wurden.

18

04.08.2002 Solt (H) Baja (H)

94

heiss, gewittrig, wir mussten mehrmals unterstehen Foktö ist Partnergemeinde von Tuggen SZ. Baja ist sehr schön an einem Donauarm gelegen. Auf der Insel, die mit einer Brücke mit der Stadt verbunden ist, gibt es verschiedene attraktive Restaurants.

19

05.08.2002 Baja (H ) Szeged (H)

122

brütende Hitze, bewölkt, hohe Luftfeuchtigkeit Fahrt mit Rückenwind durch die ungarische Tiefebene Szeged ist eine sehr gepflegte Stadt mit schöner Fussgängerzone und Parkanlagen. Beim Dom fanden Freilichtaufführungen statt, allerdings nicht an diesem Abend.

20

06.08.2002 Szeged (H) Timisoara (RO)

128

tolle Hitze topfeben, gelegentlich Gegenwind In Timishoara bewundern wir auf dem Dom- oder Einheitsplatz (auch Revolutionsplatz genannt) den röm.-katholischen Dom und die Pestsäule, die orthodoxe Kathedrale mit den bunten Dachmustern und den Opernplatz mit Staatsoper und Denkmal der Römischen Wölfin,

21

07.08.2002 Timisoara (RO) Caransebes (RO)

105

schön, nachmittags gewittrig, Rückenwind besonders hart, 40 km entlang einer stark befahrenen, engen Hauptstrasse (E70) mit Lastwagen Caransebes ist eine typische rumänische Kleinstadt mit vielen Ruinen, katastrophalen Strassen, Durchgangs-Schwerverkehr, einer Fussgängerzone mit Plattenböden, wo die Platten nicht mehr vollzählig sind, einem neu begonnenen Kirchenbau und einem Park. Aber auch ein Internetcafé ist vorhanden.

22

08.08.2002 Caransebes (RO) Drobeta-Turnu Severin

Zugfahrt

häufig Regen, bedeckt, tief hängende Wolken Weil die Strasse derart gefährlich war für uns Radfahrer, entschlossen wir uns, mit dem Zug nach Drobeta-Turnu Severin zu fahren. Gespannt waren wir auf das oft genannte Eiserne Tor an der Donau. Eine riesige Staumauer hält beim Durchbruch der Donau durch die Südkarpaten das Wasser zurück. Hier steht ein riesiges Laufkraftwerk.

23

09.08.2002 Aufenthalt in Drobeta-Turnu Severin   schön Eigentlich wollten wir die Portile de Fier besuchen, fanden dann allerdings keinen Bus, der uns dorthin geführt hätte. So schauten wir uns in der Stadt um. Turnu Severin ist ein erschreckendes Beispiel für die Zerstörungen alter Bausubstanz und die furchtbare Bauweise unter dem Ceausescu-Regime. Noch einigermassen erfreulich daran sind die grosszügi­gen Parkanlagen, die zum grösseren Teil auch gut gepflegt werden.

donau073

Bild 1 von 25

Start vor dem Hotel in Budapest

24

10.08.2002 Drobeta-Turnu
Severin
Calafat (RO)

103

unbeständig, gegen Abend sonnig Nach der Abzweigung von der Haupt­strasse nach Craiova steigt die Strasse (56 A) auf ein Hochplateau, einige km nördlich der Donau. Hier geht es zwar immer etwas hinauf und hinunter, aber der übrige Verkehr ist sehr gering und vor allem zu Beginn geniessen wir die herr­liche Aussicht hinunter in das Donautal.

25

11.08.2002 Calafat (RO) Orjahovo (BG)

107

Morgens Regen, abends schön, starker Gegenwind In Bechet, unserem heutigen Ziel, ist das einzige Hotel bereits ausgebucht, bzw. die drei Zimmer sind nach Aussage des Wirts „destroyed“, so dass er sie nicht vermieten kann. Also was tun? Wir beschliessen, die Fähre auf die bulga­rische Seite der Donau zu nehmen. Hier ist die Donau schon beträchtlich breit und ohne grosse Strömung. Aber während der langen Wartezeit sahen wir selten ein Lastschiff auf dem Strom. Das sind wohl immer noch die Nachwehen des Jugoslawien-Kriegs.

26

12.08.2002 Orjahovo (BG) Turnu Magurele (RO)

86

regnerisch, veränderlich, gewittrig Die letzten 10 km sind wir im Regen gefahren In diesem Teil Rumäniens scheint das Hauptverkehrsmittel das Fuhrwerk zu sein. Da sind Einzel­personen, Ehepaare, ganze Familien mit Pferd, Esel oder Muli und Wagen unterwegs. Transpor­tiert werden Gras, Maispflanzen. Holz, Heu, Melonen usw.

27

13.08.2002 Turnu Magurele Giurgiu (RO)

122

schönes Wetter, Rückenwind Wir kamen heute sehr zügig voran. In Giurgiu sollen gemäss Artikeln, die ich sowohl im Tagesanzeiger Magazin wie im Natürlich gelesen habe, die Störfischer auf der Donaubrücke stehen und auf einen reichen Fang warten. Wir machten uns auf den Weg, sie zu suchen, aber ausser stillgelegten Fabrikanlagen und ausgemusterten Fernwärmeleitungen sahen wir nichts. Die Brücke war leer gefegt.

28

14.08.2002 Giurgiu (RO) Oltenita (RO)

80

schön mit viel Wind, abends bewölkt Berg- und Talfahrt Wir machten einen Spaziergang an die Donau, rund 3 km ein Weg. Entlang an Fernwärmeleitungen, deren Isolationen zum Teil entfernt wurden, zum Teil aber auch einfach abfielen und an zusammenstürzenden Industrieanlagen vorbei gelangten wir an die Donau. Eine Schiffsanlegestelle, ein Posten der Grenzpolizei und zwei oder drei Schiffskräne waren die einzigen Zeichen dafür, dass hier ein Donau­hafen ist. Auf der bulgarischen Seite erkennen wir ein Ruderboot und wenige Leute am Flussufer.

29

15.08.2002 Oltenita (RO) Slobozia (RO)

110

schön, wolkig Wir wenden uns heute weiter westlich Richtung Norden als es die Donau tut, da der Donau entlang nur noch kleinere Ortschaften angegeben sind, die vermutlich keine Unterkünfte anzubieten haben. Wir fahren an zwei grossen Stauseen entlang, die von ihrer Fauna her sicher interessant wären. Wir beobachten jedenfalls an den Ufern ein paar nicht identifizierte Vögel.

30

16.08.2002 Slobozia (RO) Braila (RO)

97

Regen und kräftiger Seiten- und Gegenwind War das ein harter Tag! Trotz Regen und trübem Wetter gingen wir zu Fuss an die Donau hinunter, und siehe da: Hier gab es ein Schiff am Ufer, das als Restaurant diente. Wir tranken etwas und liessen uns eine Fischsuppe servieren, die wirklich gut schmeckte. Allerdings waren wir weit und breit die einzigen Gäste.

31

17.08.2002 Braila (RO) Tulcea (RO)

98

Veränderlich, die letzten 10 km im Regen Wir erwarteten eine flache Schluss­etappe. Doch es kam anders. Nach einer anstrengenden Fahrt mit vielen Stei­gungen und Abfahrten erreichten wir unser Ziel: Wir sind im Mündungsgebiet der Donau angelangt. Als wir eine der zahlreichen Steigungen erklommen, bemerkten wir vor uns einen in Formation fliegenden Schwarm grosser Vögel. Sind das Enten oder Gänse? Wie er näher kommt, sehen wir dass es eigentlich eher Störche sein müssten. Aber es sind doch etwas eigenartige Störche. Sie wirken etwas plumper als diese und der Schnabel ist irgendwie zu gross geraten. Bei einem späteren Ausflug ins Delta wird uns dann erst richtig bewusst: Das waren die ersten fliegenden Pelikane, denen wir hier begegneten.

donau104

Bild 1 von 16

Beim Aufstieg Richtung Rogova

32

18.08.2002 Tulcea (RO)   veränderlich, zum Teil Regen, schöner Sonnenuntergang Ausflug ins Donaudelta mit einem grösseren Ausflugsschiff Das ist eine einzigartige Landschaft, diese Kanäle, die geschlungen, mit Abzweigungen, zwischen baumbewachsenen Ufern, an Seen vorbei ein riesiges Labyrinth bilden. Wir werden auf fliegende Pelikane aufmerksam gemacht.

33

19.08.2002 Tulcea (RO)   wunderschöner Tag Ausflug ins Donaudelta mit einem Motorboot, das wir samt Bootsführer und Tochter, die uns englisch Auskunft gibt, günstig „chartern“. Das Mittagessen ist auch inbegriffen. Wie schon gestern lassen wir uns von den im Wasser stehenden Bäumen, den unberührten Wasser- und Sumpfflächen, den verschieden­artigsten Vögeln und dem riesigen Kanallabyrinth beeindrucken. Wir sehen Pelikane auffliegen und können sie kreisend über uns erkennen. Sogar eine Schlange am Ufer und eine im Wasser schwim­mende Schlange begegnen uns.

34

20.08.2002 Tulcea (RO) Mamaia (RO)

13

sehr windig, schön Mit der Bahn fahren wir von Tulcea nach Contanta und dann per Velo nach Mamaia. Wir sitzen am weissen Sandstrand am Schwarzen Meer und lauschen der Brandung.

35

21.08.2002 Mamaia (RO)   schön Ausflug mit dem Bus nach Constanta Auch Constanta scheint, wie so viele andere Orte in diesem Land, schon bessere Zeiten erlebt zu haben. Das Casino, ein Vorzeigeobjekt, ist nicht mehr im besten Zustand, Häuser und Strassen und die verschiedenen Sehenswürdigkeiten sind zum Teil in bedenklichem Zustand. Im Archäologischen Museum gibt es viele interessante Objekte aus verschiedenen Epochen anzu­schauen. Aber die Ausstellung ist schlecht präsentiert, dunkel und zu wenig beschriftet. Was aber wichtig scheint, ist die Betonung der griechisch-römischen Vergangenheit der Gegend.

36

22.08.2002 Mamaia (RO)   bedeckter Himmel, am Morgen Regen In der Nacht hat es gestürmt, nun liegen Berge von Muschelschalen am Strand und werden von Bulldozern zusammen­gekarrt und mit Lastwagen abtranspor­tiert. Wir nutzen den anfänglich grauen Tag für eine Strandwanderung. Schon am Vormittag spazieren wir dem Wasser entlang Richtung Norden und legen einige Kilometer im Sand zu Fuss zurück (zu einem grossen Teil barfuss). Uns erstaunen die riesigen Berge von Muscheln, die an den Vortagen von den hohen Wellen angeschwemmt worden waren.

37

23.08.2002 Mamaia (RO)   schönes Wetter, blauer Himmel Die Fahrt nach Histria mussten wir wegen einem Platten abbrechen. Wir sitzen am Strand, das Wasser ist warm und klar. Der weisse Sandstrand und die vielen Badenden erstaunen uns.

38

24.08.2002 Mamaia (RO)

29

schön, wunderbar blauer Himmel Heute sollte es eigentlich klappen mit der Tour nach Histria, aber erneut haben wir eine Panne zu beklagen. In Navodari befindet sich eine riesige petrochemische Anlage, wobei grosse Teile nicht (mehr) in Betrieb sind. Da riecht es sehr unangenehm.

39

25.08.2002 Mamaia (RO)

99

wunderschön heiss Letzter Veloausflug nach Histria und zurück mit anschliessendem Baden im Schwarzen Meer. Das wussten wir gar nicht, dass hier mal eine römische Hafenstadt stand. Wir bestaunen die Ruinen.

40

26.08.2002 Mamaia (RO) Bukarest (RO)     Wir haben die Velos verschenkt und fahren per Bahn von Constanta nach Bukarest. Die Beschenkten, ein Pärchen, das im Hotel arbeitet, bringt uns zum Bahnhof in Constanta. Auf der Fahrt sehen wir überdimensionierte Gleisanlagen, die nicht (mehr?) genutzt werden. Da stehen Güterwagen und Lokomotiven herum, die nicht mehr in Gebrauch sind. Man hört die Anlagen fast rosten.

donau122

Bild 1 von 21

Fischer im Donaudelta

41

27.08.2002 Bukarest (RO)

schön Grossstadtleben Im Herastrau-Park befindet sich ein Freilichtmuseum mit Gebäuden aus ganz Rumänien. Sie wurden abgebaut, hierher gebracht und restauriert wieder aufgebaut. Das Museum ist sehr sehenswert.

42

28.08.2002 Bukarest (RO)   schön Am Abend treten wir die lange und unbequeme Nachtreise mit dem Nachtzug nach Wien an Hanul lui Manuc: Mitten in Bukarest befindet sich noch eine alte Karawanserei, die gut unterhalten ist und als Hotel und Restaurant betrieben wird. In einem idyllischen Innenhof mit alten Ausstellungs­gegenständen und schmucker Dekoration kann man hier in aller Ruhe Essen und Trinken geniessen

43

29.08.2002 Wien (A)   schön Bei der Ankunft des Zuges werden wir von einem Herrn angesprochen, der uns eine Wohnung für wenige Aufenthalts­tage anbietet. Wir nehmen das Angebot an. Auf dem Naschmarkt deckten wir uns nach dem Duschen mit Vorräten ein und picknickten auf dem Karlsplatz. Dann besichtigten wir die Karlskirche, den Stadtpark und den Stephansdom.

44

30.08.2002 Wien (A)   schön und heiss, so richtiges Badewetter Trotzdem sind wir unterwegs und bestaunen die vielen kulturellen Zeugen der k. und k. Epoche Prater, Schloss Schönbrunn, Hofburg und … und … und …

45

31.08.2002 Wien (A)   schön und sehr heiss   Wir haben noch nicht alles gesehen, wir müssen wieder mal nach Wien.

46

01.09.2002 Wien (A) Linz (A)   veränderlich, wolkig Wir reisen mit dem Schiff auf der Donau von Wien nach Linz Eine interessante Broschüre und der Kommentar des Kapitäns gaben uns Auskunft über all die Sehenswürdig­keiten links und rechts der Donau.

47

02.09.2002 Linz (A) Passau (D)   kühl, wechselhaft, zwischendurch Regen Heute geht es mit dem Schiff weiter bis Passau  

48

03.09.2002 Passau (D) Neuenkirch (CH)   regnerisch, unfreundlich Heimreise mit dem Zug Wir finden unser Heim unverändert vor.

donau152

Bild 1 von 24

Bukarest: Das Athenäum

Auf nach Marseille (FR)

Von Genf nach Marseille (21.08. – 02.09.2013)

1. Etappe: Genf – Motz


Am Mittwoch früh geht’s los. Mit dem gepackten Fahrrad besteigen wir den Zug nach Genf. Dort angekommen, suchen wir den nächsten Radwegweiser, um möglichst schnell aus dem intensiven Verkehr auf gemächlichere Wege auszuweichen. Zügig verlassen wir die Schweiz in Richtung Frangy und gelangen auf der D 992 nach Seyssel an der Rhone. Da ist zwar der Verkehr auch nicht ganz ohne, Radstreifen und Radwege fehlen weitgehend, aber wir kommen gut voran. In Seyssel sehen wir uns nach einer Unterkunft um und landen in Motz, das in erhöhter Lage über dem Rhonetal liegt und einen fantastischen Blick in die weite Landschaft bietet. Wir essen im Garten und unterhalten uns mit einem deutschen Jakobsweg-Pilger, der Interessantes zu berichten weiss. Müde legen wir uns anschliessend in unsere Betten, und weil es hier oben so schön ruhig ist, schlafen wir schon bald.

2. Etappe: Motz – St-Ondras


Nach einem feinen Frühstück geniessen wir die rasante Talfahrt hinunter nach Serrières-en-Chautagne. Wunderschön präsentiert sich das Städtchen Chanaz am Canal de Savière. Allerdings müssen wir hier wieder zurück fahren und die Landstrasse benützen, da der Radweg gesperrt ist. Wir gelangen nach Yenne, wo Markt ist und wir uns einen Kaffee und eine Glace genehmigen. Da auch hier der weiterführende Radweg gesperrt ist, müssen wir auf teilweise recht stark befahrene Landstrassen weiter radeln. Leider verfahren wir uns dann noch und müsse ein paar Kilometer zurück fahren. Recht anstrengend ist der Aufstieg nach Les Abrets, wo uns im Touristikbüro eine Unterkunft in St-Ondras reserviert wird. Dort werden wir, wiederum nach einem grösseren Umweg, im Gîtes „Le Pas de l’Âne“ freundlich in Empfang genommen, verpflegt und in einem sehr schönen Zimmer untergebracht.

3. Etappe: St-Ondras – Anneyron


Am Morgen geht es auf der D 73 anstrengend weiter. Steigungen und Abfahrten lösen sich ab. Zudem haben wir mit dem aufkommenden Gegenwirnd zu kämpfen. Beim Château des Puppières machen wir eine kleine Pause und betrachten das Schloss und seinen Park von aussen. Nach Le Grand-Lemps kommen wir zügiger voran. An einem schattigen Plätzchen an der Strasse geniessen wir unser Picknick. Da unser vorgesehenes Etappenziel, Beaurepaire, etwas trist ausschaut und der Nachmittag noch wenig weit fortgeschritten ist, fahren wir weiter. In Anneyron finden wir anfangs Dorf einen Wegweiser „Chambres d’hôtes“. Dem folgen wir und finden auf einer Ferme ein ruhig gelegenes, nostalgisch einge-richtetes Zimmer. Im nahen Städtchen ist wenig los, und mit Mühe finden wir ein geöffnetes Restaurant, ein Take Away, wo es aber einen reichhaltigen Kebab-Teller gibt. Anschliessend spazieren wir „nach Hause“ und geniessen das ruhige Zimmer.

4. Etappe: Anneyron – Valence


Unsere Gastgeber bewirten uns mit einem Petit Déjeuner, setzen sich gleich dazu, schimpfen über die heutige Zeit und rühmen die verflossenen alten Zeiten, wo noch viel gearbeitet wurde, die Jugend noch anständig war und für landwirtschaftliche Produkte noch anständige Preise bezahlt wurden. Danach geht es per Velo weiter Richtung Rhone. Dort finden wir ein angenehm zu befahrendes, fertig gebautes Stück der für Radfahrer geplanten Via Rhôna. Leider ist dieses Stück noch nicht sehr lang, so dass wir schon bald wieder auf Gemischt-Verkehr-Strassen weiterfahren müssen. Gegenwind macht uns wieder zu schaffen. In Tournon-sur-Rhône, einem alten Städtchen,  besuchen wir den Markt und fahren danach auf der rechten Rhoneseite weiter, zum Teil wieder auf Radwegen, nach Valence. Nach Dusche und Gewitter besichtigen wir die interessante und sehenswerte Altstadt sowie die Parkanlagen. In einem griechischen Restaurant auf einem schönen Platz dinieren wir und kehren bei Einbruch der Nacht ins Hotel zurück.

5. Etappe: Valence – Pierrelatte


Nach dem Frühstück fahren wir früh weg. Den Weg aus der Stadt finden wir recht schnell, nur den Einstieg in den Veloweg verpassen wir fast. Als wir auf der Strasse fahren und  ein Naturweg abzweigt, wählen wir diesen. Er entpuppt sich als Hyper-Bioweg, d.h. viele Steine und Löcher gab‘s. In Pouzin treffen wir auf einen Flohmarkt, der sehr viele Menschen anzieht.  Wir überqueren mehrmals die Rhone. Vor dem Mittag gehen wir in einem Supermarkt einkaufen: erstaunlich, wie viele Menschen das an einem Sonntag machen. Bei einem Kraftwerk vor Montélimar nehmen wir unser Mittagessen ein. Nachher geht‘s an Montélimar vorbei auf Velowegen und auf der Hauptstrasse. Unser vorbestelltes Hotel in Pierrelatte finden wir dank Wegweiser sehr schnell. Heute ist uns der Wetter- und Windgott sehr hold gesinnt. Die Sonne scheint nicht mehr so heiss wie in den ersten drei Tagen und der Rückenwind macht unsere Fahrt schneller und müheloser. So können wir auf dem grossen Hauptplatz im Freien ein Glas Bier und ein Glas Rosé geniessen.

6. Etappe: Pierrelatte – Avignon


Nach der Wegfahrt in Pierrelatte dauert es etwas, bis wir auf dem richtigen Weg sind. Auf der Karte ist eine Strasse eingezeichnet, der aber das Atomkraftwerk im Weg steht. Nachdem dieses Hindernis umfahren ist, geht alles sehr reibungslos. Wir finden den Weg sehr gut und haben gut ausgewählt. Auf wenig befahrenen Landstrassen fahren wir Richtung Avignon. Der Wind meint es wiederum sehr gut mit uns und treibt uns vorwärts. Vor der Barrage de Villeneuve treffen wir ein Ehepaar, das in Avignon Elektrovelos gemietet hat und unterwegs ist. Sie möchten eine Rundtour machen an die Ardèche, haben aber das Pech, dass das Rad der Frau defekt ist und der Antrieb nicht funktioniert, was sehr anstrengend ist. Anhand unserer Karte beraten wir sie für die Weiterfahrt. Wir fahren über die Schleuse und die Rhonebrücken. Und schon bald erreichen wir Avignon über eine Brücke. Unser Hotel finden wir sehr schnell. Das Zimmer ist im dritten Stock. Die anstrengendste Arbeit ist heute, unser Gepäck durch das enge Treppenhaus in den dritten Stock hinauf zu tragen. Nach dem Duschen gehen wir auf Sightseeingtour. Auf der Place des Horloges genehmigen wir uns den ersten Apero. Nachher geht es weiter zum Papstpalast, zum Dom und zum weltbekannten Pont d’Avignon. Aber darauf kann man kaum tanzen, wie es im Lied heisst, der Boden ist zu holprig. Dafür hat man eine tolle Sicht auf die Stadt.

7. Etappe: Avignon – Arles


Das Zimmer ist sehr ruhig gelegen, darum haben wir ausgezeichnet geschlafen. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg und finden die Ausfahrt aus der Stadt und die Strasse D2 sehr gut. Es hat nicht sehr viel Verkehr, aber doch hie und da einen Lastwagen. Die Nebenstrasse, die nach St-Pierre führt, finden wir ebenfalls schnell. Vor Armon, bei der Brücke, treffen wir auf von einem Laster heruntergefallene Melonen auf der Strasse. Wir suchen uns eine für das Mittagessen aus und fahren weiter über die Brücke.  Auch die D138A finden wir sofort. Nun geht es zügig nach Tarascon. Hier ist Markt. Den lassen wir uns nicht entgehen. Neben der Strasse, unter Bäumen, die etwas Schatten geben, nehmen wir stehend unser Essen ein. Nachher geht es weiter nach Arles. Hier treffen wir kurz nach 13 Uhr ein. Leider verwehrt uns die Inhaberin den Zugang ins Hotel. Wir gehen in der Bar nebenan einen Pastis trinken. Um 14 Uhr versuchen wir es nochmals und erreichen, dass wir die Velos und das Gepäck wenigstens einstellen können. Nun gehen wir in die Stadt auf „Kultur -Tour“. Wir besuchen die Arena und das Theater, wo gerade eine Aufführung mit Gladiatoren stattfindet, das Hôtel de Ville, verschiedene Kirchen und die Thermen. Dann gehen wir ins Hotel zurück zum Duschen. Anschliessend stehen Apèro und Nachtessen an.

8. Etappe: Arles – Port-St-Louis-du-Rhône


Wir haben ausgezeichnet geschlafen. An der Reception müssen wir feststellen, dass wir kein Frühstück bestellt haben. Also gehen wir ins Cafe nebenan unser Frühstück essen. Nachher fahren wir aus der Stadt und gehen zuerst auf den Markt. Über die Rhône geht es dann weiter. Den Einstieg in die Camargue finden wir sehr gut. Der Windgott ist uns wiederum sehr hold. So sind wir sehr schnell am Étang de Vaccarès.  Bei La Capelière besuchen wir das Informationszentrum und machen zu Fuß einen Rundgang im zugehörigen Garten. Anschliessend nehmen wir noch unser Mittagessen am Étang ein. Wir haben heute schon einige einheimische Tiere gesehen: Flamingos, verschiedene Reiher, den Eisvogel und Camarguepferde. Mit viel Rückenwind fahren wir weiter und gelangen mit der Fähre über die Rhône. Etwas nach 15 Uhr treffen wir in Port-Saint-Louis-du-Rhône ein. Nach einigem Suchen finden wir unsere Unterkunft und werden mit einem Drink freundlichst begrüsst. Nun sitzen wir in der Nähe des Hafens und geniessen einen Apero. Unser Ziel ist das Restaurant Duo, das uns von unserer Zimmervermieterin empfohlen worden ist.

9. Etappe: Ausflug von Port-St-Louis zum Phare de la Gacholle


Nach einem feinen Frühstück und einer Plauderei mit der Tochter des Hauses fahren wir los Richtung Leuchtturm. Auf der Michelin-Karte sind die Strassen eingezeichnet. Aber bei „Faraman City“ ist die Strasse gesperrt und hinter der Sperre erhebt sich ein riesiger Schutthaufen. Nachdem ich mich bei einen Bewohner des Dörfchens nach der Ernsthaftigkeit der Sperrung erkundige und er uns grünes Licht für die Durchfahrt gibt, wagen wir die Weiterfahrt. Und siehe da, hinter dem Schutthaufen führt die Strasse weiter, und wir gelangen mitten in die Camargue hinein. An mehreren Lagunen schalten wir einen Beobachtungshalt ein und können neben Hunderten von Flamingos weitere, seltenere Vögel beobachten wie Sand- und Flussregenpfeifer, Schafstelze, Säbelschnäbler, Brandgans, Seiden- und Kuhreiher und natürlich auch die berühmten Stiere. Beim Leuchtturm im Infocenter, zeigt uns der „Leuchtturmwächter“ eine junge Vipernatter im Glas. Die Tour ist sehr schön und nicht überaus anstrengend. Die Strassen sind zwar sehr holprig und mit vielen Löchern versehen. Vorbeifahrende Personenautos wirbeln je nach Fahrweise mehr oder weniger grosse Staubwolken auf, die uns husten machen. Aber wir kommen wohlbehalten zurück. Nach dem Duschen sitzen wir nun auf der Terrasse bei einem Bier, Saft und Nüssli. Nachher gehen wir dann essen.

10. Etappe: Ausflug zum Marais du Vigueirat


Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Naturreservat Marais du Vigueirat. Das sind mehr als 23 km. Wir kommen besser voran, als wir glaubten. Im Reservat machen wir einen Rundweg von 2,5 km Länge zu Fuss. Wir sehen einiges, aber nicht viel Neues. Immerhin können wir die Europäische Sumpfschildkröte und ganz am Schluss vermutlich noch drei Nutrias beobachten, die ursprünglich aus Südamerika stammen. Die Landschaft gefällt uns hier sehr gut. Der Weg führt durch unterschiedliche Lebensräume. Anschliessend fahren wir zurück und gleich weiter zur Plage Napoléon, wo ich mich noch kurz ins Meer stürzen. Allerdings ist hier das Wasser recht frisch. Nachher fahren wir gegen den Wind zurück zu unserer Unterkunft. Nach einer erfrischenden Dusche, Mails und SMS schreiben gehen wir zum Apèro und anschliessend im Restaurant Duo essen.

11. Etappe: Port-St-Louis – Port-de-Bouc (- Marseille)


Nach dem Frühstück macht uns unsere Gastgeberin mit ihrem Mann bekannt. Wir besprechen mit den beiden unsere heutige Etappe. Dabei machen sie den Vorschlag, ab Port-de-Bouc mit dem Zug der Côte Bleue entlang nach Marseille zu reisen, da heute Samstag viel Verkehr in die Stadt hinein zu erwarten ist. Wir finden diesen Vorschlag ausgezeichnet. Nach dem Packen und der Verabschiedung machen wir uns auf den Weg. Die ersten 20 km haben wir recht Gegenwind. Dann wird es etwas besser. Dafür fahren wir nun auf einer vierspurigen Strasse mit sagenhaft viel Verkehr. Zum Glück können wir den Pannenstreifen benützen, so dass wir nicht beeinträchtigt sind. In Fos-sur-Mère suchen wir eine andere Strasse. Mit etwas Mühe finden wir eine, die uns dem Strand entlang führt. So kommen wir nach 30 km Fahrt in Port-de-Bouc an. Zuerst gehen wir zum Bahnhof und kaufen uns für 10 Euro eine Fahrkarte  nach Marseille. Die Velos sind gratis. Wir kaufen anschliessend für das Picknick ein und gehen zum Essen an einen schattigen Platz am Hafen. Unser Zug fährt um 14.33 Uhr. Mit den Velos fahren wir den Lift hoch, beim richtigen Perron ist der Lift aber ausser Betrieb und ich muss beide Velos hinuntertragen. Die Bahnfahrt ist sehr abwechslungsreich und die Landschaft sehr schön. In Marseille haben wir grosse Mühe, unser Hotel zu finden. Aber nach etwa einer Stunde stehen wir in unserem Zimmer. Nach dem Duschen geht es in die Stadt, die voll von Menschen ist. Nun sitzen wir am alten Hafen beim ersten Apero.

12. Tag: Stadtbesichtigung Marseille


Zum Frühstück gehen wir zum Cours Julien. Nachher geht es hinunter zum alten Hafen. Dort ist Fischmarkt. Das ist sehr spannend. Die Fische kommen direkt von den kleinen Fischerbooten auf den Marktstand. Zu Fuss geht es nachher steil hinauf zur Kirche Notre Dame de la Garde. Leider hat es hier oben sehr viele Touristen, darunter bereits die ersten Kreuzfahrttouristen. Die Aussicht auf die Stadt ist toll. Die Kirche ist sehr reich geschmückt mit vielen Mosaiken. Eigentlich wollen wir hier oben unser Mittagessen im Schatten einnehmen,  aber da sind zu viele Menschen. Also spazieren wir in die Stadt hinunter, auf der Suche nach einem Bänkli im Schatten. Aber das gibt es in Marseille nicht. Beim Karussell auf der Place de Gaulle setzen wir uns auf einen Stuhl, der halb im Schatten und halb in der Sonne steht. Nachher gehen wir weiter zum Fort Saint Jean. Diese Museumsanlage ist ganz neu gebaut. Das Alte wurde mit Neuem ergänzt. Und die ist sensationell! Wir nehmen uns Zeit, so viel wie möglich anzuschauen. Aber auch hier hat es sehr viele Menschen und zudem ist es sehr heiss. Vielleicht kommen wir ja mal wieder nach Marseille, und das nicht im Sommer. Über den Hügel gehen wir zurück ins Hotel, um uns etwas abzukühlen und auszuruhen. Später gehen wir wieder in die Stadt. Wir genehmigen uns einen Apero und laufen die Rue de Rome weiter. Wir kommen in ein Quartier, das von vielen Muslimen bewohnt wird. Es hat hier Strassenstände und Geschäfte, in denen die Kopftücher der Frauen verkauft werden. Nachher gehen wir weiter zum alten Hafen und genehmigen uns einen zweiten Apero. Zum Nachtessen setzen wir uns in ein Restaurant entlang des alten Hafens. Hier esse ich eine reichhaltige Bouillabaise. Nachher gehen wir noch eine Glace essen und dann schlafen.

13. Tag: Stadtbesichtigung Marseille und Heimreise


Es ist nun wirklich Montagmorgen, unser letzter Reisetag bricht an. Schon sehr früh werden wir durch die Sirenen der Polizei geweckt. Man hört sie immer wieder. Nach dem Duschen packen wir alle unsere Sachen ein und deponieren  das Gepäck im Hotel. Im Cafe gleich neben dem Hotel nehmen wir das Frühstück ein. Nachher gehen wir auf der Rue de Rome Richtung Süden und kommen zur Place Castellane. Hier steht die Fontaine Cantini, und auf der Avenue du Prado ist Markt. Wir schlendernn etwas durch die Stände und gehen dann zurück zur Rue du Marché des Capucins. Hier ist ein reges Treiben. Es werden vor allem Früchte und Gemüse verkauft. Die Händler sind in der Mehrzahl Muslime.
Anschliessend besuchen wir das Mémorial de la Marseillaise. Da gibt es eine spannende Vorführung zur Geschichte der französischen Nationalhymne. Nach diesem Museumsbesuch gehen wir weiter zum Triumphbogen an der Place Jules Guesde. Von da gehen wir zurück zum alte Hafen und dann geht es zurück ins Hotel. Wir packen unsere Velos und fahren zum Bahnhof.
Wir sind pünktlich am Bahnhof. Leider hat unser TGV über 40 Minuten Verspätung. Natürlich holen wir die Verspätung nicht mehr auf. Wir kommen mit etwas mehr als einer Stunde Verspätung in Genf an. Unser Zug ist schon abgefahren, also heisst es warten. Wir gönnen uns ein Bier und ein Glas Wein. Und dann geht es mit dem Zug von Genf nach Hause, wo wir müde von der langen Fahrt nach knapp drei Stunden eintreffen.